Vorstand

Vorstand (2015 - 2018)

Vorsitzender

Prof. Dr. Christoph Düllmann
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
duellman@uni-mainz.de

Stellvertretender Vorsitzender

Prof. Dr. Clemens Walther
Leibniz Universität Hannover
walther@irs.uni-hannover.de

Beisitzer

Prof. Dr. Dirk Bosbach
Forschungszentrum Jülich  
d.bosbach@fz-juelich.de 
  
Dr. Friedhelm Funke
AREVA GmbH, Erlangen
friedhelm.funke@areva.com

Prof. Dr. Petra J. Panak
Karlsruher Institut für Technologie (KIT) 
petra.panak@kit.edu

Prof. Dr. Thorsten Stumpf
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V.
Institut für Ressourcenökologie
t.stumpf@hzdr.de

Prof. Dr. Andreas Türler
Paul Scherrer Institut / Universität Bern, Schweiz
andreas.tuerler@psi.ch

Prof. Dr. Christoph E. Düllmann

Prof. Dr. Christoph E. Düllmann besetzt seit 2010 eine gemeinsame Professor für Kernchemie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt. Am Helmholtz-Institut Mainz leitet er die Forschungssektion "Superschwere Elemente - Chemie". Er promovierte 2002 in Chemie bei Prof. Dr. Heinz Gäggeler an der Universität Bern, Schweiz, über die erstmalige chemische Untersuchung des superschweren Elements Hassium (Z=108). Danach folgte ein Aufenthalt am Lawrence Berkeley National Laboratory, Berkeley, CA, USA zur Entwicklung der physikalischen Vorseparation kurzlebiger Radioisotope am Berkeley Gas-filled Separator und der Demonstration der Eignung dieses Verfahrens zur Synthese neuer Verbindungsklassen der schwersten Elemente. Im Jahr 2005 wechselte er an die GSI Darmstadt, wo er das Chemie-Programm am neu aufgebauten gas-gefüllten Rückstoss-Separator TASCA leitete und seither Sprecher der TASCA Kollaboration geworden ist. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Synthese sowie physikalische und chemische Untersuchung der Transactiniden.

Prof. Dr. Clemens Walther

Prof. Dr. Clemens Walther ist Leiter des Instituts für Radioökologie und Strahlenschutz an der Leibniz Universität Hannover. Nach dem Studium der Physik an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und der University of Washington in Seattle WA (USA) promovierte er am Institut für Kernchemie der Universität Mainz. 1999 wechselte er an das Institut für Nukleare Entsorgung des KIT (ehem. FZK). Dort arbeitete er als Gruppenleiter Nanopartikelanalytik und stellv. Bereichsleiter Actinidenanalytik. 2008 habilitierte er im Fach Kernchemie über Hydrolyse und Polymerisation von Actiniden. Für diese Arbeiten wurde er mit dem „Fritz-Strassmann-Preis“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker ausgezeichnet. Derzeitige Forschungsschwerpunkte sind Radionuklidausbreitung in den kontaminierten Gebieten um Fukushima, Chernobyl und dem ehem. Uran Bergbaugebiet Mulde, sowie Forschungen zum Verhalten anthropogen emittierten I-129 in Umweltkompartimenten. Als einer der Sprecher des BMBF Verbundes ENTRIA arbeitet er an interdiziplinären und Strahlenschutz-bezogenen Fragestellungen zum Thema Entsorgung radioaktiver Abfälle.

Dr. Dirk Bosbach

Prof. Dr. Dirk Bosbach ist Direktor am Institut für Energie- und Klimaforschung im Forschungszentrum Jülich und leitet den Bereich "Nukleare Entsorgungsforschung". Nach dem Studium (Mineralogie, Kernchemie, anorganische Chemie) und der Promotion an der Universität zu Köln (1993) arbeitete er als Post-Doc am Virginia Tech (USA) und als Hochschulassistent an der Universität Münster. Nach der Habilitation im Jahr 2000 folgte ein Wechsel an das Forschungszentrum Karlsruhe, wo er die Abteilung Geochemie im Institut für nukleare Entsorgung leitete. 2009 wechselte er an das Forschungszentrum Jülich. Gleichzeitig lehrt er als Inhaber des Lehrstuhls für die Entsorgung nuklearer Abfälle an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.

Dr. Friedhelm Funke

Dr. rer. nat. Friedhelm Funke studierte Chemie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und promovierte 1990 im dortigen Institut für Kernchemie bei Prof. Dr. Jens Kratz über Kernreaktionen schwerer Ionen an der Coulomb-Barriere, in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Schwerionenforschung, Darmstadt. Danach trat er in das Radiochemische Laboratorium von Siemens/KWU in Erlangen ein, seit 2001 zu AREVA NP gehörend, wo er seither auf dem Gebiet der Reaktorsicherheit experimentelle und theoretische Untersuchungen zur Chemie der Spaltprodukte (insbesondere des Iods) und der Kernschmelze bei unterstellten schweren Störfällen in Kernkraftwerken durchführt. Highlight sind die seit 2002 in der THAI-Versuchsanlage der Fa. Becker Technologies (früher Battelle) in Eschborn durchgeführten Radiotracer-Versuche im Technikumsmaßstab zur Simulation von Phänomenen des Iod-Störfallverhaltens in KKW-Sicherheitsbehältern, inzwischen ein auch OECD-gefördertes Projekt. Seit 2002 ist er Leiter der Gruppen „Störfallchemie“ und „Strahlenschutz“ des Radiochemischen Labors sowie dessen Strahlenschutzbeauftragter.

Prof. Dr. Petra J. Panak

Prof. Dr. Petra J. Panak ist Professorin für Radiochemie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (EnBW Stiftungsprofessur). Nach dem Studium der Chemie an der Technischen Universität München fertigte sie ihre Promotion (Fachbereich Actinidenchemie) am Institut für Radiochemie der Technischen Universität München unter der Leitung von Prof. Dr. J. I. Kim an. Danach folgten Aufenthalte am Institut für Radiochemie des Forschungszentrums Dresden-Rossendorf und am Lawrence Berkeley National Laboratory, Kalifornien. Die damaligen Forschungsschwerpunkte waren mikrobielle Wechselwirkungen der Actiniden. Die Habilitation erfolgte 2008 an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg über „aquatische Chemie der Actiniden in kolloidalen Systemen“. Sie folgte im November 2008 dem Ruf auf die EnBW Siftungsprofessur „Radiochemie“ an der Universität Heidelberg. Gleichzeitig ist sie Leiterin der Gruppe „Koordinationschemie von Actiniden“ am Institut für Nukleare Entsorgung des KIT, Campus Nord. Seit Februar 2014 ist sie Mitglied des Ausschusses Endlagerung radioaktiver Abfälle (EL) der Entsorgungskommission (ESK). Im September 2014 wurde sie in den Aufsichtsrat des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf berufen.

Prof. Dr. Thorsten Stumpf

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Prof. Dr. Andreas Türler

Andreas Türler ist ordentlicher Professor für Radiochemie am Departement für Chemie und Biochemie der Universität Bern. Er leitet gleichzeitig auch das Labor für Radio- und Umweltchemie am Paul Scherrer Institut in Villigen. Andreas Türler ist in Bern aufgewachsen und hat an der Universität Bern Chemie studiert. Nach seiner Promotion im Jahr 1989 weilte er als PostDoc drei Jahre am Lawrence Berkeley National Laboratory in Kalifornien, wo er sich mit chemischen Untersuchungen von künstlich erzeugten, sehr schweren Elementen beschäftigte. Für diese Arbeiten wurde er mit dem „Fritz-Strassmann-Preis“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker ausgezeichnet. Eine Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Paul Scherrer Institut führte ihn 1992 zurück in die Schweiz, wo er im Jahr 2000 an der Universität Bern habilitierte. Ende 2001 folgte Andreas Türler einem Ruf auf den Lehrstuhl für Radiochemie der Technischen Universität München, wo er die Leitung des dortigen Instituts für Radiochemie übernahm. Im Zentrum der Forschungsinteressen stand die Produktion neuer Radionuklide für nuklearmedizinische Anwendungen an der in München neu in Betrieb genommenen Neutronenquelle FRM-II und am Zyklotron, sowie die Entwicklung radioanalytischer Methoden mit Neutronenstrahlen. Am 1. August 2009 erfolgte der Wechsel zurück in die Schweiz. Andreas Türler war von 2007-2010 Vorsitzender der Fachgruppe Nuklearchemie.

Beirat des Vorstandes (2015-2018)

Dr. Marcus Altmaier

Dr. Marcus Altmaier studierte Chemie an der Universität zu Köln, und promovierte dort im Jahr 2000 im Fachbereich Nuklearchemie. Seit Dezember 2000 arbeitet Dr. Altmaier am Institut für Nukleare Entsorgung des Karlsruher Institut für Technologie (KIT-INE). Dr. Altmaier ist seit 2012 Leiter der Abteilung Radiochemie des KIT-INE.

Die wissenschaftlichen Arbeiten von M. Altmaier umfassen primär die Chemie von Actiniden und langlebigen Spaltprodukte in wässriger Lösung. Die Untersuchungen beschäftigen sich mit der Löslichkeit und Komplexbildung von Actiniden in endlagerrelevanten aquatischen Systemen. Die Arbeiten beinhalten die Ermittlung und Bewertung thermodynamischer Daten sowie die Ableitung belastbarer Modellparameter zur Beschreibung von Ion-Ion Wechselwirkungsprozessen (SIT, PITZER). Dr. Altmaier ist fortlaufend in verschiedenen nationalen und internationalen Projekten beteiligt. Er war Koordinator des EC FP7 Projektes ReCosy und ist aktuell Koordinator des EC Horizon 2020  Projekts Cebama. Dr. Altmaier ist in verschiedene Arbeiten OECD Nuclear Energy Agency (NEA) involviert, organisiert innerhalb des NEA Salt Clubs die internationalen ABC-Salt Workshops und ist Co-Editor eines State-of-Art Reports zur Aquatischen Chemie bei hohen Ionenstärken der NEA-TDB. Dr. Altmaier ist an Arbeiten der IUPAC (SSED) beteiligt und Mitglied des Editorial Board des Journal of Nuclear Fuel Cycle and Waste Technology.

Michael Bremm

Michael Bremm studiert seit 2011 an der Fachhochschule Aachen, Campus Jülich, Angewandte Chemie mit Praxissemester. Seit 2014 arbeitet er in der Arbeitsgruppe Prof. Dr. U. W. Scherer, an radiochemischen Analysen- und Trennverfahren. Während eines Aufenthalts am NRG, Petten, implementierte er LSC/Messverfahren. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit beschäftigt er sich mit schnellen radioanalytischen Trennverfahren für kerntechnische Fragestellungen.
Neben seinem Studium leitet er den Fachschaftsrat des Fachbereich Chemie & Biotechnologie und ist im Fachbereichsrat als studentisches Mitglied tätig.

Aylin Sibel Cankaya

Aylin Cankaya ist Doktorandin im Bereich der Radiopharmazeutischen Chemie am Institut für Kernchemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Im Rahmen ihres Studiums der Biomedizinischen Chemie in Mainz verbrachte sie ein Auslandssemester am Brookhaven National Laboratory und befasste sich dort mit der Synthese 11C-markierter Aminosäuren zur Untersuchung des Stickstoffmetabolismus in Pflanzen. In ihrer Diplomarbeit beschäftigte sie sich mit der Synthese und Evaluierung 18F-markierter Cysteinprotease-Inhibitoren für die Tumordiagnostik. Seit Februar 2016 entwickelt sie nun im Rahmen ihrer Promotion neue Radiofluorierungsstrategien für Rezeptorsubtyp-selektive GABAA-Rezeptorliganden zur Untersuchung des GABAergen Systems mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie.

Prof. Dr. Jörg Steinbach

Prof. Dr. Jörg Steinbach stammt aus dem Erzgebirge (Annaberg-Buchholz) und studierte in Dresden Chemie, promovierte dort bei den Profs. E. Herrmann / L. Riesel auf dem Gebiet der Phosphororganischen Chemie (Phosphazene).  Im Jahr 1982 nahm er seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentralinstituts für Kernforschung der Akademie der Wissenschaften der ehem. DDR auf und beschäftigte sich dort mit Arbeiten zur Radiochemie / Radiopharmazie. Er begann mit Untersuchungen zur I-123 - Markierung von Radiotracern, beschäftigte sich mit der Produktion von Radiopharmaka und legte am Institut die Grundlagen der Radiochemie zum Aufbau der Positronen-Emissions-Tomographie - zunächst mit dem Schwerpunkt Targettechnik. Daneben absolvierte er das Postgradualstudium "Radiochemie" an der TU Dresden, nahm Lehraufgaben bei der beruflichen Erwachsenenqualifizierung wahr und war an Einsätzen in Entwicklungsländern im Rahmen von IAEA-Aufträgen zum Aufbau von Kleinanlagen zur Erzeugung von Radiopharmaka, Training des Personals etc. beteiligt. Er habilitierte sich 1991 und trat 1992 als Abteilungsleiter in das neugegründete Forschungszentrum Rossendorf (Institut für Bioanorganische und Radiopharmazeutische Chemie) ein. 2001 nahm er eine Berufung (C4) an die Universität Leipzig wahr und wurde Direktor des Instituts für Interdisziplinäre Isotopenforschung e.V.  Im Jahr 2005 nahm er einen Ruf an die TU Dresden an und kehrte an das Forschungszentrum Rossendorf zurück. Heute ist er Direktor des Instituts für Radiopharmazeutische Krebsforschung des Helmholtz-Zentrums Dresden - Rossendorf und war und ist in verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften und Gremien tätig.
Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die Herstellung von Radionukliden mit Hilfe des Zyklotrons sowie die Entwicklung von Radiotracern für die nuklearmedizinsche Diagnostik (vorrangig PET) und Endoradionuklidtherapie.

zuletzt geändert am: 27.04.2017 - 09:50 Uhr von N.Bürger