Vorstand

Vorstand (2019 - 2022)

Dr. Marcus Altmaier     
Karlsruher Institut für Technologie   
Institut für Nukleare Entsorgung (INE)
marcus.altmaier@kit.edu

Dr. Klaus Eberhardt     
Johannes Gutenberg-Universität Mainz   
Institut für Kernchemie
klaus.eberhardt@uni-mainz.de

Prof. Dr. Bernd Neumaier    
Forschungszentrum Jülich GmbH   
Institut für Neurowissenschaften und Medizin,
b.neumaier@fz-juelich.de

Dr. Alice Seibert     
Europäische Kommission    
JRC – Gemeinsame Forschungsstelle
Nukleare Überwachung und Sicherheit
alice.seibert@ec.europa.eu

Prof. Dr. Thorsten Stumpf    
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V.  
Institut für Ressourcenökologie
t.stumpf@hzdr.de

Prof. Dr. Andreas Türler     
Universität Bern     
Departement für Chemie und Biochemie
andreas.tuerler@dcb.unibe.ch

Prof. Dr. Clemens Walther    
Leibniz Universität Hannover
Institut für Radioökologie und Strahlenschutz    
walther@irs.uni-hannover.de

Die konstituierende Vorstandssitzung (Verteilung der Ämter) findet am 04.04./05.04.19 in Frankfurt am Main statt.

Dr. Marcus Altmaier

Dr. Marcus Altmaier studierte Chemie an der Universität zu Köln und reichte dort im Jahr 1999 seine Promotion im Fachbereich Nuklearchemie ein. Seit Dezember 2000 ist M. Altmaier am Institut für Nukleare Entsorgung des Karlsruher Institut für Technologie (KIT-INE) tätig. Das KIT-INE arbeitet im Kontext der Sicherheitsforschung zur Nuklearen Entsorgung. Wesentliche Aktivitäten liegen auf der Erforschung verschiedener (geo)chemischer Prozesse, die im Rahmen von Sicherheitsanalysen erforderlich sein können. Nuklearchemische Arbeiten sind in diesem Arbeitsfeld von sehr hoher Relevanz um das Verhalten insbesondere von langlebigen Radionukliden wie Plutonium in unterschiedlichen Szenarien belastbar voraussagen zu können.
 
Die wissenschaftlichen Arbeiten von M. Altmaier umfassen primär die Chemie von Actiniden und langlebigen Spaltprodukte in wässriger Lösung. Zahlreiche Untersuchungen beschäftigen sich mit der Löslichkeit und Komplexbildung von Actiniden in endlagerrelevanten aquatischen Systemen. Die grundlagenorientierten wissenschaftlichen Arbeiten beinhalten die Ermittlung und Bewertung thermodynamischer Daten sowie die Ableitung belastbarer Modellparameter zur Beschreibung von Ion-Ion Wechselwirkungsprozessen. Die Arbeiten erfordern komplementäre spektroskopische Analysen und Herr Altmaier hat auf Basis langjähriger Erfahrung auf diesem Forschungsgebiet einen guten Überblick über moderne analytische und radiochemische Methoden gewonnen. Herr Dr. Altmaier arbeitet in zahlreichen anwendungsbezogenen Drittmittelprojekten im Rahmen der Grundlagersicherheitsforschung. Ein Schwerpunkt ist hierbei die inhaltliche Vorbereitung und Koordination von Verbundprojekten im europäischen und internationalen Kontext.

Dr. Klaus Eberhardt

Weitere Informationen folgen.

Prof. Dr. Bernd Neumaier

Bernd Neumaier studierte Chemie an der Universität zu Köln und promovierte im Fach Nuklearchemie im Jahre 1996 bei Prof. G. Stöcklin. Von 1996 bis 2006 leitete er den Bereich Zyklotron/Radiopharmazie in der Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Ulm. Hier war er neben der Routineproduktion für die radiochemische Forschung verantwortlich. Im Jahr 2006 wechselte er an das Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung. Im Jahr 2009 habilitierte er im Fach Nuklearchemie an der Universität zu Köln. Nachdem er einen W3-Ruf ans DKFZ der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg abgelehnt hatte, nahm er 2013 den Ruf auf eine W3-Professur der Universitätsklinik Köln an. Dort gründete er das Institut für Radiochemie und Experimentelle Molekulare Bildgebung. 2015 erhielt er einen Ruf auf eine W3-Professur am Institut für Neurowissenschaften und Medizin: Nuklearchemie (INM-5) des Forschungszentrums Jülich, dessen Direktor er seitdem ist. Bernd Neumaier war langjähriges Komitee-Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Radiochemie und Radiopharmazie und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin. Außerdem ist er noch Mitglied des Ausschusses für Radiopharmazie der DGN.

Seine Forschungsschwerpunkte lassen sich wie folgt zusammenfassen: Entwicklung neuer Radiofluorierungsmethoden und deren praktische Anwendung bei der Etablierung neuer Radiotracer in der PET-Bildgebung. Im Fokus stehen hierbei neurologische Tracer zur Visualisierung pathophysiologischer Prozesse sowie zur Aufklärung von Funktion und Struktur des Gehirns. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Entwicklung und Herstellung von Nicht-Standard-Radionukliden und deren Einsatz in der Therapie.

Dr. Alice Seibert

Dr. Alice Seibert studierte Chemie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und promovierte 1999 am dortigen Institut für Kernchemie bei Prof. Dr. Jens-Volker Kratz im Rahmen eines Verbundprojektes des Bundes zur Endlagerforschung. Nach ihrer Promotion führte sie dieses Thema an der Universität Mainz weiter.

Von 2001 bis 2005 arbeitete sie am Institut für Nukleare Entsorgung des Forschungszentrums Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie (KIT-INE) im Bereich der aquatischen Chemie der Actiniden.  Nach einem Stipendium am Institut für Transurane (heute Joint Research Center Karlsruhe, JRC Karlsruhe) im Bereich Oberflächenwissenschaften und Brennstoffkorrosion wechselte sie  2011 an die WAK GmbH Wiederaufbereitungsanlage  Karlsruhe, (heute KTE) um eine Tätigkeit zur wissenschaftlichen Beratung laufender Betriebs- und Auftragsarbeiten im Rückbau und der Akkreditierung des Radiochemischen Labors zu übernehmen.

Seit Ende 2013 ist sie als Beamtin der Europäischen Kommission am JRC Karlsruhe  beschäftigt und ist an Projekten im Bereich der Nuklearen Sicherheitsforschung und der Nuklearen Entsorgung beteiligt.
 

Prof. Dr. Thorsten Stumpf

Prof. Dr. Thorsten Stumpf ist seit September 2013 Leiter des Instituts für Ressourcenökologie des HZDR und Inhaber der Professur für Radiochemie/Radioökologie an der Technischen Universität Dresden. Nach dem Studium der Chemie und der Promotion an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt wechselte er 1998 an das Institut für Nukleare Entsorgung des FZK (heute KIT). Weitere wissenschaftliche Stationen waren die University of Edinburgh, das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (heute HZDR) und die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Zwischen 2006 und 2011 leitete er am KIT die Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe “Elucidation of geochemical reaction mechanisms at the water/mineral interface". 2008 habilitierte er an der Universität Heidelberg im Fach Radiochemie, 2009 am KIT im Fach Anorganische Chemie. 2013 erhielt er den „Fritz-Strassmann-Preis“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Er ist zurzeit Mitglied des Young Investigator Network (YIN) des KIT, der Gesellschaft Deutscher Chemiker, der GDCh-Fachgruppe Nuklearchemie, der European Association of Geochemistry, des Kompetenzverbund Strahlenforschung, der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Endlagerforschung und der Strahlenschutzkommission des Bundes (SSK), Abteilung Radioökologie.

Prof. Dr. Andreas Türler

Prof. Dr. Andreas Türler ist ordentlicher Professor für Radiochemie am Departement für Chemie und Biochemie der Universität Bern. Er leitet gleichzeitig auch das Labor für Radio- und Umweltchemie am Paul Scherrer Institut in Villigen. Andreas Türler ist in Bern aufgewachsen und hat an der Universität Bern Chemie studiert. Nach seiner Promotion im Jahr 1989 weilte er als PostDoc drei Jahre am Lawrence Berkeley National Laboratory in Kalifornien, wo er sich mit chemischen Untersuchungen von künstlich erzeugten, sehr schweren Elementen beschäftigte. Für diese Arbeiten wurde er mit dem „Fritz-Strassmann-Preis“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker ausgezeichnet. Eine Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Paul Scherrer Institut führte ihn 1992 zurück in die Schweiz, wo er im Jahr 2000 an der Universität Bern habilitierte. Ende 2001 folgte Andreas Türler einem Ruf auf den Lehrstuhl für Radiochemie der Technischen Universität München, wo er die Leitung des dortigen Instituts für Radiochemie übernahm. Im Zentrum der Forschungsinteressen stand die Produktion neuer Radionuklide für nuklearmedizinische Anwendungen an der in München neu in Betrieb genommenen Neutronenquelle FRM-II und am Zyklotron, sowie die Entwicklung radioanalytischer Methoden mit Neutronenstrahlen. Am 1. August 2009 erfolgte der Wechsel zurück in die Schweiz. Andreas Türler war von 2007-2010 Vorsitzender der Fachgruppe Nuklearchemie.

Prof. Dr. Clemens Walther

Prof. Dr. Clemens Walther ist Leiter des Instituts für Radioökologie und Strahlenschutz an der Leibniz Universität Hannover. Nach dem Studium der Physik an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und der University of Washington in Seattle WA (USA) promovierte er am Institut für Kernchemie der Universität Mainz. 1999 wechselte er an das Institut für Nukleare Entsorgung des KIT (ehem. FZK). Dort arbeitete er als Gruppenleiter Nanopartikelanalytik und stellv. Bereichsleiter Actinidenanalytik. 2008 habilitierte er im Fach Kernchemie über Hydrolyse und Polymerisation von Actiniden. Für diese Arbeiten wurde er mit dem „Fritz-Strassmann-Preis“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker ausgezeichnet. Derzeitige Forschungsschwerpunkte sind Radionuklidausbreitung in den kontaminierten Gebieten um Fukushima, Chernobyl und dem ehem. Uran Bergbaugebiet Mulde, sowie Forschungen zum Verhalten anthropogen emittierten I-129 in Umweltkompartimenten. Als einer der Sprecher des BMBF Verbundes ENTRIA arbeitet er an interdiziplinären und Strahlenschutz-bezogenen Fragestellungen zum Thema Entsorgung radioaktiver Abfälle.

Beirat des Vorstandes (2019 - 2022)

Weitere Informationen folgen.

zuletzt geändert am: 24.01.2019 - 09:38 Uhr von N.Bürger