Otto-Stern-Preis

Otto-Stern-Preis der GDCh-Fachgruppe Magnetische Resonanz

Illustration: Britta Stephan,
Goethe-Universität Frankfurt

Zum ehrenden Gedenken an Otto Stern, dessen Arbeiten zum Nachweis der Spinquantelung grundlegende Voraussetzungen für die Nutzung der Magnetresonanz schufen, und zur Würdigung des fachlichen Lebenswerks international herausragender Persönlichkeiten im Bereich der Magnetresonanz setzte die GDCh-Fachgruppe Magnetische Resonanz im Jahr 2020 den Otto-Stern-Preis ein. Die Auszeichnung wird in unregelmäßigen Abständen maximal einmal jährlich vergeben. Sie ist mit einer Verleihungsurkunde, einer Trophäe sowie Einladungen zu einem Festvortrag im Rahmen der Fachgruppen-Tagung und zu einem festlichen Abendessen ausgestattet. Über die Vergabe des Preises entscheidet der Fachgruppenvorstand.

Richtlinien zur Verleihung des Otto-Stern-Preises

Aktuelle Ausschreibung: Otto-Stern-Preis 2023

Einreichungsfrist: 7. Januar 2023

Zielsetzung
Seit dem Jahr 2020 verleiht die Fachgruppe Magnetische Resonanz der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) zur Würdigung des fachlichen Lebenswerks international herausragender Persönlichkeiten im Bereich der Magnetresonanz in unregelmäßigen Abständen, maximal einmal jährlich, den Otto-Stern-Preis. Der Preis wird vergeben im Gedenken an Otto Stern, dessen Arbeiten zum Nachweis der Spinquantelung grundlegende Voraussetzungen für die Nutzung der Magnetresonanz schufen.

Der Preis
Die Auszeichnung ist mit einer Verleihungsurkunde, einer Trophäe und einer Einladung zu einem festlichen Abendessen ausgestattet. Die feierliche Verleihung erfolgt in der Regel im Rahmen der Diskussionstagung der Fachgruppe. Im Anschluss an die Verleihung soll die Preisträgerin bzw. der Preisträger einen Festvortrag halten. Über die Vergabe des Preises entscheidet der Fachgruppenvorstand. 

Nominierung
Nominiert werden können Personen, die in ihrem Lebenswerk außerordentliche wissenschaftliche Beiträge zur Magnetresonanz leisteten, von denen die Fachgruppe oder ihre Mitglieder profitiert haben. Vorschlagsberechtigt sind alle Mitglieder der Fachgruppe; Selbstnominierungen sind nicht möglich. Alle Vorschläge bestehen aus einer formlosen Würdigung der besonderen fachlichen Verdienste und einem Curriculum Vitae (inklusive Kontaktdaten). Jede Nominierung wird für das laufende Ausschreibungsjahr und zwei Folgejahre berücksichtigt.

Einreichung
Alle Vorschläge senden Sie bitte elektronisch und zusammengefasst in einer PDF-Datei an die GDCh-Geschäftsstelle zu Händen Maike Fries.

Otto-Stern-Preis 2022

Prof. Dr. Jörg Matysik (Vorsitzender) und
Prof. Dr. Jörg Kärger

Die Fachgruppe Magnetische Resonanz der Gesellschaft Deutscher Chemiker verleiht den Otto-Stern-Preis an Prof. Dr. Jörg Kärger in Würdigung seiner grundlegenden Beiträge zur Anwendung der gepulsten Feldgradienten-NMR-Spektroskopie in der Analyse molekularer Transportprozesse in porösen Materialien.

Prof. Dr. Kärger hat ausgehend von NMR-Untersuchungen von Transportprozessen die NMR-Spektroskopie in großer Breite und Interdisziplinarität beeinflusst: Er hat die Etablierung grundlegender physikalischer Modelle des Stofftransports auf molekularer Ebene vorangetrieben. Dies umfasst die Mehrbereichsdiffusion, die Berücksichtigung von Adsorptionsprozessen, und auch die experimentelle Demonstration einer eindimensionalen Diffusion. Seine Arbeiten zum Stofftransport und zur Sorption komplexer nanoporöser Materialien strahlen weit in die Material- und Ingenieurswissenschaften hinein. Das Wissen aus seinen Arbeiten über molekulare Prozesse hat große Relevanz für technische Anwendungen wie molekulare Trennverfahren und heterogene Katalyse.

Seine Arbeiten zeigen somit in vorbildhafter Weise, wie Magnetische Resonanz auf höchstem Niveau, konsequent methodisch vorangetrieben, zur Lösung aktueller Herausforderungen z.B. in den Gebieten Nachhaltigkeit, Klima und Energie dienen kann.

Otto-Stern-Preis 2020

Tony Keller (19.09.2021)

Der erste Otto-Stern-Preis der Fachgruppe Magnetische Resonanz wurde Prof. Dr. h.c. mult. Tony Keller verliehen in Würdigung seiner grundlegenden und außerordentlichen Beiträge zur Entwicklung der Kernreso­nanzspektroskopie – von der Rauschentkopplung und der Einführung der Puls-Fourier-Spektroskopie in kommerziellen Spektrometern über supraleitende Magneten und voll digitalisierte Spektrometer bis zu Cryo-Köpfen und Höchstfeldspektrometern –, die der NMR-Spektroskopie eine breite wissenschaft­liche Anwendung in Deutschland und der Welt eröffneten und so zur Etablierung der NMR-Spektroskopie in Chemie sowie Bio- und Materialwissenschaften entscheidend beitrugen.

Der Otto-Stern-Preis 2020 gedenkt der Entdeckung der Richtungs­quantelung in die Spin-Zustände „up“ und „down“. Tony Keller hat die Entwicklung der NMR-Spektroskopie in die „up“-Richtung geführt.

zuletzt geändert am: 11.10.2022 16:47 Uhr von C.Kniep