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Programm "Historische Stätten der Chemie" der GDCh

OXEA Werk Ruhrchemie, 24.9.2013, Prof. M. Dröscher, GDCh; K. Wehling, OB Oberhausen; Dr. G. Dämbkes, OXEA,
Laboratorium Fresenius Wiesbaden, 18. Juli 2013
  • Mit dem Programm "Historische Stätten der Chemie" würdigt die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) seit 1999 Leistungen von geschichtlichem Rang in der Chemie. Als Orte der Erinnerung werden Wirkungsstätten bedeutender Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in einem feierlichen Akt ausgezeichnet. Ziel dieses Programms ist es, die Erinnerung an das kulturelle Erbe der Chemie wach zu halten und die Chemie und ihre historischen Wurzeln stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken.
  • Zu jeder der Veranstaltungen ist eine Festbroschüre erhältlich, die in allgemein verständlicher Form das wissenschaftliche Werk der Geehrten und die Tragweite ihrer Arbeiten im aktuellen Kontext darstellt.
  • Kontakt:
    Barbara Köhler, GDCh,
    Varrentrappstr. 40-42, 60486 Frankfurt,
    Fax: 069/7917-1323,
    E-Mail: b.koehler@gdch.de

2014 - Friedrich August Kekulé und das Alte Chemische Institut Bonn

Am 9. Mai 2014 wird in Bonn das Alte Chemische Institut, in dem Friedrich August Kekulé 1867 seine Arbeit aufnahm und dort wohnte, lehrte und forschte, in das GDCh-Programm "Historische Stätten der Chemie" aufgenommen. Einladungsflyer zum Herunterladen.

 

 

2013 - Dr. Otto Roelen und das Werk Ruhrchemie in Oberhausen

 

Nach der von Otto Roelen 1938 entdeckten Oxo-Synthese (Hydroformylierung) werden in Oberhausen-Holten und in der ganzen Welt jährlich über zwölf  MillionenTonnen sogennnter Oxo-Alkohole hergestellt. Viele Chemiker kennen zumindest seine Entdeckung, nur wenige jedoch den Erfinder.

Am 24. September 2013 würdigen die GDCh und die OXEA die bahnbrechenden Arbeiten von Otto Roelen (1897 - 1993) auf dem Gebiet der Hydroformylierung (Oxo-Synthese). Diese Entdeckung (eine Reaktion von Olefinen mit Kohlenmonoxid und Wasserstoff) war wegweisend für die Herstellung von Aldehyden und deren Folgeprodukte (Carbonsäuren und Alkohole) aus fossilen Rohstoffen. Gewürdigt werden zudem das im Werk Ruhrchemie erstmals industriell praktizierte Fischer-Tropsch-Verfahren (Herstellung von Kohlenwasserstoffen aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff) und die großtechnische Herstellung von hochmolekularem Polyethylen nach dem Verfahren von Karl Ziegler (1898 - 1973). Mit der Anwendung der Oxo-Synthese und der Ziegler-Polymerisation begann das Zeitalter der industriell genutzten homogenen Katalyse.

2013 - Chemisches Laboratorium Fresenius Wiesbaden

Mit dem chemischen Laboratorium Fresenius Wiesbaden, das Carl Remigius Fresenius im Jahr 1848 eröffnete, zeichnete die GDCh am 18. Juli 2013 in Wiesbaden die zwölfte "Historische Stätte der Chemie" aus und würdigt damit die Anfänge der Analytischen Chemie. 

Als Carl Remigius Fresenius am 28. Dezember 1818  in Frankfurt am Main geboren wird, ist Frankfurt Freie Stadt. Sein Großvater Pfarrer in Frankfurt und, erwähnenswert, Goethes Taufpfarrer, der Vater ein Advokat. Mit C.R. Fresenius nimmt eine generationenübergreifende Chemikertradition in der Familie Fresenius ihren Anfang. Chemiker zu werden und das Laboratorium in die Zukunft zu führen, diese Aufgabe haben viele Familienmitglieder der nachfolgenden Generationen bis heute übernommen.

Im elterlichen Gartenhaus experimentiert C.F. Fresenius mit ersten chemischen Versuchen, in der Stein’schen Apotheke in Frankfurt tritt er als Lehrling ein, studiert 1840 in Bonn Chemie und Naturwissenschaften. Und schon publiziert er. Es erscheint die erste Auflage seiner „Anleitung zur Qualitativen Analyse“. Das Jahr 1842 sieht Fresenius als Staatsassistent am Universitätslaboratorium zu Gießen und er promoviert bei – Justus Liebig! 1844, da ist er knapp 26 Jahre alt, ist er Privatdozent in Gießen und wiederum ein Jahr später, 1845, wird er zum Professor am Herzoglich Nassauischen Landwirtschaftlichen Institut zu Hof Geisberg bei Wiesbaden berufen. Er heiratet und zieht nach Wiesbaden um. Mit seiner Frau Charlotte Rumpf hat er drei Söhne und vier Töchter. Zwei seiner Söhne, Theodor Wilhelm und Remigius Heinrich Fresenius, werden später sein Laboratorium fortführen.

Seine große unternehmerische Idee ist es, ein eigenes modernes Chemisches Labor zu gründen, das die damals für ihn erkennbaren Hemmnisse und Lücken bei der Fortentwicklung der chemischen Wissenschaften beseitigen und füllen würde. In seinem Labor zieht die Entwicklung der modernen Analytik Wurzeln – begründet und geprägt von C.R. Fresenius bis auf den heutigen Tag. Das Gebäude in der Kapellenstraße 11 in Wiesbaden erwirbt er für die Zwecke seines Vorhabens auf eigene Kosten und läßt sich auch durch die Wirren der Märzrevolution 1848 nicht aufhalten. Mit der Genehmigung des Herzoglich Nassauischen Ministeriums eröffnet er sein Laboratorium am 1. Mai 1848 mit fünf Schülern und einem Assistenten. Das Institut wächst, wenige Jahre später sind es 38 Schüler und drei Assistenten. 1863 gründet er daneben die pharmaceutische Lehranstalt, 1862 die Zeitschrift für Analytische Chemie, die bis heute unter dem Namen „Anlaytical and Bioanalytical Chemistry“ weiterlebt. 1876/77 organisiert er in seinem Labor die systematische Ausbildung von Nahrungsmittelchemikern, 1884 wird eine Bakteriologische Abteilung eröffnet. Ab 1895 wird die Vorbereitung auf das Nahrungsmittelchemiker-Examen im Wiesbadener Laboratorium möglich.

C.R.Fresenius, der Chemiker, Lehrer, Publizist und Unternehmer hatte unter seinen Schülern viele spätere Gründerpersönlichkeiten der aufstrebenden chemischen Industrie. Auch hier trat er prägend in Erscheinung.

Sein tätiges Leben geht zu Ende mit dem Jahr 1897. Er stirbt, seine Nachkommen sichern die weitere Entwicklung - im Wandel der Zeiten bis heute.

Die GDCh vergibt, und erinnert damit an C.R.Fresenius, seit 1961 den Fresenius-Preis für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Analytischen Chemie.

Lesen Sie mehr in der Festbroschüre: „Historische Stätten der Chemie, Carl Remigius Fresenius und das Chemische Laboratorium Fresenius“, die zum 18. Juli 2013, zur Enthüllung der Gedenktafel in Wiesbaden erschienen ist und bei b.koehler@gdch.de bestellt werden kann.

 

2012 - ehemalige Salicylsäure-Fabrik Dr. F. v. Heyden in Radebeul

Am 1. Oktober 2012 ehrte die GDCh die Wirkungsstätte von Friedrich von Heyden, Hermann Kolbe (Aspirin), Richard Seifert (Odol) und insbesondere von Richard Müller (Silicone) in 01445 Radebeul, Meißner Str. 35 (ehemals Salicylsäure-Fabrik Dr. F. v. Heyden)

Vor über 130 Jahren stellte Dr. Friedrich von Heyden zum ersten Mal einen synthetischen Arzneiwirkstoff im technischen Maßstab her – die Salicylsäure. Er gilt damit als einer der Begründer der modernen Arzneimittelindustrie.

Zur Herstellung wurde eine chemische Fabrik in dem Dorf Radebeul nahe Dresden gebaut.

Das alte Fabrikations- und Verwaltungsgebäude, in dem zurzeit die Arevipharma GmbH ihren Sitz hat, steht unter Denkmalschutz. Hier werden nach wie vor Verfahren zur Herstellung von Wirkstoffen entwickelt und optimiert

Der Chemiker Schmitt verbesserte zusammen mit seinen Schülern Richard Seifert und Friedrich von Heyden die von Hermann Kolbe vorgestellte Salicylsäure-Synthese (Kolbe-Schmitt-Reaktion). Kolbes Sohn Carl Kolbe, ebenfalls Chemiker, übernahm 1884 erst die Leitung und 1885 die Fabrik von ihrem Gründer.

Seine Tochter Johanna heiratete den Chemiker Ernst von Meyer (Universität Leipzig, später TH Dresden), der mit der Fabrik ebenfalls auf das engste verbunden war. Nach dem Tod von Hermann Kolbe, der Teilhaber und wissenschaftlicher Leiter von v. Heydens Salicylsäure-Fabrik in Radebeul war, übernahm Schmitt dessen Aufgaben. Außerdem gehörte er zu den Mitbegründern der Deutschen Chemischen Gesellschaft, in deren Vorstand er 1896 gewählt wurde.

Nach dem Besuch des G.E.Lessing Gymnasiums in Döbeln studierte Richard Müller Chemie an der Universität Leipzig, wo er 1931 promovierte. Anschließend arbeitete er ab 1933 als Laborleiter in Radebeul in der Chemischen Fabrik v. Heyden. Während seiner Forschungen dort gelang ihm 1941 die technische Herstellung von Methylchlorsilanen, welche Ausgangsprodukte für die Herstellung der Silikone sind.

Parallel zu ihm entwickelte der US-amerikanische Chemiker Eugene G. Rochow das gleiche Verfahren. Da beide unabhängig voneinander ihre Entwicklung durchführten, wird dieses Verfahren heute Müller-Rochow-Synthese genannt.

Am Wiederaufbau der chemischen Industrie in Radebeul nach Ende des Zweiten Weltkriegs hatte Müller maßgeblichen Anteil. 1951 erhielt er den Nationalpreis der DDR. 1952 wurde er Leiter des VEB Silikon-Chemie in Nünchritz, eines ausgegliederten Zweigwerkes der Chemischen Fabrik von Heyden, und 1953 wissenschaftlicher Leiter des Gesamtbetriebs.

Seine Zivilcourage bewies er während der Aufstandes des Siebzehnter Juni 1953, als er Wortführer der Belegschaft des inzwischen Volkseigenen Betriebs Chemische Fabrik von Heyden war.

Von 1954 bis 1972 lehrte Müller als Leiter des Instituts für Silikon- und Fluorcarbonchemie an der Technischen Universität Dresden, die ihn 1992 zum Ehrendoktor ernannte.

2011 - Wirkungsstätte von Robert Bunsen in Heidelberg

 Robert Wilhelm Eberhard Bunsen (* 30. März 1811 in Göttingen; † 16. August 1899 in Heidelberg) war ein deutscher Chemiker.

Er entwickelte zusammen mit Gustav Robert Kirchhoff die Spektralanalyse, mit deren Hilfe chemische Elemente hochspezifisch nachgewiesen werden können. Er perfektionierte den nach ihm benannten Bunsenbrenner und erfand das Bunsenelement und das Bunsen-Fotometer.

1852 übernahm Bunsen den Lehrstuhl von Leopold Gmelin an der Universität Heidelberg. Auch hier erhielt er ein neues Laboratorium (mit Dienstwohnung). Mit Salpetersäure gelang es ihm, reine Metalle wie Chrom, Magnesium, Aluminium, Mangan, Natrium, Barium, Calcium und Lithium durch Elektrolyse herzustellen. In seiner Zusammenarbeit mit Sir Henry Roscoe von 1852 an wurde die lichtinduzierte Bildung von Chlorwasserstoff aus Wasserstoff und Chlor untersucht.

Nach sieben Jahren brach Bunsen 1859 die Zusammenarbeit mit Roscoe ab und arbeitete zusammen mit Kirchhoff an der Spektralanalyse chemischer Elemente. Mithilfe der Spektroskopie konnten bei der Erhitzung chemischer Substanzen in Flammen die charakteristischen Spektrallinien untersucht werden. Zu diesem Zweck perfektionierte Bunsen einen besonderen Gasbrenner, der zuvor durch Michael Faraday erfunden worden war und später den Namen Bunsens erhalten sollte.

Durch die Spektralanalyse des Dürkheimer Mineralwassers entdeckten Bunsen und Kirchhoff 1860/61 die Alkalimetalle Cäsium und Rubidium. Durch ihre Studien wurde es zudem möglich, die Fraunhoferlinien zu erklären und somit eine der wesentlichsten Grundlagen für die moderne Astronomie zu legen.

2010 - Industrie- und Filmmuseum Wolfen

Die Filmfabrik Wolfen hat als "Historische Stätte der Chemie" große Bedeutung, da 1910 hier die Produktion zunächst mit Kinefilm aufgenommen wurde. Die Filmfabrik Wolfen entwickelte sich bis Mitte der 20er-Jahre zur größten Filmfabrik Europas.

Das heutige Museum wurde 1993 in einer ehemaligen Begießerei eingerichtet. Die Besucher können den gesamten Herstellungsprozess eines fotografischen Films anhand von Originalmaschinen am Originalstandort sehen. Herausragendes Objekt ist die originale Begießmaschine, an der 1936 der erste Mehrschichtenfarbfilm der Welt (Agfacolor-Neu) produziert wurde.

Die Verbindung von historischer Produktionsstätte und umfangreichem Archiv ist einmalig in der Welt.

Programm der Festveranstaltung am 27. August 2010

Pressemitteilung

Rede Prof. Beck-Sickinger (im Namen des GDCh-Vorstandes)

Bericht in der örtlichen Presse

2009 - Wirkungsstätte von Ernst Beckmann in Leipzig

Ehrung der Wirkungsstätte von Ernst Beckmann u. a. berühmter Leipziger Wissenschaftler


Am 15. Mai 2009 würdigten die GDCh und die Fakultät für Chemie und Mineralogie der Universität Leipzig die bahnbrechenden Arbeiten von Ernst Beckmann (1853-1923) in der physikalischen und synthetischen organischen Chemie.

Programm

Pressemitteilung

2008 - Wirkungsstätte von Karl Ziegler in Mülheim/Ruhr

Max-Planck-Institut für Kohlenforschung Mülheim/Ruhr

Am 8. Mai 2008 würdigten die GDCh und das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr die bahnbrechenden Arbeiten von Karl Ziegler (1898–1973) auf dem Gebiet der organischen und metallorganischen Chemie sowie der chemischen Katalyse. Das 1953 angemeldete Patent zur Herstellung von hochmolekularem Polyethylen bei Normaldruck und Raumtemperatur mithilfe von "metallorganischen Mischkatalysatoren" aus Aluminiumalkyl- und Übergangsmetallverbindungen löste eine stürmische Entwicklung in der großtechnischen Herstellung von Polyolefinen aus, die als preiswerte Kunststoffe vielfältige Anwendung finden. Bis heute hat die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der "Ziegler-Chemie" größte wirtschaftliche und technische Bedeutung behalten. Karl Ziegler erhielt 1963 den Nobelpreis für Chemie gemeinsam mit Giulio Natta, der die Stereochemie der Polymerisation von Propylen mit Ziegler-Katalysatoren aufklärte.
Karl Ziegler war 1946 Mitbegründer und bis 1951 erster Präsident der GDCh. Die GDCh verleiht den von seiner Tochter, Frau Dr. Marianne Witte, gestifteten Karl-Ziegler-Preis sowie den Karl-Ziegler-Förderpreis.

Programm

Pressemitteilung

2006 - Wirkungsstätte von Hans Meerwein in Marburg

Altes Chemisches Institut der Philipps-Universität Marburg

Hans Meerwein  (1879 - 1965) führte in diesem Gebäude grundlegende Arbeiten auf dem Gebiet der synthetischen und mechanistischen organischen Chemie durch. Die Entdeckung des zwischenzeitlichen Auftretens von Carbenium-Ionen war wegweisend für das Verständnis des Ablaufs organisch-chemischer Reaktionen. Viele der von ihm untersuchten Reaktionen tragen heute seinen Namen, wie z. B. die Wagner-Meerwein-Umlagerung.

Als Studenten und junge Wissenschaftler arbeiteten hier auch die späteren Chemie-Nobelpreisträger Hans Fischer, Adolf Butenandt, Otto Hahn, Karl Ziegler und Georg Wittig.

Programm der Festveranstaltung am 1.9.2006

Pressemitteilung

2005 - Wirkungsstätte von Wilhelm Ostwald in Großbothen

Landsitz Haus "Energie" in Großbothen bei Leipzig

Wilhelm Ostwald (1853 - 1932) war einer der wichtigsten Chemiker seiner Zeit, mit dessen Namen noch heute viele Begriffe verbunden sind. Für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Katalyse, der chemischen Gleichgewichtsverhältnisse und der Reaktionsgeschwindigkeiten, d.h. der Begründung der Physikalischen Chemie, erhielt er 1909 den Nobelpreis. 

Programm der Festveranstaltung am 1.9.2005 

Pressemitteilung

 

 

2004 - Wirkungsstätte von Clemens Winkler in Freiberg

Altes Chemisches Institut der Technischen Universität Bergakademie Freiberg  

Aus Anlass des 100. Todestages von Clemens Winkler (1838-1904) wurde das Alte Chemische Institut der Technischen Universität Bergakademie Freiberg in das Programm "Historische Stätten der Chemie" aufgenommen. Die entsprechende Veranstaltung fand am 20./21. Oktober 2004 in Freiberg statt. Clemens Winkler war von 1873 bis 1902 Professor für Anorganische und Analytische Chemie an der Bergakademie Freiberg, wo er u. a. 1886 das Element Germanium entdeckte.

Programm
 
Pressemitteilung

2003 - Wirkungsstätte von Justus von Liebig in Gießen

Liebig-Museum Gießen

Als eine der GDCh-Veranstaltungen zum Jahr der Chemie 2003 wurde in der Festwoche zum 200. Geburtstag von Justus von Liebig am Freitag, 16. Mai 2003, das ehemalige Liebig'sche Labor und jetzige Liebig-Museum in das GDCh-Programm "Historische Stätten der Chemie" aufgenommen.

In diesem Gebäude hat Justus von Liebig (1803 - 1873)  das erste moderne Universitätslaboratorium für Chemie konzipiert und eingerichtet. Er hat hier das experimentell ausgerichtete Chemiestudium begründet und von 1824 bis 1852 gelehrt und geforscht. Gemeinsam mit seinen Schülern führte er in diesem Zeitraum zukunftsweisende und bahnbrechende Arbeiten auf den Gebieten der analytischen, der organischen, der Agrikultur- und der physiologischen Chemie durch.

Pressemitteilung

2002 - Wirkungsstätte von Fritz Straßmann in Mainz

Institut für Kernchemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Enthüllung einer Gedenktafel zur Erinnerung an die gemeinsamen Arbeiten von Lise Meitner, Otto Hahn und Fritz Straßmann

Am 22. Februar 2002, dem 100. Geburtstag von Fritz Straßmann, würdigte die GDCh die gemeinsamen Arbeiten von Lise Meitner, Otto Hahn und Fritz Straßmann. Sie führten 1938 zur Entdeckung und Deutung der Kernspaltung. In einer festlichen Veranstaltung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wo Straßmann von 1946 bis 1970 gelehrt und geforscht hat, wurde die Gedenktafel "Historische Stätten der Wissenschaft" enthüllt - die zweite ihrer Art in Deutschland.

Pressemitteilung

Das Institut für Kernchemie der Universität Mainz hat eigens hierzu eine eigene Website  eingerichtet.

1999 - Wirkungsstätte von Hermann Staudinger in Freiburg

Institut für Makromolekulare Chemie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Hermann Staudinger (1881-1965) gilt als "Vater" der makromolekularen Chemie.

Im Jahre 1999 haben die GDCh und die American Chemical Society (ACS) im Rahmen des Historic Chemical Landmarks Program der ACS die Begründung der Polymerwissenschaften durch den Nobelpreisträger Hermann Staudinger (1881-1965) als einen "Internationalen Historischen Meilenstein der Chemie" gewürdigt. Am Institut für Makromolekulare Chemie wurde der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg am 19. April 1999 eine Gedenktafel angebracht.

Grundsätzliche Hinweise

Sie interessieren sich für das Programm "Historische Stätten der Chemie"? Wir haben für Sie grundsätzliche Hinweise zusammengestellt.

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GDCh
Barbara Köhler
Varrentrappstr. 40 - 42
60486 Frankfurt a.M.
+49 69 7917 323

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nur noch als pdf verfügbar:

* Hermann Staudinger
* Fritz Strassmann
* Wilhelm Ostwald
* Justus von Liebig

 

beratendes Gremium

für die Auswahl der Historischen Stätten:
Prof. Christoph Meinel,
Prof. Horst Remane,
Prof. Fred Heiker,
Prof. Carsten Reinhardt

Carl-Bosch-Infocenter