Zusatzstoffe

Arbeitsgruppe Zusatzstoffe

Aufgaben und Aktivitäten der Arbeitsgruppe

  • Fragen zur Qualität, Zulassung und Anwendung von Zusatzstoffen
  • Abgrenzungsfragen Lebensmittel / Nahrungsergänzungsmittel / Zusatzstoffe / Hilfsmittel
  • Stellungnahmen zu Rechtsetzungsvorhaben
  • Beratung von Fachkollegen bei analytischen Fragestellungen; insbesondere zu den Reinheitsanforderung von Zusatzstoffen
  • Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen
  • Mitarbeit bei der Entwicklung von Analysenmethoden

 

Mitglieder

Die Arbeitsgruppe besteht aus aktiven und korrespondierenden Mitgliedern, die aus der amtlichen Überwachung, aus Handelslaboratorien, aus der Ernährungsindustrie und aus Forschungseinrichtungen stammen.

Leitung der Arbeitsgruppe

Obfrau

LM-Chem. Brigitte Grothe
ESSEN WAS RECHT IST
Heidegängerweg 36
Tel:  0172 4504787
E-Mail: info@brigittegrothe.de

Stellvertreter

Dr. Rüdiger Schneider
Chemisches und
Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe
lebensmittelchemie@freenet.de

Schriftführer

Dr. Jeannine Kram
Südzucker AG
jeannine.kram@suedzucker.de

Amtsperiode 2017 - 2019

Analytische und Lebensmittelrechtliche Themen

Analytische Themen

  • Zusatzstoffe und ihre Analytik (insbesondere hinsichtlich Reinheitsanforderung)
  • Methoden JECFA (FAO/WHO); § 35 Methoden

 

Lebensmittelrechtliche Themen

  • Stellungnahmen zu zusatzstoffrechtlichen Vorschriften
  • Reinheit von Zusatzstoffen
  • Abgrenzungsfragen
  • Zulassung von Zusatzstoffen

Positionspapiere und Stellungnahmen

  • Stellungnahme zu Weizenhalmfaser ("Weizenfaser") (2012) pdf
  • Schutzkulturen als Zusatzstoffe? (2012) (pdf)
  • Aluminium in Lebensmittelzusatzstoffen und in Stoffen für besondere Ernährungszwecke (2008) (pdf)
  • Anwendung der Verordnung über Lebensmittelhygiene (852/2004/EG) auf die Herstellung von Lebensmittelzusatzstoffen (2005) (pdf)

Entscheidungsbaum färbende Lebensmittel / Farbstoffe

Bei der Beurteilung von farbgebenden Zutaten steht die Frage im Vordergrund, ob es sich bei derartigen Produkten um färbende Lebensmittel oder zulassungspflichtige Zusatzstoffe handelt. Wenn Stoffe natürlicher Herkunft, bei denen es sich um Lebensmittel handelt, technologisch bearbeitet werden (Beispiel: durch Abtrennung überflüssiger Ballaststoffe oder Reduzierung störender Inhaltsstoffe werden bestimmte Inhaltsstoffe konzentriert) dann können die so gewonnenen Erzeugnisse auch die Eigenschaften des ursprünglichen Lebensmittels verlieren.

Verändert sich bei diesen Verfahren das Verhältnis der Inhaltsstoffe zueinander – neben einer Aufkonzentrierung durch Verlust von Wasser oder Geruchsstoffen – ist die Entscheidung zu treffen, ob derartige Produkte als Lebensmittel oder Zusatzstoff deklariert werden müssen. Der Entscheidungsbaum soll transparent die Einstufung derartiger Produkte ermöglichen. 

Für den Entscheidungsbaum sind folgende Kriterien zu betrachten:
Herkunft: Für die Gewinnung färbender Stoffe gibt es eine Vielzahl von Ausgangsmaterialien. Bei Stoffen natürlicher Herkunft muss entschieden werden, ob es sich hierbei um Lebensmittel im Sinne von Art. 2 VO(EG) 178/2002 bzw. ein gemäß VO(EG) 258/97 (Novel Food VO) zugelassenes Lebensmittel handelt. Produkte natürlicher Herkunft, die nicht Lebensmittel sind, und Erzeugnisse daraus sind als Zusatzstoffe zu betrachten. Sind die Ausgangsmaterialien nicht natürlicher Herkunft, sind die daraus gewonnenen Produkte immer Zusatzstoffe.

Behandlungs- und Technologieverfahren: Wie aus Lebensmitteln gewonnene Produkte weiter eingestuft werden, hängt von den Verfahren und Technologien ab mit denen sie behandelt werden: Physikalisch chemische Trennverfahren sind z.B.:

  • Extraktionsverfahren mit Lösungsmitteln oder mit Wasser
  • Verfahren, die über die Molekülgröße trennen
  • Umkehrosmose

Eine Aufkonzentrierung durch Wasserverlust bei Temperatureinwirkung gehört nicht dazu. Ohne Anwendung physikalisch chemischer Trennverfahren ist das Erzeugnis färbendes Lebensmittel. Bei selektiver Entfernung bzw. Anreicherung einzelner oder mehrerer Stoffe ist zu prüfen, ob es sich beim Endprodukt um eine traditionelle Zutat, d.h. färbendes Lebensmittel(konzentrat) handelt.

Extraktion: Erfolgt hierbei keine selektive Anreicherung färbender Inhaltsstoffe, ist das resultierende Produkt in der Regel ein färbendes Lebensmittel.

Selektive Anreicherung färbender Inhaltsstoffe: Führen das Extraktionsverfahren oder andere physikalisch chemische Verfahren zu einer selektiven Anreicherung von färbenden Inhaltsstoffen und zu einer Verschiebung der Verhältnisse von färbenden Inhaltsstoffen zu ernährungsphysiologischen und aromatisierenden Stoffen im Vergleich zum Ausgangsmaterial, bei der die charakteristischen Merkmale wie Geruch oder Geschmack des ursprünglichen Lebensmittels überwiegend verloren gegangen sind und die färbenden Eigenschaften dominieren, so wird das Produkt gemäß Art. 1 RL 94/36/EG (Farbstoff-RL) zum Zusatzstoff.

Literaturhinweise und wichtige links

Literaturhinweise

  • Handbuch Lebensmittelzusatzstoffe, Herausgeber P. Kuhnert;  B. Muermann; U-J. Salzer   Loseblattsammlung 5 Ordner, ca 3500 Seiten + CD-Rom mit allen Rechtstexten (dt) .  Behr's Verlag, Hamburg  ISBN 978-3-925673-89-4
  • Lexikon Lebensmittelzusatzstoffe, P.Kuhnert; E. Lück   384 Seiten 3. Aufl. 2010,  Behr's Verlag, Hamburg,  ISBN  978-3-89947-533-3  (im Handbuch enthalten).   Auch als E-Book erhältlich

 

Interessante Links 

Codex Alimentarius

http://www.fao.org/fao-who-codexalimentarius/en/

http://www.inchem.org/pages/jecfa.html

Downloads

Jahresbericht 2018

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Jahresbericht 2016

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Jahresbericht 2014

Jahresbericht 2013

Jahresbericht 2010

Jahresbericht 2009

 

zuletzt geändert am: 06.05.2019 - 09:19 Uhr von M.Fries