ChemSlam

Beim ChemSlam, einem Science Slam mit dem Fokus auf Chemie, präsentieren Wissenschaftler auf einfache und unterhaltsame Weise Themen aus der Chemie.

Perfekte Organisation. Die Idee zum ChemSlam hatte die Arbeitsgruppe "Chemie ist…" im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft "Chemie und Gesellschaft" der GDCh. Eine Gruppe von jungen Chemikern und Lebensmittelchemikern kümmerte sich um die Werbung der Slammer und die Detailaufgaben vor Ort: Anja Dürasch, Sandra Heckel, Thomas Hofmann, Laura Kühn und Gordon Stachowski. Die Leitung hatte Wolfgang Gerhartz von den Seniorchemikern.

Neun Vorträge, kurz und bündig. Die geladenen neun Slammer hatten jeweils sieben Minuten Zeit, ein Thema aus der Chemie verständlich und unterhaltsam zu präsentieren. Das zeigen schon die exotischen, trotzdem wissenschaftlich anspruchvollen Themen: Phantastic Plastic (Organische Licht-emittierende Dioden; OLED); Eine Reise in die Welt des (Un)sichtbaren (UV-Licht und Wirkung von Sonnencreme); Katalyse (Neue Bis(germylen)-Nickel Komplexe); Von der Umwandlung von Biomasse zu Treibstoff - eine spektroskopische Studie; Fehlvorstellungen in der Chemie; Die überraschende Kompetenz raffinierter Idioten (Computer in der Syntheseplanung); Nanöteilchen (Nanomaterialien); Fettreif (Kristallstruktur von Schokolade) und Das kleinste Fußballfeld der Welt (Metallorganische Gerüstverbindungen; MOFs)

Witzige Moderation. Durch die Veranstaltung führten zwei junge Moderatoren aus Dresden, Timo Raddatz und Samuel Fink. Sie machten gleich zu Beginn klar, dass sie keine Ahnung von Chemie hätten, das aber als Vorteil verstünden – zu Recht. Ihr Ziel, die Veranstaltung nach weniger als zwei Stunden zu beenden, meisterten sie mit Bravour. Immerhin hatten sie am Ende die anspruchsvolle Aufgabe, anhand der Stärke des Applaus die Sieger zu ermitteln.

Über 250 Schüler. Können wir wirklich über 250 Schüler der gymnasialen Oberstufe, alle aus Dresdener Gymnasien, eineinhalb Stunden lang neun Vorträgen über Chemie zumuten? Und ob wir das können: im Saal herrschte gebannte Stille, natürlich unterbrochen von tosendem Applaus.

Drei Sieger. Der Sieger des Nachmittags war Thomas Toczkowski. Er wurde zum Dr. chem. slam. ernannt und erhielt die begehrte Trophäe: eine außen vergoldete Original-Glasretorte. Er und die beiden auf Platz 2 und 3, Simon Krause bzw. Claudia Wöckel, erhielten als Preise jeweils das Buch von Klaus Roth "Chemische Leckerbissen." Fünf weitere Slammer erhielten Trostpreise: Viktoria Ganss, Lars-Hendrik Schilling, Eric Siemes, Christoph Steinbach und Marie Westphal. Amitabh Banerji erklärte (mit musikalischer Untermalung) die Wirkungsweise von OLEDs und bastelte vor laufender Kamera in wenigen Minuten.

Opens external link in new windowBilder und Videos vom 1. ChemSlam

 

Copyright der Bilder bei Wolfgang Gerhartz

Bericht

zuletzt geändert am: 05.09.2016 - 14:26 Uhr von C.Dörr