
Erich-Hückel-Preis

Für seine wegweisenden Beiträge zur Theoretischen Chemie wird Prof. Dr. Wolfgang Domcke geehrt. Er hat die theoretische Femtosekundenchemie entscheidend geprägt und die Dynamik chemischer Reaktionen an konischen Durchschneidungen aufgeklärt. Mit seinen Arbeiten zur gekoppelten Bewegung von Elektronen und Atomkernen sowie zur zeit- und frequenzaufgelösten Laserspektroskopie hat er das Verständnis ultraschneller chemischer Prozesse grundlegend verändert.
Professor Dr. Jörn Manz wird für seine herausragenden Verdienste um die theoretische Femtosekundenchemie ausgezeichnet. Er hat die Wellenpaketdynamik als wichtiges Werkzeug zur Beschreibung ultraschneller chemischer Prozesse etabliert und wegweisende Konzepte entwickelt, mit denen sich chemische Reaktionen durch Laserlicht gezielt steuern lassen. Seine Arbeiten haben die Theoretische Chemie nachhaltig geprägt und das Verständnis chemischer Reaktionen auf kürzesten Zeitskalen grundlegend erweitert.
Die GDCh würdigt mit dem Erich-Hückel-Preis hervorragende Arbeiten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf dem Gebiet der theoretischen Chemie. Der Namensgeber Erich Hückel ist bekannt für das von ihm entwickelte Hückelsche Molekülorbital-Verfahrens, der HMO-Methode. Die daraus abgeleiteten Hückel-Regeln für die Definition aromatischer bzw. nicht aromatischer organischer Moleküle gehören heute zum Grundlagenwissen aller Chemiestudierten.

| 2026 | Wolfgang Domcke, München Jörn Manz, Berlin |
| 2024 | Lorenz Cederbaum, Universität Heidelberg |
| 2022 | Sigrid D. Peyerimhoff, Bonn |
| 2020 | Gernot Frenking, Marburg |
| 2018 | Hans-Joachim Werner, Stuttgart |
| 2016 | Werner Kutzelnigg, Bochum |
Prof. Dr. Leticia González, Universität Wien (Federführung)
Prof. Dr. Irene Burghardt, Goethe-Universität Frankfurt
Prof. Dr. Oliver Kühn, Universität Rostock
Prof. Dr. Peter Saalfrank, Universität Potsdam
Dr. Ansgar Schäfer, BASF SE
Prof. Dr. Birgit Strodel, Forschungszentrum Jülich GmbH