Carl-Duisberg-Plakette

Carl-Duisberg-Plakette

  • Fachgebiet: Verdienste für die GDCh
  • Besteht aus: Goldmedaille, Urkunde
  • Erstmals vergeben: 1953
  • Ausschreibung: Momentan nicht ausgeschrieben

Der Vorstand der GDCh verleiht die Carl-Duisberg-Plakette an ChemikerInnen, die sich besondere Verdienste um die Förderung der Chemie und der Ziele der GDCh erworben haben. 

Der Preis wurde 1953 von der Bayer AG, Leverkusen gestiftet und erinnert an den Namensgeber Carl Duisberg. Duisberg war ein prominenter Industriechemiker und langjähriger Vorsitzender der GDCh-Vorgängerorganisation Verein Deutscher Chemiker. Er war einer der treibenden Kräfte bei der Gründung der IG Farben und maßgeblich an der Gründung der Studienstiftung des Deutschen Volkes beteiligt.

Trotz dieser Verdiensten dürfen die dunklen Seiten in seiner Vita nicht vergessen werden: Duisberg war maßgeblich an der Vorbereitung des Einsatzes von Giftgas durch die deutschen Truppen im 1. Weltkrieg beteiligt und spielte eine unrühmliche Rolle bei der Zwangsverpflichtung und Deportation ausländischer Zivilisten für die deutsche Rüstungsindustrie.

Preisträger 2019 - Christoph Meinel, Regensburg

Professor Christoph Meinel wurde mit der Carl-Duisberg-Plakette für seine besonderen Verdienste um das Verständnis der Chemie in ihren wissenschaftlichen, 
gesellschaftlichen und kulturellen Dimensionen geehrt. Durch seine historischen Arbeiten hat Christoph Meinel maßgeblich daran mitgewirkt, die Bedingungen und Folgen wissenschaftlichen Wandels aufzuklären. Er hat die weltweite Vernetzung des Faches Chemiegeschichte vorangetrieben und wesentlich zum Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft beigetragen.

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Preisträger 2019 - Reinhard Zellner, Duisburg-Essen

Der Vorstand der GDCh verlieh Professor Reinhard Zellner die Carl-Duisberg-Plakette in Anerkennung seiner richtungsweisenden wissenschaftlichen Arbeiten zur Chemie der natürlichen und belasteten Atmosphäre, der Initiierung und Koordinierung großer Forschungsverbünde zu anthropogenen Veränderungen der Atmosphäre und des Klimas sowie der erfolgreichen Vermittlung dieser Ergebnisse in der GDCh, in der Umweltpolitik und in der Öffentlichkeit. Durch seine Wirkung als langjähriger Vorsitzender der Gemeinschaftsausschüsse „Chemie, Luftqualität und Klima“ und „Feinstäube“ sowie als Autor von Büchern und Aufsätzen in den Publikationsorganen der GDCh hat er die fachwissenschaftliche Zuständigkeit der GDCh in diesem Bereich maßgeblich geprägt und verantwortet.

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PreisträgerInnen seit 1953

2019

Christoph Meinel, Regensburg

Reinhard Zellner, Buisburg-Essen

2013 Eva E. Wille, Weinheim
2012 Günther Gauglitz, Tübingen
2010 Wolfgang Flad, Stuttgart
2005

Annie Dalbéra, Paris/Frankreich

Karlheinz Schmidt, Bonn

2000 Gottfried Märkl, Regensburg
1997 Heribert Offermanns, Frankfurt a. M.
1993 Ernst Biekert, Limburgerhof
1992 Eberhard Weise, Monheim
1991 Wolfgang Fritsche, Frankfurt a. M.
1989 Jan Thesing, Darmstadt
1988 Kurt Hansen, Leverkusen
1986 Karl-Ernst Quentin, München
1982 Klaus Weissermel, Frankfurt a. M.
1980 Heinrich Hellmann, Marl
1977 Wilhelm Fresenius, Wiesbaden
1976 Rolf Sammet, Frankfurt a. M.
1973 Adolf Steinhofer, Ludwigshafen
1972 Rudolf Wolf, Frankfurt a. M.
1970 Heinrich Schackmann, Duisburg
1968 Karl Winnacker, Frankfurt a. M. 
1965 Carl Wurster, Ludwigshafen
1963 Wilhelm Klemm, Münster
1960 Otto Bayer, Leverkusen
1958 Ulrich Haberland, Leverkusen
1956 Ernst Kuss, Duisburg
1953

Theo Goldschmidt, Essen

Karl Ziegler, Mühlheim a. d. Ruhr

 

Auswahlkommission

Die Auswahlkommission setzt sich aus dem aktuellen amtierenden Vorstand zusammen.

zuletzt geändert am: 03.07.2020 10:13 Uhr von J.Herr