GDCh-Preise

GDCh-Preise

August-Wilhelm-von-Hofmann-Denkmünze

August Wilhelm von Hofmann
August Wilhelm von Hofmann
August-Wilhelm-von-Hofmann-Denkmünze

Die 1902 von der Deutschen Chemischen Gesellschaft als Hofmann-Preis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Experimentalchemie und zur Förderung von experimentell-chemischen Untersuchungen gestiftete und bis 1942 verliehene "August-Wilhelm-von-Hofmann-Denkmünze" wurde 1951 mit Zustimmung des Notvorstandes der Deutschen Chemischen Gesellschaft und ihrer früheren Vorstandsmitglieder von der GDCh übernommen mit der Bestimmung, dass die Denkmünze an ausländische Chemiker/innen beziehungsweise an deutsche Wissenschaftler/innen verliehen werden soll, die nicht Chemiker/innen sind, sich aber um die Chemie besondere Verdienste erworben haben. Die Auszeichnung ist nicht mit einem Geldbetrag verbunden.

Die August-Wilhelm-von-Hofmann-Denkmünze ist eine Goldmünze mit einem Durchmesser von 5 cm, auf deren Rückseite der Name des Preisträgers und das Verleihungsjahr eingraviert werden. Sie erinnert mit A. W. v. Hofmann (1818-1892) an den Gründer und langjährigen Präsidenten der Deutschen Chemischen Gesellschaft, der zuvor 20 Jahre lang äußerst erfolgreich in England wirkte und auch dort Präsident der chemischen Gesellschaft war.

Die August-Wilhelm-von-Hofmann-Denkmünze wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die Chemie besondere Verdienste erworben haben. Es sollen insbesondere Persönlichkeiten aus dem Ausland gewürdigt werden.

Inhaber der August-Wilhelm-von-Hofmann-Denkmünze

1903

Henri Moissan, Paris/Frankreich
Sir William Ramsay, London/England

1906

Sir William Henry Perkin, London/England

1921

Carl Duisberg, Leverkusen

1924

Bernhard Lepsius, Berlin

1927

Franz Oppenheim, Berlin

1936

Max Bodenstein, Berlin

1937

Franz Fischer, Mülheim/Ruhr

1938

Giovanni Battista Bonino, Bologna/Italien
Pierre Jolibois, Paris/Frankreich

1939

A. Szent-Györgyi, Budapest/Ungarn

1940

Max Samec, Ljubljana/Slowenien
Géza Zemplén, Budapest/Ungarn

1941

Gustav Komppa, Helsinki/Finnland
Hermann Rein, Göttingen

1942

Adolf Butenandt, Berlin
Paul Walden, Rostock


Nach Gründung der Gesellschaft Deutscher Chemiker wurde die "August-Wilhelm-von-Hofmann-Denkmünze" verliehen:

1953

Roger Adams, Urbana/USA
Emilio Segré, Berkeley/USA

1955

Arne W.K. Tiselius, Uppsala/Schweden

1957

Sir Robert Robinson, Oxford/England

1962

Paul D. Bartlett, Cambridge/USA
William von Eggers-Doering, New Haven/USA

1964

Edgar Lederer, Gif-sur-Yvette/Frankreich

1967

Viktor N. Kondratiev, Moskau/Russland
Sir Lawrence Bragg, London/England
Vladimir Prelog, Zürich/Schweiz

1970

Costin D. Nenitzescu, Bukarest/Rumänien

1974

Edgar Heilbronner, Basel/Schweiz

1976

Albert Eschenmoser, Zürich/Schweiz

1978

Paul Hagenmüller, Bordeaux/Frankreich

1981

Tetsuo Nozoe, Sendai/Japan

1983

David Ginsburg, Haifa/Israel

1985

George C. Pimentel, Berkeley/USA

1988

Jack Halpern, Chicago/USA

1991

Henri B. Kagan, Sorbonne/Frankreich

1992

Sir Alan R. Battersby, Cambridge/England

1995

Joshua Jortner, Tel Aviv/Israel

1997

Charles Weissman, Zürich/Schweiz

1999

Lord Jack Lewis of Newnham, Cambridge/England

2001

Steven V. Ley, Cambridge/England

2003

Dieter Seebach, Zürich/Schweiz

2005

Robert H. Grubbs, Pasadena/USA
Richard R. Schrock, Cambridge/USA

2006

François Diederich, Zürich/Schweiz

2008Kyriacos C. Nicolaou, La Jolla, USA
2010C.N.R. Rao, Bangalore, Indien
2012Sason Shaik, Jerusalem/Israel
MartinQuack, Zürich/Schweiz
2014

Barry Trost, Stanford/USA

 

2016Ben Feringa, Groningen/NL

Liebig-Denkmünze

In der Stiftungsurkunde der Liebig-Denkmünze des Vereins Deutscher Chemiker heißt es: "Gestiftet vom Verein am 12. Mai 1903, dem hundertjährigen Geburtstage Liebigs. Zu Ehren des deutschen Altmeisters der Chemie, der neue Bahnen wies in Hörsaal und Werkstatt; dem Schöpfer des modernen Laboratoriums, dem klassischen Schriftsteller und Denker auf weitem Gebiete des Naturerkennens zum Gedächtnis; als Ansporn und Lohn für schaffende und forschende deutsche Chemiker in Erfüllung des Vereinszweckes: der Förderung der Chemie."

Die Auszeichnung - silberne Denkmünze, Urkunde und ein Geldbetrag - wird seit 1950 von der Gesellschaft Deutscher Chemiker verliehen und zeichnet hervorragende Leistungen auf dem gesamten Gebiet der Chemie aus. Finanziert wird die Auszeichnung seit 1996 aus den Erträgen eines Sondervermögens bei der GDCh.

Inhaber der Liebig-Denkmünze

1903

Adolf von Baeyer, München

1904

Rudolf Knietsch, Ludwigshafen

1905

Eduard Buchner, Würzburg

1907

Adolf Frank, Berlin

1908

Otto Schönherr, Dresden

1909

Otto Schott, Jena

1911

Paul Ehrlich, Frankfurt/Main

1912

Carl Harries, Berlin

1913

Emil Ehrensberger, Traunstein

1914

Fritz Haber, Berlin

1919

Carl Bosch, Ludwigshafen

1921

Max Planck, Berlin

1922

Wilhelm Normann, Chemnitz

1924

Max Schroeder, Berlin

1925

Gustav Tammann, Göttingen

1926

Robert-Emanuel Schmidt, Wuppertal-Elberfeld

1927

Fritz Raschig, Ludwigshafen

1928

Friedrich Bergius, Heidelberg

1929

Hans Fischer, München

1930

Otto Ruff, Breslau

1931

Friedrich Emich, Graz/Österreich
Ida Noddack, Berlin
Walter Noddack, Berlin

1933

Adolf Spilker, Duisburg

1934

Ferdinand Flury, Würzburg

1935

Walther A. Roth, Braunschweig
Karl Ziegler, Heidelberg

1936

Gustav F. Hüttig, Prag/Tschechien

1937

Ernst Späth, Wien /Österreich

1938

Eduard Zintl, Darmstadt

1940

Otto Hönigschmid, München


Nach Gründung der Gesellschaft Deutscher Chemiker wurde die "Liebig-Denkmünze" verliehen:

1950

Erich Konrad, Leverkusen

1951

Wilhelm Klemm, Münster

1953

Wilhelm Moschel, Leverkusen

1955

Feodor Lynen, München

1956

Heinrich Hock, Clausthal

1957

Friedrich A. Paneth, Mainz

1958

Gerhard Schramm, Tübingen

1960

Georg-Maria Schwab, München

1961

Rolf Huisgen, München

1964

Günter Scheibe, München

1965

Wilhelm Husmann, Aachen

1967

Erich Thilo, Berlin

1969

Oskar Glemser, Göttingen

1972

Hans-Werner Kuhn, Göttingen

1973

Leopold Horner, Mainz

1976

Horst Pommer, Ludwigshafen

1980

Ernst Ruch, Berlin

1981

Armin Weiss, München

1983

Dieter Oesterhelt, München

1984

Ulrich Schöllkopf, Göttingen

1986

Rolf Appel, Bonn

1987

Gerhard Ertl, Berlin

1989

Meinhart Zenk, München

1991

Kurt Issleib, Halle/Saale

1993

Reinhard W. Hoffmann, Marburg

1994

Wolfgang Beck, München

1996

Werner Kutzelnigg, Bochum

1998

Helmut Schwarz, Berlin

2000

Reinhart Ahlrichs, Karlsruhe

2002

Hans Wolfgang Spiess, Mainz

2004Arndt Simon, Stuttgart
2006

Herbert Mayr, München

2008

Wolfgang Krätschmer, Heidelberg

2010Joachim Sauer, Berlin
2012Walter Thiel, Mülheim a.d.Ruhr
2014Hans-Ulrich Reißig, Berlin
2016Markus Antonietti, Potsdam

Adolf-von-Baeyer-Denkmünze

Adolf-von-Baeyer-Denkmünze

Carl Duisberg, einer der herausragenden Industriechemiker des 20. Jahrhunderts, stiftete am 19. Mai 1910 zum Andenken an das 50-jährige Dozentenjubiläum und den 75. Geburtstag seines Lehrers Adolf von Baeyer die "Adolf-von-Baeyer-Denkmünze" und zum 60. Geburtstag von Emil Fischer am 9. Oktober 1912 die "Emil-Fischer-Medaille". Die beiden Denkmünzen  in Gold wurden mit dem zugehörigen Stiftungskapital in der Carl-Duisberg-Stiftung zusammengefasst und vom Vorstand des Vereins Deutscher Chemiker verwaltet. Seit 1949 vergibt die GDCh die beiden Auszeichnungen, die zunächst von der Bayer AG finanziert wurden. Jetzt wird der Geldbetrag aus den Erträgen eines Sondervermögens bei der GDCh finanziert.

Adolf von Baeyer (1835 - 1917) und Emil Fischer (1852 - 1919) zählen zu den bedeutendsten Chemikern ihrer Zeit. Beide wurden für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der organischen Chemie mit dem Nobelpreis geehrt: Fischer 1902 für seine Zucker- und Purinarbeiten, Baeyer 1905 für die Synthese des Indigo und der Triphenylmethan-Farbstoffe.

Die Denkmünze wird Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Organische Chemie verliehen.

 

Inhaber der Adolf-von-Baeyer-Denkmünze

1911

Paul Friedlaender, Darmstadt

1914

Richard Willstätter, München

1919

Wilhelm Connstein, Berlin
Karl Lüdecke, Berlin

1921

Max von Laue, Berlin

1924

Oscar Dressel, Bonn
Bernhard Heymann, Leverkusen
Richard Kothe, Leverkusen

1925

Otto Heinrich Warburg, Berlin

1927

Adolf Windaus, Göttingen

1929

Adolf Grün, Grenzach

1931

Otto Diels, Kiel

1934

Richard Kuhn, Heidelberg


Seit Gründung der Gesellschaft Deutscher Chemiker wurde die
Adolf-von-Baeyer-Denkmünze verliehen an:

1949

Walter Reppe, Ludwigshafen

1951

Otto Bayer, Leverkusen

1952

Gustav Ehrhart, Frankfurt/Main

1953

Georg Wittig, Tübingen

1954

Arthur Zitscher, Offenbach/Main

1955

Hermann O.L. Fischer, Berkeley/USA

1956

Gerhard Schrader, Wuppertal-Elberfeld

1957

Alfred Rieche, Berlin-Adlershof

1958

Paul Schlack, Frankfurt/Main

1960

Erich Haack, Mannheim
Fritz Lindner, Frankfurt/Main
Heinrich Ruschig, Frankfurt/Main

1961

John Eggert, Zürich/Schweiz

1963

Otto Roelen, Oberhausen-Holten

1965

Franz Sondheimer, Cambridge/England

1967

Siegfried Hünig, Würzburg

1968

Otto Scherer, Frankfurt/Main

1971

Eugen Müller, Tübingen

1975

Hans Albert Offe, Wuppertal-Elberfeld

1978

Rudolf Wiechert, Berlin

1979

Heinz A. Staab, Heidelberg

1980

Klaus Hafner, Darmstadt

1983

Christoph Rüchardt, Freiburg

1985

Wolfgang Richard Roth, Bochum

1986

Paul von Ragué Schleyer, Erlangen

1987

Wolfgang Kirmse, Bochum

1989

Horst Prinzbach, Freiburg

1991

Günther Maier, Gießen

1994

Rolf Gleiter, Heidelberg

1996

Henning Hopf, Braunschweig

1999

Manfred Regitz, Kaiserslautern

2001

Dieter Hoppe, Münster

2003

Fritz Vögtle, Bonn

2005

Armin de Meijere, Göttingen

2007

Wolfram Sander, Bochum


2009

Gerhard Erker, Münster

2011

François Diederich, Zürich/Schweiz

2013

Klaus Müllen, Mainz


2015

Carsten Bolm, Aachen

Emil-Fischer-Medaille

Carl Duisberg, einer der herausragenden Industriechemiker des 20. Jahrhunderts, stiftete am 19. Mai 1910 zum Andenken an das 50-jährige Dozentenjubiläum und den 75. Geburtstag seines Lehrers Adolf von Baeyer die "Adolf-von-Baeyer-Denkmünze" und zum 60. Geburtstag von Emil Fischer am 9. Oktober 1912 die "Emil-Fischer-Medaille". Die beiden Denkmünzen (Goldmedaillen) wurden mit dem zugehörigen Stiftungskapital in der Carl-Duisberg-Stiftung zusammengefasst und vom Vorstand des Vereins Deutscher Chemiker verwaltet. Seit 1949 vergibt die GDCh die beiden Auszeichnungen, die zunächst von der Bayer AG finanziert wurden. Jetzt wird der Geldbetrag aus den Erträgen eines Sondervermögens bei der GDCh finanziert.

Adolf von Baeyer (1835 - 1917) und Emil Fischer (1852 - 1919) zählen zu den bedeutendsten Chemikern ihrer Zeit. Beide wurden für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der organischen Chemie mit dem Nobelpreis geehrt: Fischer 1902 für seine Zucker- und Purinarbeiten, Baeyer 1905 für die Synthese des Indigo und der Triphenylmethan-Farbstoffe.

Inhaber der Emil-Fischer-Medaille

1912

Fritz Hofmann, Breslau

1919

Otto Hahn, Berlin

1922

Carl Neuberg, Berlin

1927

Franz Fischer, Mülheim/Ruhr
Alwin Mittasch, Mannheim

1928

Fritz Schönhöfer, Wuppertal-Elberfeld
Werner Schulemann, Wuppertal-Elberfeld
August Wingler, Leverkusen

1930

Kurt H. Meyer, Ludwigshafen
Hermann Staudinger, Freiburg

1931

Felix Ehrlich, Breslau

1933

Fritz Kögl, Utrecht/Niederlande

1934

Hans Mauß, Wuppertal-Elberfeld
Fritz Mietsch, Wuppertal-Elberfeld

1935

Adolf Butenandt, Danzig

1937

Gerhard Domagk, Wuppertal-Elberfeld
Josef Klarer, Wuppertal-Elberfeld

1938

Kurt Alder, Köln

1940

Clemens Schöpf, Darmstadt


Nach Gründung der Gesellschaft Deutscher Chemiker wurde die "Emil-Fischer-Medaille" verliehen:

1950

Hans Meerwein, Marburg

1951

Burckhardt Helferich, Bonn

1952

Karl Freudenberg, Heidelberg

1954

Hans Brockmann, Göttingen

1955

Hans-Heinrich Schlubach, Hamburg

1958

Walter König, Dresden

1960

Rudolf Criegee, Karlsruhe

1961

Hans Herloff Inhoffen, Braunschweig
Friedrich Weygand, München

1962

Otto Westphal, Freiburg

1966

Hellmut Bredereck, Stuttgart

1967

Arthur Lüttringhaus, Freiburg

1969

Theodor Wieland, Heidelberg

1970

Günther Wilke, Mülheim/Ruhr

1975

Emanuel Vogel, Köln

1978

Hans Musso, Karlsruhe

1980

Hans Paulsen, Hamburg

1982

Hermann Stetter, Aachen

1984

Gerhard Quinkert, Frankfurt/Main

1986

Wolfgang Steglich, Bonn

1988

Rolf Geiger, Frankfurt/Main

1990

Ekkehard Winterfeldt, Hannover

1992

Ivar Ugi, München

1995

Richard R. Schmidt, Konstanz

1997

Horst Kessler, München

2000

Horst Kunz, Mainz

2002

Dieter Enders, Aachen

2004

Lutz Friedjan Tietze, Göttingen

2006

Bernd Giese, Basel/Schweiz

 
2008Peter Hofmann, Heidelberg 
2010Johann Mulzer, Wien
2012Herbert Waldmann, Dortmund
2014Matthias Beller, Rostock
2016Dirk Trauner, München

Erich-Hückel-Preis

Dieser 2015 eingerichtete Preis wird an Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verliehen, die sich durch hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Theoretischen Chemie besondere Verdienste erworben haben.

Erich Hückel (geb. Berlin 1896 - gest. Marburg 1980) promovierte nach einem Studium der Physik und Mathematik in Göttingen. Nach verschiedenen Stationen wurde er 1937 Professor in Marburg, wo er bis zu seiner Emeritierung 1962 lehrte und forschte. Er gilt als einer der wichtigsten Pioniere der Anwendung der Quantenmechanik auf chemische Phänomene und damit als einer der Begründer der Quantenchemie. Zu Beginn seiner Karriere entwickelte er mit Peter Debye die Debye-Hückel-Theorie, die die elektrostatischen Wechselwirkungen von Ionen in Elektrolytlösungen beschreibt. Sein bedeutendster Beitrag zur Theoretischen Chemie war die Entwicklung des nach ihm benannten Hückelschen Molekülorbital-Verfahrens, der HMO-Methode. Die daraus abgeleiteten Hückel-Regeln für die Definition aromatischer bzw. nicht aromatischer organischer Moleküle gehören heute zum Wissenskanon jedes Chemikers. 1965 erhielt er den von DPG und GDCh vergebenen Otto Hahn-Preis für Chemie und Physik.

Alfred-Stock-Gedächtnispreis

Alfred-Stock-Gedächtnispreis

Im Juli 1950 haben Freunde und Schüler sowie die deutsche chemische Industrie zur Erinnerung an Alfred Stock (1876 - 1946) bei der GDCh den
Alfred-Stock-Gedächtnis-Preis eingerichtet. Mehrere Chemieunternehmen finanzierten die Auszeichnung zunächst gemeinsam; jetzt wird sie aus Erträgen des Sondervermögens für GDCh-Auszeichnungen finanziert.

Ausgezeichnet werden Chemiker für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der anorganischen Chemie. Der Preis besteht aus einer Goldmünze mit einem Durchmesser von fünf Zentimeter, einem Preisgeld und einer Urkunde.  Alfred Stock war ein herausragender anorganischer Chemiker. Im Mittelpunkt seiner Experimentalarbeiten standen die Elemente Bor, Quecksilber und Silicium, deren alchemistische Symbole auf der Rückseite der Münze zu sehen sind.

Inhaber des Alfred-Stock-Gedächtnispreises

1950

Egon Wiberg, München

1951

Walter Hieber, München

1952

Robert Schwarz, Aachen

1953

Josef Goubeau, Stuttgart

1954

Harry Julius Emeléus, Cambridge/GB

1955

Ulrich Hofmann, Darmstadt

1956

Hermann Irving Schlesinger, Chicago/USA

1958

Rudolf Scholder, Karlsruhe

1959

Ernst Otto Fischer, München

1961

Margot Becke-Goehring, Heidelberg

1963

Friedrich Seel, Saarbrücken

1964

Werner Fischer, Hannover

1967

Harald Schäfer, Münster

1970

Gerhard Fritz, Karlsruhe

1972

Max Schmidt, Würzburg

1974

Rudolf Hoppe Gießen

1976

Heinrich Nöth, München

1979

Ulrich Wannagat, Braunschweig

1981

Hans Georg von Schnering, Stuttgart

1982

Hubert Schmidbaur, München

1983

Eugene G. Rochow, Captiva/USA

1986

Marianne Baudler, Köln

1988

Helmut Werner, Würzburg

1990

Herbert W. Roesky, Göttingen

1992

Gottfried Huttner, Heidelberg

1994

Otto J. Scherer, Kaiserslautern

1996

Martin Jansen, Bonn

1998

Peter Paetzold, Aachen

2000

Achim Müller, Bielefeld

2002

Peter Jutzi, Bielefeld

2004

Hans Georg Schnöckel, Karlsruhe

2006

Karl Otto Christe, Los Angeles CA/USA

2008

Michael Lappert, Brighton/GB

2010Matthias Drieß, Berlin
2012Werner Uhl, Münster
2014Wolfgang Kaim, Stuttgart

Wilhelm-Klemm-Preis

Von der Degussa AG, Frankfurt/Main, wurde 1984 bei der GDCh der Wilhelm-Klemm-Preis gestiftet. Er erinnert an den Münsteraner Chemieprofessor Wilhelm Klemm (1896 - 1985), der auf dem Gebiet der anorganischen Chemie herausragend gearbeitet und diese auch international vorangetrieben hat. Mit der Preisverleihung gewürdigt werden demnach Chemiker/innen, die sich durch hervorragende Arbeiten besondere Verdienste um die anorganische Chemie erworben haben.

Der Preis besteht aus einer Goldmünze, in der die Kürzel der chemischen Elemente eingraviert sind, die Klemm am meisten beschäftigten, aus einer Urkunde und einem Geldbetrag. Er kann in besonderen Fällen doppelt vergeben werden, wenn die Arbeiten zweier Wissenschaftler eng miteinander verbunden sind. Eine Teilung des Geldbetrages ist jedoch nicht vorgesehen. Die Finanzierung erfolgt seit 1996 aus den Erträgen eines Sondervermögens bei der GDCh.

Inhaber des Wilhelm-Klemm-Preises

1985

Arndt Simon, Stuttgart

1987

Hans Bock, Frankfurt/Main

1989

Kurt Dehnicke, Marburg

1991

Hanskarl Müller-Buschbaum, Kiel

1993

Dieter Fenske, Karlsruhe

1995

Wolfgang A. Herrmann, München

1997

Bernt Krebs, Münster

1999

Welf Bronger, Aachen

2000

Karl Wieghardt, Mülheim/Ruhr

2001

Konrad Seppelt, Berlin

2003

Günter Schmid, Essen

2005Heinrich Vahrenkamp, Freiburg
2007Wolfgang Schnick, München
2009Michael Veith, Saarbrücken
2011Ferdi Schüth, Mülheim a.d.Ruhr
2013Manfred Scheer, Regensburg

2015
Thomas Fässler, München

Gmelin-Beilstein-Denkmünze

Zur Erinnerung an Leopold Gmelin, der 1817 erstmals das Handbuch der anorganischen Chemie veröffentlichte, und an Friedrich Beilstein, der 1881/82 das Handbuch der organischen Chemie gründete, hat im Jahre 1954 die Hoechst AG bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker die Gmelin-Beilstein-Denkmünze gestiftet.

Die Silbermedaille, die mit einer Urkunde und einem Geldbetrag verbunden ist, wird von der GDCh an in- und ausländische Persönlichkeiten verliehen, die sich besondere Verdienste um die Geschichte der Chemie, die chemische Literatur oder die Chemie-Information erworben haben.

Geldpreis und Medaille werden seit 1996 aus den Erträgen eines Sondervermögens für Auszeichnungen bei der GDCh finanziert.

Inhaber der Gmelin-Beilstein-Denkmünze

1954

Paul Walden, Gammertingen
Maximilian Pflücke, Berlin

1956

Friedrich Richter, Frankfurt/Main

1958

Wilhelm Foerst, Heidelberg

1962

Erich Pietsch, Frankfurt/Main

1965

Jean Baptiste Gillis, Gent/Belgien

1966

Eduard Kreuzhage, Weinheim

1973

Werner Schultheis, Frankfurt/Main

1976

Hans Rudolf Christen, Zürich/Schweiz

1977

Günter Kresze, München

1980

Margot Becke-Goehring, Frankfurt/Main

1981

Fred A. Tate, Columbus/USA

1983

Robert Fugmann, Frankfurt/Main
Ernst Meyer, Ludwigshafen

1987

Jürgen Schaafhausen, Bad Soden

1988

Gerd M. Ahrenholz, Leverkusen

1990

Christian Weiske, Berlin

1991

Johann Gasteiger, München

1995

Christoph Meinel, Regensburg

2000

Peter Gölitz, Weinheim

2002

Ursula Schoch-Grübler, Ludwigshafen

2005

Ute Deichmann, Köln und London/UK

2007Olga Kennard, Cambridge, UK
2010Jürgen Gmehling, Oldenburg
2012Engelbert Zaß, Zürich/Schweiz
2014Henning Hopf, Braunschweig
2016Joe P. Richmond, Heidelberg

Preis der GDCh für Journalisten und Schriftsteller

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker hat im Jahr 1980 einen "Preis für Journalisten und Schriftsteller" eingerichtet. Er wurde seit 1997 zunächst  abwechselnd an Journalisten oder Schriftsteller verliehen und für Publikationen verliehen, die die Öffentlichkeit in hervorragender Weise über Probleme der Chemie und deren Lösungen aufgeklärt haben bzw. einen besonders wichtigen und angesehenen schriftstellerischen Beitrag mit Bezug auf die Chemie geliefert haben.

Inzwischen werden mit jeder Ausschreibung gleichzeitig Schriftsteller und Journalisten angesprochen. Es wird ausgezeichnet, wem es überzeugend gelingt, die Chemie einer breiten Öffentlichkeit in informativer und verständlicher Weise näher zu bringen. Der Preis beinhaltet eine Urkunde und ein Preisgeld.

Inhaber des Preises der Gesellschaft Deutscher Chemiker für Journalisten

1981

Hans Jürgen Bersch, Mainz

1983

Ernst H. Haux, Bonn

1986

Otto Krätz, München

1987

Reinhold Ellmer, Schwerte

1988

Friedrich L. Boschke, Bammental

1991

Hubert Nachtsheim, Frankfurt/Main

1992

Rainer Flöhl, Frankfurt/Main

1996

Jean Pütz, Köln

1997Axel Fischer, München

2006

Hellmuth Nordwig, Fürstenfeldbruck

 

Inhaber des Preises der Gesellschaft Deutscher Chemiker für Schriftsteller

1997

Dietrich Stoltzenberg, Hamburg

2001

Carl Djerassi, Stanford/USA

2003

John Emsley, Ampthill/UK

 

GDCh-Preis für Journalisten und Schriftsteller

2008

Klaus Roth, Berlin

2010

Georg Schwedt, Bonn

2012

Vera Köster, Weinheim

2014

Michael Groß, Oxford/UK

2016Redaktion Chemie der deutschsprachigen Wikipedia

Otto-Hahn-Preis

Eintrag im Goldenen Buch der Stadt Frankfurt a.M.
  • Die GDCh und die übrigen Mitgliedsgesellschaften des Deutschen Zentralausschusses für Chemie, die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) und die Stadt Frankfurt am Main haben im Frühjahr 2005 einen neuen "Otto-Hahn-Preis" geschaffen. Hierbei handelt es sich um eine Verschmelzung des "Otto-Hahn-Preises für Chemie und Physik" von 1953 mit dem "Otto-Hahn-Preis" der Stadt Frankfurt von 1969.
  • Laut Statut des gemeinsamen "Otto-Hahn-Preises" soll dieser Preis der "Förderung der Wissenschaft insbesondere auf den Gebieten der Chemie, Physik und der angewandten Ingenieurwissenschaften durch die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Leistungen" dienen.
    Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert, die zur Hälfte die Stadt Frankfurt und je zu einem Viertel die DPG und die GDCh aufbringen. Er wird alle zwei Jahre mit einem Festakt in der Frankfurter Paulskirche verliehen, wobei die Preisträger alternierend aus der Physik und aus der Chemie kommen.
  • Die Preisträger werden von einem Kuratorium aus acht Mitgliedern ausgewählt. Vier Mitglieder gehören der Stadt Frankfurt an (Oberbürgermeister, Stadtverordnetenvorsteher, Kulturdezernent, Universitätspräsident) und jeweils zwei benennen die Vorstände von GDCh und DPG.

 

Inhaber des Otto-Hahn-Preises seit 2005

2005Theodor W. Hänsch, München (Physik), Nobelpreis für Physik 2005
2007Gerhard Ertl, Berlin (Chemie),  Nobelpreis für Chemie 2007
2009Stefan Hell, Göttingen (Physik), Nobelpreis für Chemie 2014
2011Manfred Reetz, Mülheim/Marburg (Chemie)
2013Ferenc Krausz, München (Physik)
2015Jürgen Troe, Göttingen (Chemie)

 

 

 

 

Otto-Hahn-Preis für Chemie und Physik bis 2005

Als eine Auszeichnung von besonders hohem Rang wurde der Otto-Hahn-Preis für Chemie und Physik 1953 auf Anregung der Gesellschaft Deutscher Chemiker von den im Deutschen Zentralausschuss für Chemie zusammengeschlossenen Organisationen und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft errichtet.
Der Preis wurde bis 2005 an deutsche Persönlichkeiten verliehen, die sich einmalige Verdienste um die Entwicklung der Chemie oder Physik in der reinen oder angewandten Forschung erworben haben.

Er wurde 2005 mit dem Otto-Hahn-Preis, den die Stadt Frankfurt vergab, fusioniert. 

Mit dem Preis wird eines Wissenschaftlers gedacht, dessen Entdeckung der Kernspaltung im Jahr 1938 eine so herausragende wissenschaftliche Leistung darstellte, dass sie 1944 mit dem Nobelpreis für Chemie gewürdigt wurde.

 

Inhaber des Otto-Hahn-Preises für Chemie und Physik:

1955 
Lise Meitner, Stockholm/Schweden
Heinrich Wieland, Starnberg

1959
 Hans Meerwein, Marburg

1962
Manfred Eigen, Göttingen

1965
Erich Hückel, Marburg

1967
Georg Wittig, Heidelberg

1974
Friedrich Hund, Göttingen

1979
Rolf Huisgen, München

1986
Heinz Maier-Leibnitz, München

1989
Rudolf Hoppe, Gießen

1998
Dieter Oesterhelt

2000
Hans Christoph Wolf

2003
Helmut Schwarz

 

 

Arfvedson-Schlenk-Preis

Das Unternehmen Rockwood Lithium, Frankfurt/Main, hat 1997, damals unter der Firmierung Chemetall, bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker den Arfvedson-Schlenk-Preis eingerichtet. Der Preis wird an in- und ausländische Wissenschaftler im Abstand von üblicherweise zwei Jahren für besonders herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Lithiumchemie verliehen und ist mit einem Geldbetrag, einer Urkunde und einer Medaille verbunden. Die Ausschreibung des Preises erfolgt in Abstimmung mit Rockwood Lithium. In die Auswahlkommission werden drei Mitglieder von der GDCh und zwei Mitglieder der Rockwood Lithium berufe. Die Preisverleihung findet im Rahmen des GDCh-Wissenschaftsforums statt. Er erinnert an zwei herausragende Forscher auf dem Gebiet der Lithiumchemie: Gustav Arfvedson entdeckte 1817 das Lithium und schloss damit eine weitere Lücke im Periodensystem der Elemente. Lithium erlangte eine wichtige wissenschaftliche und industrielle Bedeutung. Wilhelm Schlenk (1879 - 1943) arbeitete auf dem Gebiet der freien Radikale und Organometallverbindungen und stellte die ersten Lithiumorganyle her.

Inhaber des Arfvedson-Schlenk-Preises

1999

Paul von Ragué Schleyer, Athens/USA und Erlangen-Nürnberg

2001

Gernot Boche, Marburg

2003

Victor Snieckus, Kingston/Kanada

2005

Dietmar Stalke, Göttingen

2007

Hans J. Reich, Madison/USA

2009Carsten Strohmann, Dortmund
2011Peter Bruce, St Andrews/UK
2013Robert E. Mulvey, GlasgowScotland/UK

2015

Clare Grey, Cambridge/UK

Carl-Roth-Förderpreis

Dieser Preis wird von der Carl Roth GmbH & Co. KG finanziert und wendet sich an den Nachwuchs der chemischen Wissenschaften. Er wird an junge Wissenschaftler verliehen, deren Studienabschluß (Diplom oder Master) nicht länger als fünf Jahre zurück liegt. Er wird für Ressourcen schonende Synthesewege oder innovative Anwendungen von Chemikalien vergeben. Der Preis ist mit € 5.000 dotiert. Darüber hinaus erhält der Arbeitskreis, aus dem die Preisträgerin oder der Preistäger stammt, einen Gutschein von € 3.000 für Produkte aus dem Katalog der Firma Carl Roth. Auch Eigenbewerbungen sind zulässig.

 

Den Carl-Roth-Förderpreis erhielten:

 

  • 2014               Juliette Halli, Frankfurt

  • 2015               Daniel Volz, Karlsruhe

  • 2016               David Fabry, Aachen

 

 

Carl-Duisberg-Gedächtnispreis

Der Carl-Duisberg-Gedächtnispreis dient der Förderung des in den chemischen Wissenschaften tätigen akademischen Nachwuchses und ist mit insgesamt 7.500 Euro dotiert. Davon sind 5.000 Euro für den Preisträger oder die Preisträgerin und 2.500 Euro für dessen oder deren Arbeitsgruppe bestimmt. Er wird an Persönlichkeiten verliehen, die an einer deutschen Hochschule oder als Deutsche an einer ausländischen Hochschule tätig sind, noch keine C4/W3 der vergleichbare Stelle bekleiden und das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben. Verleihungsgelegenheit ist die jährliche Chemiedozententagung. 

Carl Duisberg (geb. 1861 in Barmen, gest. 1935 in Leverkusen) war ein prominenter Industriechemiker und langjähriger Vorsitzender der GDCh-Vorgängerorganisation Verein Deutscher Chemiker. Er war viele Jahre Mitglied des Vorstands, Direktor und schließlich Generaldirektor von Bayer; Gründung und Aufbau des Standorts Leverkusen fallen in seine Amtszeit. Duisberg war einer der treibenden Kräfte bei der Gründung der IG Farben und von 1925 bis zu seinem Tod 1935 Vorsitzender des Aufsichtsrats der IG.  

Duisberg empfand zeitlebens eine Affinität zur Wissenschaft, die er an vielen Stellen förderte. So war er nach dem ersten Weltkrieg einer der Gründungsväter der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft (Vorläufer der heutigen Deutschen Forschungsgemeinschaft). Dennoch dürfen über diese Verdienste die dunklen Seiten in der Vita des Carl Duisberg nicht vergessen werden: Von national-konservativer Gesinnung war er maßgeblich an der Vorbereitung des Einsatzes von Giftgas durch die deutschen Truppen im 1. Weltkrieg beteiligt und spielte eine unrühmliche Rolle bei der Zwangsverpflichtung und Deportation ausländischer Zivilisten für die deutsche Rüstungsindustrie.

Nach dem Tod Carl Duisbergs wurde 1935 von der IG Farbenindustrie beim Verein Deutscher Chemiker die Carl-Duisberg-Gedächtnisstiftung zur Förderung des akademischen Nachwuchses eingerichtet. Sie sollte die enge Verbundenheit des Industriechemikers Carl Duisberg mit der chemischen Forschung und Lehre zum Ausdruck bringen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stiftung zunächst nicht erneuert. Auf Anregung des GDCh-Vorstands erklärte sich die Bayer AG 1969 bereit, die Auszeichnung wieder aufleben zu lassen. Die Finanzierung erfolgt jetzt aus den Erträgen eines Sondervermögens für Auszeichnungen bei der GDCh. 

 

Inhaber des Carl-Duisberg-Gedächtnispreises

1936

Rudolf Tschesche, Göttingen

1937

Herbert Brintzinger, Jena

1938

Elisabeth Dane, München

1939

Hans Brockmann, Göttingen

1941

Karl Gleu, Jena

1943

Hans Lettré, Göttingen

  

1969

Gert Köbrich, Heidelberg

1970

Henri Brunner, München

1971

Werner Kutzelnigg, Karlsruhe

1972

Fritz Eckstein, Göttingen

1974

Richard R. Schmidt, Stuttgart

1975

Dieter Sellmann, München

1976

Konrad Sandhoff, München

1977

Bernd Giese, Freiburg

1978

Hans Friedrich Klein, München

1979

Manfred Zeidler, Karlsruhe

1980

Hans-Dieter Martin, Würzburg

1981

Wolf Peter Fehlhammer, Erlangen-Nürnberg

1982

Siegfried Schneider, München

1983

Heinrich Betz, Martinsried

1984

Heino Finkelmann, Clausthal-Zellerfeld

1985

Hans-Josef Altenbach, Köln

1986

Hans-Joachim Gais, Darmstadt

1987

Gerd Meyer, Gießen

1988

Werner P. Müller-Esterl, München

1989

Michael Buback, Göttingen

1991

Joachim Maier, Stuttgart

1992

Herbert Waldmann, Bonn

1993

Wilhelm F. Maier, Mülheim/Ruhr

1994

Hansjörg Grützmacher, Freiburg

1995

Manfred Martin, Darmstadt

1996

Jürgen Gauss, Mainz

1997

Carlo Unverzagt, Garching

1998

Rüdiger Beckhaus, Aachen

1999

Ulrich Bernd Wiesner, Ithaca/USA

2000

Thisbe Kerstin Lindhorst, Kiel

2001

Hendrik Zipse, München

2002

Christian Limberg, Garching und Heidelberg

2003

Benjamin List, La Jolla/USA

2004

Andreas Terfort, Hamburg

2005

Cosima Stubenrauch, Dublin/Irland

2006

Margaret-Jane Crawford, München

2007

Lukas J. Gooßen, Kaiserslautern

2008

Harald Gröger, Erlangen-Nürnberg

2009

David Scheschkewitz, London/UK

2010Sebastian Schlücker, Osnabrück
2011Christian Hartinger, Wien
2012

Daniel Seidel, Piscataway/USA

2013Mathias Christmann, Dortmund
2014Thomas Junkers, Diepenbeek, Belgien
2015Kallol Ray, Berlin
2016Felix Raoul Fischer, Berkeley/USA

Wilhelm-Ostwald-Nachwuchspreis

Die Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft zu Großbothen e.V. (WOG), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und die Deutsche Bunsen-Gesellschaft für physikalische Chemie (DBG) verleihen gemeinsam den Wilhelm-Ostwald-Nachwuchspreis.

Seit dem 1. September 2005 ist der Landsitz des Nobelpreisträgers Wilhelm Ostwald - Chemiker, Philosoph, Maler und disziplinenüberspannender freier Forscher - in das Programm der GDCh "Historische Stätten der Chemie" aufgenommen: Seine Wohn- und Wirkungsstätte „Energie“ in Großbothen beherbergt heute die Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte.

Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und beinhaltet die kostenfreie Mitgliedschaft in allen drei Gesellschaften während zweier Jahre.

 

Albrecht-Kossel-Preis

Die Einrichtung dieses Preises wurde vom GDCh-Vorstand im Dezember 2012 beschlossen. Er wird an Persönlichkeiten verliehen, die hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Biochemie geleistet haben. Namensgeber des Preises ist Albrecht Kossel (Rostock, 1853 – 1927, Heidelberg), 1878 zum Dr. med. promoviert, war ein deutscher Mediziner und Physiologe. 1895 folgte Kossel einem Ruf als Ordinarius auf den Lehrstuhl für Physiologie an der Universität Marburg und wurde Direktor des dortigen Physiologischen Institutes. 1901 nahm er einen Ruf an die Universität Heidelberg an, als Nachfolger von Wilhelm Friedrich Kühne und Hermann von Helmholtz. Albrecht Kossels Forschungsgebiet war der Bereich Physiologische Chemie, insbesondere die Chemie von Geweben und Zellen. 1910 erhielt er den Nobel-Preis für Physiologie oder Medizin.

  

Mit dem Albrecht-Kossel-Preis wurden ausgezeichnet:

 

  •  2014       Roland Lill, Marburg
  •  2016       Johannes Buchner, Garching

Fresenius-Preis

Zur Erinnerung an den Geheimen Hofrat Professor Dr. C. Remigius Fresenius (1818 - 1897), der durch seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der reinen und angewandten Analyse, durch seine grundlegenden Lehrbücher über qualitative und quantitative Analyse sowie durch das von ihm begründete Laboratorium und die damit verbundene Ausbildungsstätte die analytische Chemie in Deutschland entscheidend förderte, stiftete die GDCh 1961 auf Anregung ihrer Fachgruppe Analytische Chemie den Fresenius-Preis. Er besteht aus einer Goldmedaille, einer Urkunde und einem Geldbetrag und wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich besondere Verdienste um die wissenschaftliche Entwicklung und um die Förderung der analytischen Chemie erworben haben.

 

Inhaber des Fresenius-Preises

1962

Wilhelm Geilmann, Mainz

1966

Peter Dickens, Duisburg-Huckingen
Egon Stahl, Saarbrücken

1970

Walter Koch, Duisburg-Hamborn

1972

Gerhard Hesse, Erlangen-Nürnberg
Erwin Lehrer, Ludwigshafen

1975

Hermann Kienitz, Ludwigshafen

1979

Hans Ulrich Bergmeyer, Tutzing

1982

Günther Tölg, Schwäbisch-Gmünd

1985

Kurt Laqua, Dortmund

1987

Lutz Rohrschneider, Marl

1989

Klaus Dörffel, Leuna-Merseburg

1990

Karlheinz Ballschmiter, Ulm

1991

Josef F.K. Huber, Wien/Österreich

1992

Heinrich Kriegsmann, Berlin

1994

Ernst Bayer, Tübingen

1996

Helmut Günzler, Weinheim

1998

Gerhard Werner, Leipzig

2000

Reinhard Nießner, München

2001

Matthias Mann, Odense/Dänemark

2002

Andreas Manz, London/England

2003

Franz Hillenkamp, Münster und Michael Karas, Frankfurt/Main (hälftig)

2005

Adam Heller, Austin/USA

2007

Detlef Günther, Zürich/Schweiz

2009

Uwe Karst, Münster und Ulrich Panne, Berlin (jeweils voller Preis)

2011Christian Huber, Salzburg/Österreich
2013Torsten C. Schmidt, Duisburg-Essen
2015Renato Zenobi, Zürich

Hermann-Staudinger-Preis

Zur Erinnerung an Hermann Staudinger (1881 - 1965), den Vater der modernen Polymerchemie, dem 1953 für seine bahnbrechenden Leistungen der Nobelpreis für Chemie verliehen wurde, stiftete die BASF AG, Ludwigshafen, 1970 bei der GDCh den Hermann-Staudinger-Preis. Er wird vom Vorstand der GDCh höchstens alle zwei Jahre an Wissenschaftler/innen verliehen, die besondere Verdienste auf dem Gebiet der Makromolekularen Chemie erworben haben. Die GDCh-Fachgruppe Makromolekulare Chemie hat ein Vorschlagsrecht für die Preisträger.

Der Preis besteht aus einer Goldmünze und einem Geldbetrag. Die Finanzierung erfolgt seit 1996 aus den Erträgen eines Sondervermögens für Auszeichnungen bei der GDCh.

Inhaber des Hermann-Staudinger-Preises

1971

Werner Kern, Mainz
Günter Viktor Schulz, Mainz

1973

Otto Bayer, Leverkusen

1976

Hans Fikentscher, Ludwigshafen

1977

Hermann Schnell. Leverkusen

1979

Georg Manecke, Berlin

1981

Hans Batzer, Basel/Schweiz

1985

Helmut Ringsdorf, Mainz

1990

Gerhard Wegner, Mainz

1994

Burkart Philipp, Teltow

1997

Hansjörg Sinn, Hamburg

2000

Walter Hugo Stockmayer, Hanover/USA

2003

Walter Kaminsky, Hamburg

2006

Wolfgang Peter Meier, Basel/Schweiz

2009Rolf Mülhaupt, Freiburg
2012Axel Müller, Bayreuth
2014Martin Möller, Aachen
2016Klaus Müllen, Mainz

Horst-Pracejus-Preis

Auch als Zeichen für die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Leistungen in der ehemaligen DDR wurde von der GDCh 1997 eine Auszeichnung für das teildisziplinübergreifende Feld der Chiralität ins Leben gerufen, die den Namen des Rostocker Chemikers Horst Pracejus (1927 - 1987) trägt. Pracejus, der für seine Arbeiten auf dem Gebiet der chiralen Katalyse bekannt wurde, war Leiter des Katalyse-Forschungsinstituts in Rostock, einer Außenstelle des Zentralinstituts für Organische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR.

Der Horst-Pracejus-Preis wird an Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerinnn mit herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Enantioselektivität oder Chiralität verliehen. Der Preis ist mit einer Urkunde und einem Geldbetrag versehen.

Inhaber des Horst-Pracejus-Preises

1999

Henri Brunner, Regensburg

2001

Günter Helmchen, Heidelberg

2003

Andreas Pfaltz, Basel/Schweiz

2005John M. Brown, Oxford/UK
2007Henri B. Kagan, Paris/Frankreich
2009Hans-Ulrich Blaser, Basel/Schweiz
2011Uwe Meierhenrich, Nizza/Frankreich
2013Benjamin List, Mülheim
2015Dean Toste, Berkeley/USA

Joseph-König-Gedenkmünze

Der Verein Deutscher Lebensmittelchemiker hat im Jahr 1934 die "Joseph-König-Gedenkmünze" gestiftet. Sie erinnert, wie es in der Stiftungssatzung heißt, "an den Geheimen Regierungsrat Professor Dr.-Ing. E.h. Dr.phil.nat.h.c. Dr.agr.h.c. Dr.med.h.c. Joseph König (1843 - 1930), den verdienstvollen Altmeister der Lebensmittelchemie". Als Schüler Liebigs legte er das Fundament für die Chemie der menschlichen Nahrungs- und Genussmittel.

Seit 1951 wird die bronzene Gedenkmünze vom Vorstand der GDCh an Persönlichkeiten verliehen, die sich besondere Verdienste um die wissenschaftliche Entwicklung und um die Förderung und Anerkennung der Lebensmittelchemie erworben haben.

In die Münze werden der Name des Preisträgers und das Datum der Verleihung eingraviert. Der Preisträger bzw. die Preisträgerin erhält zudem eine Urkunde und einen Geldbetrag.

Inhaber der Joseph-König-Gedenkmünze

1934

Adolf Beythien, Dresden
Aloys Bömer, Münster
Wilhelm Fresenius, Wiesbaden
Adolf Juckenack, Berlin

1935

G. Kappeller, Magdeburg
Walter Petri, Koblenz
Josef Tillmanns, Frankfurt/Main
J. Werder, Zürich/Schweiz

1938

F. Härtel, Leipzig
Otto Köpke, Berlin
Franz Litterscheid, Hamm

1940

Hugo Haupt, Bautzen
Friedrich Nottbohm, Hamburg

1943

Karl Wrede, Gießen

1944

Heinrich Fincke, Köln

1945

Benno Bleyer, München


Nach Gründung der Gesellschaft Deutscher Chemiker wurde die
"Joseph-König-Gedenkmünze" verliehen an:

1951

Willibald Diemair, Frankfurt/Main

1952

Constant Griebel, Berlin

1953

Otto Högl, Bern/Schweiz

1955

Friedrich Egger, Mannheim

1957

August Brüning, Münster

1960

Jan Frans Reith, Utrecht/Niederlande

1963

Josef Schormüller, Berlin

1966

Josef Eisenbrand, Saarbrücken

1972

Rudolf Heiss, München

1974

Friedrich Kiermeier, München

1976

Rudi Franck, Berlin

1977

Kurt Heyns, Hamburg

1980

Ludwig Acker, Münster

1986

Hans Lange, Frankfurt/Main

1988

Hans-Dieter Belitz, München

1990

Werner Baltes, Berlin

1992

Hans-Peter Thier, Münster

1993

Ulrich Freimuth, Dresden

1994

Claus Franzke, Berlin

1995

Wolfgang Specht, Hamburg

1998

Werner Grosch, München

1999

Eberhard Ludwig, Dresden

2000

Armin Mosandl, Frankfurt/Main

2005Hans Steinhart, Hamburg

2007

Peter Schieberle, München
2009Gerhard Eisenbrand, Kaiserslautern
2011Alphons G.J. Voragen, Wageningen/Niederlande
2013Elke Anklam, Geel/Belgien
2015 Wolfgang Schwack, Hohenheim

Wöhler-Preis für Nachhaltige Chemie

Friedrich Wöhler (1800 - 1882) war einer der bedeutendsten Chemiker Deutschlands, ein herausragender Experimentator, der mit der Harnstoffsynthese die Schranke zwischen anorganischer und organischer Chemie durchbrach und auf beiden Gebieten außerordentlich erfolgreich arbeitete. Nach ihm benannte zunächst die Chemische Gesellschaft der DDR einen 1960 gestifteten Preis, der bis 1991 verliehen wurde. Auf Beschluss des GDCh-Vorstands wurde 1997 die ehemalige Auszeichnung der CG wieder aufgenommen und bis 2011 mit der neuen teildisziplinenübergreifenden wissenschaftlichen Widmung "Ressourcenschonende Prozesse" verliehen.  Ausgezeichnet wurden innovative Forschungsbeiträge, deren zukunftsorientierter Modellcharakter im gesamten Feld der Chemie zu höherer Umweltverträglichkeit sowie zu verantwortungsbewusster Nutzung vorhandener bzw. Erschließung neuer Ressourcen führen kann. Die prämierte Arbeit sollte auch dazu führen, sich selbst tragende Entwicklungen in der Chemie - auch in der Grundlagenforschung - in dieser Richtung einzuleiten und diese fortzuführen.

Der Preis wurde 2012 in

Wöhler-Preis für Nachhaltige Chemie

umbenannt und wird seither vergeben für wegweisende und herausragende Beiträge zur Entwicklung und Umsetzung einer Nachhaltigen Chemie. Preiswürdige Arbeiten tragen dazu bei, dass innovative Methoden aus allen Bereichen der Chemie zu verbesserten umweltverträglichen Prozessen führen. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert.

Inhaber des Wöhler-Preises für Ressourcenschonende Prozesse
1998 - 2011

1998

Hans Peter Rath, Ludwigshafen, BASF AG

2000

Karlheinz Hill, Düsseldorf, Cognis GmbH
Rainer Eskuchen, Düsseldorf, Cognis GmbH
Patrick M. McCurry, Cincinnati, Cognis GmbH

2002

Christian Wandrey, Jülich und Bonn

2005

Torsten Groth, Leverkusen, Lanxess Deutschland GmbH
Winfried Joentgen, Wuppertal, Bayer HealthCare AG
Alfred Mitschker, Odenthal, ehemals Bayer AG
Nikolaus Müller, Leverkusen, Lanxess Deutschland GmbH

2007

Jürgen O. Metzger, Oldenburg

2009Walter Leitner, Aachen
2011

Ferdi Schüth, Mülheim/Ruhr


Inhaber des Wöhler-Preises für Nachhaltige Chemie

2012

Paul T. Anastas, New Haven, CT/USA

2013Bernhard Rieger, München
2015Matthias Beller

Heinz-Schmidkunz-Preis

Dieser Preis für Chemiedidaktik trägt den Namen des 2012 verstorbenen Chemiedidaktikers Heinz Schmidkunz (1929 - 2012)). Seine wissenschaftlichen Untersuchungen zur Entwicklung eines praxisnahen Chemieunterrichts, zur Durchführung von Schulexperimenten nach Gesetzen der Wahrnehmungspsychologie und zur Gestaltung von forschend-entwickelnden Unterrichtsverfahren setzen Maßstäbe.

Der Preis wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich besondere Verdienste um die chemiedidaktische Forschung, um die Ausbildung von Chemielehrerinnen und -lehrern sowie um den Chemieunterricht an Schulen erworben haben.

 

Preisträger

 

2015Michael Tausch, Wuppertal

 

 

 

Ars legendi-Fakultätenpreis

Ars Legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften. Er wird für die Kategorien Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik ausgeschrieben und an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die sich durch herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung an der Hochschule auszeichnen. Der Preis ist für jede Katgorie mit 5.000 Euro dotiert. Träger des Preises sind der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die Deutsche Mathematiker-Vereinigung, die Deutsche Physikalische Gesellschaft, die Gesellschaft Deutscher Chemiker und der Verband für Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin in Deutschland.

 

Den Preis haben erhalten:

 

2014
BiowissenschaftenDominik Begerow und Jens Wöllecke, Bochum
ChemieThorsten Daubenfeld, Idstein
MathematikDaniel Grieser, Oldenburg
PhysikChristian Wagner, Saarbrücken
2015
BiowissenschaftenSimone Karrie, Reinhard Köster und Martin Korte, Braunschweig
ChemieDietmar Stalke, Göttingen
MathematikNorbert Henze, Karlsruhe
PhysikBernd Jödicke und Jürgen Sum, Konstanz
2016
BiowissenschaftenDorothea Kaufmann, Heidelberg
ChemieRichard Göttlich, Nicole Graulich und Siegfried Schindler, Gießen
MathematikIlka Agricola, Marburg
PhysikFrederic Schuller, Erlangen-Nürnberg

 

 

Carl-Duisberg-Plakette

Die Bayer AG, Leverkusen, hat 1953 bei der GDCh die Carl-Duisberg-Plakette gestiftet. Sie wird seither vom GDCh-Vorstand an Chemiker/innen verliehen, die sich besondere Verdienste um die Förderung der Chemie und der Ziele der GDCh erworben haben. Die Auszeichnung mit der Goldplakette ist nicht mit einem zusätzlichen Geldbetrag verbunden.

Mit der Plakette wird an Carl Duisberg (geb. 1861 in Barmen, gest. 1935 in Leverkusen) erinnert, der ein prominenter Industriechemiker und langjähriger Vorsitzender der GDCh-Vorgängerorganisation Verein Deutscher Chemiker gewesen ist.

Er war viele Jahre Mitglied des Vorstands, Direktor und schließlich Generaldirektor von Bayer; Gründung und Aufbau des Standorts Leverkusen fallen in seine Amtszeit.

Duisberg war einer der treibenden Kräfte bei der Gründung der IG Farben und von 1925 bis zu seinem Tod 1935 Vorsitzender des Aufsichtsrats der IG. Er empfand zeitlebens eine Affinität zur Wissenschaft, die er an vielen Stellen förderte.

So war er nach dem ersten Weltkrieg einer der Gründungsväter der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft (Vorläufer der heutigen Deutschen Forschungsgemeinschaft).

Über diesen Verdiensten dürfen die dunklen Seiten in seiner Vita nicht vergessen werden: Von national-konservativer Gesinnung war er maßgeblich an der Vorbereitung des Einsatzes von Giftgas durch die deutschen Truppen im 1. Weltkrieg beteiligt und spielte eine unrühmliche Rolle bei der Zwangsverpflichtung und Deportation ausländischer Zivilisten für die deutsche Rüstungsindustrie.

 

Inhaber der Carl-Duisberg-Plakette

1953

Theo Goldschmidt, Essen
Karl Ziegler, Mülheim/Ruhr

1956

Ernst Kuss, Duisburg

1958

Ulrich Haberland, Leverkusen

1960

Otto Bayer, Leverkusen

1963

Wilhelm Klemm, Münster

1965

Carl Wurster, Ludwigshafen

1968

Karl Winnacker, Frankfurt/Main

1970

Heinrich Schackmann, Duisburg

1972

Rudolf Wolf, Frankfurt/Main

1973

Adolf Steinhofer, Ludwigshafen

1976

Rolf Sammet, Frankfurt/Main

1977

Wilhelm Fresenius, Wiesbaden

1980

Heinrich Hellmann, Marl

1982

Klaus Weissermel, Frankfurt/Main

1986

Karl-Ernst Quentin, München

1988

Kurt Hansen, Leverkusen

1989

Jan Thesing, Darmstadt

1991

Wolfgang Fritsche, Frankfurt/Main

1992

Eberhard Weise, Monheim

1993

Ernst Biekert, Limburgerhof

1997

Heribert Offermanns, Frankfurt/Main

2000

Gottfried Märkl, Regensburg

2005

Dr. Annie Dalbéra, Paris/Frankreich
Dr. Karlheinz Schmidt, Bonn

2010Wolfgang Flad, Stuttgart
2012Günther Gauglitz, Tübingen
2013Eva E. Wille, Weinheim

Preisträger 2016

GDCh-Preise 2017

Die Ausschreibung für die GDCh-Preise 2017 ist eröffnet. Die Deadline für die Einreichung von Nominierungen ist der 29. September 2016.

Sonderpreis

Für die von der GDCh in Auftrag gegebene Studie "Chemiker im 'Dritten Reich' erhält Prof. Dr. Helmut Maier, Bochum, den Sonderpreis des Fonds der Chemischen Industrie in einer gemeinsamen Veranstaltung von GDCh und FCI am 17. 10. 2016. Mehr dazu hier

Erich-Hückel-Preis

Für besondere Leistungen auf dem Gebiet der theoretischen Chemie hat der GDCh-Vorstand diesen Preis neu eingerichtet. Der Preis wird in 2016 erstmalig verliehen, Preisträger ist Werner Kutzelnigg, Bochum.

Entscheidungs-
gremien

Preiskommissionen treffen die Vorauswahl aus den eingesandten Nominierungen für den GDCh-Vorstand . Dieser trifft die endgültige Entscheidung.

Kontakt

Ansprechpartnerin  bei der GDCh für Preise, Namens- vorlesungen und Stiftungen ist
Barbara Köhler

zuletzt geändert am: 15.09.2016 - 10:10 Uhr von B.Köhler