Der GDCh-Vorstand hat beschlossen den "GDCh-Preis für Journallismus und Literatur" in "GDCh-Preis für Journalismus, Literatur und Wissenschaftskommunikation" umzubennen.
Mit der Umbenennung trägt die GDCh der gewachsenen Bedeutung der Wissenschaftskommunikation Rechnung. Neben Journalismus und Publikationen haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche weitere Formate etabliert – etwa Podcasts, Blogs, Social Media, Videos oder multimediale Projekte –, die einen wesentlichen Beitrag zur Vermittlung chemischer Inhalte in die Gesellschaft leisten.
Die zweijährliche Vergabe bleibt bestehen.

Der GDCh-Preis für Journalismus, Literatur und Wissenschaftkommunikation wird unabhängig von der Sprache für hervorragende publizistische, schriftstellerische oder wissensvermittelende Leistungen verliehen, die zur Verbreitung von chemiewissenschaftlichen Inhalten im deutschsprachigen Raum in besonderer Weise beitragen. 1980 wurde ein Preis für Journalisten und 1997 ein Preis für Schriftsteller bei der GDCh eingerichtet. Beide Preise wurden alternierend vergeben, bis diese 2008 zum GDCh-Preis für Journalisten und Schriftsteller zusammen gelegt wurden. Mit der Erweiterung im Jahr 2025 trägt die GDCh der gewachsenen Bedeutung und Vielfalt der Wissenschaftskommunikation Rechnung.

Die GDCh zeichnet Verena Tang in Anerkennung ihrer herausragenden Leistungen im Wissenschaftsjournalismus zur Chemie mit dem GDCh-Preis für Journalismus und Literatur 2026 aus. Verena Tang verbindet fundierte Fachkenntnisse mit sprachlicher Klarheit und vermittelt chemische sowie naturwissenschaftliche Inhalte auf verständliche, tiefgründige und zugleich anspruchsvolle Weise. In ihren Beiträgen greift sie Themen von hoher Relevanz für Umwelt und Industrie auf und macht diese einem breiten Publikum zugänglich. Besonders hervorzuheben ist ihre Kolumne „Eine Prise Chemie“, in der sie Phänomene aus Küche und Alltag sowie Fragen rund um Lebensmittel und Konsum aus chemischer Perspektive aufschlüsselt und anschaulich erklärt.
| 2026 | Verena Tang |
| 2024 | Bonnie Garmus, Ulrike Wesel und Klaus Timmermann |
| 2022 | Lars Fischer, fischblog.com |
| 2020 | Mai Thi Nguyen-Kim |
| 2016 | Redaktion Chemie der deutschsprachigen Wikipedia |
| 2014 | Michael Groß, Oxford/UK |
| 2012 | Vera Köster, Weinheim |
| 2010 | Georg Schwedt, Bonn |
| 2008 | Klaus Roth, Berlin |
| 2003 | John Emsley, Ampthill/UK |
| 2001 | Carl Djerassi, Stanford/USA |
| 1997 | Dietrich Stolzenberg, Hamburg |
| 2006 | Hellmuth Nordwig, Fürstenfeldbruck |
| 1997 | Axel Fischer, München |
| 1996 | Jean Pütz, Köln |
| 1992 | Rainer Flöhl, Frankfurt a. M. |
| 1991 | Hubert Nachtsheim, Frankfurt a. M. |
| 1988 | Friedrich L. Boschke, Bammental |
| 1987 | Reinhold Ellmer, Schwerte |
| 1986 | Otto Krätz, München |
| 1983 | Ernst H. Haux, Bonn |
| 1981 | Hans Jürgen Bersch, Mainz |
Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins, Universität Leipzig (Federführung)
Prof. Dr. Stefanie Dehnen, Karlsruher Institut für Technologie
Charlotte Gerischer, JCF München
Dr. Peter Gölitz, ehem. Wiley-VCH
Dr. Tom Kinzel, GDCh-Geschäftsführer
Dr. Brigitte Osterath, Wissenschaftsjournalistin, Alfter
Prof. Dr. Holger Wormer, Technische Universität Dortmund
zuletzt geändert am: 21.05.2026 08:45 Uhr von R.Wieneke