Karrierekolumne

Philipp Gramlich und Karin Bodewits sind Gründer von Natural Science Careers, ein Unternehmen für Karriereberatung und Soft-Skill-Seminare für Naturwissenschaftler. Für die Nachrichten aus der Chemie schreiben beide über Beobachtungen aus ihrer Beratungstätigkeit.

 

 

Heft 11/16 Das Bewerbungs-Timing

Kürzlich stand in einem Leserbrief in dieser Zeitschrift, dass ein Chemiker mit gutem Netzwerk seine Bewerbungen nur „pro forma“ schreiben müsse. Ob Sie Ihre Bewerbungen nun pro forma oder ernsthaft schreiben, in jedem Fall stellt sich die Frage: Wann sollte ein Chemiker mit dem Verfassen von Bewerbungen beginnen?

Bei größeren Firmen dauert es zwischen dem Abschicken der Bewerbung und dem ersten Arbeitstag meist mehrere Monate. Bei kleineren Firmen, bei denen Sie oft nur eine einzige Interviewrunde direkt mit der Geschäftsführung absolvieren, kann es mitunter schneller gehen. Wenn dem Arbeitgeber die Zeit davonläuft, etwa wenn die Vorgängerin die Firma verlässt, kann Ihr Einstieg nicht schnell genug sein.

Kann man sich zu früh bewerben? Manche Absolventen haben scheinbar den Luxus, dass sie schon ein Angebot in der Tasche haben, bevor sie die letzte Prüfung abgelegt haben. In vielen Fällen können Sie ohne Doktortitel einsteigen, wiegen sich bald in der trügerischen Gewissheit, dass es ohne geht und verzichten ganz darauf. Vielleicht legt der Arbeitgeber aber doch Wert auf den Titel, und drei Beförderungsrunden später bemerken Sie, dass Sie immer in der zweiten Reihe stehen. Wenn Sie sich dann bei einem anderen Arbeitgeber bewerben, wird es Ihnen schwer fallen, die Beinahe-Promotion zu erklären. Und auch die Prüfung selbst wird dann zu einer Hürde, da Sie nach einiger Zeit thematisch wie auch vom persönlichen Kontakt her an Ihrer Alma Mater keinen Heimvorteil mehr haben.

Wählen Sie das Timing daher so, dass Sie bei einem schnellen Angebot positiven Druck für den Abschluss Ihrer Promotion erfahren, aber nicht Gefahr laufen, die Prüfung um Jahre zu verschieben. Beginnen Sie mit dem Bewerben bei größeren Arbeitgebern sechs bis neun Monate, bei den Kleineren drei bis sechs Monate vor dem gewünschten Arbeitsbeginn.

Wann bewerben Sie sich zu spät? Genau dann, wenn Sie länger arbeitslos sind, als es Ihnen recht ist, oder wenn Sie einen Bequemlichkeits-Postdoc beginnen.
Gegen Ende der Promotion haben Sie nicht genug Zeit für Bewerbungen? Dann sehen Sie die Situation verkehrt. Auch wenn Ihr Betreuer drängelt, müssen Sie Raum für Bewerbungen schaffen: Wenn Sie Ihre Prüfung dadurch später ablegen, ist das für Sie besser, als wenn Sie in dieser Zeit arbeitslos sind.

Nutzen Sie die Angebote an Unis, von Firmen, bei Jobmessen, um an Ihren Bewerbungsunterlagen zu feilen. Bewerben Sie sich für Summer Schools und Workshops bei größeren Firmen – im Erfolgsfall haben Sie dadurch neben all den anderen Vorteilen noch die sichere Rückmeldung, dass Ihre Bewerbungsunterlagen einem Auswahlverfahren standhalten.

Philipp Gramlich, p.gramlich@naturalscience.careers

Heft 9/16 Lebensalter oder akademisches Alter

In meinem Büro finde ich die Bewerbungsunterlagen einer Akademikerin Anfang 40. Das Bewerbungspaket fühlt sich schwer an, 22 Seiten. Als ich lese, dass es eine „Bewerbung auf eine W3-Professur“ ist, weiß ich warum. Zum Glück gibt es ein Inhaltsverzeichnis, so sehe ich auf den ersten Blick, was auf mich zukommt. Seit zwei Jahren bewirbt sie sich erfolglos auf Professuren und Gruppenleiterpositionen. Als Beispiel dient die mitgeschickte Ausschreibung zu einer Position, bei der sie nicht einmal für ein Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, obwohl sie ihrer Meinung nach die perfekte Kandidatin gewesen wäre.

Ich gehe sofort zu Punkt 7, der Publikationsliste – in der Wissenschaft nach wie vor das wichtigste Kriterium. 13 Artikel, davon 8 Erstautorenschaften. Die ganz großen Journale wie Nature oder Science sind nicht dabei, aber sie hat in durchaus angesehenen Zeitschriften veröffentlicht. Ich blättere zurück zu „Ausbildung und akademische Laufbahn“: Ihre Promotion hat sie im Jahr 2000 angefangen. 13 Publikationen in 16 Jahren, das ist für eine W3-Professur wahrscheinlich zu dünn, denke ich mir, vielleicht sogar der Grund, dass ihre Bewerbung aussortiert wird. Dann fange ich an, mich durch das Dokument zu arbeiten. Auf Seite 5 stoße ich auf „Mutterschutzfristen und Elternzeiten“. Zehn Monate war sie für ihre beiden Kinder jeweils in Mutterschaftsurlaub. Kleingedruckt finde ich eine Fußnote: „Seit 2007 arbeite ich in Teilzeit (67,5%)“. Ich rechne nach: 16 Jahre minus 20 Monate minus 32,5%. Ihr akademisches Alter ist demnach nicht 16, sondern erst 11 Jahre. Damit klingt die Zahl von 13 Publikationen ganz anders. Aber welcher Arbeitgeber macht sich die Mühe, das nachzurechnen und diese Informationen mühsam aus ellenlangen Dokumenten zusammenzusuchen? Ich lese weiter und bleibe bei „Drittmittel“ hängen. Auch hier: Für zwölf Jahre seit Ende der Promotion ist es recht wenig, legt man sieben akademische Jahre zugrunde, ist es respektabel.

Ich kommentiere ihren Lebenslauf: „In Ihrem Fall sollten Sie Ihren akademischen Output pro akademischem Jahr auf der ersten Seite des Dokuments erwähnen und auch gut sichtbar zur Publikationsliste schreiben. Darüber hinaus müssen Sie erwähnen, ob Sie als Professorin in Vollzeit oder Teilzeit arbeiten möchten. Diese Information möchte Ihr zukünftiger Arbeitgeber unbedingt wissen, doch kann ich sie leider nirgendwo finden.“

Die großen Wissenschaftsorganisationen haben sich vorgenommen, das akademische Alter (also die Jahre aktiver Forschung) und nicht das biologische Alter (also die Lebensjahre) als Bewertungsgrundlage für wissenschaftliche Exzellenz heranzuziehen. Das soll dabei helfen, Brüche in der Vita, wie Erziehungszeiten, auszugleichen. Das ist eine gewichtige Änderung der Regeln. Doch sollten Bewerber die Berufungskommissionen nicht nach solchen Tatsachen suchen lassen. Man sollte sie ihnen direkt unter die Nase halten. Das ist nicht aufdringlich, sondern für beide Seiten hilfreich.

Karin Bodewitz, k.bodewits@naturalscience.careers

 

 

Heft 07/08/16 Schwangerschaft: Don‘t ask. Don‘t tell.

Ich hatte eine junge Dame im Coaching, die gerade ihre Masterarbeit eingereicht hatte, als sie schwanger wurde. Eine Anstellung hatte sie noch nicht, aber ihr Lebenslauf war beeindruckend. Zudem war sie hoch motiviert und verfügte über die Infrastruktur, um Mutterschaft und Karriere zu vereinbaren. „Ein Jahr daheim? Nein, das wäre nichts für mich“, sagte sie bestimmt, „ich möchte und kann direkt nach dem Mutterschutz wieder einsteigen.“ Sie wusste, dass sie einen Job brauchte, in den sie zurückkehren kann. Ich riet ihr, sich ganz normal zu bewerben und nicht zu früh von der Schwangerschaft zu berichten. „Der gesetzliche Rahmen erlaubt es, bis nach Unterschrift des Vertrags stillzuhalten, solange Sie die Infrastruktur haben, die Stelle auch wirklich ausfüllen zu können,“ informierte ich sie. „Ein Angebot kann Ihnen dann trotz der Schwangerschaft nicht genommen werden.“ Meine Gesprächspartnerin empfand es als angemessen, die Karten erst nach dem Gespräch, jedoch vor Unterzeichnung des Vertrags auf den Tisch zu legen.

Sie bewarb sich auf eine Stelle an einer Universität und wurde sofort eingeladen. Im Gespräch stellte der Professor einige allgemeine Fragen, bohrte aber mindestens genauso interessiert in ihrem Privatleben. Sie beschränkte ihre Antworten auf relevante Informationen für die Stelle und erwähnte ihre Schwangerschaft nicht.

Einige Tage später fand sie eine E-Mail des Professors in ihrem Postfach. „Ich freue mich, Ihnen die Stelle anbieten zu können. Wann könnten Sie denn genau anfangen?“ Sie überlegte nicht lange und griff zum Telefon: „Ich freue mich sehr über Ihr Stellenangebot, doch möchte ich erwähnen, dass ich schwanger bin. Ich habe aber ...“ „Die Stelle kann ich Ihnen so nicht mehr anbieten,“ unterbrach er und fügte noch hinzu: „Ich nehme es Ihnen aber nicht übel.“ Sie versuchte noch nachzuhaken: „Aber wir können doch nach Möglichkeiten suchen, wie wir die Arbeit gestalten?“ Worauf er antwortete: „Auf der Lehrstuhl-Website können Sie sich ja immer wieder nach neuen Stellen erkundigen.“ Damit war das Gespräch beendet.

Dem Professor fehlte es an grundlegenden Kenntnissen des Arbeitsrechts. Es ist aber gefährlich, sich als Gruppenleiter nicht mit dem Recht rund um Anstellung und Zusammenarbeit mit Mitarbeitern zu beschäftigen. Sonst kann es passieren, dass ein Gerichtstermin die wissenschaftliche Arbeit unterbricht.

Der Professor hatte Glück, denn die Bewerberin hatte andere Pläne, als sich vor Gericht zu streiten. Dort hätte sie ihre Stelle erfolgreich einklagen können, das Mutterschutzgesetz und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz sind hier eindeutig. Ein gut gelaunter Chef wäre nicht im Paket enthalten gewesen.

Karin Bodewits, k.bodewits@naturalscience.careers

Heft 05/16 Die Frau mit der Knarre

Ich sitze mit zwei Freundinnen, beide Teamleiterinnen, am Küchentisch. Wir sprechen über die Bewerbungen, die sie bearbeiten. Blues schallt aus den Lautsprechern. Diese Musik habe heute Morgen eine Bewerberin meiner Freundin empfohlen. „Du hast mit ihr über Hobbys gesprochen?“ frage ich. „Immer, das ist der interessanteste Teil des Interviews“, sagt sie, „die fachliche Qualifikation sehe ich im Lebenslauf. Die Person dahinter kann ich mir bei den Hobbys anschauen.“ Das stimmt, denke ich, wende aber ein: „Ich finde es in vielen Fällen besser, die Hobbys ganz aus dem Lebenslauf zu lassen.“ Geocaching, Marmelade kochen, Marmorkuchen backen – alles schön und gut. Aber auch wenn solche Aktivitäten beim Personaler keine Bedenken wegen Verletzungsgefahr hervorrufen, sehe ich keinen Grund, sie der Welt mitzuteilen. Beide stimmen mir zu. Hobbys im Lebenslauf sind ein schwieriges Thema.

Neulich diskutierte ich mit Naturwissenschaftlern über ihre Lebensläufe. Mit einer Ausnahme hatten alle ihre Hobbys aufgeführt, und fast allen riet ich, sie rauszunehmen. Ausnahme war eine Leistungsschwimmerin, die sogar zur Nationalmannschaft gehörte. „Drin lassen. Leistungssport, Topnoten an der Uni und dann noch eine Promotion sagen viel über Ihre Persönlichkeit aus.“ Die Doktorandin, die ihre Hobbys nicht in den Lebenslauf geschrieben hatte, meldete sich zu Wort: „Ich betreibe ebenfalls Sport auf nationaler Ebene, doch habe ich mich dagegen entschieden, es im Lebenslauf zu erwähnen.“ Auf Nachfrage erzählte sie, dass sie Sportschützin sei.

Eine meiner Freundinnen am Küchentisch fragt, was ich der Teilnehmerin geraten habe. „Ich würde das Sportschießen wahrscheinlich erwähnen. Als Empfängerin der Bewerbung würde ich sie dann einladen, egal wie gut qualifiziert sie ist. Allein aus Neugier.“ „Auf jeden Fall,“ stimmt meine Freundin zu. „Ich möchte wissen, wer die Frau mit der Knarre ist.”

Ein Lebenslauf soll nicht nur zeigen, dass Sie die richtige Besetzung für die Stelle sind, sondern auch Interesse an Ihnen wecken. Was macht Sie als künftigen Kollegen interessant? Hobbys können genau das sein, was Sie aus der Menge an Bewerbern hervorstechen lässt. Sie können damit etwas Besonderes hervorheben, das sonst verborgen bliebe. Bei der Schützin etwa merkte man im persönlichen Kontakt erst auf den zweiten Blick, wie viel Entschlusskraft und Zielstrebigkeit in ihr steckten – Eigenschaften, auf die sie mit ihrem Hobby hinweisen kann. Aber es kann genauso gut mehr über Sie offenbaren, als Ihnen lieb ist.

Karin Bodewits, k.bodewits@naturalscience.careers

Heft 04/16 Eine typische Falle

Am Forschungsinstitut kündigt ein Banner den „Career day for young scientists” an, der ein paar Tage später stattfinden soll. Nachwuchswissenschaftler haben ein tolles Programm zusammengestellt: Sprecher von Pharmariesen, Biotechunternehmen, aus dem Patentrecht und einem Start-up werden dabei sein. Als eine Doktorandin aus meinem Seminar „Women and Career“ dann am späten Nachmittag berichtet, dass sie dieses Meeting organisiert hat, bin ich überrascht, dass sie erst jetzt davon erzählt. Ich hatte diesen Karrieretag bereits mehrmals während unseres Seminars erwähnt: als Paradebeispiel für eine Veranstaltung, bei der man Kontakte außerhalb der Uni aufbauen und Visitenkarten ergattern kann. Auch sei die Organisation einer solchen Veranstaltung eine tolle Gelegenheit, den eigenen Lebenslauf zu bereichern. Vielleicht hielt es die Doktorandin für nicht angebracht, zu erwähnen, dass sie selbst die Organisatorin ist. Interessiert frage ich sie, welchen der Sprecher sie ankündigen würde und ob sie diese zufällig ausgewählt oder potenzielle Arbeitgeber bevorzugt hätte. „Ich werde die Vorträge nicht moderieren, ich bin keine gute Sprecherin“ sagt sie. Ich bin überrascht. Oder vielleicht enttäuscht, weil sie auf meine Frage antwortet wie viele andere Naturwissenschaftlerinnen. „Sie werden gar keinen Vortrag anmoderieren?“ frage ich, „wer dann?“ „Ein Kollege aus meinem Labor“, antwortet sie. Ich frage nach, ob er an der Organisation beteiligt sei. Ist er nicht. „Sie haben also wirklich diesen fantastischen Karrieretag organisiert, um dann selbst am Kaffeeausschank zu stehen und Ihrem Kollegen die Lorbeeren zu überlassen?“ frage ich nach. Das ist natürlich nicht ihre Absicht. Aber genau das wird passieren. Der Mensch auf dem Podium steht im Scheinwerferlicht, er wird derjenige sein, den die Leute im Anschluss ansprechen werden.
Eine typische Falle, in die besonders Frauen immer wieder tappen. Sie denken oft – oder hoffen zumindest –, dass jemand ihre Erfolge und Fähigkeiten entdeckt, sie anerkannt und wertschätzt, ohne dass sie selbst dafür im Rampenlicht stehen oder irgendeine Form von Selbstmarketing betreiben müssen. Männer hingegen sind viel direkter darin, zu erzählen, was sie gemacht haben und wonach sie suchen.
Die Moderation muss gar nicht atemberaubend sein, sage ich der Doktorandin. Das wichtigste ist, dass sie selbst dort steht und mindestens einen Vortrag moderiert. Sie muss sich präsentieren, zeigen, was sie geleistet hat. Denn Anerkennung kommt nicht von alleine. 

Karin Bodewits, k.bodewits@naturalscience.careers

Heft 02/16 Versteckte Schätze

Ein Chemiker will nach seiner Habilitation noch den Übergang in die Industrie schaffen. Ich hatte mit ihm ein Coaching vereinbart und soll mit ihm seine Dokumente überarbeiten und seine Bewerbungsstrategie verfeinern. „Das wird eine harte Nummer“, denke ich, als ich über seinem Lebenslauf brüte. Außer wissenschaftlicher Brillanz, die aus jeder Zeile hervorscheint, geben seine Dokumente so gar keinen Anhaltspunkt, um im Bewerbungsanschreiben eine interessante Geschichte zu bringen. Beim Punkt „Mitglied in Fachgesellschaften“ im Lebenslauf denke ich zunächst: „Kann raus“. An wen jemand Beiträge zahlt, interessiert niemanden. Doch er hat einen zweiten Lebenslauf mitgeschickt, den ich ebenfalls prüfe. Dort steht anstatt „GDCh-Mitglied“ nun „Ortsverbandsvorsitzender GDCh“, und das seit zwei Jahren. Diesen Punkt müsste der Bewerber mit Ereignissen anreichern, kommentiere ich. Entweder er hat ihn beim ersten Lebenslauf übersehen oder es ist eine Form von Tiefstapelei.
Im Gespräch über diesen Punkt kommt dann die Antwort: „Wir haben hier fast nichts zustande gebracht, es gab lediglich mal einen Vortrag von Herrn X von Firma Y, der die analytische Technik Z entwickelt hat, da kamen dann auch einige Vertreter aus anderen Firmen, nicht nur unser Ortverband.“ Diese Bescheidenheit ehrt ihn zwar, wird aber sicher zu Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt führen. Ich rate ihm, Verbandsaktivitäten im Lebenslauf anders darzustellen, etwa: „GDCh-Ortsverbandsvorsitzender, verantwortlich für A, B und C. Einführung der Vortragsreihe „Chemiker in der Industrie“ mit Sprechern wie Dr. X von Y.“ Und wichtiger noch: Der Bewerber kann dies als Aufhänger nehmen, um ein Anschreiben zu verfassen, das einen Bewerbungsempfänger in der Industrie wirklich interessiert. Wenn er sich beispielsweise bei einem der Unternehmen, die an dem Abend anwesend waren, bewerben möchte, sollte er sich gleich am Anfang auf diese Veranstaltung beziehen. Wenn er sich bei einem der Anwesenden über das Unternehmen informiert hat, dann darf er diesen vielleicht im Anschreiben erwähnen.
In fast jedem Lebenslauf sind Schätze versteckt – als Bewerber sollten Sie sie teilen: Servieren Sie dem potenziellen Arbeitgeber, was Sie von anderen Bewerbern unterscheidet und nicht, worauf Sie besonders stolz sind. Die scheinbar kleinen Erfahrungen außerhalb des Labors sind oft wichtiger als die dreizehnte analytische Technik, die Sie beherrschen und noch in das Anschreiben quetschen. 

Philipp Gramlich , p.gramlich@naturalscience.careers

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zuletzt geändert am: 22.11.2016 - 12:56 Uhr von A.Gajda