Pressedienst Chemie

Pressemitteilungen

Hier finden Sie unsere Pressemitteilungen 2018. Links zu den Pressemitteilungen der Vorjahre finden Sie in der Spalte links. (Wenn Sie mit einem Mobilgerät surfen, im Menü oben rechts.)

 

 

15 Von Kreuzfahrten, Wasser und der Chemie

Tagung „Wasser 2018“ mit öffentlichem Abendvortrag und Preisverleihungen

15/18
10. April 2018

Vom 7. bis 9. Mai findet in Papenburg die Tagung „Wasser 2018“ statt. Veranstalter ist die Wasserchemische Gesellschaft, eine Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Rund 300 Chemikerinnen und Chemiker kommen im „Venedig des Nordens“ zusammen, um über aktuelle Fragen zum Wasser zu diskutieren. Neben dem wissenschaftlichen Programm werden außerdem vier Preise verliehen: der Willy-Hager-Preis, zwei Promotionspreise sowie die Ehrennadel der Fachgruppe. Am ersten Tagungsabend thematisiert ein öffentlicher Abendvortrag die Umweltauswirkungen von Kreuzfahrtschiffen.

 

In Papenburg setzen sich die Wasserchemiker mit aktueller Forschung rund um Abwasser, Trinkwasser, Nanopartikel und Mikroplastik, Wasseraufbereitung und Spurenstoffe auseinander. Aber auch Themen mit regionalem Bezug stehen auf der Agenda. So gibt es neben Vorträgen zur Meereschemie in diesem Jahr auch das Spezialthema „Flussgebietmanagement Ems“. Denn die Überführung der imposanten Kreuzfahrtschiffe, die in der ortsansässigen Meyer Werft gebaut werden, lockt jedes Mal zahlreiche Schaulustige an. Die komplexen Prozesse im Hintergrund sowie Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustands der unteren Ems werden Gegenstand der Session sein. 

 

Die Umweltauswirkungen von Kreuzfahrtschiffen wird Fritz Hertel vom Umweltbundesamt im öffentlichen Abendvortrag am 7. Mai vorstellen. Denn was Passagiere oft nicht sehen: Kreuzfahrtschiffe können die Umwelt erheblich belasten. Neben Emissionen wie Kohlendioxid, Stickoxiden und Rußpartikeln geht es unter anderem um Wasserverschmutzung und die Störung von Meeressäugern durch den Schiffslärm. Anhand des schiffsgestützten Tourismus mit sogenannten Expeditionskreuzfahrtschiffen in den Polarregionen zeigt Hertel, was unternommen wird, um solche Umweltauswirkungen zu minimieren und was weiterhin zu tun ist. Der Eintritt zum Abendvortrag ist für alle Interessierten frei, auch wenn sie nicht an der Tagung teilnehmen. Der Vortrag findet um 19:45 Uhr im Saal 1 des Hotels „Alte Werft“ statt.

 

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am 7. Mai erhält Dr.-Ing. Eduard Rott, Universität Stuttgart, den mit 6.000 Euro dotierten Willy-Hager-Preis der gleichnamigen Stiftung für seine Arbeit „Untersuchungen zur Elimination von Phosphor aus phosphonathaltigen Industrieabwässern". Mit einem  Promotionspreis – gefördert von der Walter-Kölle-Stiftung – werden Dr. Kevin Jewell, Bundesanstalt für Gewässerkunde, Koblenz, und Dr. Stefan Bieber, Technische Universität München, ausgezeichnet. Jewell überzeugte die Jury mit seiner Forschung zu Transformationsprozessen während der biologischen Abwasserreinigung, Bieber  mit seiner Arbeit zu internationalen Managementstrategien für organische Spurenstoffe in Gewässern. Schließlich erhält Kurt Böhm, Leiter des Rechnungswesens der GDCh-Geschäftsstelle, für sein Engagement und die sehr erfolgreiche Begleitung der Wasserchemischen Gesellschaft die Ehrennadel der Fachgruppe.

 

Das Programm und weitere Informationen zur Tagung unter www.gdch.de/wasser2018.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen, darunter die Wasserchemische Gesellschaft, 1926 als "Fachgruppe für Wasserchemie" im Verein Deutscher Chemiker gegründet. 1948 erfolgte die Neugründung als "Fachgruppe Wasserchemie" in der GDCh, seit 2000 heißt sie "Wasserchemische Gesellschaft – Fachgruppe in der GDCh". Ihre über 950 Mitglieder setzen sich für den wirksamen Schutz, die sinnvolle Nutzung, die zweckmäßige Aufbereitung und Reinigung sowie die sachgemäße Untersuchung und Beurteilung des Wassers ein. Mehr Informationen unter: www.wasserchemische-gesellschaft.de.

14 Analytik im Verbraucherschutz

Kennzeichnungspflicht und Sicherheitsaspekte sind Themen der analytica conference 2018 

14/18
5. April 2018

Am Dienstag beginnt in München die analytica conference. Vom 10. bis 12. April 2018 berichten Expertinnen und Experten praxisbezogen aus ihren Fachgebieten – beispielsweise von den analytischen Herausforderungen in der Umsetzung konsumentenorientierter Gesetzgebung. Im Fokus stehen neben fachlichen Fragestellungen auch immer der Verbraucherschutz und die Verbraucherinformation. Das wissenschaftliche Programm der analytica conference wird gestaltet vom Forum Analytik, bestehend aus der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) und der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL).

 

Analytikerinnen und Analytiker haben eine soziale Verantwortung gegenüber den Konsumenten. Sie leisten mit ihrer täglichen Arbeit einen wertvollen Beitrag für den Verbraucherschutz. Für ein hohes analytisches  Niveau sind standardisierte Analysemethoden und Referenzmaterialien sowie eine reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten wichtig. In der Session „Analytical Challenges from Implementing Consumer-Oriented Legislation" am 11. April zeigen Fachleute aus dem In- und Ausland, wie solche Herausforderungen erfolgreich gemeistert werden können. 

 

Die Expertinnen und Experten geben einen Einblick in die besonderen Herausforderungen ihrer Fachgebiete. Neben der Analytik von Mikroschadstoffen in Wasser sind Nanomaterialien in Lebensmitteln, Sicherheitsaspekte von Spielzeug und Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Organismen und Allergenen Thema der einzelnen Vorträge. Neben den spannenden fachlichen Fragestellungen spielt dabei stets auch die Verantwortung der Wissenschaftler für ihre „Produkte" eine Rolle. Denn neben der reinen Analytik übernehmen sie auch die Aufgabe, den Sinn und die Bedeutung ihrer Daten den Verbrauchern zu vermitteln, damit diese ein eventuelles Risiko richtig einschätzen können.

 

Die analytica conference begleitet die 26. analytica, Internationale Leitmesse für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie vom 10. bis 13. April 2018 in München. Die Konferenz findet im ICM – Internationales Congress Center München, auf dem Münchener Messegelände, statt. Weitere Sessions thematisieren unter anderem den Einsatz von analytischen Methoden in der Lebensmittelchemie und in der Toxikologie sowie den Umgang mit Big Data. Der Eintritt ist für Besucher der analytica kostenfrei. Der Gemeinschaftsstand des Forums Analytik befindet sich in Halle B2, Nr. 504.

 

Aktuelles Programm zur analytica conference unter www.gdch.de/analyticaconf2018 oder in der Termindatenbank unter www.analytica.de/conference

 

Ansprechpartner für die Presse:

 

analytica conference               analytica
Dr. Karin J. Schmitz                                      Barbara Kals
Gesellschaft Deutscher Chemiker                Messe München
Öffentlichkeitsarbeit                               PR Managerin
Tel.: +49 69 7917-493                                   Tel.: +49 89 949–21473
E-Mail: pr@gdch.de                                      E-Mail: barbara.kals@messe-muenchen.de                       

 

13 GDCh kooperiert mit ACS und RSC bei der Entwicklung des Preprint-Servers ChemRxiv

13/18
4. April 2018

Die American Chemical Society (ACS), die Royal Society of Chemistry (RSC) und die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehen eine Kooperation ein, um die finanzielle und strategische Entwicklung von ChemRxiv, dem Preprint-Server für die weltweite Chemiegemeinschaft voranzutreiben.

 

Durch diese strategische Partnerschaft zwischen drei der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse künftig rasch in einem Forum verbreiten können, das frei und weltweit zugänglich ist. Die Zusammenarbeit zwischen ACS, RSC und GDCh sichert die Nachhaltigkeit dieses Dienstes. „Wir bei der ACS freuen uns über die offizielle Partnerschaft mit zwei der weltweit führenden wissenschaftlichen Gesellschaften", sagt Dr. James Milne, Senior Vice President, ACS Journals Publishing Group. „In einer sich rasant entwickelnden Wissenschaftslandschaft sind Preprints ein wesentlicher Schritt im Forschungsprozess, der Transparenz schafft und die schnelle weltweite Verbreitung neuer Erkenntnisse ermöglicht. Durch diese Partnerschaft wird ChemRxiv von chemischen Gesellschaften betrieben, die seit langem als Vertreter der breiten internationalen Gemeinschaft, der wir dienen, anerkannt sind.“

 

Autorinnen und Autoren aus allen Bereichen der Chemie können ihre Ergebnisse künftig vor dem formalen Peer-Review-Prozess und anschließender Publikation auf dem Server veröffentlichen. Der kostenlose Service bietet ein optimiertes Portal für die direkte und einfache Übermittlung und unterstützt eine Vielzahl von Dateiformaten. Zu den neuen Funktionen gehört ein Triage-Prozess, der die eingereichten Dokumente auf Plagiate und andere grundlegende Elemente überprüft, wobei die schnelle Bearbeitungszeit von weniger als zwei Arbeitstagen beibehalten wird. In den kommenden Monaten wird ChemRxiv auch eine „Direct to Journal“-Transferfunktion anbieten, so dass Autorinnen und Autoren ihren Preprint direkt aus ChemRxiv an die Zeitschrift ihrer Wahl senden können.

 

„Die wissenschaftliche Publikationslandschaft verändert sich gerade erheblich“, sagt GDCh-Geschäftsführer Wolfram Koch. „Deshalb ist es wichtig, dass sich die GDCh mit ACS und RSC zusammenschließt, um unsere gemeinsame Aufgabe zu erfüllen, der chemischen Gemeinschaft weltweit zu dienen und die Verbreitung chemischen Wissens zu unterstützen.“ „Die Einführung von ChemRxiv ist eine fantastische Gelegenheit, unserer weltweiten Chemie-Community neue Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, um Forschung zu teilen und zu entdecken“, sagt Emma Wilson, PhD, Director of Publishing, RSC. „Es ist ein wichtiger Dienst für Forscherinnen und Forscher, und die Partnerschaft von drei großen chemischen Gesellschaften stellt sicher, dass unsere internationale Gemeinschaft das Herzstück von ChemRxiv ist.“

 

Weitere Informationen über ChemRxiv finden Sie auf der Webseite unter chemrxiv.org.

 

Über die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)

Die GDCh ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen sowie 60 Ortsverbände und regionale JungChemikerForen. Die GDCh fördert die wissenschaftliche Arbeit sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Sie unterstützt die Schaffung von Netzwerken, transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Aus- und Fortbildung in Schule, Hochschule und Beruf.

 

Über die American Chemical Society (ACS)

Die American Chemical Society, die größte wissenschaftliche Gesellschaft der Welt, ist eine gemeinnützige Organisation, die vom US-Kongress gegründet wurde. Die ACS ist dank ihrer zahlreichen Datenbanken, Peer-Review-Zeitschriften und wissenschaftlichen Konferenzen ein weltweit führender Anbieter von chemiebezogenen Informationen und Forschungsergebnissen. Die Hauptniederlassungen der Gesellschaft befinden sich in Washington, D.C., und in Columbus, Ohio.

 

Über die Royal Society of Chemistry (RSC)

Die Royal Society of Chemistry fördert Exzellenz in den chemischen Wissenschaften. Mit über 50.000 Mitgliedern und einem weltumspannenden Wissensgeschäft ist die RSC die Berufsvereinigung für Chemiker in Großbritannien; eine gemeinnützige Organisation mit 175-jähriger Geschichte und einer internationalen Vision für die Zukunft. Die Royal Society of Chemistry fördert, unterstützt und feiert die Chemie und gestaltet die Zukunft der chemischen Wissenschaften – zugunsten der Wissenschaft und der Menschheit.

12 Von Doping, künstlichen Organen und Goethes heimlicher Geliebten

Jahrestreffen der Seniorexperten Chemie in Weimar

12/18
3. April 2018

Kann künstliche Photosynthese den zukünftigen Energiebedarf decken? Welche neuen Verfahren gibt es, um Doping im Sport nachzuweisen? Und kann man kranke Organe im menschlichen Körper bald durch andere Materialien ersetzen? Diese und weitere Fragen werden beim 7. Jahrestreffen der Seniorexperten Chemie (SEC), einer Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) diskutiert. Die Tagung findet vom 2. bis 4. Mai in Weimar statt. 

 

Morgen, am 4. April, wird der Tag der älteren Generation begangen. Aber die SEC-Mitglieder haben Wichtigeres zu tun als über ihr Alter nachzudenken. „Wir sind keine Couch Potatoes, keine Fernsehglotzer, und erst recht nicht desinteressiert an Politik, Wissenschaft und Kultur. Wir sind aktiv, weltoffen und noch immer in die Naturwissenschaften, speziell in Chemie und Pharmazie, verliebt“, betont Professor Dr. Klaus-Peter Jäckel, Vorstandsvorsitzender der SEC. Schon zum siebten Mal organisieren die Seniorexperten Chemie eine Tagung, die aktuelle Themen aus allen Bereichen der Chemie aufgreift. 

 

Zu den Vortragenden gehören unter anderem Professor Dr. Dagmar Schipanski, Universität Ilmenau, und Prof. Dr. Dr. E.h. Markus Antonietti, Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam. Grußworte sprechen Stefan Wolf, Oberbürgermeister der Stadt Weimar, und der GDCh-Präsident Dr. Matthias Urmann. Zur Veranstaltung, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fördert, werden rund 200 Besucher erwartet.

 

Markus Antonietti wird in seinem Vortrag untersuchen, was die künstliche Photosynthese und weitere der Natur abgeschaute Methoden für die künftige Energiegewinnung leisten können. Professor Dr. Mario Thevis vom Zentrum für Präventive Dopingforschung der Deutschen Sporthochschule Köln stellt Möglichkeiten des Nachweises dopingrelevanter Substanzen in Jugend- und Seniorensport vor. Und Professor Dr. Thomas Scheper vom Institut für Technische Chemie der Universität Hannover gibt einen Überblick über aktuelle Forschungen aus der Biomedizin. Hier arbeiten Wissenschaftler daran, körpereigene Zellen so auf Materialien aufzutragen, dass künstliche Herzklappen, Venen oder sogar Organe nicht vom Körper abgestoßen werden. „Künstliche Organe aus der Retorte – Lösungen für eine älter werdende Gesellschaft“, lautet der Titel seines Vortrags. 

 

Auch die Kultur kommt nicht zu kurz: Die Verbindung Johann Wolfgang von Goethes mit den Naturwissenschaften, vor allem der Chemie („seiner heimlichen Geliebten“) wird in einem Abendvortrag beleuchtet. Und besonders wichtig ist den Seniorexperten der Brückenschlag zur jüngeren Generation. So werden nicht nur einige Jungchemiker, also Studierende und Doktoranden, in Weimar dabei sein, sondern auch Thüringer Schüler aus naturwissenschaftlichen Leistungskursen mit besonderem Interesse an Chemie.

 

Weitere Informationen zur Tagung finden sich unter www.gdch.de/sec2018.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie unterhält 27 Fachgruppen, darunter die Seniorexperten Chemie (SEC) mit über 300 Mitgliedern. Die meisten Seniorexperten haben eine Hochschulausbildung und waren während ihres Berufslebens in verantwortlicher Position in Industrieunternehmen, Bildungseinrichtungen (zum Beispiel Hochschulen und Schulen), Forschungsinstituten oder Behörden aktiv. Heute engagieren sie sich ehrenamtlich in drei SEC-Arbeitskreisen „Netzwerk“, „Öffentlichkeitsarbeit“ sowie „Schule-Bildung-Beruf“.

Mesenchymale Stammzellen unter dem Fluoreszenzmikroskop. Diese Zellen können gezielt in Knochen-, Knorpel- oder Muskelzellen entwickelt werden. (Foto: Institut für Technische Chemie, Universität Hannover).

11 Science bridges cultures – Aufruf zum March for Science am 14. April

Gemeinsamer Aufruf von fünf naturwissenschaftlich-mathematischen Fachgesellschaften zur Beteiligung am kommenden March for Science

11/18
21.März 2018

Am 14. April 2018 findet der zweite March for Science statt. In vielen Städten Deutschlands werden wieder tausende Menschen – nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – auf die Straße gehen, um für die Wissenschaft zu demonstrieren.

Neben vielen Transparenten wird man hier und da die Worte „Science Bridges Cultures“ auf Ansteck-Buttons bemerken können. Denn unter diesem Motto haben fünf wissenschaftliche Fachgesellschaften ihre insgesamt über 130.000 Mitglieder zur Teilnahme aufgerufen: Der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo), die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) unterstützen so den March for Science 2018.

Die großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften wollen damit ein gemeinsames Zeichen setzen, dass exakte und sorgfältige Wissenschaften essentiell für eine moderne Gesellschaft sind und nicht für populistische Thesen zurechtgebogen werden dürfen. Die Freiheit von Forschung und Lehre und die Freiheit der Meinungsäußerung müssen gewahrt werden. Wissenschaftliche Fakten dürfen nicht geleugnet, relativiert oder „alternativen Fakten“ als gleichwertig gegenübergestellt werden. Wenn Erkenntnisse wie der menschenverursachte Klimawandel verharmlost und Initiativen gegen die Erderwärmung eingestellt oder zurückgefahren werden, dann bedroht das mittelfristig das Leben von Millionen Menschen.

Professor Rolf-Dieter Heuer, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft betont: „Die Physik ist das Paradebeispiel einer empirischen Wissenschaft, die Theorien immer auf Basis von Experimenten bestätigt, gegebenenfalls modifiziert oder als falsch erkennt und ad acta legt. Für diese Einordnung bedarf es eines freien und mit rationalen Argumenten geführten wissenschaftlichen Diskurses“. „Wissenschaftliche Fakten bilden die essentielle Grundlage für die politisch-gesellschaftliche Debatte“, sagt auch Professor Bernd Müller-Röber, Präsident des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland. „Wir wenden uns gegen alle Bestrebungen, evidenzbasierte Aussagen durch ‚alternative Fakten‘ zu ersetzen“.

Wissenschaft ist international und lebt von Kooperationen über Grenzen hinweg.

Daraus folgt, dass der freie Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Nationalitäten nicht eingeschränkt werden darf. „Der VBIO kritisiert alle Ansätze, die Freiheit von Forschung und Lehre einzuschränken und den freien, nationale Grenzen überschreitenden Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu behindern“, so VBIO-Präsident Müller-Röber. Und Professor Martin Meschede, Präsident des Dachverbandes der Geowissenschaften betont: „Die Geowissenschaften sind eine a priori grenzenlose Wissenschaft. Geowissenschaftliche Fakten sind nicht an Staatsgrenzen gebunden. Ein freier und unabhängiger Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen ist für jeden Geowissenschaftler zwingend notwendig“.

Ein Zeichen für die Wissenschaft

DMV-Präsident Professor Michael Röckner sagt: „Es ist der Deutschen Mathematiker-Vereinigung wichtig, entschieden gegen die Verfälschung von wissenschaftlicher Wahrheit einzutreten. Wir befürworten den grenzenlosen Austausch von wissenschaftlichen Ideen. Alle Akteure müssen dafür frei forschen und reisen können.“ Wenn die Erkenntnisse von Forschung und Wissenschaft nur noch als eine mögliche Meinung von vielen dargestellt werden, verlieren sie ihre Bedeutung und der Wissenschaft wird letztlich ihre Existenzberechtigung entzogen. Die wissenschaftliche Wahrheit muss immer das Maß aller Dinge bleiben, auch und gerade dann, wenn sie unbequem ist. Dr. Matthias Urmann, Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker, weist auf die Selbstverpflichtung der Chemiker hin. „Der Verhaltenskodex, der Teil unserer Satzung ist, verpflichtet jedes Mitglied, für Freiheit, Toleranz und Wahrhaftigkeit in der Wissenschaft einzutreten. Bei der Erarbeitung, Anwendung und Verbreitung von chemischem Wissen sind wir der Wahrheit verpflichtet. Wir dürfen es daher nicht hinnehmen, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse geleugnet oder durch ‚alternative Fakten‘ ersetzt werden." Wissenschaftliche Fakten als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses sind nicht verhandelbar!

Informationen zu den Gesellschaften:

Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo)
Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV)
Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)
Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)
Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO)

Über weitere gemeinsame Aktivitäten der fünf Fachgesellschaften informiert die Internetseite www.wissenschaft-verbindet.de.

10 Experten für den Verbraucherschutz

Arbeitstagung Lebensmittelchemie in Jena

10/18
15. März 2018

Am 22. und 23. März findet die 28. Arbeitstagung des Regionalverbands Südost der Lebensmittelchemischen Gesellschaft in Jena statt. Lebensmittelwissenschaftler aus Forschung, Industrie und Handelslaboratorien kommen an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zusammen, um aktuelle Forschungsergebnisse zu präsentieren und zu diskutieren. Auch in diesem Jahr stehen Themen rund um Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz im Fokus.

 

So steht zum Beispiel ein Vortrag zur Analytik und Charakterisierung von Bienenstockluft auf dem Programm. Bei der „Bienenstockluft-Therapie“ atmen Patienten über spezielle Geräte Bienenstockluft ein, um Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Bronchitis sowie Allergien zu lindern. Wissenschaftliche Studien, die eine Wirkung bestätigen könnten, gibt es nicht. In Deutschland ist die „Bienenstockluft-Therapie“ daher nicht als alternative Heilmethode anerkannt und in Thüringen wurde sie zwischenzeitlich sogar aufgrund einer vermuteten „Gefahr für Leib und Leben und Gesundheit“ verboten. Vor diesem Hintergrund beschäftigten sich Diplom-Lebensmittelchemikerin Kristin Recklies, Franziska Kuhn und Professor Dr. Karl Speer von der Technischen Universität Dresden mit der Frage, aus was sich die Bienenstockluft im Wesentlichen zusammensetzt. Dabei betrachteten sie insbesondere flüchtige organische Verbindungen (sogenannte VOCs). Ihre Ergebnisse und was diese für die Wirkung auf den Menschen bedeuten, präsentieren die Wissenschaftler in Jena. 

 

Im Rahmen der Tagung werden Experten aus Industrie, Überwachung und privaten Laboratorien weiteren spannenden Themen aus Analytik und Verbraucherschutz auf den Grund gehen. So geht es unter anderem darum, welche Gefährdung bei hanfhaltigen Lebensmitteln für den Verbraucher besteht, und wie sich Antibiotikarückstände schnell und sicher bestimmen lassen. 

 

Weitere Informationen unter
www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, die Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u. a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 3.000 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 17. bis 19. September in Berlin.

09 Hygienesiegel für Altenheime

Lebensmittelchemische Kompetenz in Essen

09/18
6. März 2018

Am 14. März treffen sich an der Universität Duisburg-Essen nicht nur Lebensmittelchemiker des Regionalverbands Nordrhein-Westfalen zu ihrer Arbeitstagung 2018. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft lädt alle Akteure des Netzwerks One Health ein, über weiterentwickelte Analytik und Konzeptionen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes zu diskutieren. Auf dem Programm steht die kompetente rechtliche Bewertung von Wasser- und Luftuntersuchungen, ebenso wie die Analyse „intelligenter Oberflächen“ auf Textilien. Neue, grundlegende Ergebnisse zu gesundheitlichen Aspekten von Tee, Kaffee und zum Verständnis von Allergenen präsentieren universitäre Forschungsgruppen aus NRW. 

 

Das abwechslungsreiche Tagungsprogramm zeigt auch dieses Jahr eindrucksvoll die Breite des Berufsprofils von staatlich geprüften Lebensmittelchemiker/-innen. Zunehmend müssen die Experten des gesundheitlichen Verbraucherschutzes etwa intelligente Oberflächen auf Textilien unter die analytische Lupe nehmen. 

 

Durchaus provozierend wird diskutiert werden, ob sich mit einem einheitlichen „Werkzeugkoffer“ aus analytischen Tools der Wasser-, Luft- und Oberflächenanalytik Innenräume wie Großküchen in Altenheimen zertifizieren lassen und ob dies vielleicht eine Alternative zur einst von der nordrhein-westfälischen Lebensmittelüberwachung propagierte amtlichen Hygieneampel darstellt. 

Überhaupt setzt die Tagung Akzente. Was benötigt die Ausbildung von Lebensmittelchemiker/innen zukünftig mit welchen Kompetenzen? Der Beitrag zum Wasserrecht liefert hier eine ideale Diskussionsgrundlage, bietet die Trinkwasserverordnung doch ein hervorragendes Konstrukt, analytisches Know-how, Verständnis von regulatorischer Toxikologie und Anwendung von Recht exemplarisch zu erlernen. In einem weiteren Vortrag geht es darum, inwiefern wissenschaftliche Experten oder auch Verbraucher medial vermittelte Statistiken verstehen. Welche Fehler werden bei der Interpretation von Fehlern gemacht und welche Risiken bergen „Unstatistiken“? 

 

Schließlich geht es um den Menschen und seine Gesundheit selbst. Die Teilnehmer tauschen sich aus über die Bewertung teils widersprüchlicher Ergebnisse über die Wirkungen von Fettsäure-Metaboliten aus Fleisch, aber auch protektive Effekte von Grünteeinhaltsstoffen auf Darmkrebszellen. Auch wird diskutiert, wann Nahrungsmittelallergene im Magen-Darm-Trakt als solche wirken. Gespannt sein dürfen die Teilnehmer auch auf den Vortrag, in dem die generelle Arbeitsweise des Landeskriminalamtes anschaulich anhand der Analytik von Betäubungsmitteln präsentiert wird.  

 

Weitere Informationen unter
https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, die Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u. a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 3.000 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 17. bis 19. September in Berlin.

08 Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2018 – Preisträger stehen fest

08/18
1. März 2018

Der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in Mathematik und den Naturwissenschaften geht in diesem Jahr an Frank Sprenger von der Universität Regensburg (Biologie), Klaus Lehmann von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (Chemie), Leif Döring von der Universität Mannheim (Mathematik), sowie an Bernd-Uwe Runge und Philipp Möhrke von der Universität Konstanz (Physik).

Der Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften wird an Wissenschaftler vergeben, die sich durch herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung auszeichnen. Der Preis wird vom Stifterverband, der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der Gesellschaft Deutscher Chemiker und dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland ausgelobt. Die Auszeichnung wird seit 2014 in den Kategorien Biologie, Chemie, Mathematik und Physik vergeben und ist mit je 5.000 Euro dotiert.

 

Die Auswahl der Preisträger traf eine elfköpfige Jury aus Fachvertretern, Vertretern der Hochschuldidaktik sowie Studierenden. Sie sprach den Ars legendi-Fakultätenpreis 2018 folgenden Hochschullehrern zu:

 

Im Fach Biologie

Frank Sprenger vertritt das Fach Genetik an der Universität Regensburg. Er ist derzeit Studiendekan und hat in dieser Eigenschaft maßgeblich zur Neustrukturierung der biologischen Studiengänge beigetragen. Unter seiner Federführung und angetrieben von seinem Engagement gelang es, eine ganze Reihe innovativer Maßnahmen umzusetzen. Beispielsweise wurde für die Vermittlung von „Schlüsselkompetenzen“ ein eigenes Modul geschaffen, die Klausurabfolge wurde flexibilisiert, digitale Lernplattformen und verschiedene Medien wurden in didaktisch sinnvoller Weise in das Lernkonzept integriert und auch das Informationsangebot für Studieninteressierte entscheidend verbessert. Beeindruckt zeigte sich die Jury auch von den „backstage-Gesprächen“ mit ausgewählten Studierenden nach jeder Vorlesung, die es ihm ermöglichen, auch bei sehr großen Studierendenzahlen unmittelbar die Bedürfnisse der Studierenden zu erkennen und aufzugreifen. 

 

Im Fach Chemie

Klaus Lehmann vertritt das Fach Chemie, insbesondere Allgemeine Chemie und Organische Chemie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Herr Lehmann zeichnet sich durch einen sehr reflektierten Blick auf fachdidaktische Erfordernisse und die Bedürfnisse seiner Studierenden aus. Er engagiert sich besonders in der Studieneingangsphase und hat verschiedene Formate entwickelt oder adaptiert, die sehr differenziert auf die Studierenden abgestimmt sind. Besonders hervorzuheben ist die „Studierwerkstatt“, die Studierenden in der Studieneingangsphase vor allem Hilfe zur Selbsthilfe bietet und somit wirksam der zunehmend heterogenen Zusammensetzung der Studienanfänger begegnet. Das Konzept der „Studierwerkstatt“ hat bereits Nachahmer in anderen Fakultäten gefunden. Gleichzeitig integriert Herr Lehmann auch fordernde Formate für besonders engagierte und leistungsfähige Studierende, denen er damit neue Horizonte eröffnet.

 

Im Fach Mathematik

Leif Döring hat erst seit Kurzem einen Lehrstuhl für Stochastik an der Universität Mannheim inne. Umso beeindruckender ist es, mit welchem Engagement und welcher Dynamik er sich neben seiner Forschungstätigkeit auch für die Verbesserung der Lehre einsetzt. Besonders hervorzuheben ist das Konzept der „individualisierten Tutorien“, mit dem er unkonventionell (z.B. „Musterlösungen auf YouTube“) und auf sehr flexible Weise auf die individuellen Bedürfnisse der verschiedenen Studierenden eingehen kann. Damit wird der zunehmenden Heterogenität der Studierendenschaft auf beiden Seiten Rechnung getragen, indem schwächere Studierende gezielt gefördert, gleichzeitig aber stärkere Studierende in konstruktiver Weise gefordert werden.

 

Im Fach Physik

Bernd-Uwe Runge leitet das Anfängerpraktikum an der Universität Konstanz, Philipp Möhrke ist an derselben Universität wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Physik mit Schwerpunkt in der Physikdidaktik. In experimentellen Wissenschaften spielt die praktische Ausbildung am Experiment eine entscheidende Rolle. Die beiden Preisträger setzen sich sehr reflektiert mit dieser Rolle sowie mit den didaktischen Erfordernissen von Praktikumsversuchen auseinander und haben ihr Anfängerpraktikum dementsprechend konzipiert. Was neben vielen weiteren Details besonders imponiert, ist eine vollständig neue Aufbereitung des Themas „Messunsicherheitsanalyse“ über 4 Semester lang weg vom reinen Kochbuchwissen hin zu einem tieferen Verständnis. Die Studierenden werden auf diese Weise nicht nur an das wissenschaftliche Arbeiten herangeführt, sondern auch dazu animiert, eigenen (und fremden) wissenschaftlichen Ergebnissen stets mit kritischer Distanz zu begegnen. 

 

Preisverleihung

Interessierte sind herzlich zur feierlichen Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2018 eingeladen, die am 26. April 2018 um 18 Uhr im Wissenschaftszentrum/Deutsches Museum Bonn stattfindet. Im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung wird der Experimentalphysiker Metin Tolan (Universität Dortmund) einen allgemeinverständlichen Festvortrag halten.

 

Weitere Informationen

Informationen zum Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften finden Sie unter https://stifterverband.org/ars-legendi-mn

 

Ansprechpartner:
Georg Düchs, Tel.: (02224) 9232-37, E-Mail: duechs@dpg-physik.de 

 

Pressekontakt Stifterverband:
Peggy Groß, Tel.: (030) 982 322-530, E-Mail: peggy.gross@stifterverband.de

07 Konferenz von und für junge Wissenschaftler

20. Frühjahrssymposium des JungChemikerForums mit Verleihung des Carl-Roth-Förderpreises

07/18
27. Februar 2018

„Bridging the Gap“ lautet das Motto des 20. Frühjahrssymposiums des JungChemikerForums (JCF) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Vom 21. bis 24. März 2018 kommen rund 350 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler an der Universität Konstanz zusammen, um ihre Forschung einem jungen und kritischen Publikum zu präsentieren und sich auf internationalem Niveau auszutauschen. Das hochkarätige wissenschaftliche Programm bietet neben Vorträgen, Postersessions und Workshops auch ein vielfältiges Rahmenprogramm. Als ein Höhepunkt wird außerdem der Carl-Roth-Förderpreis an Anne Fuhrmann, Humboldt-Universität zu Berlin, verliehen.

 

Das JCF-Frühjahrssymposium ist eine der größten Konferenzen in Europa von und für junge Wissenschaftler. Die Veranstaltung wird jährlich von einem Regionalforum des JungChemikerForums, der Jugendorganisation der GDCh, ausgerichtet. In diesem Jahr hat das JCF Konstanz die Organisation übernommen und ein abwechslungsreiches Programm erstellt.

Neben den Vorträgen international renommierter Wissenschaftler kommen insbesondere auch Nachwuchsgruppenleiter und junge Wissenschaftler zu Wort.

 

In Postersessions erhalten Studierende und Promovierende aus allen Bereichen der Chemie und angrenzenden Naturwissenschaften die Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Einzelne Poster werden durch dreiminütige Postervorträge angekündigt sowie Poster- und Vortragspreisträger – nach Bewertung durch die Teilnehmenden – geehrt. Auf dem Konferenzprogramm stehen außerdem Workshops, Exkursionen und abwechslungsreiche soziale Aktivitäten. 

 

Zum runden Geburtstag des Frühjahrssymposiums hat das Organisationsteam das Motto „Bridging the Gap – Brücken schlagen von der Schule zum Studium zum Berufsleben“ gewählt. In diesem Zusammenhang wurden in diesem Jahr verstärkt Vorträge aus der Industrie und von Young Professionals im Vortragsprogramm berücksichtigt, die den Konferenzbesuchern einen Einblick in das Berufsleben ermöglichen. Außerdem wird der GDCh-Karriereservice mit einem Stand vor Ort vertreten sein und Fragen rund um Berufseinstieg und Karriere beantworten. Im Anschluss an das Symposium findet am Nachmittag des 24. März ein Event für Schülerinnen und Schüler statt. Nach einem Experimentalvortrag besteht für sie die Möglichkeit, Chemielabore der Universität Konstanz zu besichtigen. 

 

Als weiteres Highlight des Frühjahrssymposiums wird am 22. März der Carl-Roth-Förderpreis vergeben. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung verleiht die GDCh an junge Chemikerinnen und Chemiker, die ressourcenschonende Synthesewege entwickeln oder Chemikalien innovativ einsetzen. Finanziert wird der Preis von der Carl Roth GmbH & Co. KG, die zusätzlich weitere 3000 Euro in Form eines Gutscheins beisteuert. Preisträgerin ist Anne Fuhrmann, Humboldt-Universität zu Berlin. Sie erhält die Auszeichnung für ihre Forschung zu Polymermaterialien, die sich autonom oder durch Aktivierung mit Temperatur oder Licht heilen können. Fuhrmanns Forschung könnte dazu führen, dass sich Produkte aus solchen Polymermaterialien oder mit einer entsprechenden Beschichtung zukünftig beliebig oft selbst reparieren. Ein kostenaufwendiger, umweltbelastender Austausch des gesamten Produktes ließe sich so vermeiden. 

 

Weiterführende Informationen finden sich unter www.jcf-fruehjahrssymposium.de.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 27 Fachgruppen sowie 60 Ortsverbände und JungChemikerForen an 54 Hochschulstandorten. Bundesweit bildet das JCF eine Plattform für über 10.000 junge Mitglieder der GDCh.

06 Am Anfang steht die Analyse

Neue Ansätze zur Analyse von Mikroplastik auf der analytica conference 2018

06/18
22. Februar 2018

Aktuelle Fragestellungen und Lösungsansätze der Analytik stehen im Fokus der analytica conference vom 10. bis 12. April 2018 in München. In 45 Sessions berichten Expertinnen und Experten anwendungsbezogen von ihren Forschungsergebnissen – beispielsweise von neuen, zuverlässigeren Ansätzen zur Analyse von Mikroplastik im Wasser. Das wissenschaftliche Programm der analytica conference wird gestaltet vom Forum Analytik, bestehend aus der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) und der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL).

 

Moderne Analytikverfahren zeigen Probleme auf, die unsere industrialisierte Welt mit sich bringt: Kunststoffe, aus Polymeren aufgebaut, erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Aufgrund geringer Produktionskosten steigt die Anzahl an Wegwerfartikeln aus Kunststoffen, die dann – sofern die Recycling-Systeme oder die Abfallentsorgung versagen – in die Umwelt gelangen. Dort unterliegen die Polymerpartikel einer physikalischen und chemischen Verwitterung. Es entstehen immer kleinere Partikel, die schließlich nur noch wenige Mikrometer groß sind. Viele solcher als Mikroplastik bezeichneten Teilchen landen in aquatischen Systemen und schließlich in den Ozeanen. 

 

Die Analyse von Mikroplastik bringt einige Herausforderungen mit sich. Nach der Probenahme müssen zunächst die Mikroplastikpartikel von den viel zahlreicheren natürlichen Partikeln getrennt werden. Die verbliebenen Partikel müssen hinsichtlich des Polymertyps, der Partikelanzahl, der Größe und sogar der Form korrekt analysiert werden. Erste Ansätze, bei denen die Partikel ausgewertet wurden, lieferten stark verzerrte Ergebnisse. Daher wurden drei alternative Ansätze weiterentwickelt, um die Anforderungen der Mikroplastikanalyse in Wasser besser zu erfüllen: FTIR-, Raman- und Pyrolyse-GC-MS-Methoden. Alle drei Verfahren werden im Rahmen der Session von Experten vorgestellt und ihre Vorteile sowie Schwächen diskutiert. 

 

Die analytica conference begleitet die 26. analytica, Internationale Leitmesse für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie vom 10. bis 13. April 2018 in München. Die Konferenz findet im ICM – Internationales Congress Center München, auf dem Münchener Messegelände, statt. Weitere Sessions thematisieren unter anderem den Einsatz von analytischen Methoden in der Lebensmittelchemie und in der Toxikologie sowie den Umgang mit Big Data. Der Eintritt ist für Besucher der analytica kostenfrei. Der Gemeinschaftsstand des Forums Analytik befindet sich in Halle B2, Nr. 504.

 

Aktuelles Programm zur analytica conference unter www.gdch.de/analyticaconf2018 oder in der Termindatenbank unter www.analytica.de/conference

 

Ansprechpartner für die Presse:

 

analytica conference analytica
Dr. Karin J. Schmitz Barbara Kals
Gesellschaft Deutscher Chemiker Messe München
Öffentlichkeitsarbeit PR Managerin
Tel.: +49 69 7917-493         Tel.: +49 89 949–21473
E-Mail: pr@gdch.de E-Mail: barbara.kals@messe-muenchen.de

05 Grundschulessen auf dem Prüfstand

Arbeitstagung der Lebensmittelchemiker in Berlin

05/18
20. Februar 2018

Am 6. März treffen sich Lebensmittelchemiker aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin zu ihrer 24. Arbeitstagung. Veranstaltet wird die Tagung vom Regionalverband Nordost der Lebensmittelchemischen Gesellschaft. Auf der Agenda stehen aktuelle Themen aus Analytik und Verbraucherschutz.

 

Bereits der erste Vortrag greift ein sensibles Thema auf – geht es doch um das Schulessen. Wissenschaftler des Fachgebiets Lebensmittelchemie und Analytik der Technischen Universität Berlin berichten von ihren Untersuchungen zur Qualität des Mittagessens an Berliner Ganztagsgrundschulen. Im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung hatten sie zwei Studien durchgeführt. Hintergrund dafür war, dass der Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für die Schulverpflegung zwar die Vertragsgrundlage für Schul-Caterer darstellt, bisher aber kaum eine Qualitätskontrolle der gelieferten Menüs erfolgte. In den Studien untersuchten die Wissenschaftler die Essen von jeweils vier Caterern stichprobenartig sensorisch, chemisch-analytisch und ernährungsphysiologisch und bewerteten sie im Vergleich zu den DGE-Empfehlungen. Ihre Ergebnisse präsentieren die Forscher im Rahmen der Tagung. 

 

Das weitere Programm thematisiert schwerpunktmäßig Kontaminanten und Rückstände. So geht es sowohl um die analytischen Herausforderungen in der Mykotoxin(Schimmelpilzgift-)analytik als auch um die Auswirkungen von Arsenolipiden in Leberzellen und Neuronen. Darüber hinaus tauschen sich die Teilnehmer über die Ergebnisse der Untersuchungen der Zink-Bioverfügbarkeit und die intestinale Zinkresorption aus. Auch technologische Aspekte der Lebensmittelchemie stehen auf dem Programm, wenn die oxidative Stabilität von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in Rapsöl dargestellt wird. Und selbst der globale Lebensmittelhandel wird thematisiert, wenn mit dem Codex Alimentarius die international harmonisierten Standards für den weltweiten Lebensmittelhandel präsentiert werden.

 

Weitere Informationen unter

https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, die Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u. a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 3.000 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 17. bis 19. September in Berlin.

 

 

 

04 Chemie als Innovationstreiber in der Medizin

Zwei Nachwuchswissenschaftler erhalten den Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie


04/18
20. Februar 2018

Vom 11. bis 14. März 2018 kommen rund 200 Experten an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zusammen, um sich auf der „Frontiers in Medicinal Chemistry“ über die jüngsten Forschungsergebnisse auszutauschen. Aktuelle Entwicklungen, neue Ansätze und innovative Technologien in der Arzneimittelforschung basieren häufig auf Erkenntnissen aus der medizinischen Chemie. Im Rahmen der Tagung, die die Fachgruppe Medizinische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ausrichtet, werden herausragende Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet, die sich mit ihrer Forschung in diesem Bereich hervorgetan haben. 

 

Die Medizinische Chemie nutzt neueste wissenschaftliche Erkenntnisse der Biologie und Chemie, um Wirksubstanzen herzustellen. Durch sie werden innovative Arzneimittel möglich. Gleich zwei Nachwuchswissenschaftler haben mit ihrer Arbeit Grundlegendes zur zukünftigen Arzneimittelforschung beigetragen. Dr. Matthias Schiedel, der an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg promoviert hat, und Dr. Mateja Klika Škopić, die an der Technischen Universität Dortmund promovierte, erhalten dafür am 12. März den Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie. Die Auszeichnung wird von der Klaus-Grohe-Stiftung für medizinische Chemie verliehen, die bei der GDCh angesiedelt ist. 

 

Auch der mit 5000 Euro dotierte Innovationspreis in Medizinischer/Pharmazeutischer Chemie wird im Rahmen der Tagung vergeben. Die gemeinsame Auszeichnung der GDCh-Fachgruppe Medizinische Chemie und der Fachgruppe Pharmazeutische/Medizinische Chemie der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft teilen sich in diesem Jahr Juniorprofessor Dr. Finn K. Hansen, Universität Leipzig, und Dr. Alexander Titz, Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland.

 

Der Promotionspreis auf dem Gebiet der Medizinischen/Pharmazeutischen Chemie wird seit 2013 von der GDCh-Fachgruppe Medizinische Chemie jährlich an drei Wissenschaftler verliehen, die jeweils 500 Euro als Preisgeld erhalten. 2018 sind dies Dr. Stefan Krimmer, der an der Philipps-Universität Marburg promovierte, Dr. Lucas Robke, für seine Promotion an der Technischen Universität und dem Max-Planck-Instituts für molekulare Physiologie in Dortmund, sowie Dr. Robert Wodtke, der seine Doktorarbeit am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf verfasste. 

 

Weitere Informationen finden sich unter: www.gdch.de/medchem2018.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen, darunter die Fachgruppe Medizinische Chemie. Sie besteht seit 1971 und hat über 800 Mitglieder. Diese sind in Hochschulinstituten, anderen Forschungseinrichtungen und in der pharmazeutischen Industrie tätig. Es sind vor allem Chemiker und Pharmazeuten, aber auch Informatiker, Verfahrensingenieure u.a. Die Fachgruppe hat den Brückenschlag zwischen Chemie einerseits und Biologie, Medizin und Pharmazie andererseits zum Ziel.

03 Annette Beck-Sickinger erhält Albrecht-Kossel-Preis

Biochemikerin wird in Halle für ihre Forschung zur Peptid-Protein-Interaktion ausgezeichnet

 

03/18
15. Februar 2018

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) verleiht Annette G. Beck-Sickinger, Universität Leipzig, den mit 7500 Euro dotierten Albrecht-Kossel-Preis für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Biochemie. Beck-Sickinger erhält die Auszeichnung am 9. März im Rahmen der 6th Halle Conference of Recombinant Proteins, die vom 8. bis 9. März an der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina stattfindet. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Fachgruppe Biochemie der GDCh.

 

Professorin Dr. Annette G. Beck-Sickinger überzeugte die Jury mit ihren Beiträgen zur biochemischen und strukturellen Charakterisierung und Aufklärung von Interaktionen verschiedener Membranproteine. Insbesondere in Bezug auf deren funktionelle Beeinflussung durch maßgeschneiderte Liganden leistete sie mit ihrer Forschung Pionierarbeit. Die Wissenschaftlerin kombiniert chemische Synthesen mit zellbiologischer Analytik für die Bearbeitung biologischer und biomedizinischer Fragestellungen. In ihrem Fachgebiet zählt Beck-Sickinger zu den sichtbarsten Wissenschaftlerinnen weltweit. Anwendungen ihrer Forschung reichen von der Tumortherapie und der Behandlung metabolischer Erkrankungen über die Schmerzforschung bis zur Entwicklung von neuartigen Biomaterialien.

 

Annette G. Beck-Sickinger studierte Chemie und Biologie an der Universität Tübingen, wo sie 1989 promovierte. Nach mehreren internationalen Forschungsaufenthalten wurde sie 1995 in Tübingen habilitiert. Es folgte eine Assistenzprofessur an der ETH Zürich, bis sie 1999 als Professorin für Biochemie und Bioorganische Chemie an die Universität Leipzig berufen wurde. Seit 2008 ist sie dort außerdem geschäftsführende Direktorin des Instituts für Biochemie. 

 

Beck-Sickinger ist bereits seit über dreißig Jahren GDCh-Mitglied. Von 2004 bis einschließlich 2011 gehörte sie dem Vorstand der Gesellschaft an. In den Jahren 2006 bis 2007 bekleidete sie das Amt der Vizepräsidentin. 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen und Sektionen und vergibt zahlreiche Preise für hervorragende Leistungen in den verschiedenen Teildisziplinen der Chemie. Der mit 7500 Euro dotierte Albrecht-Kossel-Preis wurde 2012 eingerichtet und 2014 erstmals verliehen. Der Namensgeber des Preises, Ludwig Karl Martin Leonhard Albrecht Kossel (1853 – 1927), war ein deutscher Biochemiker, Mediziner und Physiologe. Er wurde 1910 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für seine Forschung am Zellkern sowie die Isolierung der Nukleinsäuren und Bestimmung deren Konstitutionen ausgezeichnet.

Prof. Dr. Annette G. Beck-Sickinger

02 Chemiedozententagung in Jena

Bill Morandi erhält den Carl-Duisberg-Gedächtnispreis

 
02/18
6. Februar 2018

 

Vom 5. bis 7. März findet an der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Chemiedozententagung 2018 statt. Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer der Fakultäten für Chemie aus Deutschland und dem benachbarten Ausland treffen sich, um sich auf internationalem Niveau über Neuigkeiten in Forschung und Lehre auszutauschen. Am 5. März zeichnet die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) Dr. Bill Morandi, MPI Mülheim, mit dem Carl-Duisberg-Gedächtnispreis aus. Die Ausrichterin der Tagung, die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) der GDCh, zeichnet zusätzlich drei Nachwuchswissenschaftler mit den ADUC-Preisen aus.

 

Die Themen der Konferenz umfassen sowohl aktuelle Erkenntnisse und Forschungsergebnisse aus allen Feldern der Chemie als auch didaktische Entwicklungen sowie neue Herangehensweisen zur Vermittlung komplexer Sachverhalte in der Lehre. Auf der jährlich stattfindenden Tagung werden herausragende Chemikerinnen und Chemiker mit GDCh-Preisen ausgezeichnet. 

 

Den Carl-Duisberg-Gedächtnispreis erhält Dr. Bill Morandi, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim a.d. Ruhr. Mit dem Preis, der mit 7500 Euro dotiert ist, wird der akademische Nachwuchs in der Chemie gefördert. Der 35-jährige Chemiker erhält die Auszeichnung für seine herausragende Forschung und seine exzellenten Veröffentlichungen auf dem Gebiet der homogen katalysierten Synthesen. Durch aliphatische Kohlenstoff-Sauerstoff-Bindungsaktivierung, die direkte katalytische Synthese ungeschützter Amine sowie katalytisch reversible Reaktionen entwickelt er innovative Methoden für anspruchsvolle Synthesen. Obwohl sich Morandi noch in einer frühen Phase seiner Tätigkeit befindet, hat er bereits nach kurzer Zeit erkennbar innovative Resultate auf seinem Forschungsgebiet erzielt. 

 

Darüber hinaus werden von ADUC drei Nachwuchswissenschaftler aus verschiedenen Gebieten der Chemie für die Etablierung eines eigenständigen Forschungsgebietes ausgezeichnet: Die Preisträger sind: Dr. Ulf-Peter Apfel, Ruhr-Universität Bochum, Jun.-Professor Dr. Philipp Heretsch, Freie Universität Berlin, und Dr. Oldamur Hollóczki, Mulliken Center für Theoretical Chemistry, Bonn. 

 

Weitere Informationen finden sich unter www.gdch.de/cdt2018

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen und Sektionen und vergibt zahlreiche Preise für besondere Leistungen in der chemischen Forschung. Von der traditionsreichen, bei der GDCh angesiedelten Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) werden jährlich bis zu drei Nachwuchsgruppenleiter/innen (Habilitanden/innen, Stipendiaten/innen oder Juniorprofessoren/innen) für die Etablierung eines eigenständigen Forschungsgebietes ausgezeichnet.

01 Analytik wird noch ‚smarter‘

analytica conference 2018 in München thematisiert aktuelle Entwicklungen in der Analytik


01/2018
16. Januar 2018

 

Vom 10. bis 13. April 2018 findet auf dem Gelände der Messe München  zum 26. Mal die analytica, Internationale Leitmesse für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie, statt. Begleitet wird sie vom 10. bis 12. April von der analytica conference, bei der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anwendungsbezogen über aktuelle Themen aus der Analytik berichten. Ein Themenschwerpunkt der Konferenz liegt in diesem Jahr auf Big Data. Das wissenschaftliche Programm der analytica conference gestaltet das Forum Analytik, bestehend aus der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) und der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL).

 

Die analytische Chemie ist eines der vielseitigsten Fachgebiete der Chemie. Sie verbindet zahlreiche Teildisziplinen und ist eine Schnittstelle zu gesellschaftlich relevanten Themen. Viele Nobelpreise wurden für analytische Entwicklungen vergeben und auch Technologiesprünge beruhen stets auf Erkenntnissen durch hochentwickelte Analytik. Auf der analytica conference zeigen Experten aus aller Welt, was die Disziplin derzeit umtreibt. 

 

Ein Schwerpunkt der Konferenz liegt auf Big Data. Denn auch in den analytischen Laboren hat die Digitalisierung längst Einzug gehalten. Wie lassen sich nun aber riesige analytische Datenmengen effizient bearbeiten? Und welche ‚smarten‘ Lösungen optimieren bestehende Prozesse? Die Vorträge der Sessions geben einen konzentrierten Überblick über neuartige Methoden, Verfahren, Techniken und deren konkrete Einsatzmöglichkeiten. Weitere Sessions thematisieren unter anderem den Einsatz von analytischen Methoden in der Lebensmittelchemie, bei der Detektion von Mikroplastik und in der Toxikologie. 

 

Die analytica conference findet im ICM – Internationales Congress Center München, auf dem Messegelände, statt. Der Eintritt ist für Besucher der analytica kostenfrei. Der Gemeinschaftsstand des Forums Analytik befindet sich in Halle B2, Nr. 504.

 

Aktuelles Programm zur analytica conference unter www.gdch.de/analyticaconf2018 oder in der Termindatenbank unter www.analytica.de/conference

 

Ansprechpartner für die Presse:

 

analytica conference
Dr. Karin J. Schmitz
Gesellschaft Deutscher Chemiker
Öffentlichkeitsarbeit  
Tel.: +49 69 7917-493

E-Mail: pr@gdch.de

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Barbara Kals
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Tel.: +49 89 949–21473
E-Mail: barbara.kals@messe-muenchen.de

 

 

Kontakt

Dr. Karin J. Schmitz
Leiterin GDCh-
Öffentlichkeitsarbeit
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zuletzt geändert am: 10.04.2018 - 08:56 Uhr von I.Kaufer