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05/2026
24. Februar 2026
Vom 24. bis 27. März findet die analytica, Weltleitmesse für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie, auf dem Münchner Messegelände statt. Begleitet wird sie vom 24. bis 26. März von der analytica conference. In zahlreichen Sessions berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über aktuelle Themen aus Analytik, Qualitätskontrolle, Diagnostik, Mess- und Prüftechnik sowie aus der Biotechnologie und den Life Sciences. Das wissenschaftliche Programm der analytica conference wird vom Forum Analytik gestaltet, das sich aus der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) und der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) zusammensetzt.
Für die Konferenz hat das Forum Analytik ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das nahezu alle Bereiche der Analytik abdeckt und die neuesten Trends und Entwicklungen präsentiert. Die Themen haben einen hohen Praxisbezug, so dass Forschung und Anwendung gleichermaßen profitieren.
Wie aktuell die Themen sind, zeigt ein Blick ins Programm: So ist eine Session dem Thema „Green Analytical Laboratories of the Future" gewidmet. Analytische Labore weltweit suchen nach Wegen, ihre Umweltbelastung zu minimieren – ohne Abstriche bei der Leistung. Die Session bringt führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Fachleute und Innovatoren aus der Industrie zusammen. Sie zeigen, wie innovative Methoden und neue Technologien den Weg zu grüneren, aber auch intelligenteren, schnelleren und kosteneffizienteren Laboren ebnen. Eine anschließende Diskussionsrunde bietet Raum für den direkten Austausch mit den Expertinnen und Experten.
Die Session „The Future of analytica conference: Early-career analysts" richtet den Fokus auf die nächste Generation der analytischen Wissenschaft. Vier Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler geben Einblicke in ihre aktuellen Forschungsthemen und berichten über ihre persönlichen Karrierewege – in Academia, Industrie oder Start-up-Umfeld. Inhaltlich spannt die Session einen Bogen über zentrale Zukunftsthemen: biologische Komplexität analytisch erfassen, Nachhaltigkeit durch innovative Methoden, Digitalisierung als Grundpfeiler moderner Datenanalyse sowie neue Karrierewege für junge Analytiker. Die Session verbindet methodische Innovation, praktische Anwendung und persönliche Karriereperspektive – ideal für alle, die die Zukunft der Analytik aktiv mitgestalten möchten.
Neben diesen und vielen weiteren Sessions rundet eine begleitende Posterausstellung, unterstützt von den Firmen Shimadzu, Agilent und YMC Europe, das Programm ab.
Im Rahmen der analytica conference 2026 vergeben zwei Arbeitskreise der GDCh-Fachgruppe Analytische Chemie Preise, die vor allem an den wissenschaftlichen Nachwuchs gerichtet sind. Der Deutsche Arbeitskreis für Analytische Spektroskopie würdigt herausragende Leistungen mit dem „Bunsen-Kirchhoff-Preis für Analytische Spektroskopie". Der mit 3.000 Euro dotierte und von der Analytik Jena GmbH unterstützte Preis richtet sich an erfahrene Nachwuchskräfte aus Universitäten, Forschungsinstituten oder der Industrie. Der Arbeitskreis Archäometrie (AKA) vergibt zum ersten Mal den „Gerhard-Schulze-Nachwuchspreis". Der mit 500 Euro dotierte Preis würdigt herausragende Abschlussarbeiten im Bereich der Archäometrie und erinnert an Professor Gerhard Schulze, der die archäometrische Forschung in der analytisch-chemischen Community maßgeblich vorantrieb. Außerdem verleiht die Division of Analytical Chemistry der European Chemical Societie (EuChemS) den „EuChemS-DAC Tribute“.
Die analytica conference findet im ICM – Internationales Congress Center München auf dem Messegelände statt. Konferenzsprache ist Englisch. Für Besucherinnen und Besucher der analytica ist der Eintritt zur Konferenz frei. Der GDCh-Stand befindet sich in Halle B2, Stand 511.
Am 27. März richtet die GDCh gemeinsam mit der GBM und dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) einen Studieninformationstag im ICM aus. Lehrkräfte können ihre Klassen kostenfrei unter ab@gdch.de anmelden.
Das aktuelle Programm zur analytica conference findet sich unter www.gdch.de/analyticaconf2026 oder in der Termindatenbank unter www.analytica.de/konferenz.
Ansprechpartnerinnen für die Presse:
analytica conference
Maren Mielck
Gesellschaft Deutscher Chemiker
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 69 7917-327
E-Mail: pr@gdch.de
analytica
Claudia Grzelke
PR Manager Messe München
Tel.: +49 89 949-21498
E-Mail: press.shows@messe-muenchen.de
Am 17. März zeichnet die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) Professorin Dr. Claudia Höbartner, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, mit dem Albrecht-Kossel-Preis aus. Sie erhält den mit 7500 Euro dotierten Preis für ihre hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Biochemie. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Tagung „GDCh Biochemistry 2026“ der GDCh-Fachgruppe Biochemie, die vom 16. bis 18. März unter dem Motto „From chemical structures to biological functions“ in Würzburg stattfindet.
Claudia Höbartner erhält den Albrecht-Kossel-Preis für zwei bedeutende Entdeckungen im Bereich katalytischer Nukleinsäuren (DNA und RNA mit Enzymfunktion). Ihr gelang die erste Strukturaufklärung eines DNAzyms – ein Durchbruch, der grundlegende Erkenntnisse zur Katalyse liefert und diverse Anwendungen ermöglicht. Zudem entdeckte sie ein Ribozym mit Methyltransferase-Aktivität (die Fähigkeit, Methylgruppen zu übertragen). Diese Eigenschaft ist für die Erforschung des Ursprungs des Lebens bedeutsam und bietet Ausblicke auf Anwendungen in der synthetischen Biologie. Beide Arbeiten erschienen in der Zeitschrift Nature und geben dem Forschungsfeld weite Relevanz.
Claudia Höbartner studierte bis 2001 Technische Chemie an der Technischen Universität Wien, AT, und wurde 2004 an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, AT, in Chemie promoviert. Nach Postdoc-Aufenthalten an der University of Illinois at Urbana-Champaign, US, und in Innsbruck war sie ab 2008 Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen. 2014 wurde sie Professorin am Institut für Organische und Biomolekulare Chemie an der Georg-August-Universität Göttingen. Seit 2017 ist sie Professorin für Organische Chemie (W3) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 2022 wurde sie in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt, 2023 erhielt sie den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis und den Bayerischen Verdienstorden. Höbartner ist langjähriges GDCh-Mitglied und gehört seit 2023 dem Vorstand der GDCh-Fachgruppe Biochemie an.
Über den Preis:
Der mit 7500 Euro dotierte Albrecht-Kossel-Preis wurde 2012 eingerichtet und 2014 erstmals verliehen. Der Namensgeber des Preises, Ludwig Karl Martin Leonhard Albrecht Kossel (1853–1927), war ein deutscher Biochemiker, Mediziner und Physiologe. Er wurde 1910 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für seine Forschung am Zellkern sowie die Isolierung der Nukleinsäuren und Bestimmung deren Konstitutionen ausgezeichnet.
Weitere Informationen zur Tagung unter www.gdch.de/biochemistry2026
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 28 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 33 Fachstrukturen und vergibt zahlreiche Preise für hervorragende Leistungen in verschiedenen Teildisziplinen der Chemie.
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Vom 19. bis 20. März 2026 findet die Vortragstagung der Fachgruppe Geschichte der Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) an der Universität zu Lübeck statt. Im Rahmen der Tagung werden am 20. März die Gmelin-Beilstein-Denkmünze, der Paul-Bunge-Preis der Hans-R.-Jenemann-Stiftung sowie der Bettina-Haupt-Förderpreis der Bettina-Haupt-Stiftung verliehen. Alle drei Auszeichnungen würdigen Leistungen rund um die Geschichte der Chemie.
Professor Dr. Helmut Maier, Bergische Universität Wuppertal, erhält die Gmelin-Beilstein-Denkmünze der GDCh für sein beeindruckendes Lebenswerk zur Chemiegeschichte. Besonders beeindruckt zeigte sich die Auswahlkommission von seinem 2015 erschienenen Werk „Chemiker im ‚Dritten Reich‘". Der Wuppertaler Wissenschaftshistoriker dokumentiert darin die Verstrickung der beiden GDCh-Vorgängerorganisationen – Deutsche Chemische Gesellschaft und Verein Deutscher Chemiker – in den NS-Herrschaftsapparat. Die Studie besticht durch hohe Faktendichte und lückenlose Quellenarbeit. Maier analysiert Handlungsspielräume von Einzelpersonen und Institutionen – ohne zu moralisieren.
Helmut Maier studierte Elektrotechnik (Diplom 1985) sowie Neuere Geschichte und Naturwissenschaftsgeschichte an der TU Braunschweig, wo er 1990 promovierte. 2005 habilitierte er sich an der BTU Cottbus. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Braunschweig (1990–1992) und der Ruhr-Universität Bochum (1992–1998), Research Fellow an der Iowa State University, Ames, US (1993–1994), sowie Koordinator beim MPG-Forschungsprogramm in Berlin (1999–2004). Von 2007 bis 2020 war er Universitätsprofessor an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2020 ist er außerplanmäßiger Professor am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung der Bergischen Universität Wuppertal. Er erhielt 1991 den Rudolf-Kellermann-Preis des VDI und 2016 den Sonderpreis des VCI-Fonds.
Dr. David Singerman, University of Virginia, Charlottesville, US, erhält den Paul-Bunge-Preis für sein Buch „Unrefined: How Capitalism Reinvented Sugar". Darin erzählt er die Geschichte des Zuckers im 19. Jahrhundert neu. Er betrachtet sie durch die Linse eines Messgeräts: des Polariskops (manchmal auch Polarimeter genannt). Dieses Instrument dient zur Bestimmung des Zuckergehalts – und war damit entscheidend für Handel und Besteuerung. Er zeigt, wie Fachleute aus Chemie und Industrie um die Standardisierung von Zucker rangen. Ein mühsames Unterfangen, wie Singerman belegt. Damit verbindet er ein klassisches Thema der Wirtschafts- und Kolonialgeschichte mit der Metrologie (der Wissenschaft vom Messen). Diese war ein zentrales Anliegen der Wissenschaft des 19. Jahrhunderts. So eröffnet Singerman neue Perspektiven auf Kapitalismus und Globalisierung. Die Auswahlkommission überzeugte besonders, wie Singerman die Geschichte eines einzelnen Instruments nutzt, um größere historische Zusammenhänge sichtbar zu machen.
David Singerman studierte Geschichte an der Columbia University, New York, US (BA 2006) sowie Geschichte und Philosophie der Wissenschaft an der University of Cambridge, GB (MPhil 2007). Er promovierte 2014 am Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, US. Nach Stationen als Postdoktorand an der Rutgers University, New Brunswick, US, und als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Harvard Business School, Boston, US, ist er seit 2017 Assistant Professor für Geschichte und American Studies an der University of Virginia, Charlottesville, US. 2015 wurde er mit dem Krooss Prize und dem Coleman Prize für die beste Dissertation in Wirtschaftsgeschichte ausgezeichnet. 2024 war er Gastprofessor an der EHESS, Paris, FR.
Den Bettina-Haupt-Förderpreis erhält Dr. Simon Große-Wilde, Technische Universität Berlin, für seine Publikation „Wehrtechnologische Forschung und Prüfung für das ‚Dritte Reich‘ – Die Chemisch-Technische Reichsanstalt von 1900 bis 1945“. Die Studie zeichnet ausführlich die Geschichte der Chemisch-Technischen Reichsanstalt und ihres Vorläufers, des Militärversuchsamts (MVA), nach und analysiert eingehend deren wehrtechnologische Forschung sowie staatliche Verflechtungen vom Kaiserreich bis zum Nationalsozialismus. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur modernen Ressortforschung.
Weitere Informationen zur Tagung unter www.gdch.de/geschichte
Über die Gmelin-Beilstein-Denkmünze:
Die Gmelin-Beilstein-Denkmünze wird von der GDCh an in- und ausländische Persönlichkeiten verliehen, die sich besondere Verdienste um die Geschichte der Chemie, die chemische Literatur oder die Chemie-Information erworben haben. Der Preis ist mit 7500 Euro dotiert und mit einer Silbermedaille verbunden. Er wurde ursprünglich 1954 von der Hoechst AG gestiftet und wird seit 1996 von der GDCh finanziert. Der Preis erinnert an Leopold Gmelin und Friedrich Beilstein, die im 19. Jahrhundert die ersten Handbücher zur anorganischen und zur organischen Chemie veröffentlichten.
Über den Paul-Bunge-Preis:
Der Paul-Bunge-Preis gilt weltweit als wichtigste Ehrung auf dem Gebiet der Geschichte wissenschaftlicher Instrumente und wird öffentlich und international ausgeschrieben. Der Preis der Hans-R.-Jenemann-Stiftung ist mit 7500 Euro dotiert und wird von der GDCh und der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für physikalische Chemie (DBG) gemeinsam vergeben. Er zeichnet herausragende Arbeiten zur Geschichte wissenschaftlicher Instrumente aus. Hans R. Jenemann (1920–1996), Chemiker bei den Schott Glaswerken in Mainz, wurde bekannt durch seine Beiträge zur Geschichte wissenschaftlicher Geräte, vor allem historischer Waagen. Er selbst rief die Stiftung 1992 ins Leben. Benannt ist der Preis nach dem Hamburger Feinmechaniker Paul Bunge (1839–1888), einem der führenden Konstrukteure von Laborwaagen für die chemische Analyse.
Über den Bettina-Haupt-Förderpreis:
Die Bettina-Haupt-Stiftung vergibt den Bettina-Haupt-Förderpreis für Geschichte der Chemie. Der Preis fördert chemiehistorische Forschung, indem er herausragende Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus dem deutschen Sprachraum auszeichnet. Er ist mit 1500 Euro dotiert.
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 28 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie unterhält zahlreiche Stiftungen, so die Hans-R.-Jenemann-Stiftung. Die Verleihung des Paul-Bunge-Preises der Hans-R.-Jenemann-Stiftung erfolgt jährlich, üblicherweise abwechselnd auf der Bunsen-Tagung und den Vortragstagungen der GDCh-Fachgruppe Geschichte der Chemie.
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Unter dem Motto „Colourful Chemistry” findet vom 10. bis 13. März in Köln das Frühjahrssymposium des JCF (JungesChemieForum) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) statt. Die Tagung richtet sich an die junge Chemie-Community im In- und Ausland. Erwartet werden rund 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Auf dem Programm stehen neben Vorträgen auch Workshops, eine Industrieausstellung und eine Postersession. Als besonderes Highlight wird in diesem Jahr erstmals der JCF Best Supervisor Award verliehen.
Bereits seit 28 Jahren ist das JCF-Frühjahrssymposium eine der größten Konferenzen in Europa von und für junge Forschende. Die Veranstaltung wird jährlich von wechselnden Regionalforen des JCF, der Nachwuchsorganisation der GDCh, ausgerichtet. 2026 haben die Regionalforen Köln, Düsseldorf, Aachen und Bonn die Organisation übernommen und gemeinsam ein vielfältiges Programm erstellt. Auf der Veranstaltung kommen neben international renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern insbesondere Nachwuchsgruppenleiterinnen und -leiter sowie junge Forschende zu Wort.
Das Motto „Colourful Chemistry“ spielt auf die fachliche Breite der Chemie, die Vielfalt der behandelten Themen sowie die Diversität der Menschen und Perspektiven innerhalb der Community an. Dies spiegelt sich auch im hochkarätigen wissenschaftlichen Programm wider. Unter den Plenarvortragenden sind unter anderem Professor Dr. Klaus Müllen, Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Professorin Luisa De Cola, Università degli Studi di Milano, IT, und Associate Professor Joleen Masschelein, Katholieke Universiteit Leuven, BE. Auch der aus den sozialen Medien bekannte Chemiker Professor André K. Isaacs, College of the Holy Cross, USA, wird einen Plenarvortrag über Wissenschaftskommunikation halten. Tagungsgäste können verschiedene Workshops besuchen und das vielfältige Rahmenprogramm bietet Gelegenheit zum zwanglosen Netzwerken. In diesem Jahr findet auch das nationale Three Minute Thesis (3MT)-Finale im Rahmen der Tagung statt. Beim 3MT präsentieren Promovierende ihre Forschung in nur drei Minuten und mit einer einzigen statischen Folie. Vom 10. bis 12. März wird außerdem der GDCh-Karriereservice mit einem Stand vor Ort sein und Fragen rund um Karriere und Berufseinstieg beantworten.
Als besonderes Highlight wird der neue JCF Best Supervisor Award erstmals verliehen. Gute Betreuung entscheidet über Erfolg, Motivation und Wohlbefinden von Promovierenden. Die neue Auszeichnung des JCF würdigt Betreuerinnen und Betreuer mit außergewöhnlichem Engagement und moderner Führungskultur. Den ersten JCF Supervisor Award erhält Prof. Dr. Lena Daumann, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, für ihren ganzheitlichen Betreuungsansatz in der Chemie. Bei der Betreuung ihrer Mitarbeitenden berücksichtigt sie auch Aspekte außerhalb des reinen Wissenschaftsbetriebs, etwa, als sie beim Umzug ihrer Forschungsgruppe für alle Promovierenden individuelle Lösungen fand. Als ausgebildete Trainerin für psychische Gesundheit fördert sie aktiv das Wohlbefinden ihres Teams. Regelmäßige Entwicklungsgespräche und Soft-Skills-Training ergänzen ihr Konzept. Daumann steht zudem für Diversität, Inklusion und die FAIR-Prinzipien (offener Umgang mit Forschungsdaten).
Lena Daumann, geboren 1983, promovierte nach dem Studium der Chemie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg im Jahr 2013 an der University of Queensland, Australien. Ein Feodor Lynen-Forschungsstipendium führte sie an die University of California, Berkeley, USA, sowie erneut an die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Ab 2016 war Daumann Professorin für Bioanorganische Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, bevor sie 2023 den Lehrstuhl für Bioanorganische Chemie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf übernahm. Im Jahr 2019 erhielt sie den Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in Chemie und 2020 einen ERC Starting Grant. Sie ist seit 2024 gewähltes Mitglied im DFG-Fachkollegium.
Weiterführende Informationen finden sich unter https://symposium.jcf.io
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 28 000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 33 Fachstrukturen sowie 60 Ortsverbände und Regionalforen des JCF (JungesChemieForum) an fast allen Hochschulstandorten. Bundesweit bildet das JCF eine Plattform für rund 10 000 junge Mitglieder der GDCh.
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Rund 350 Chemikerinnen und Chemiker kommen vom 2. bis zum 4. März an der Universität Duisburg-Essen zur Chemiedozententagung (CDT) 2026 zusammen. Auf der Veranstaltung verleiht die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) den renommierten Carl-Duisberg-Gedächtnispreis an Juniorprofessor Dr. Markus Suta, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Die GDCh-Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) zeichnet Juniorprofessorin Dr. Schirin Hanf, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Dr. Charalampos (Babis) Pappas, Universität Freiburg, und Juniorprofessor Dr. Alex J. Plajer, Universität Bayreuth, jeweils mit einem ADUC-Preis aus.
Der mit 7500 Euro dotierte Carl-Duisberg-Gedächtnispreis wurde 1936 etabliert, um junge Hochschullehrkräfte zu fördern. Markus Suta erhält die Auszeichnung für seine Forschung an leuchtenden Materialien. Der Düsseldorfer Juniorprofessor gilt als einer der weltweit führenden Köpfe in der Lumineszenzthermometrie – einer Methode, bei der leuchtende Stoffe zur Temperaturmessung dienen. Er verbindet experimentelle Chemie mit physikalischen Modellen auf höchstem Niveau. Seine Designprinzipien für lumineszente Thermometer gelten als richtungsweisend. Er überzeugte die Auswahlkommission mit seinem eigenständigen wissenschaftlichen Profil, zahlreichen Publikationen, erfolgreicher Drittmitteleinwerbung und seinem beeindruckendem Lehrengagement.
Markus Suta, geboren 1990 in Siegen, studierte Chemie an der Universität Siegen mit Abschluss des Master of Science 2012 und absolvierte ein Zweitstudium der Physik ebenda bis 2019. Er promovierte 2017 in Chemie an der Universität Siegen. Anschließend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen, danach Postdoktorand an der Universität Utrecht, NL. Seit Mai 2021 ist er Juniorprofessor für Anorganische Photoaktive Materialien an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er wurde 2023 in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste aufgenommen und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Er verfügt über 83 begutachtete Fachpublikationen und warb ca. 1,43 Mio. € Drittmittel ein.
Die ADUC zeichnet im Rahmen der Tagung eine junge Wissenschaftlerin und zwei junge Wissenschaftler mit ADUC-Preisen aus. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 4000 Euro dotiert und werden für die Etablierung eines eigenständigen Forschungsgebietes in der Chemie verliehen.
Juniorprofessorin Dr. Schirin Hanf, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), erhält einen ADUC-Preis für die Entwicklung von Katalysatoren, welche die Vorteile homogener und heterogener Katalysatoren kombinieren, und ihrer Anwendung in industriell relevanten Reaktionen. Schirin Hanf promovierte nach ihrem Studium in Leipzig 2019 an der University of Cambridge, UK, gefördert durch den Fonds der Chemischen Industrie und die Studienstiftung des deutschen Volkes. In ihrer Promotion entwickelte sie eine Phosphanligandenbibliothek, untersuchte Koordinationsverbindungen und setzte die Komplexe in der homogenen Katalyse ein. Anschließend arbeitete sie als Postdoktorandin bei hte (Tochtergesellschaft der BASF SE) in Heidelberg und vertiefte ihre Expertise in heterogener Katalyse und Reaktionstechnik. Ende 2020 wechselte sie ans KIT, wo sie seit 2021 als Tenure-Track-Professorin eine unabhängige Arbeitsgruppe an der Schnittstelle molekularer und festkörperbasierter Katalysatorsysteme aufbaut.
Ebenfalls ausgezeichnet wird Dr. Charalampos (Babis) Pappas, Universität Freiburg, in Anerkennung seiner Arbeiten der organischen System-Chemie, die Phosphate über ihre traditionellen biologischen Rollen hinaus weiterdenken und sie in dynamische chemische Reaktionsnetzwerke integrieren. Charalampos (Babis) Pappas studierte bis 2012 an der Universität von Ioannina, GR, Chemie und Biochemie und wurde 2016 an der University of Strathclyde, UK, über Untersuchungen zu Peptidnanomaterialien promoviert, die er u.a. auch an der City University of New York, USA, durchführte. Es folgte ein Forschungsaufenthalt an der Universität Groningen, NL, wo er zu selbstreplizierenden Molekülen und Emergenz forschte. Seit 2020 ist er Nachwuchsgruppenleiter an der Universität Freiburg, assoziiert mit dem Exzellenzcluster livMatS. Seine Arbeiten wurden u.a. bereits mit dem Bachem AtPS Award und einem ERC Starting Grant ausgezeichnet.
Juniorprofessor Dr. Alex J. Plajer, Universität Bayreuth, erhält einen ADUC-Preis für die Etablierung der anorganisch inspirierten Polymerchemie, welche Schwefelchemie, Katalyse und supramolekulare Selbstassemblierung zu einem Forschungskonzept integriert. Alex J. Plajer ist Juniorprofessor für Makromolekulare Chemie an der Universität Bayreuth. Er studierte Chemie in Heidelberg und promovierte an der University of Cambridge, UK. Anschließend war er 1851 Fellow an der University of Oxford, UK, sowie Liebig-Stipendiat an der Freien Universität Berlin, bevor er nach Bayreuth wechselte. Seine Forschung konzentriert sich auf Polymerisationskatalyse und die Synthese nachhaltiger Polymerstrukturen, die Hauptgruppenelemente und Metallzentren integrieren, und wird unter anderem durch einen ERC Starting Grant gefördert.
Die Chemiedozententagung wird von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) der GDCh ausgerichtet und bringt den akademischen Nachwuchs aus allen Bereichen der Chemie zusammen. Habilitandinnen und Habilitanden, Juniorprofessorinnen und -professoren sowie Stipendiatinnen und Stipendiaten nutzen die Tagung, um ihre Forschung vorzustellen und sich auszutauschen. Außerdem werden auf der CDT seit 2025 auch Resultate aus der Postdoc-Zeit oder geplante eigenständige Forschungsprojekte im Rahmen von Kurzvorträgen vorgestellt.
Weitere Informationen zur Tagung unter www.gdch.de/cdt2026
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ist mit rund 28 000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 33 Fachstrukturen und vergibt zahlreiche Preise für besondere Leistungen in der chemischen Forschung. Von der traditionsreichen GDCh- Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) werden jährlich bis zu drei Personen des wissenschaftlichen Nachwuchses (während Habilitation, Stipendium oder Juniorprofessur) für die Etablierung eines eigenständigen Forschungsgebietes ausgezeichnet.
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Dr. Karin J. Schmitz
Leiterin GDCh-
Öffentlichkeitsarbeit
pr@gdch.de
Tel. +49 69 7917-493
Wenn Sie in den E-Mail-Verteiler des Pressedienst Chemie aufgenommen werden möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an die GDCh-Öffentlichkeitsarbeit, pr@gdch.de
Der Informationsdienst Wissenschaft (idw) bietet eine Expertenvermittlung für Journalist:innen.
Auch das Science Media Center Germany bietet eine Suche nach Expert:innen zu bestimmten Themen an und stellt fundierte Dossiers mit Hintergrundinformationen und Expert:innenmeinungen zu aktuellen Wissenschaftsthemen zur Verfügung.
zuletzt geändert am: 23.02.2026 08:34 Uhr von S.Fischer