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Unter dem Motto „Colourful Chemistry” findet vom 10. bis 13. März in Köln das Frühjahrssymposium des JCF (JungesChemieForum) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) statt. Die Tagung richtet sich an die junge Chemie-Community im In- und Ausland. Erwartet werden rund 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Auf dem Programm stehen neben Vorträgen auch Workshops, eine Industrieausstellung und eine Postersession. Als besonderes Highlight wird in diesem Jahr erstmals der JCF Best Supervisor Award verliehen.
Bereits seit 28 Jahren ist das JCF-Frühjahrssymposium eine der größten Konferenzen in Europa von und für junge Forschende. Die Veranstaltung wird jährlich von wechselnden Regionalforen des JCF, der Nachwuchsorganisation der GDCh, ausgerichtet. 2026 haben die Regionalforen Köln, Düsseldorf, Aachen und Bonn die Organisation übernommen und gemeinsam ein vielfältiges Programm erstellt. Auf der Veranstaltung kommen neben international renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern insbesondere Nachwuchsgruppenleiterinnen und -leiter sowie junge Forschende zu Wort.
Das Motto „Colourful Chemistry“ spielt auf die fachliche Breite der Chemie, die Vielfalt der behandelten Themen sowie die Diversität der Menschen und Perspektiven innerhalb der Community an. Dies spiegelt sich auch im hochkarätigen wissenschaftlichen Programm wider. Unter den Plenarvortragenden sind unter anderem Professor Dr. Klaus Müllen, Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Professorin Luisa De Cola, Università degli Studi di Milano, IT, und Associate Professor Joleen Masschelein, Katholieke Universiteit Leuven, BE. Auch der aus den sozialen Medien bekannte Chemiker Professor André K. Isaacs, College of the Holy Cross, USA, wird einen Plenarvortrag über Wissenschaftskommunikation halten. Tagungsgäste können verschiedene Workshops besuchen und das vielfältige Rahmenprogramm bietet Gelegenheit zum zwanglosen Netzwerken. In diesem Jahr findet auch das nationale Three Minute Thesis (3MT)-Finale im Rahmen der Tagung statt. Beim 3MT präsentieren Promovierende ihre Forschung in nur drei Minuten und mit einer einzigen statischen Folie. Vom 10. bis 12. März wird außerdem der GDCh-Karriereservice mit einem Stand vor Ort sein und Fragen rund um Karriere und Berufseinstieg beantworten.
Als besonderes Highlight wird der neue JCF Best Supervisor Award erstmals verliehen. Gute Betreuung entscheidet über Erfolg, Motivation und Wohlbefinden von Promovierenden. Die neue Auszeichnung des JCF würdigt Betreuerinnen und Betreuer mit außergewöhnlichem Engagement und moderner Führungskultur. Den ersten JCF Supervisor Award erhält Prof. Dr. Lena Daumann, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, für ihren ganzheitlichen Betreuungsansatz in der Chemie. Bei der Betreuung ihrer Mitarbeitenden berücksichtigt sie auch Aspekte außerhalb des reinen Wissenschaftsbetriebs, etwa, als sie beim Umzug ihrer Forschungsgruppe für alle Promovierenden individuelle Lösungen fand. Als ausgebildete Trainerin für psychische Gesundheit fördert sie aktiv das Wohlbefinden ihres Teams. Regelmäßige Entwicklungsgespräche und Soft-Skills-Training ergänzen ihr Konzept. Daumann steht zudem für Diversität, Inklusion und die FAIR-Prinzipien (offener Umgang mit Forschungsdaten).
Lena Daumann, geboren 1983, promovierte nach dem Studium der Chemie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg im Jahr 2013 an der University of Queensland, Australien. Ein Feodor Lynen-Forschungsstipendium führte sie an die University of California, Berkeley, USA, sowie erneut an die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Ab 2016 war Daumann Professorin für Bioanorganische Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, bevor sie 2023 den Lehrstuhl für Bioanorganische Chemie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf übernahm. Im Jahr 2019 erhielt sie den Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in Chemie und 2020 einen ERC Starting Grant. Sie ist seit 2024 gewähltes Mitglied im DFG-Fachkollegium.
Weiterführende Informationen finden sich unter https://symposium.jcf.io
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 28 000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 33 Fachstrukturen sowie 60 Ortsverbände und Regionalforen des JCF (JungesChemieForum) an fast allen Hochschulstandorten. Bundesweit bildet das JCF eine Plattform für rund 10 000 junge Mitglieder der GDCh.
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Rund 350 Chemikerinnen und Chemiker kommen vom 2. bis zum 4. März an der Universität Duisburg-Essen zur Chemiedozententagung (CDT) 2026 zusammen. Auf der Veranstaltung verleiht die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) den renommierten Carl-Duisberg-Gedächtnispreis an Juniorprofessor Dr. Markus Suta, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Die GDCh-Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) zeichnet Juniorprofessorin Dr. Schirin Hanf, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Dr. Charalampos (Babis) Pappas, Universität Freiburg, und Juniorprofessor Dr. Alex J. Plajer, Universität Bayreuth, jeweils mit einem ADUC-Preis aus.
Der mit 7500 Euro dotierte Carl-Duisberg-Gedächtnispreis wurde 1936 etabliert, um junge Hochschullehrkräfte zu fördern. Markus Suta erhält die Auszeichnung für seine Forschung an leuchtenden Materialien. Der Düsseldorfer Juniorprofessor gilt als einer der weltweit führenden Köpfe in der Lumineszenzthermometrie – einer Methode, bei der leuchtende Stoffe zur Temperaturmessung dienen. Er verbindet experimentelle Chemie mit physikalischen Modellen auf höchstem Niveau. Seine Designprinzipien für lumineszente Thermometer gelten als richtungsweisend. Er überzeugte die Auswahlkommission mit seinem eigenständigen wissenschaftlichen Profil, zahlreichen Publikationen, erfolgreicher Drittmitteleinwerbung und seinem beeindruckendem Lehrengagement.
Markus Suta, geboren 1990 in Siegen, studierte Chemie an der Universität Siegen mit Abschluss des Master of Science 2012 und absolvierte ein Zweitstudium der Physik ebenda bis 2019. Er promovierte 2017 in Chemie an der Universität Siegen. Anschließend war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen, danach Postdoktorand an der Universität Utrecht, NL. Seit Mai 2021 ist er Juniorprofessor für Anorganische Photoaktive Materialien an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er wurde 2023 in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste aufgenommen und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Er verfügt über 83 begutachtete Fachpublikationen und warb ca. 1,43 Mio. € Drittmittel ein.
Die ADUC zeichnet im Rahmen der Tagung eine junge Wissenschaftlerin und zwei junge Wissenschaftler mit ADUC-Preisen aus. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 4000 Euro dotiert und werden für die Etablierung eines eigenständigen Forschungsgebietes in der Chemie verliehen.
Juniorprofessorin Dr. Schirin Hanf, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), erhält einen ADUC-Preis für die Entwicklung von Katalysatoren, welche die Vorteile homogener und heterogener Katalysatoren kombinieren, und ihrer Anwendung in industriell relevanten Reaktionen. Schirin Hanf promovierte nach ihrem Studium in Leipzig 2019 an der University of Cambridge, UK, gefördert durch den Fonds der Chemischen Industrie und die Studienstiftung des deutschen Volkes. In ihrer Promotion entwickelte sie eine Phosphanligandenbibliothek, untersuchte Koordinationsverbindungen und setzte die Komplexe in der homogenen Katalyse ein. Anschließend arbeitete sie als Postdoktorandin bei hte (Tochtergesellschaft der BASF SE) in Heidelberg und vertiefte ihre Expertise in heterogener Katalyse und Reaktionstechnik. Ende 2020 wechselte sie ans KIT, wo sie seit 2021 als Tenure-Track-Professorin eine unabhängige Arbeitsgruppe an der Schnittstelle molekularer und festkörperbasierter Katalysatorsysteme aufbaut.
Ebenfalls ausgezeichnet wird Dr. Charalampos (Babis) Pappas, Universität Freiburg, in Anerkennung seiner Arbeiten der organischen System-Chemie, die Phosphate über ihre traditionellen biologischen Rollen hinaus weiterdenken und sie in dynamische chemische Reaktionsnetzwerke integrieren. Charalampos (Babis) Pappas studierte bis 2012 an der Universität von Ioannina, GR, Chemie und Biochemie und wurde 2016 an der University of Strathclyde, UK, über Untersuchungen zu Peptidnanomaterialien promoviert, die er u.a. auch an der City University of New York, USA, durchführte. Es folgte ein Forschungsaufenthalt an der Universität Groningen, NL, wo er zu selbstreplizierenden Molekülen und Emergenz forschte. Seit 2020 ist er Nachwuchsgruppenleiter an der Universität Freiburg, assoziiert mit dem Exzellenzcluster livMatS. Seine Arbeiten wurden u.a. bereits mit dem Bachem AtPS Award und einem ERC Starting Grant ausgezeichnet.
Juniorprofessor Dr. Alex J. Plajer, Universität Bayreuth, erhält einen ADUC-Preis für die Etablierung der anorganisch inspirierten Polymerchemie, welche Schwefelchemie, Katalyse und supramolekulare Selbstassemblierung zu einem Forschungskonzept integriert. Alex J. Plajer ist Juniorprofessor für Makromolekulare Chemie an der Universität Bayreuth. Er studierte Chemie in Heidelberg und promovierte an der University of Cambridge, UK. Anschließend war er 1851 Fellow an der University of Oxford, UK, sowie Liebig-Stipendiat an der Freien Universität Berlin, bevor er nach Bayreuth wechselte. Seine Forschung konzentriert sich auf Polymerisationskatalyse und die Synthese nachhaltiger Polymerstrukturen, die Hauptgruppenelemente und Metallzentren integrieren, und wird unter anderem durch einen ERC Starting Grant gefördert.
Die Chemiedozententagung wird von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) der GDCh ausgerichtet und bringt den akademischen Nachwuchs aus allen Bereichen der Chemie zusammen. Habilitandinnen und Habilitanden, Juniorprofessorinnen und -professoren sowie Stipendiatinnen und Stipendiaten nutzen die Tagung, um ihre Forschung vorzustellen und sich auszutauschen. Außerdem werden auf der CDT seit 2025 auch Resultate aus der Postdoc-Zeit oder geplante eigenständige Forschungsprojekte im Rahmen von Kurzvorträgen vorgestellt.
Weitere Informationen zur Tagung unter www.gdch.de/cdt2026
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ist mit rund 28 000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 33 Fachstrukturen und vergibt zahlreiche Preise für besondere Leistungen in der chemischen Forschung. Von der traditionsreichen GDCh- Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) werden jährlich bis zu drei Personen des wissenschaftlichen Nachwuchses (während Habilitation, Stipendium oder Juniorprofessur) für die Etablierung eines eigenständigen Forschungsgebietes ausgezeichnet.
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Dr. Karin J. Schmitz
Leiterin GDCh-
Öffentlichkeitsarbeit
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zuletzt geändert am: 02.02.2026 10:03 Uhr von S.Fischer