GDCh-Umweltvorlesung
Die GDCh-Fachgruppe Umweltchemie & Ökotoxikologie ruft im Jahr 2026 die GDCh-Umweltvorlesung ins Leben. Diese Kombination aus Fachgruppenpreis und Vortragsreihe soll die Forschung ausgewählter Wissenschaftler:innen ehren, die hohe Interdisziplinarität und gesellschaftliche Relevanz umweltchemischer und ökotoxikologischer Themen einem breiteren chemischen Fachpublikum in Deutschland näherbringen und Diskussionen zu Umwelt- und damit verbundenen Nachhaltigkeitsfragen anstoßen.
Ausgezeichnet werden alternierend eine Person des wissenschaftlichen Nachwuchses (fortgeschrittenes Postdoc-Level, Habilitation, Juniorprofessur, Stipendium) und eine etablierte Wissenschaftlerin bzw. ein etablierter Wissenschaftler. Die Auswahl des "Umwelt-Lecturers" erfolgt jährlich durch den Fachgruppenvorstand. Hauptauswahlkriterien sind wissenschaftliche Reputation, Originalität und Relevanz des Forschungsfeldes sowie die Fähigkeit, spannende Vorträge zu halten. Der Vorlesungspreis wird im Rahmen der Jahrestagung Umwelt verliehen.
Der Preis ist verbunden mit einer Verleihungsurkunde und der Einladung, in den zwölf Monaten nach der Verleihung vier Vorträge zu einem aktuellen, selbst gewählten und im Vorfeld festgelegten Thema zu halten. Der erste Vortrag findet direkt im Anschluss an die Verleihung statt. Für die nachfolgenden drei Termine kann der Träger bzw. die Trägerin der GDCh-Umweltvorlesung in die Kolloquien der GDCh-Ortsverbände eingeladen werden; Anfragen aus anderen Wissenschaftsdisziplinen sind ebenfalls willkommen. Die Reise- und Unterkunftskosten der Lecturers trägt die Fachgruppe - in der Startphase mit finanzieller Unterstützung durch den GDCh-Sonderfonds für außergewöhnliche Fachgruppenaktivitäten.

Erstmals wurde anlässlich der Fachgruppen-Jahrestagung Umwelt 2026 die GDCh-Umweltvorlesung 2026 am 3. September 2026 in Essen an Prof. Dr. Piero Bellanova verliehen.
"Herr Prof. Dr. Piero Bellanova wird mit dem Vorlesungspreis GDCh-Umwelt-Lecturer der Fachgruppe Umweltchemie und Ökotoxikologie ausgezeichnet in Würdigung seiner innovativen Arbeiten zur umweltchemischen Erfassung der Risiken durch hochenergetische Flutereignisse auf Basis der interdisziplinären Verknüpfung von Schadstoffforschung, Spurenanalytik und der geowissenschaftlichen Charakterisierung hochrelevanter Flutkatastrophen. Der selbst gewählte Titel der GDCh-Umweltvorlesung lautet: “Coastal Hazards as Pollution Drivers: From Extreme Events to Environmental Risks”.