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ArtikelNachrichten aus der Chemie
Hans-Hartwig Otto prägte über Jahrzehnte die Forschung, Lehre und akademische Selbstverwaltung der Pharmazeutischen und Medizinischen Chemie. Die Pharmazie trauert um Hans-Hartwig Otto, der am 2. April 2026 im Alter von 86 Jahren verstorben ist. Otto wurde am 22. Mai 1939 in Münster geboren. Er studierte Pharmazie und Chemie an der FU Berlin sowie an der Universität Marburg, wo er 1963 die Pharmazeutische Prüfung ablegte. Danach schloss er sich der Arbeitsgruppe von Horst Böhme in Marburg an, wo er von seinen Weggefährten in Marburg nur „H2O“ genannt wurde – eine Anspielung auf seine Initialen. Nachdem er dort im Jahr 1966 promoviert und 1973

ArtikelNachrichten aus der Chemie
Ehrungen John Gladysz, Distinguished Prof. Dr. and Dow Chair in Chemical Invention, Texas A&M Univ.: American Chemical Society Award in Inorganic Chemistry für die bahnbrechende Entwicklung neuer Formen von koordiniertem Kohlenstoff, metallbasierten molekularen Bauelementen, fluorreichen, rückgewinnbaren Katalysatoren sowie Werner-Komplexen als enantioselektive Katalysatoren. Mona Haase, Dr., Univ. Durham/UK: GDCh-Preis für Biokatalyse für ihre Dissertation zur enzymatischen Wirkstoffsynthese. Joachim Heberle, Prof. Dr., FB Physik der FU Berlin: Peter-Mitchell-Medaille 2026 für seine Beiträge zur Erforschung der biologischen Energieumwandlung

ArtikelNachrichten aus der Chemie
Günther Jung forschte zwischen Chemie, Biologie und Medizin. Mit seiner schwäbischen Heimat war er tief verbunden, und ihn inspirierte die französische Lebensart. Günter Jung wurde im Jahr 1937 in Tübingen geboren und promovierte 1967 bei Ernst Bayer, einem Schüler des Nobelpreisträgers Richard Kuhn. Nach einem längeren Aufenthalt in Houston, Texas, kehrte Jung in seine Heimatstadt Tübingen zurück. Dort wurde er 1978 zum Universitätsprofessor und 1997 zum Ordinarius ernannt. Seine wissenschaftlichen Arbeiten waren thematisch breit und außergewöhnlich innovativ. Mit seiner Gruppe entdeckte er die ribosomale Biosynthese des Lantibiotikums Epide

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Ullrich Scherf erhält für seine Arbeit zur Polymerchemie den mit 7500 Euro dotierten Hermann-Staudinger-Preis. Scherf ist Pionier der konjugierten Polymere – Kunststoffe mit halbleitenden Eigenschaften. Die von ihm entwickelten Polymere kommen zum Einsatz in organischen Leuchtdioden (OLEDs), Solarzellen, Lasern und Transistoren. Verliehen wurde die Auszeichnung am 23. September bei der Tagung GDCh Makro 2026 in Konstanz. Wie würden Sie Ihre Forschung einem Kind erklären? Unsere neuen Polymerketten herzustellen ist wie das schrittweise Zusammenbauen eines langen Gartenzaunes aus vorgefertigten Teilen, nur dass die Bausteine dafür viel kleiner

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Das HIPS-Symposium 2026 in Saarbrücken zeigte neue Strategien für die Entwicklung antimikrobieller Wirkstoffe in neun Plenarvorträgen sowie diverse Posterpräsentationen und Kurzvorträge. Das Augenmerk lag auf Naturstoffen: wie diese sich biokatalytisch herstellen und modifizieren lassen sowie ihrer Anwendung als Wirkstoffe und Nanotherapeutika. Im Mai fand das HIPS-Symposium 2026 auf dem Campus der Universität des Saarlandes in Saarbrücken statt. Organisiert vom Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) war die Konferenz Anlaufpunkt für den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaftler:innen der Lebenswissenscha

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„Jugend forscht“ 2026 1. Preis Chemie: Levi Jekic, Neubiberg, Lennart Antritter, Riemerling, und Alexander Kluge, Neubiberg, alle Gymnasium Neubiberg, erforschten die Ursachen für Sprödbrüche in einer Bismut-Zinn-Zink-Aluminium-Legierung bei hohen Temperaturen (2500 Euro, gestiftet vom Fonds der Chemischen Industrie, FCI). Außerdem: Preis für eine Arbeit mit Bezug zu Sicherheit in Chemie und Werkstofftechnik (500 Euro, gestiftet von Adolf-Martens-Fonds) 2. Preis Chemie: Timo Spatz, Bessenbach, und Sophie Slowik, Laufach, beide Hanns-Seidel-Gymnasium, Hösbach, bauten und optimierten eine Solarzelle, in deren Innerem Algen elektrischen Strom er

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Ingo Krossing erhält für seine Arbeit zur Anorganik den mit 7500 Euro dotierten Marianne-Baudler-Preis, benannt nach der Phosphorchemikerin Marianne Baudler. Krossing forscht zur Molekülchemie mit schwach koordinierenden Anionen. Außerdem beschäftigt er sich mit lösungsmittelunabhängigen Redoxskalen und elektrochemischer Energiespeicherung in Batterien. Verliehen wird der Preis bei der GDCh Conference on Inorganic Chemistry vom 7. bis 9. September in Jena. Wie würden Sie Ihre Forschung einem Kind erklären? Ein ehemaliger Doktorand hat mit folgendem Bild den Science Slam der Uni Freiburg gewonnen: Wir nutzen die Teflon-Beschichtung der Bratpfa

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Wilhelm Preetz war Komplexchemiker, meisterte präparative Techniken und galt als strenger Lehrer. Am 2. März 2026 ist Wilhelm Preetz, ehemaliger Professor für anorganische Chemie an der Universität Kiel, in seinem Haus am Edebergsee in Plön friedlich eingeschlafen. Wilhelm Preetz wurde am 21. Juni 1934 in Breitenfeld im Kreis Gardelegen, Sachsen-Anhalt, geboren und 1940 eingeschult. Sein Vater war Landwirt und wurde im September 1945 enteignet, und die Familie siedelte nach Bismark über. Dort legte Wilhelm Preetz 1952 die Reifeprüfung ab, leistete aber 1953 in Berlin-Spandau die Ergänzungsprüfung zu seinem Ostabitur ab. Preetz immatrikulierte

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Im Juni fanden die 28. Steinheimer Gespräche des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt am Main statt. Auf Einladung des Fonds der Chemischen Industrie (FCI) kamen dazu Liebig-Stipendiat:innen sowie Fachvertreter:innen aus Industrie und Wissenschaft zusammen. Im Mittelpunkt stand das Thema „Licht als treibende Kraft“ mit Vorträgen zu aktuellen Fortschritten in Photochemie und Photokatalyse. Das Thema Licht zeigte sich bei den Steinheimer Gesprächen aus vielen Blickwinkeln: von photochemischer Methodik und Katalyse über funktionale Materialien und Spektroskopie bis Ressourcenversorgung und Resilienz der Industrie. Ulrike Zimmer,
