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Schlaglicht Wissenschaftskommunikation

Wie hält Deutschland den Anschluss?

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Meinungsbeitrag: Wie hält Deutschland den Anschluss?

Ein Leitartikel von Indra Hadeler und Carsten Busch Chemie ist weit mehr als Laborarbeit. Sie treibt Kerntechnologien voran – von nachhaltiger Energie über grüne Chemie bis hin zu medizinischen Fortschritten. Die Branche steht exemplarisch für die Wertschöpfung durch Kompetenzen im Mint-Bereich, also in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Doch Deutschland droht den Anschluss zu verlieren, unter anderem durch den Fachkräftemangel in den Mint-Disziplinen. Es fehlen bereits heute laut dem Mint-Frühjahrsreport über 160 000 Fachkräfte mit entsprechenden Qualifikationen. Davon ist auch die chemisch-pharmazeutische Industrie bet

30.10.2025
Künstlich, intelligenter

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Meinungsbeitrag: Künstlich, intelligenter

Ein Leitartikel von Tom Kinzel Göttingen, wo ich studiert habe, nennt sich „die Stadt, die Wissen schafft“. Klingt charmant, auch wenn damit natürlich die Menschen gemeint sind, die in der Stadt forschen. Aber jetzt gibt es wirklich eine neue Entität, die Wissen schafft, nämlich KI, künstliche Intelligenz. KI übernimmt zunehmend Aufgaben in der Forschung – welche Rolle bleibt dabei für die Menschen? Mich interessiert vor allem: Wie wird KI die chemische Wissenschaft selbst verändern, und welche Folgen hat das für die Wahrnehmung und Rolle der Forschenden – und für die GDCh? Es ist nichts Neues, dass Forschung immer schneller voranschreitet. M

30.09.2025
Europas Batteriebranche im Vorbeifahren

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Europas Batteriebranche im Vorbeifahren

10 500 Kilometer in vier Monaten, mehr als 35 Unternehmen, ein mobiles Podcaststudio und ein Ingenieur, der die Energiewende vorantreiben möchte: Simon Voß‘ Interviewreise beleuchtet, was die europäische Batterieindustrie technisch zu bieten hat. Er bringt Entscheidungsträger:innen zusammen und zeigt, was zu ändern ist, damit die Branche auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig bleibt. Simon Voß (Foto S. 35) sitzt vor der Laptopkamera an einem Tisch im Laderaum seines ausgebauten Vans. Er trägt ein dunkelblaues Hemd – ebenso sein Markenzeichen wie die dunklen Haare, die am Hinterkopf zu einem Knoten gebunden sind. Die Dachluke ist geöffnet, der Van

29.08.2025
„Ziel ist eine Service‐ und Vernetzungsstelle für Wissenschaftskommunikation“

ArtikelNachrichten aus der Chemie

„Ziel ist eine Service‐ und Vernetzungsstelle für Wissenschaftskommunikation“

Es gibt noch keine GDCh-Fachgruppe, die sich in erster Linie um Wissenschaftskommunikation kümmert. Zeit, das zu ändern, findet der Chemiedidaktiker Philipp Spitzer. Nachrichten aus der Chemie: Herr Spitzer, Sie und andere planen, die Wissenschaftskommunikation in den GDCh-Unterstrukturen zu verankern. Wie ist der Stand? Philipp Spitzer: Derzeit suche ich Mitstreiter, um gemeinsam eine Arbeitsgruppe zu gründen. Die Initiative ist aus der Gruppe „Chemie ist“ hervorgegangen, die vor ein paar Jahren im Rahmen der AG Chemie und Gesellschaft entstanden war. Es gibt bereits erste Überlegungen und ein Team, das sich zunehmend formiert. Wir planen Ak

29.08.2025
„Neugierig und unbefangen wie Kinder bleiben“

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Porträt: „Neugierig und unbefangen wie Kinder bleiben“

Die Aufgabe: Grundschüler:innen naturwissenschaftliche Phänomene wie Fluoreszenz erklären. Schwierig? Nein, findet Ariane Pessentheiner. Mit einfachen Bildern und Geschichten gelingt das. Die Österreicherin Ariane Pessentheiner ist Biochemikerin und Wissenschaftskommunikatorin. Ihr Spezialgebiet: Comics über naturwissenschaftliche Themen. Wie kam sie dazu? Abb.1: Als Comicfigur kommt Ariane Pessentheiner in ihren eigenen Geschichten vor. Zeichnung: Wolfgang Schütz Abb.2: Hier geht es zu Comics von Ariane Pessentheiner, die Fluoreszenz und Förster-Resonanzenergietransfer (FRET) erklären. Künstler:innen und Wissenschaftler:innen haben viel geme

29.08.2025
Auf ein Bier mit einem Zombieforscher

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Auf ein Bier mit einem Zombieforscher

Ende Mai erhaschten Interessierte weltweit einen Blick in den Elfenbeinturm: In 27 Ländern gleichzeitig fand das Pint-of-Science-Festival statt, bei dem Forschende in Kneipen und Cafés ihre Erkenntnisse präsentieren. Dazu gehörte, Garn durch den Pub zu werfen. Michael te Vrugt hat in einer Kneipe über die Zombieapokalypse gesprochen. Nur trägt er keinen Aluhut und schwärmt vom Sturm auf Area 51, sondern ist Physikprofessor in Mainz und bekommt für seine Zombieforschung Geld vom Staat. Als einer von mehr als 6000 Vortragenden in über 500 Städten weltweit hat er am diesjährigen Pint-of-Science-Festival teilgenommen. Abb.1: Das Logo des Festival

29.08.2025
Unsichtbares wird zum Aha‐Erlebnis

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Unsichtbares wird zum Aha‐Erlebnis

Chemie museal zu vermitteln war immer schon besonders herausfordernd. Wie sich die Ansätze dazu und die Präsentationstechniken über die Jahrzehnte verändert haben, zeigt sich etwa beim Deutschen Museum in München. Eine zentrale Herausforderung, will man Chemie im Museum präsentieren, war und ist die Unsichtbarkeit: Moleküle lassen sich nicht ausstellen wie übliche museale Exponate. In anderen Fachgebieten sind Dampfmaschinen, Explosionsmotoren, Fahrräder oder Flugzeuge beredte Denkmäler des Fortschritts. Dieser Fortschritt lässt sich „anschaulich und verständlich, belehrend und erhebend“ darstellen, gerade dann, weil oder wenn „die ersten Erf

29.08.2025
„Was zu wissenschaftlich klingt, interessiert niemanden“

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Interview: „Was zu wissenschaftlich klingt, interessiert niemanden“

Wie sie Menschen für Polymerforschung begeistern und mit dem negativen Image von Kunststoffen in der allgemeinen Bevölkerung aufräumen möchten, haben Wissenschaftlerin Katharina Landfester und Kommunikationsdesignerin Ulrike Schneider vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung den Nachrichten aus der Chemie verraten. Nachrichten aus der Chemie: Welchen Stellenwert hat Wissenschaftskommunikation für Sie als Forscherin, Katharina Landfester? KL Einen sehr hohen. Wir müssen als Forschende den Dialog mit der allgemeinen Bevölkerung suchen. Wissenschaft ist komplex, aber wir müssen sie ja nicht so komplex darstellen. Chemie geht uns alle an, und

29.08.2025
„Offen und transparent sein, um Vertrauen zu schaffen“

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Interview: „Offen und transparent sein, um Vertrauen zu schaffen“

Wie, warum und mit wem kommunizieren Chemieunternehmen über Wissenschaft und Forschung? Darüber haben Holger Kapp und Janine Seiboth aus der BASF-Unternehmenskommunikation mit den Nachrichten aus der Chemie gesprochen. Nachrichten aus der Chemie: Wie definieren Sie Wissenschaftskommunikation? JS Wir unterscheiden Wissenschaftskommunikation von Forschungs- und Innovationskommunikation. Holger und ich machen Letztgenanntes. Wir kommunizieren mit der Öffentlichkeit und den Medien über Forschungsprojekte und Innovationen, also Produkte, Prozesse oder Techniken, die schon am Markt verfügbar sind. HK Auf der anderen Seite haben wir unsere Forschend

29.08.2025