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Schlaglicht Chancengleichheit

„Ein Leben neben der Forschung ist möglich und bereichernd“

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„Ein Leben neben der Forschung ist möglich und bereichernd“

Lassen sich Forschung und Elternschaft verbinden? Ein Thema auch (und gerade) für Männer. Im Jahr 2007 startete in Deutschland das Elterngeld – im Vergleich zur Vorgängertransferleistung, dem Erziehungsgeld, mit einem zusätzlich Anreiz, die Elternzeit gemeinschaftlich zu nehmen: Beteiligen sich beide Partner, bekommt man zwei Monate mehr, nämlich insgesamt vierzehn. Familienpolitisch war es eine Aufforderung an Väter, sich an der Elternzeit zu beteiligen. Väter in Elternzeit sind weiterhin selten. Das Statistische Bundesamt bezifferte den Anteil der Mütter in Elternzeit im Jahr 2022 auf 25,1 %. Bei den Vätern waren es 1,8 % – immerhin ein Ans

29.04.2025
Früher war (nicht) alles besser

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Früher war (nicht) alles besser

Wie war das Studium der Chemie für Frauen in den 1970er und 1980er Jahren? Wie war der Berufseinstieg? Wie ging es damals Chemikerpaaren? Danach fragt ein Projekt, das weiterhin Zeitzeug:innen sucht. Gabes in der chemischen Industrie Bereiche, die von vornherein für Chemikerinnen ausgeschlossen waren? Wie sehen deren Partner das im Rückblick? Wie war die Situation in anderen Ländern? Abb.1: Erinnerungen wie in diesem Tagebuch helfen, mit einem Blick in die Vergangenheit die Gegenwart einzuordnen. Bild: Vlad Ivantcov / Adobe Stock Bisher 16 Seniorchemikerinnen und -chemiker teilen ihre Erinnerungen – alle Beiträge finden sich unter t1p.de/00a2

29.04.2025
Promovieren über Ländergrenzen hinweg

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Promovieren über Ländergrenzen hinweg

Acht Promovierende in verschiedenen EU-Ländern forschen gemeinsam an einem Projekt. Dieses gehört zum Marie-Skłodowska-Curie-Actions-Programm (Msca) Horizon Europe der Europäischen Kommission. Im Projekt Strike des Mscas der Europäischen Kommission arbeiten acht Promovierende an Nanomaterialien gegen Knochenkrebs und an der Frühdiagnostik von Brustkrebs. Die Wissenschaftlerin Ana Laura Coria Gutierrez (Foto S. 42) ist eine davon. Sie promoviert hauptsächlich an der Universität in Messina auf Sizilien mit dem Schwerpunkt, Nanomaterialien zu synthetisieren. Dort arbeitet auch ihr Hauptbetreuer, während ihr Co-Betreuer an der Palacky-Universität

29.04.2025
Der große Unterschied

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Der große Unterschied

Geschlechter-Unterschiede sind in der Medizin relevant, etwa im Immunsystem, bei Herzinfarkten und bei der Wirkung von Medikamenten. Und sie sind zu lange vernachlässigt worden. Es bleibt noch einiges zu verbessern, bis jede:r die richtige Behandlung bekommt. Aristoteles behauptete, Frauen hätten nur 30 Zähne, also zwei weniger als Männer – und die europäische Wissenschaft hat ihm 2000 Jahre lang geglaubt. Erst im 17. Jahrhundert sah mal jemand nach und etablierte die Gleichberechtigung der Münder. Die Bibel versucht uns zu verkaufen, dass Eva als Sekundärprodukt aus einer Rippe Adams entstand. Ganz in diesem Sinne haben Anatomie-Lehrbücher j

29.04.2025
Gleichstellung zum Hören und Lesen

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Buchbesprechung: Gleichstellung zum Hören und Lesen

Rezensionen des JCF-Teams Chancengleichheit: Beklaute Frauen. Von Leonie Schöler Darum gehts : Die Historikerin und Journalistin Schöler beleuchtet, wie die Leistungen von Frauen in der Geschichte systematisch übergangen, kleingeredet oder Männern zugeschrieben wurden. Dazu nutzt sie Beispiele aus Wissenschaft, Kunst, Literatur und Politik. Wie sie zeigt, handelt es sich dabei um ein strukturelles Problem, das auch heute noch die Lebensrealität von Frauen beeinflusst und einschränkt. Das gefällt: Schöler berichtet etwa von Lise Meitner oder Rosalind Franklin, für deren bahnbrechende Arbeiten sich Männer die Anerkennung erschlichen, aber auch

29.04.2025
Ausgezeichnete Chemikerinnen – mit und ohne Auszeichnung

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Ausgezeichnete Chemikerinnen – mit und ohne Auszeichnung

In Malerei, Literatur, Musik und den Naturwissenschaften wird nach Werken und der Beteiligung von Frauen gesucht; Ausstellungen werden kuratiert, Hörfunksendungen gestaltet. Dokumentarfilme wie im Jahr 2024 „Die Unbeugsamen 2 – Guten Morgen, ihr Schönen!“ beleuchten, wie sich Chancengleichheit entwickelt hat. Wie sieht das in der Chemie aus? Heute ist es üblich, auf Diversität zu achten. So schaut die GDCh seit längerem darauf, wie sich Jahr um Jahr der Frauenanteil bei den Vorschlägen für Auszeichnungen entwickelt; regelmäßig werden Fachgruppen und Arbeitskreise erinnert, (mehr) Frauen für Auszeichnungen vorzuschlagen. Abb.1: Eine Auswahl de

29.04.2025
Tangiert mehr als peripher

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Meinungsbeitrag: Tangiert mehr als peripher

Anfang März war ich mit meiner Familie in Berlin. Am Samstag wollten wir einkaufen und Kaffee trinken gehen. Pech – überall verschlossene Türen: Der Internationale Frauentag am 8. März ist Feiertag in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Ein Bekannter wünschte mir per Messenger „Alles Gute an die Betroffenen“. Ein Freund schrieb, er verstehe, woher dieser Tag komme und der sei ja leider auch immer noch notwendig. Was aber daraus gemacht würde, nämlich ein Tag Aufmerksamkeit und dann 364 Tage kein Thema mehr, fände er befremdlich. Er hat recht. Und das ist auch der Grund, warum in diesem Heft ich hier schreibe und nicht wie üblich der Chefredakt

29.04.2025
Thema beim Global Women’s Breakfast

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Elternschaft im Wissenschaftsbetrieb: Thema beim Global Women’s Breakfast

Am 11. Februar veranstalteten Chemistry Europe und Angewandte Chemie in den Wiley-VCH-Büros in Berlin und Weinheim das sechste Netzwerkevent anlässlich des IUPAC Global Women’s Breakfast. Die beiden Büros waren einander online zugeschaltet. Über 60 Teilnehmende von Universitäten, aus der Industrie, Wissenschaftskommunikation und aus den Redaktionen der Chemiezeitschriften tauschten sich darüber aus, wie sich Karriere in der Akademia und Elternschaft vereinbaren lassen. Drei Vorträge zu persönlichen Erfahrungen als Eltern im akademischen System eröffneten die Veranstaltung. Schirin Hanf (KIT) fasste in Weinheim Statistiken zur „leaky pipeline“

29.04.2025
„Es muss kein emotionaler Striptease sein“

ArtikelNachrichten aus der Chemie

„Es muss kein emotionaler Striptease sein“

Unsere Arbeit kann uns psychisch belasten, und unsere mentale Gesundheit kann unsere Leistungsfähigkeit beeinflussen. Psychotherapeutin Nora Dietrich hat mit den Nachrichten aus der Chemie über Stressfaktoren in der Chemiekarriere, Selbstfürsorge und Fehlerkultur gesprochen. Wie können Arbeitgebende und -nehmende für mentale Gesundheit am Arbeitsplatz sensibilisieren und diese fördern? Nachrichten aus der Chemie: Welche psychischen Belastungen sehen Sie in den verschiedenen Karrierestufen von Chemiker:innen? Nora Dietrich: In Deutschland erkrankt pro Jahr etwa jede vierte Person psychisch. Studierende und Promovierende haben dabei ein sechsma

29.04.2025