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Der Wirtschaftschemiker

Von allen verstanden

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Der Wirtschaftschemiker: Von allen verstanden

Der Verband der chemischen Industrie hat seine Arbeitsgruppe „Nanopartikel“ weiterentwickelt zu „advanced materials“. 1) Er folgt damit dem akademischen und politischen Trend: Die Nano-Community hat mit den Ideen zu „Safe-by-Design“ die Fundamente für „Safe-and-Sustainable-by-Design“ (SSbD, EU 2022) gegossen. Sobald es um mehr als kontinuierliche Verbesserungsprozesse geht, können chemische Forschung und Entwicklung die SSbD-Anforderungen nur mit künstlicher Intelligenz (KI) und strukturiert gefüllten Datenbanken erfüllen. Beim Kongress MaterialsWeek 2024 trafen Menschen, die an Nanowerkstoffen forschen, auf Menschen, die SSbD in Computern ab

30.09.2024
Den Blick auf die Wirkung richten

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Der Wirtschaftschemiker: Den Blick auf die Wirkung richten

Der Erfolg einzelner Forscher:innen, sogar ganzer Universitäten wird häufig anhand von Publikationen und Drittmitteleinnahmen gemessen. Diese als Bewertungskriterien zu nutzen ist nachvollziehbar und berechtigt. Aber ein zu starker oder gar alleiniger Fokus auf diese beiden Kriterien wird den Erwartungen an moderne Wissenschaft nicht gerecht. Es täte uns gut, mehr Wert auf die Wirkung von Forschung, also den Beitrag für Gesellschaft und Wirtschaft zu legen. Im deutschsprachigen Raum wird dabei zunehmend von Impact gesprochen. Dieses Wort nutzen beispielsweise die Universitäten Bonn, Heidelberg und Kassel, die Helmholtz-Gemeinschaft und die Fr

29.08.2024
Wirtschaftschemie als Wissenschaft

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Der Wirtschaftschemiker: Wirtschaftschemie als Wissenschaft

Vor 67 Jahren hat mein Großvater Erich Gutenberg eine seinerzeit berühmte Rede gehalten: „Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft“. 1) Seitdem begann das Fach, sich als Wissenschaft zu emanzipieren. Seit einigen Jahren etabliert sich die Wirtschaftschemie an der Grenze von Betriebswirtschaftslehre (BWL) und Chemie – so wie etwa die Biochemie an der Grenze von Biologie und Chemie arbeitet. Die BWL bildet mit zirka 240 000 Studierenden an deutschen Hochschulen dreimal mehr Studierende aus als die Biologie und fast fünfmal mehr als Chemie – aber die Wirtschaftschemie erreicht noch nicht ein Drittel der 9000 Studierenden der Biochemie. Man kann

01.07.2024
Transformationspfade benötigen ein Update

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Der Wirtschaftschemiker: Transformationspfade benötigen ein Update

„Die politische Unsicherheit in Deutschland ist so groß wie in Großbritannien zu Zeiten des Brexits“ – mit diesen Worten charakterisierte das Münchner Ifo-Institut die wirtschaftliche Lage im März. Diese politische Unsicherheit erschwert und verteuert die Defossilisierung der Chemieindustrie – sofern dieses Ziel in geopolitisch schwierigen Zeiten überhaupt noch Priorität hat. Das Energie- und Wirtschaftssystem umzubauen ist ein technisches, finanzielles, regulatorisches und politisches Megaprojekt, das Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft fordert. Die Aktivitäten der Akteure sind eng miteinander verknüpft: Der Umbau erfordert günstigen S

von Hannes Utikal

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31.05.2024
… sondern fürs Leben lernen wir

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Der Wirtschaftschemiker: … sondern fürs Leben lernen wir

Bei der Kolumne heute denke ich an alle, die gerade auf Examina pauken oder sich täglich für technische Probleme von Kunden engagieren – an die, die noch täglich die Sprache der Chemie sprechen. Knoevenagel, Henry, Cope – die Namen sind Teil dessen, was oft kurz nach der Prüfung in den passiven Wortschatz übergeht. Brauchen wir Namensreaktionen in der Wirtschaft? Ich bin nach dem Diplom fast 30 Jahre gut ohne sie zurechtgekommen. Dann habe ich drei Patente auf die Knoevenagel- und eines auf die Baylis-Hillman-Reaktion angemeldet und die Henry-Reaktion als Vergleich genutzt. Von BASF, DOW und anderen sind noch mehr Anmeldungen auf solche Carbo

30.04.2024
Fachbereiche brauchen eine Wettbewerbsstrategie

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Der Wirtschaftschemiker: Fachbereiche brauchen eine Wettbewerbsstrategie

Im Jahr 2023 waren an deutschen Universitäten 1,7 Millionen Studierende eingeschrieben. Verglichen mit dem Jahr 2021 entspricht das einem Rückgang von 2,4 Prozent. Der Trend ist auch in Chemiestudiengängen sichtbar. Wie die GDCh berichtet, begannen im Jahr 2022 nur noch 5061 Studierende ein Bachelor-Chemiestudium – der niedrigste Wert seit über zehn Jahren. Die Nachfrage sinkt. Gleichzeitig steigt das Angebot. So haben die Universität Rostock und die TU Clausthal das Fach Wirtschaftschemie als neue Studiengänge eingeführt. In England bietet neben den Universitäten Bath und Birmingham nun das Imperial College einen Wirtschaftschemiestudiengang

28.03.2024
Gemeinsam stärker

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Der Wirtschaftschemiker: Gemeinsam stärker

Wirtschaftschemie kann man an vielen Hochschulen im deutschsprachigen Raum studieren. Etwa mit Bachelor- und Masterabschlüssen, mit Zugang zur Promotion in den Naturwissenschaften oder der Betriebswirtschaft – vieles ist möglich. Und dies ist auch gut so. Denn auch die Einsatzfelder der Absolventinnen und Absolventen sind vielfältig: Wirtschaftschemiker:innen arbeiten in der Chemieindustrie in den kaufmännischen Bereichen, im öffentlichen Dienst beispielsweise im Umwelt- oder Verbraucherschutz (etwa zu Lebens- und Arzneimitteln) und zudem in der Unternehmensberatung oder bei Nichtregierungsorganisationen. Die derzeitigen Entwicklungen hin zu

von Hannes Utikal

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31.01.2024
Grüner Phosphor

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Der Wirtschaftschemiker: Grüner Phosphor

Es gibt Phosphor in vielen Farben: weiß, schwarz, violett und rot. Industrieller elementarer Phosphor ist gelb. Jan-Gerd Hansel, Chemiker bei Lanxess hat bei einem GDCh-Onlinevortrag Anfang November Fotos elementaren Phosphors gezeigt und eine neue Variante präsentiert: grünen Phosphor. Dieser sieht immer noch gelb aus, ist aber CO 2 -neutral hergestellt. Bayer produziert in den USA etwa Phosphor mit Strom aus Wasserkraft. Der in Deutschland verarbeitete Phosphor kommt fast ausschließlich im Bahnkesselwagen aus Kasachstan. Der letzte EU-Hersteller, Thermphos aus den Niederlanden, ging im Jahr 2012 in Insolvenz. Die EU hat untersucht, ob das d

03.01.2024
Nachhaltigkeitsberichte als Chance

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Der Wirtschaftschemiker: Nachhaltigkeitsberichte als Chance

„Wir regulieren uns zu Tode! Brüssel behindert gutes Unternehmertum. Und jetzt noch die Berichtspflichten!“ Diese Reaktionen höre ich vielfach, wenn über die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Deutschland diskutiert wird. Ein Stein des Anstoßes sind die Pflichten für Unternehmen, nichtfinanzielle Aspekte zu veröffentlichen. Unternehmen müssen nun systematisch offenlegen, welche Themen sie als wesentlich für ihre weitere Geschäftsentwicklung sehen. Dabei ist zwischen interner und externer Sicht zu unterscheiden: Welche Entwicklungen sind für mein Unternehmen wesentlich? Welche Auswirkungen hat es auf die ökologische und soziale Umwelt? Es i

von Hannes Utikal

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30.11.2023