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Bildung + Gesellschaft

Schema der Alge Chlamydomonas

ArtikelNachrichten aus der Chemie

„Fürchterlich schlau, breit aufgestellt und gebildet“

Für die Entdeckung lichtgesteuerter Ionenkanäle und der Optogenetik bekommt Chemiker und GDCh-Mitglied Peter Hegemann zusammen mit Georg Nagel und Karl Deisseroth den Nobelpreis in Medizin oder Physiologie 2026. Ein Gespräch mit Optogenetikforscher Alexander Gottschalk über den lange erwarteten Preis, die Anfänge des Forschungsfelds und die Forscherpersönlichkeit Hegemann. Alexander Gottschalk, das Thema Optogenetik gilt schon seit mindestens zehn Jahren als Nobelpreisfavorit. Haben Sie dieses Jahr damit gerechnet? AG Ich hätte den Preis schon früher erwartet. 2012 gab es ein Symposium zur Optogenetik, zu dem die Chemiesparte der Königlichen

von Katharina Käfer

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29.10.2026
Fotografie von Kugelalgen in einem Tropfen

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Porträt: Die Denke bleibt

Der Rostocker Anorganik-Absolvent Jan Rosenboom hat einen Job in der Mikroskopie gefunden, seinem Jugendhobby. Keine Chemie – und trotzdem braucht er dort, was er in seiner Promotion gelernt hat. Seit seiner Jugend kauft sich Jan Rosenboom alte DDR-Mikroskope, um Kieselalgen und andere winzige Strukturen zu fotografieren. Heute, eine Chemiepromotion später, arbeitet er bei dem Unternehmen, dessen Name auf den 40 Jahre alten Geräten prangt: Zeiss in Jena. Für Rosenboom war nach seiner Promotion in anorganischer Chemie in Rostock Ende 2024 klar: Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern wird schwierig, da es an großen Industriestandorten mange

von Luca Blicker

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29.10.2026
Lila Wolke

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Experimentieren mit neuen Farbstoffen

Wenn Schüler:innen im Unterricht Donor-Akzeptor-Stenhouse-Addukte (DASAs) herstellen, erlernen sie gleich dreierlei: Wissen zu Farbstoffen und Kinetik sowie eine Aufreinigung, die auch im Universitätslabor gebraucht wird. Farbe kann Emotionen wecken1) und eignet sich, um im Unterricht situationales Interesse zu erzeugen2) – also Interesse, das im Moment selbst hervorgerufen wird. Dieses kann potenziell bei allen Lernenden hervorgerufen werden – nicht nur bei denen, die sich ohnehin für Chemie interessieren.3) Farbeffekte lernen Schüler:innen schon im Einstiegsunterricht bei pH-Papier oder Ionen- und Stärkenachweis kennen – die Ursache von Far

von Jordan Karg et al.

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29.10.2026
Eisenbahnschienen

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Von der Eisenbahnschwelle zum Weltkonzern

Julius Rütgers liefert die ersten mit Kupfersulfat imprägnierten Schwellen an die Aachen-Düsseldorfer Eisenbahn. Im Jahr 1849 eröffnet er zudem das erste deutsche Imprägnierwerk nach dem Teerölverfahren. Daraus wird der später weltweit operierende Chemiekonzern Rütgers AG. Die Geschichte der großindustriellen Epoche der Familie Rütgers beginnt mit Martin Rütgers (1802 – 1870). Er ist der Sohn des Aachener Goldschmieds Peter Arnold Winand Rütgers und jüngerer Bruder von dessen Zunftnachfolger Caspar Joseph Karl Rütgers. Seine Eltern gestehen Martin Rütgers nur die nötigsten Mittel zu, die er braucht, um sich zum Landvermessungsbeamten ausbilde

von Heribert Offermanns et al.

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29.10.2026
Karin Bodewits und Philipp Gramlich.

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Die Koalition

Wer sich jahrelang bis ins Detail mit einem Thema beschäftigt hat, schafft es oft nicht mehr, das Thema für Laien verständlich zu machen. Hier kann ein:e Wissenschaftskommunikator:in helfen. Christoph, ich brauche Daten, schnell. Können wir heute noch telefonieren? Das tippte Karin mit zitternden Fingern in ihr Telefon. Kurz zuvor hatten wir einen Videoanruf mit einem Parlamentsabgeordneten, den wir überzeugten, einen parlamentarischen Antrag für ein Torfverbot einzureichen. Die Koalitionsverhandlungen für eine neue Regierung liefen noch. Dadurch konnten die Parteien frei verhandeln. „Morgen ist die letzte Sitzung vor der Sommerpause, das ist

von Philipp Gramlich et al.

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29.10.2026
Yasmin Fahimi

ArtikelNachrichten aus der Chemie

„Spannend, was die Welt zusammenhält und was sie auseinandersprengen kann“

Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Yasmin Fahimi, kommt anders als viele Gewerkschaftsvertreter nicht aus der Arbeits- oder Rechtswissenschaft. Sie ist Diplom-Chemikerin und arbeitete bei der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE). Daher zählt für sie nicht nur Tarifpolitik, auch industrielle Wertschöpfung, Energieversorgung und grüne Transformation sind ihr wichtig. Ursprünglich wollte sie nach dem Studium promovieren. Der Wechsel zur Gewerkschaft war eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Entscheidend für ihr Bleiben: Erstmals habe ihr jemand echtes Potenzial attestiert. Yasmin Fahimis Vater war Chemiker un

von Jörg Wetterau

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29.10.2026
Der Kolumnenautor Philipp Gramlich.

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Karrierekicks: Trübe Aussichten für den Berufseinstieg?

Der deutsche Arbeitsmarkt leidet unter den Folgen globaler Krisen: Die Arbeitslosigkeit steigt bei Akademiker:innen um knapp ein Drittel innerhalb von zwei Jahren (von 2,5 auf 3,3 Prozent), offene Stellen gehen innerhalb von zwei Jahren um 32 Prozent zurück, und in den Lebenswissenschaften werden wenige Renteneintritte erwartet.1) Zudem wirbelt KI insbesondere die wissensintensiven Berufe durcheinander. Aufgrund schneller Entwicklungen ist schwer zu unterscheiden, was Panikmache ist und wo echte Veränderungen stattfinden. Doch langsam gibt es verlässliche Daten, um das zu klären.2) Wie bereits in den Karrierekicks 12/2025 vermutet, sind solch

von Philipp Gramlich

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29.10.2026
Geld, Preis, Wissen

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Geld, Preis, Wissen

Neue Exzellenzstandorte | Drei Universitäten und zwei Verbünde sind neue Exzellenzstandorte: Die Universitäten Freiburg, Jena, Köln, das Ruhr Innovation Lab und die Rhein-Main-Universitäten erhalten ab Januar 2027 finanzielle Förderung für herausragende Forschung. Weiter gefördert werden die Berlin University Alliance, das Karlsruher Institut für Technologie, LMU und TU München, TU Dresden, RWTH Aachen sowie die Universitäten Bonn, Heidelberg, Hamburg und Tübingen. Insgesamt investiert die Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder 208 Millionen Euro, diesen Betrag müssen sich alle 15 Exzellenzstandorte teilen. Sie erhalten daher in der zwe

von Annika Weindel et al.

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29.10.2026
Frau, die mit Fernrohr nach vorne schaut.

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Kein Job in Sicht

Schlechte Wirtschaftslage, globale Krisen und Unsicherheit durch KI – der Arbeitsmarkt hat sich verändert, auch für Chemiker:innen. Wo die Ursachen liegen und was Berufseinsteiger:innen tun können. Studier‘ eine Naturwissenschaft, dann findest du garantiert einen guten Job“ – Generationen von Schüler:innen haben Sätze wie diese von ihren Lehrpersonen mit auf den Weg bekommen. Derzeit sind jedoch rund 335 000 Akademiker:innen in Deutschland arbeitslos, im Jahr 2025 waren es unter Naturwissenschaftler:innen 9,1 Prozent.1) Egal ob Programmiererin, Architekt oder Chemikerin: In vielen Branchen ist das Jobfinden aktuell schwierig. Bis zur ersten S

von Anna Tratter

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29.10.2026