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Bildung + Gesellschaft

ArtikelNachrichten aus der Chemie
Eine Umfrage unter 720 Promovierenden der Chemie zeigt Missstände des Wissenschaftssystems und fordert Reaktionen von Betreuenden und Institutionen. Nach dem Chemiestudium musst du promovieren. Diesen Satz haben wir Chemiestudierenden alle schon gehört. Egal ob wir uns für die akademische Laufbahn oder eine Zukunft in der Industrie entscheiden: Die Promotion erscheint als unverzichtbarer Abschnitt unserer Karriere. Aber viele verlieren während der Promotion die Motivation, weiter zu forschen. Wenn Betreuende die Sorgen nicht ernst nehmen, finden sich viele Promovierende in einem aussichtslosen Abhängigkeitsverhältnis wieder. Eine Umfrage als

ArtikelNachrichten aus der Chemie
Weder das Phänomen noch den Terminus Tribolumineszenz kennen alle Chemiker:innen. Zeit, das zu ändern: In diesem Beitrag geht es um organische tribolumineszierende Verbindungen, die sich für ein Hochschulpraktikum eignen. Welche Verbindungen zeigen Tribolumineszenz (TL), leuchten also beim Zerriebenwerden, und warum? Eilhardt Wiedemann benannte den Effekt zwar schon im Jahr 1888 nach griechisch tribein = reiben,1) die Eingangsfrage ist allerdings bis heute nicht völlig befriedigend zu beantworten. Als Erklärungsansätze kommen zum einen piezoelektrische Effekte infrage (Langevin-Modell2)). Hier ruft das Zerbrechen von Kristallen Ladungstrennun

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Altägyptische Formen, moderne Formeln: In und an den Instituten für Anorganische und Organische Chemie der RWTH Aachen im Landoltweg finden sich ägyptisierende Elemente. Die chemischen Institute der RWTH Aachen im Templergraben wurden während des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört. Dies machte nach 1945 einen Neubau erforderlich; dafür wurde ein Areal im Bereich Landoltweg, Professor-Pirlet-Straße und Königshügel ausgewählt. Der Gebäudekomplex umfasst die Institute für Technische, Organische und Anorganische Chemie; entworfen haben ihn der Architekt Hans Mehrtens (1892 – 1976)1) und der Bildhauer Helmuth Schepp (1894 – 1982)2–4) in der er

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Mehr Promovierende, Frauenanteil gleich geblieben. Im Jahr 2025 befanden sich 216 200 Personen an Hochschulen in Deutschland in einem laufenden Promotionsverfahren. Das sind 3 800 Promovierende mehr als im Jahr zuvor (+1,8 %). Durchschnittlich waren die Promovierenden 30,5 Jahre alt; Männer lagen bei 30,9, Frauen bei 30,1 Jahren. Die meisten Promovierenden gab es in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (64 100, 30 %). Es folgten die Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften mit 47 300 Personen (22 %) und Ingenieurwissenschaften mit 40 100 (19 %). 106 400 Frauen promovierten, das waren wie im Vorjahr 49 %. Die Geschlec

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An Chemiefakultäten gibt es Situationen, die die psychische Gesundheit beeinträchtigen können, sowohl im Studium als auch während der Doktorarbeit. Stress, Sorgen und ein Gefühl von Überforderung. Viele Studierende kämpfen während ihres Studiums mit gesundheitlichen Problemen, die teilweise auf ihre hohe Arbeitslast zurückzuführen sind. Sie fühlen sich erschöpft, nicht gut genug und denken darüber nach, das Studium oder die Promotion abzubrechen. Gleichzeitig haben sie das Gefühl, nicht aufhören zu dürfen, weil sie sonst die Zeit im Studium verschwendet hätten, ohne einen Abschluss zu erreichen, oder aus Sorge darüber, was andere über sie den

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Claire hatte es gerockt. Sie bekam eine E14-Stelle an einem Forschungsinstitut, frisch nach der Promotion, ohne Arbeitserfahrung in Deutschland oder in ihrem neuen Arbeitsgebiet, dem Wissenschaftsmanagement. Noch ungewöhnlicher: Claire war während des Vorstellungsgesprächs bereits sichtbar schwanger. Und sie sprach das Thema an. „Schauen Sie, ich bin Französin. Wir arbeiten nach einer dreimonatigen Mutterschaftspause wieder Vollzeit. Das ist auch mein persönlicher Plan.“ Claire hat damit etwas getan, was so trivial wie essenziell ist: Sie hat ihre Ambitionen offen dargelegt. Wenn Sie das nicht tun, wird der Arbeitgeber Sie gemäß seiner eigene

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Eine Firma hat Informationen zu Gesundheitsrisiken, behält sie aber für sich. Kommen diese an die Öffentlichkeit, hat das Unternehmen drei Möglichkeiten, um integer und glaubwürdig zu bleiben: sich entschuldigen, Informationen offenlegen oder eine Kompensation anbieten. Ende der 1990er Jahre machte die 3M-Chemikerin Kris Hansen eine Entdeckung, die anfänglich auf Unglauben stieß. Sie fand Perfluoroctansulfonsäure, kurz PFOS, eine von ihrem Arbeitgeber hergestellte Chemikalie aus der Gruppe der PFAS, im Blut von Menschen – diese arbeiteten weder beim Unternehmen 3M noch kamen sie wissentlich mit den Stoffen in Kontakt. Was Hansen zu diesem Zei

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Zigarettenstummel in der Umwelt setzen Nikotin, Schwermetalle und organische Schadstoffe frei. Gleichzeitig zerfällt ihr Grundbestandteil Celluloseacetat zu persistentem Mikroplastik. Jetzt diskutieren Fachleute, Umweltschützende, Gesundheitsexpert:innen, Forschende und Politiker:innen über potenzielle Lösungen – bis hin zu einem kompletten Verkaufsverbot von Filterzigaretten. Filterstummel verschandeln nicht nur die Umgebung: Sie sind eine langlebige Quelle von Schadstoffen und Mikroplastik in der Umwelt. „Eine einzelne Zigarettenkippe ist vielleicht nicht so dramatisch“, sagt Thomas Novotny, emeritierter Professor für Epidemiologie und Bios

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In den lebensmittelchemischen Praktika an der Universität Erlangen-Nürnberg lernen Studierende neben praktischen Fertigkeiten mit digitalen Werkzeugen umzugehen sowie ein elektronisches Laborbuch zu nutzen. Noch wichtiger: Ein neues Konzept stärkt die Fähigkeit zum eigenverantwortlichen, reflektierten Arbeiten. Die laborpraktische Ausbildung verbindet theoretisches Wissen mit experimenteller Anwendung und trägt entscheidend bei, fachliche und methodische Kompetenzen zu entwickeln. Klassische Laborarbeit … Typischerweise gliedern sich die Laboraufgaben eines Praktikums in Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung. Ein zentrales Problem klas
