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Bildung + Gesellschaft

Menschen mit vollem und leerem Akku.

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Promovieren nur mit Leiden(schaft)?

Eine Umfrage unter 720 Promovierenden der Chemie zeigt Missstände des Wissenschaftssystems und fordert Reaktionen von Betreuenden und Institutionen. Nach dem Chemiestudium musst du promovieren. Diesen Satz haben wir Chemiestudierenden alle schon gehört. Egal ob wir uns für die akademische Laufbahn oder eine Zukunft in der Industrie entscheiden: Die Promotion erscheint als unverzichtbarer Abschnitt unserer Karriere. Aber viele verlieren während der Promotion die Motivation, weiter zu forschen. Wenn Betreuende die Sorgen nicht ernst nehmen, finden sich viele Promovierende in einem aussichtslosen Abhängigkeitsverhältnis wieder. Eine Umfrage als

von Alexandra Tietze

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30.09.2026
Ein leuchtendes Reagenzglas

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Präparieren, reiben, leuchten

Weder das Phänomen noch den Terminus Tribolumineszenz kennen alle Chemiker:innen. Zeit, das zu ändern: In diesem Beitrag geht es um organische tribolumineszierende Verbindungen, die sich für ein Hochschulpraktikum eignen. Welche Verbindungen zeigen Tribolumineszenz (TL), leuchten also beim Zerriebenwerden, und warum? Eilhardt Wiedemann benannte den Effekt zwar schon im Jahr 1888 nach griechisch tribein = reiben,1) die Eingangsfrage ist allerdings bis heute nicht völlig befriedigend zu beantworten. Als Erklärungsansätze kommen zum einen piezoelektrische Effekte infrage (Langevin-Modell2)). Hier ruft das Zerbrechen von Kristallen Ladungstrennun

von Eric Täuscher et al.

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30.09.2026
Chemie im Per‐wer

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Chemie im Per‐wer

Altägyptische Formen, moderne Formeln: In und an den Instituten für Anorganische und Organische Chemie der RWTH Aachen im Landoltweg finden sich ägyptisierende Elemente. Die chemischen Institute der RWTH Aachen im Templergraben wurden während des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört. Dies machte nach 1945 einen Neubau erforderlich; dafür wurde ein Areal im Bereich Landoltweg, Professor-Pirlet-Straße und Königshügel ausgewählt. Der Gebäudekomplex umfasst die Institute für Technische, Organische und Anorganische Chemie; entworfen haben ihn der Architekt Hans Mehrtens (1892 – 1976)1) und der Bildhauer Helmuth Schepp (1894 – 1982)2–4) in der er

von Gerhard Raabe

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30.09.2026
Foto einer Doktorarbeit

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Promovierende im Jahr 2025

Mehr Promovierende, Frauenanteil gleich geblieben. Im Jahr 2025 befanden sich 216 200 Personen an Hochschulen in Deutschland in einem laufenden Promotionsverfahren. Das sind 3 800 Promovierende mehr als im Jahr zuvor (+1,8 %). Durchschnittlich waren die Promovierenden 30,5 Jahre alt; Männer lagen bei 30,9, Frauen bei 30,1 Jahren. Die meisten Promovierenden gab es in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (64 100, 30 %). Es folgten die Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften mit 47 300 Personen (22 %) und Ingenieurwissenschaften mit 40 100 (19 %). 106 400 Frauen promovierten, das waren wie im Vorjahr 49 %. Die Geschlec

von Eliza Leusmann

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30.09.2026
Grübelnde Frau

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Zwischen Stigma und Chance

An Chemiefakultäten gibt es Situationen, die die psychische Gesundheit beeinträchtigen können, sowohl im Studium als auch während der Doktorarbeit. Stress, Sorgen und ein Gefühl von Überforderung. Viele Studierende kämpfen während ihres Studiums mit gesundheitlichen Problemen, die teilweise auf ihre hohe Arbeitslast zurückzuführen sind. Sie fühlen sich erschöpft, nicht gut genug und denken darüber nach, das Studium oder die Promotion abzubrechen. Gleichzeitig haben sie das Gefühl, nicht aufhören zu dürfen, weil sie sonst die Zeit im Studium verschwendet hätten, ohne einen Abschluss zu erreichen, oder aus Sorge darüber, was andere über sie den

von Stefanie Schneider

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30.09.2026
Kinder, Machopartner und Beruf

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Karrierekicks: Kinder, Machopartner und Beruf

Claire hatte es gerockt. Sie bekam eine E14-Stelle an einem Forschungsinstitut, frisch nach der Promotion, ohne Arbeitserfahrung in Deutschland oder in ihrem neuen Arbeitsgebiet, dem Wissenschaftsmanagement. Noch ungewöhnlicher: Claire war während des Vorstellungsgesprächs bereits sichtbar schwanger. Und sie sprach das Thema an. „Schauen Sie, ich bin Französin. Wir arbeiten nach einer dreimonatigen Mutterschaftspause wieder Vollzeit. Das ist auch mein persönlicher Plan.“ Claire hat damit etwas getan, was so trivial wie essenziell ist: Sie hat ihre Ambitionen offen dargelegt. Wenn Sie das nicht tun, wird der Arbeitgeber Sie gemäß seiner eigene

von Philipp Gramlich

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30.09.2026
Karin Bodewits und Philipp Gramlich

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Integrität und Glaubwürdigkeit

Eine Firma hat Informationen zu Gesundheitsrisiken, behält sie aber für sich. Kommen diese an die Öffentlichkeit, hat das Unternehmen drei Möglichkeiten, um integer und glaubwürdig zu bleiben: sich entschuldigen, Informationen offenlegen oder eine Kompensation anbieten. Ende der 1990er Jahre machte die 3M-Chemikerin Kris Hansen eine Entdeckung, die anfänglich auf Unglauben stieß. Sie fand Perfluoroctansulfonsäure, kurz PFOS, eine von ihrem Arbeitgeber hergestellte Chemikalie aus der Gruppe der PFAS, im Blut von Menschen – diese arbeiteten weder beim Unternehmen 3M noch kamen sie wissentlich mit den Stoffen in Kontakt. Was Hansen zu diesem Zei

von Philipp Gramlich et al.

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30.09.2026
Kleine Abfälle, großer Schaden

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Kleine Abfälle, großer Schaden

Zigarettenstummel in der Umwelt setzen Nikotin, Schwermetalle und organische Schadstoffe frei. Gleichzeitig zerfällt ihr Grundbestandteil Celluloseacetat zu persistentem Mikroplastik. Jetzt diskutieren Fachleute, Umweltschützende, Gesundheitsexpert:innen, Forschende und Politiker:innen über potenzielle Lösungen – bis hin zu einem kompletten Verkaufsverbot von Filterzigaretten. Filterstummel verschandeln nicht nur die Umgebung: Sie sind eine langlebige Quelle von Schadstoffen und Mikroplastik in der Umwelt. „Eine einzelne Zigarettenkippe ist vielleicht nicht so dramatisch“, sagt Thomas Novotny, emeritierter Professor für Epidemiologie und Bios

von Brigitte Osterath

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30.09.2026
Auf den Kopf gestellt

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Auf den Kopf gestellt

In den lebensmittelchemischen Praktika an der Universität Erlangen-Nürnberg lernen Studierende neben praktischen Fertigkeiten mit digitalen Werkzeugen umzugehen sowie ein elektronisches Laborbuch zu nutzen. Noch wichtiger: Ein neues Konzept stärkt die Fähigkeit zum eigenverantwortlichen, reflektierten Arbeiten. Die laborpraktische Ausbildung verbindet theoretisches Wissen mit experimenteller Anwendung und trägt entscheidend bei, fachliche und methodische Kompetenzen zu entwickeln. Klassische Laborarbeit … Typischerweise gliedern sich die Laboraufgaben eines Praktikums in Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung. Ein zentrales Problem klas

von Jule Fiori et al.

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30.09.2026