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Beruf + Karriere

Die Leuchte der Gegenseitigkeit

ArtikelNachrichten aus der Chemie

Meldung: Die Leuchte der Gegenseitigkeit

Bevor der kleine Prinz in Antoine de Saint-Exupérys Geschichte auf die Erde fiel, besuchte er sechs Planeten, die jeweils von einer Person bewohnt waren. Und jede der Personen war auf absurde Weise auf eine bestimmte Tätigkeit fixiert. Auf dem fünften Planeten traf der Prinz einen Laternenanzünder, der streng nach Vorschrift seine Laterne abends anzündete und morgens löschte. Sein Problem war, dass die immer raschere Rotation seines kleinen Planeten ihn zum pausenlosen Wechsel von Anzünden und Löschen verdammte. Zu Saint-Exupérys Zeiten floss das Benzin für seine Fliegerei noch in Strömen, und über fossile Brennstoffe und deren Risiken und Ne

01.03.2018
Vor 50 Jahren: 21. März 1968

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Meldung: Vor 50 Jahren: 21. März 1968

Gegner oder Partner? Es tut sich etwas an Deutschlands Hochschulen. Die Studenten lehnen sich auf, sie protestieren gegen Professoren und das Establishment. Sie streiken, belagern Senatssitzungen, verhöhnen Professoren und scheuen auch vor Schlimmerem nicht zurück. Hilflose Professoren wehren sich gegen „faschistische Methoden“, schließen Vorlesungen und Seminare, fordern Disziplinarstrafen für die Unruhestifter. Unversöhnlich stehen sich die gegnerische Gruppen gegenüber. Daß es, wenigstens in engeren Universitätsbereichen, auch anders sein kann, bewies eine Versammlung, zu der die Fachschaft Chemie an der Universität Erlangen Professoren, A

01.03.2018
Die Frau mit der Knarre

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Die Frau mit der Knarre

Ich sitze mit zwei Freundinnen, beide Teamleiterinnen, am Küchentisch. Wir sprechen über die Bewerbungen, die sie bearbeiten. Blues schallt aus den Lautsprechern. Diese Musik habe heute Morgen eine Bewerberin meiner Freundin empfohlen. „Du hast mit ihr über Hobbys gesprochen?“ frage ich. „Immer, das ist der interessanteste Teil des Interviews“, sagt sie, „die fachliche Qualifikation sehe ich im Lebenslauf. Die Person dahinter kann ich mir bei den Hobbys anschauen.“ Das stimmt, denke ich, wende aber ein: „Ich finde es in vielen Fällen besser, die Hobbys ganz aus dem Lebenslauf zu lassen.“ Geocaching, Marmelade kochen, Marmorkuchen backen – all

03.05.2016
Keine Stelle mehr an der Uni – noch keine in der Industrie

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Keine Stelle mehr an der Uni – noch keine in der Industrie

Wenn die Doktorandenstelle ausläuft, noch bevor die Dissertation unter Dach und Fach ist, haben Chemiker den ersten Kontakt mit der Bundesagentur für Arbeit. Aufgrund der schwierigen Arbeitsmarktsituation für Berufseinsteiger rät diese zu Weiterbildungen oder verordnet Seminare, Fortbildungen, Kurse oder Einzelberatungen. Aber nicht jede Maßnahme ist sinnvoll. Ein Erfahrungsbericht. Was tun, wenn der Vertrag in der Uni ausläuft und der Chemiker noch keine Stelle gefunden hat? Zuerst einmal arbeitssuchend melden. Wichtig ist, dass das drei Monate bevor der Vertrag ausläuft geschieht, damit das Arbeitslosengeld pünktlich kommt, um die Miete zu

03.05.2016
„Unter all den Möglichkeiten wähle ich noch eine andere“

ArtikelNachrichten aus der Chemie

„Unter all den Möglichkeiten wähle ich noch eine andere“

Stephan Turnovszky – Vom Personalgespräch ins Priesterseminar Stephan Turnovszky wurde 1964 in Luzern geboren, ist in Wien aufgewachsen, hat nach der Matura an der TU Wien Technische Chemie studiert und war nach seinem Studienabschluss über zwei Jahre in Forschung und Entwicklung von Rath Faserformteile, Krummnußbaum, tätig. 1992 trat er ins Wiener Priesterseminar ein. Heute ist Turnovszky Weihbischof in der Erzdiözese Wien und Jugendbischof der Österreichischen Bischofskonferenz. Nachrichten aus der Chemie: Herr Bischof, warum haben Sie Chemie studiert? Stephan Turnovszky: Ich hatte eine charismatische Chemielehrerin, einen Chemiebaukasten u

03.05.2016
Karriere ‐ kurz notiert

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Meldung: Karriere ‐ kurz notiert

Kurz notiert Arbeitsunfähigkeit und Psyche 100 gesetzlich Versicherte, die in der chemischen Industrie beschäftigt sind, fehlten im Jahr 2015 insgesamt 187 Arbeitstage wegen psychischer Erkrankungen. Dies ergab eine Erhebung der Krankenkasse DAK. Die Betroffenen leiden unter Depressionen, Angststörungen oder Überbelastung. Frauen sind fast doppelt so häufig betroffen wie Männer. www.dak.de/dak/download/Charts_zum_DAK-Psychoreport-1718868.pdf Nina Kramer Gehälter in Deutschland Die Pharmaindustrie zahlt durchschnittlich 61 662 Euro jährlich. Damit belegt sie Platz drei im gesamtdeutschen Branchenvergleich, dies schreibt das Online-Stellenporta

06.04.2016
KOLUMNE

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Meldung: KOLUMNE

Am Forschungsinstitut kündigt ein Banner den „Career day for young scientists” an, der ein paar Tage später stattfinden soll. Nachwuchswissenschaftler haben ein tolles Programm zusammengestellt: Sprecher von Pharmariesen, Biotechunternehmen, aus dem Patentrecht und einem Start-up werden dabei sein. Als eine Doktorandin aus meinem Seminar „Women and Career“ dann am späten Nachmittag berichtet, dass sie dieses Meeting organisiert hat, bin ich überrascht, dass sie erst jetzt davon erzählt. Ich hatte diesen Karrieretag bereits mehrmals während unseres Seminars erwähnt: als Paradebeispiel für eine Veranstaltung, bei der man Kontakte außerhalb der

06.04.2016
Ätherisches Nachleben

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Ätherisches Nachleben

Was von uns Menschen übrig bleibt, wenn wir das Zeitliche gesegnet, die irdischen Verstrickungen gelöst und unseren letzten Statusupdate gepostet haben, ist klar: Futter für die Maden, ein paar Dutzend morsche Knochen, vielleicht auch nur ein Häufchen Asche. Doch halt, das ist ja nur die feste Phase. Auch wenn wir nicht mehr an die unsterbliche Seele glauben, die zu himmlischen (oder höllischen) Gefilden entflattert, müssen wir eingestehen, dass unseren sterblichen Überresten flüchtige Substanzen entweichen. Je länger der Verblichene untätig herumliegt, desto deutlicher wird der kalte Hauch auch für die bloße Nase wahrnehmbar. Verschiedene Ku

06.04.2016
„Der Betriebsstoff ist das Blut der Maschine“

ArtikelNachrichten aus der Chemie

„Der Betriebsstoff ist das Blut der Maschine“

Die Physikochemikerin Ute Dawin zählt in ihrem Arbeitsumfeld eher zu den Exoten: Sie arbeitet im Labor des schwäbischen Maschinenbauunternehmens Stihl. Dabei braucht es viel Chemie, so berichtet sie den Nachrichten aus der Chemie, damit Motorsägen, Motorsensen oder Heckenscheren zuverlässig laufen. Nachrichten aus der Chemie: Frau Dawin, welche Aufgaben gibt es für Chemiker bei einem Motorsägenhersteller? Abb. 1: Ute Dawin im Entwicklungslabor. Foto: Stihl Ute Dawin: Ich beschäftige mich mit Betriebs- und Hilfsstoffen, also mit Kraftstoff, Motor- und Kettenölen, und zwar von der Formulierung bis zum fertigen Produkt. Nachrichten: Macht Stihl

von Frauke Zbikowski

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06.04.2016