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Ausgeblättert

ArtikelNachrichten aus der Chemie
Ich kleide mich in imposante Formen und bunte Farben und kann in bestimmten Umgebungen sogar schweben. Mein Name ist auch besonders, denn seine Herkunft ist mehrdeutig wie meine Schreibweise je nach Branche. Weil ich so komplex bin, ahme ich pseudomäßig einen Strukturtyp nach und vertrete meinen giftigen Nachbarn beim Sonnetanken. Baut man mich in ein Mittel gegen Kopfschmerzen ein, helfe ich gegen Magen-Darm-Beschwerden. Pink färbt man mich dort nur zur Show. Ich bin so besonders wie Wasser, bezogen auf meine Aggregatszustände. Welches Element ist gesucht? Senden Sie die Lösung bis zum 24. November an nachrichten@gdch.de; unter den richtigen

ArtikelNachrichten aus der Chemie
In einer fragmentierten Wissenschaftswelt brauchen wir sie: Orte mit Lagerfeuergefühl. Etwas, das wir Heimat nennen könnten, wenn das Wort nicht so unwissenschaftlich wäre. Also nennen wir es Communities und Subcommunities, denn das klingt internationaler und erfüllt denselben Zweck. Für den hemdsärmeligen Festkörperchemiker ist es das ebensolche Kolloquium, für die traditionsbewusste Polymerchemikerin die stets wiederkehrende Zusammenkunft in Freiburg. Organiker treffen sich auf dem Bürgenstock, also schon topografisch dort, wo sie sich fachlich verorten: ganz oben. Auch Wissenschaftsjournalisten haben solche Orte. Und so war ich dieses Jahr

ArtikelNachrichten aus der Chemie
In der Rubrik „Mixtura Mirabilis“ des ersten November-Hefts der Nachrichten aus Chemie und Technik 1976 ging es um einen Leserbrief, der sich damit befasste, wie verständlich ein Text ist. Für die Verständlichkeit eines solchen in englischer Sprache diene der „fog index“ als grobes Maß. Dieser ist gleich der durchschnittlichen Zahl von Wörtern pro Satz plus dem Prozentsatz von Wörtern mit drei oder mehr Silben, wobei Nachsilben wie -ed nicht gelten. Texte mit einem fog index unter 20 gelten als leicht verständlich, ein Wert zwischen 20 und 30 gilt als vernünftig, ein Text mit Index über 40 als ungenießbar. Anlass zu dem zitierten Leserbrief w

ArtikelNachrichten aus der Chemie
An der Tür zum Sozialraum in der GDCh-Geschäftsstelle in Frankfurt hängt eine Postkarte: „Bevor isch misch uffreesch, isses mer liewer egal“. Wir Hessen haben eben so unsere eigenen Strategien, mit Unangenehmem umzugehen. Aber Vorsicht: Egalsein heißt nicht, alles auszuhalten, und alles auszuhalten heißt nicht resilient sein. Resilienz wiederum bedeutet nicht, dass uns Krisen nichts ausmachen. Die American Psychological Association definiert Resilienz als die Fähigkeit, sich an Belastungen anzupassen und nach schwierigen Situationen wieder handlungsfähig zu werden. Mit anderen Worten: Resilienz ist eine Fähigkeit, die wir alle in diesen unruh

ArtikelNachrichten aus der Chemie
Menschen mit grünem Daumen kennen es vermutlich: Niemöl, auf Zimmerpflanzen gespritzt, hilft gegen Blattläuse. Es wird aus den ausgepressten Samen des Niembaums gewonnen, der inzwischen außer in Europa fast überall heimisch ist. Das im Niemöl enthaltene Azadirachtin stört die Entwicklung von Insekten, sterilisiert sie und stört ihren Geruchssinn, sodass sie nichts mehr fressen. Die Verbindung ist hochoxygiert, sterisch gehindert und eine wahre Mimose, die sich im basischen oder sauren Milieu oder sogar durch Licht zersetzt. Nach 22 Jahren der Bemühungen, im Jahr 2007, synthetisierte die Gruppe um Steve Ley in Cambridge den Stoff – ein Meilens

ArtikelNachrichten aus der Chemie
Ich war zentral, um nachzuweisen, was zentral ist. Ich wirke hart, da ich fast keinen an mich ranlasse. Doch mit Stinkern hab ich Mitleid, denn eigentlich bin ich ganz weich. Im Gesicht wünschen sich mich viele, in der Körpermitte bin ich eher unbeliebt. In dünnen Schichten kann ich gegen das Beschlagen von Brillen helfen, wie Forschende vor ein paar Jahren herausfanden. Ich bin womöglich der erste Gedanke des Piraten, der nach einer durchzechten Nacht mit Brummschädel aufwacht. Welches Element ist gesucht? Senden Sie die Lösung bis zum 23. Oktober an nachrichten@gdch.de; unter den richtigen Einsendungen losen wir eine siegreiche aus (es gibt

ArtikelNachrichten aus der Chemie
Ich bin mit meinem Latein am Ende. Ja, wirklich: Das „Interskriptum“, also die Kolumne, die in den Nachrichten jahrelang ungefähr dort stand, wo man beim Blättern versehentlich hängen bleibt (also irgendwo in der Mitte), rückt jetzt ans Ende des Heftes. Interskriptum – unser kleiner Ausflug ins Küchenlatein – klang würdevoll, gelehrt und ein wenig so, als müsse man vor dem Lesen die Toga richten. Doch nun: Ave Interskriptum, lebewohl, du warst uns ein treuer Titel. Die Kolumne heißt seit heute „Ausgeblättert“. Inhaltlich bleibt alles beim Alten. Es geht um Chemisches, Komisches und das, was sich sonst so in unseren Köpfen und Zettelkästen ans

ArtikelNachrichten aus der Chemie
Ich bin gern in Gesellschaft und nur selten allein anzutreffen. In Gift zu baden, bringt mich nicht um, sondern macht mich nur härter. Wenn mein Hinteres zum Vorderen wird, verniedlicht das mächtig. Wenn du schießt, werde ich nicht fallen. Im Meer bin ich zwar beständig, in der Tiefsee aber auch zerstört zu finden. Welches Element ist gesucht? Senden Sie die Lösung bis zum 24. September an nachrichten@gdch.de; unter den richtigen Einsendungen losen wir eine siegreiche aus (es gibt auch was zu gewinnen!). Die Auflösung steht im nächsten Heft. Abb.1: Bilder: nikonomad, Michal / Adobe Stock Auflösung aus Heft 7–8: Mangan Mangan kommt in bunten O

ArtikelNachrichten aus der Chemie
Vom Beginn des sicheren Kopierens Im zweiten Maiheft 1976 der Nachrichten aus Chemie und Technik ging es um die Vierfarben-Xerographie, mit anderen Worten: das Kopieren. Diese sei nun marktreif, sei aber angeblich von der Herstellerfirma zurückgestellt worden, bis garantiert sei, dass Banknotenfälscher keinen Nutzen daraus ziehen können. Dazu brauche es allerdings nicht nur ein Druckgerät, sondern auch ein koffeinhaltiges Heißgetränk: Noch mehr Erstaunliches aus den Blauen Blättern von früher lesen Sie in der GDCh-App: gdch.app/category/vor-50-jahren
