Aktuelles zur Corona-Pandemie

Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei

Die Corona/COVID-19-Pandemie betrifft inzwischen alle Bereiche des Lebens. Schließungen von Schulen, Geschäften und Restaurants sowie Ausgangsbeschränkungen und Versammlungsverbote betreffen nicht nur jeden von uns persönlich, sondern auch fast alle Wirtschaftsbereiche. Auf diesen Seiten finden Sie eine Zusammenstellung  von chemierelevanten  Informationen zum Thema. Die Liste wird kontinuierlich aktualisiert. Der Shortcut dieser Seite ist www.gdch.de/corona 

03. April 2020

Antikörpertest auf dem Markt

Ein internationales Forscherteam mit Wissenschaftlern vom Jenaer Leibniz-Institut für Photonische Technologien hat einen Antikörper-Schnelltest auf das neue Coronavirus entwickelt. Er zeigt anhand einer Blutprobe innerhalb von zehn Minuten an, ob eine Person akut mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert (IgM-Antikörper) oder bereits immun dagegen ist (IgG-Antikörper). Der Streifentest ist bereits auf dem Markt.
Antikörpertests helfen zu erfahren, wann sich eine Herdenimmunität einstellt und bieten einen großen Vorteil für medizinisches Personal und Berufsgruppen mit viel Kontakt zu Menschen: Wer immun gegen das Coronavirus ist, könnte arbeiten, ohne andere anzustecken oder sich selbst zu gefährden. Das Projekt wurde vom BMBF gefördert. Zur Pressemeldung

02. April 2020

1. Austausch von Personal und Geräten: Pandemic Important Resource Allocation Tool (PIRAT)

Das Pandemic Important Resource Allocation Tool ist eine Plattform, die den Austausch von Geräten, Verbrauchsmaterial und Personal zwischen Forschungslaboren und Diagnostiklaboren vermittelt, um die Kapazitäten für COVID-19-Tests zu erhöhen. Die Plattform wurde im Rahmen des #WirvsVirus-Hackathons der Bundesregierung entwickelt. Ziel ist es, Corona-Diagnostiklabore mit Universitäten zusammenzubringen, um Geräte wie PCR-Thermocycler und Verbrauchsmaterial auszutauschen, die an den Universitäten derzeit nicht genutzt werden, aber für die Corona-Diagnostik dringend gebraucht werden. Weiterhin können Mitarbeiter der Universitäten, die Erfahrung in der Durchführung von PCR-basierten Tests haben, ihre ehrenamtliche Mitarbeit in akkreditierten Corona-Testlaboren anbieten, um die Testkapazitäten zu erhöhen.
Lehrstuhl- und Gruppenleiter sowie Mitarbeiter, die gerne materiell oder personell unterstützen möchten, können ihre Angebote einstellen. Sie werden dann direkt von interessierten Testlaboren kontaktiert und können alle Details des Austausches mit den Laboren klären. Infos: https://pirat-tool.com

2. Forum zum Austausch von Laborexperten

Damit sich Laborunternehmen und Experten schnell und zuverlässig mit Infos und Praxistipps austauschen können, hat der Deutsche Verband Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP) ein (nicht öffentliches) Forum eingerichtet, welches Mitglieder und Nicht-Mitglieder des VUP nutzen können. Infos: https://vup.de/corona-forum.html

01. April 2020

Informationen vom Experten: täglicher Podcast mit Virologe Christian Drosten

Er ist das Gesicht der Wissenschaftskommunikation während der Corona-Krise: Prof. Dr. Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, ist derzeit auf allen Kanälen zu sehen. Im täglichen ca. 30-minütigen Podcast von NDR Info erkläutert er im Gespräch mit einer Journalistin die wissenschaftlichen Aspekte der Pandemie. Abseits von reißerischen Schlagzeilen erklärt er wissenschaftliche Zusammenhänge und beantwortet Fragen zur aktuellen Situation. Alle Folgen stehen zum Nachhören oder Nachlesen zur Verrfügung.

31. März 2020

EYCN und IYCN veranstalten Webinare zum Thema Chemie und COVID

Das European Young Chemists' Network (EYCN) und das International Younger Chemists Network (IYCN), also die Organisationen der jungen Mitglieder von EuChemS und IUPAC, veranstalten zwei Webinare am 2. und 3. April 2020, jeweils nachmittags. In Session 1 "The Status Quo" beleuchten Wissenschaftler aus aller Welt die Situation in ihrem Land und die Forschung, die uns bei dem Weg aus dieser globalen Pandemie helfen könnte.
Session 2 "Tools to Thrive Remotely" fokusiert sich auf die Herausforderungen, die durch die Schließung von Forschungseinrichtungen, Universitäten oder allgemein Laboren für Wissenschaftler ergeben und gibt den Zuhörern einige Mittel an die Hand trotz dieser außergewöhnlichen Situation so produktiv wie möglich zu sein!

First webinar:
- Link: https://attendee.gotowebinar.com/register/6989806929893338637
- ID: 995-713-491.

Second webinar:
- Link: https://attendee.gotowebinar.com/register/7470931227996177164
- ID: 992-094-355.

30. März 2020

1. Für die Zeit nach der aktuellen Krise: Chemiker*innen entwickeln autonomes Chemielabor für Grundsubstanzen medizinischer Wirkstoffe

Die gegenwärtige Pandemie zeigt, wie problematisch Lieferketten sein können, die mehrere Länder umspannen. Der Chemiker Peter Seeberger und sein Team vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam entwickeln ein autonom arbeitendes Chemielabor, mit dem viele organische Substanzen direkt vor Ort produziert werden könnten, zum Beispiel auch Grundsubstanzen für Medikamente. Der Originalbeitrag erschien in Nature und ein allgemeinverständlicher Bericht in der FAZ.

2. Arbeitgeber und Arbeitnehmer der chemischen Industrie tragen gemeinsam zur Bekämpfung der Pandemie bei

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) wollen gemeinsam der Corona-Krise begegnen. In einer gemeinsamen Presseerklärung stellen sie fest: "Wir tragen soziale Verantwortung und wollen alles uns Mögliche dazu beitragen, die Krise lösen zu helfen und deren soziale und wirtschaftliche Folgen abzumildern." Im Infektionsschutzgesetz, das in diesen Tagen novelliert wird, erhält das Bundesgesundheitsministerium eine umfassende Ermächtigung, Maßnahmen zur Grundversorgung mit Arzneimitteln, Medizinprodukten, Betäubungsmitteln, Hilfsmitteln, Labordiagnostik, Schutzausrüstung und Desinfektion zu treffen. "Alle diese Produkte stammen aus der Chemie- und Pharmaindustrie. 
Wir stehen als Branche uneingeschränkt mit Rat und Tat bereit. Das zeigt sich auch im enormen freiwilligen Engagement sehr vieler Arbeitnehmer und Unternehmen. Die Brancheninitiative zur Versorgung mit Desinfektionsmitteln (s.unten) ist nur ein Beispiel von vielen."

26. März 2020

1. Herstellung für Komponenten für PCR-Tests auf SARS-CoV-2

Bei der Aufreinigung für PCR-Tests auf SARS-CoV-2 bestehen zur Zeit Lieferengpässe an bestimmten Komponenten. Chemiker*innen am Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie (Lehrstuhl II) der Uni Jena haben in Absprache mit dem Institut für Medizinische Mikrobiologie, Universitätsklinikum Jena, verschiedene publizierte Puffer angesetzt, die zur Diagnostik benötigt werden. Weitere Informationen und Tabellen zur Berechnung. 

Hier geht es zu einem Fernsehbeitrag über die Aktion.

 

2. Anleitung für eine behelfsmäßige Atemschutzmaske

Reguläre Atemschutzmasken sind im Moment knapp und sollten denen vorbehalten sein, die sie wirklich brauchen - z.B. medizinischem Personal und anderen, die sich um kranke Menschen kümmern. Hier gibt es eine Anleitung für eine behelfsmäßige Maske (die natürlich nicht medizinischen Anforderungen entspricht, aber in manchen Situationen besser ist als keine Maske) 

25. März 2020 (Aktualisiert am 30. März 2020)

Herstellung von Desinfektionsmittel

Mehrere Chemiefakultäten an deutschen Universitäten unterstützen inzwischen die Herstellung von Desinfektionsmittel für die hygienische Händedesinfektion. Damit können Arztpraxen (über die Kassenärztlichen Vereinigungen) und ggf. Apotheken in der jeweiligen Region leichter Zugang zu diesen Desinfektionsmitteln bekommen. Eine Anleitung der WHO zur Herstellung einer Lösung auf Ethanol- bzw. Isopropanolbasis kann als Rezeptur dienen, um eine Herstellung gemäß den Allgemeinverfügungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zu ermöglichen. Für die Prüfung der zu verwendenden Alkohol-Charge kann eine behelfsmäßige Analytik mittels NMR-Spektroskopie nützlich sein. Beispiel-Spektren gibt es hier.

24. März 2020

GDCh-Fortbildung per E-Learning

Die GDCh-Fortbildung arbeitet mit Hochdruck daran, unsere Fortbildungskurse, da wo es möglich ist, auf E-Learning-Formate umzustellen. Hier finden Sie eine Übersicht der Fortbildungen, die digital angeboten werden (die Seite wird laufend aktualisiert).

22. März 2020

Desinfektionsmittel für Krankenhäuser 

In einer gemeinsamen Aktion sichern der Verband der Chemischen Industrie (VCI) und der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) die Notfallversorgung der deutschen Krankenhäuser mit Desinfektionsmitteln. Die Aktion findet in Kooperation mit dem Gesundheitsministerium statt. Zur Pressemeldung des VCI

20. März 2020

GDCh startet Chemistry at Home: die tägliche Dosis Chemiewissen während der Corona-Pandemie

Die Schulen sind derzeit geschlossen und das öffentliche Leben steht fast still. Deshalb wollen wir Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern und allen anderen Interessierten die Chemie nach Hause bringen. Jeden Tag werden wir in den kommenden Wochen auf einen Chemiebeitrag hinweisen, der in allgemeinverständlicher Sprache chemische Phänomene oder auch aktuelle Forschungsergebnisse erklärt. Zu Chemistry at Home

16. März 2020

1. Absage von GDCh-Veranstaltungen: Beschluss des GDCh-Vorstands

Angesichts der aktuell dramatisch ansteigenden Risiko- und Gefahrenlage auf Grund der Coronavirus-Pandemie (COVID-19) hat der GDCh-Vorstand einstimmig beschlossen, alle GDCh-Veranstaltungen (Konferenzen, Tagungen, Fortbildungen, usw.) bis 30. Juni 2020 abzusagen bzw. ggf. zu verschieben oder webbasierte Formate zu nutzen. Weitere Informationen

2. GDCh-Geschäftsstelle in Ffm weitet Homeoffice aus (aktualisiert am 1. April)

Um die weitere Ausbreitung von COVID-19 zu begrenzen, wird auch die Arbeit der GDCh-Geschäftsstelle in Frankfurt am Main den Empfehlungen der Bundesregierung angepasst. Ab sofort wird nur noch eine kleine, täglich wechselnde „Kernmannschaft“ in der Geschäftsstelle tätig sein. Die übrigen Mitarbeiter/innen arbeiten vom Homeoffice aus. Die Maßnahmen gelten zunächst bis einschließlich 3. April. Die telefonische Erreichbarkeit aller Abteilungen ist durch Um- und Weiterleitungen weiterhin sichergestellt, auch per E-Mail sind selbstverständlich alle Mitarbeiter/innen, die im Dienst sind, zu erreichen. 
Update: Die Home-Office-Regelung für die Mitarbeiter/innen der Geschäftsstelle wurden bis zum 17. April verlängert.

Kontakt

Dr. Karin J. Schmitz
Leiterin GDCh-
Öffentlichkeitsarbeit
pr@gdch.de
Tel. 069/7917-493

Social Media

zum Facebook-Auftritt der GDCh


zuletzt geändert am: 03.04.2020 09:41 Uhr von K.J.Schmitz