Aktuelles zur Corona-Pandemie

Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei

Die Corona/COVID-19-Pandemie betrifft inzwischen alle Bereiche des Lebens. Schließungen von Schulen, Geschäften und Restaurants sowie Ausgangsbeschränkungen und Versammlungsverbote betreffen nicht nur jeden von uns persönlich, sondern auch fast alle Wirtschaftsbereiche. Auf diesen Seiten finden Sie eine Zusammenstellung  von chemierelevanten  Informationen zum Thema. Der Shortcut dieser Seite ist www.gdch.de/corona 



"Die COVID-19-Pandemie kann ohne mathematisch-naturwissenschaftlichen Sachverstand nicht überwunden werden." 
Positionspapier der GDCh und vier weiterer mathematisch-naturwissenschaftlicher Gesellschaften zur Corona-Krise vom 7.Mai 2020


 

05. August 2020

Desinfektionsmittel für Entwicklungsländer

Händedesinfektion mit alkoholischen Substanzen bleibt ein wichtiges Thema, vor allem in Ländern, in denen sauberes Wasser und Seife nicht überall zur Verfügung stehen. Um den Mindestanteil von Alkohol und damit die Wirksamkeit eines alkoholischen Desinfektionsmittels zu überprüfen, kann es mit bloßem Auge mit Hilfe von solvatochromen Farbstoffen und dem Vergleich mit einer Farbskala überprüft werden. Ein Testkit kann schnell, einfach und kostengünstig hergestellt werden. Zum Beitrag

 

31. Juli

Corona-Folgen für das Erdsystem

Die COVID-19-Krise beeinträchtigt das Leben jedes Einzelnen. Zusätzlich wirkt sie sich auf das gesamte Erdsystem aus und offenbart system-immanente Risiken unserer stark vernetzten Welt. Ein internationales Team von Geowissenschaftlern kommt zu dem Schluss, dass sowohl die unmittelbaren als auch die längerfristigen Folgen von COVID-19 entlang von mindestens zwei Kaskaden auftreten können: Die erste umfasst Energie, Emissionen, Klima und Luftqualität, die zweite Kaskade betrifft Armut, Globalisierung, Ernährung und biologische Vielfalt. Zum Original-Beitrag oder  Zu einer Zusammenfassung in Deutsch

26. Juni 2020

Interdisziplinäre Kommission für Pandemieforschung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet vor dem Hintergrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie eine interdisziplinäre Kommission für Pandemieforschung ein. Sie ist mit 18 Mitgliedern aus allen Wissenschaftsgebieten besetzt und soll die im Bereich der Pandemie- und Epidemieforschung essenzielle erkenntnisgeleitete Forschung stärken, die unter anderem Grundlage fast aller translationaler Ansätze ist. Zur Pressemeldung

24. Juni 2020

Über 10 Millionen Liter Desinfektionsmittel für Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeheime

Über die im März kurzfristig eingerichtete Plattform „Notfalldesinfektion“ (s. Meldung vom 9. April unten auf dieser Seite) haben Unternehmen der Chemischen Industrie deutlich über 10 Millionen Liter Desinfektionsmittel an medizinische und soziale Einrichtungen in Deutschland geliefert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: "Mein herzlicher Dank gilt allen Unternehmen, die sich dabei aktiv beteiligt und Produktion flexibel umgestellt haben." Weil sich die Versorgungslage mit Desinfektionsmitteln inzwischen entschärft hat, ist die Plattform jetzt geschlossen worden, kann aber bei Bedarf jederzeit wieder geöffnet werden. Zur Pressemeldung des Verbands der Chemischen Industrie.  

23. Juni 2020

Pandemie und Psychologie

Nicht nur für mathematisch-naturwissenschaftlich ausgebildete Expert*innen ist die Corona-Pandemie eine Herausforderung (s. Positionspapier von GDCh und vier weiteren Gesellschaften). Auch Forschende vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie haben in der Pandemie interessante Phänomene erforscht und kürzlich eine Studie zur Psychologie des Toilettenpapier-Hamsterns veröffentlicht. Die Befragung von rund 1000 Personen aus mehr als 20 Ländern ergab unter anderem, dass Amerikaner mehr Toilettenpapier hamstern als Europäer und vor allem Menschen, die im Allgemeinen besonders besorgt und ängstlich sind, Vorräte von Toilettenpapier anlegen. Zur Pressemeldung und zur Original-Veröffentlichung.

22. Juni 2020

Sondermaßnahmen für den digitalen und experimentellen Chemieunterricht

Auch in "normalen" Zeiten fördert der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) mit vielfältigen Aktionen den Chemiunterricht. Wegen der erschwerten Bedingungen durch die Corona-Pandemie hat der FCI eine Reihe von Sondermaßnahmen aufgelegt, um Lehrkräfte bei der Umsetzung von digitalem und experimentellem Chemieunterricht zu unterstützen. Alle Angebote sind auf eine Webseite zusammengefasst.

19. Juni 2020

Für Lehrende, Lernende und Eltern: Portal für Online-Lernmedien

Noch immer laufen die Schulen im Notbetrieb. Auch wenn die Sommerferien bald eine Verschnaufpause bringen, ist es keineswegs sicher, dass die Schulen im Herbst wieder in den Normalbetrieb übergehen können. Digitale Unterstützung für Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern wird auch in Zukunft nötig sein. Wir lernen Online (wirlernenonline.de) heißt eine Open-Education-Plattform, die digitale Infrastrukturen stärken und Schulen beim digitalen Heimunterricht unterstützen will. Die Plattform sammelt  Lehr- und Lernmaterial für den Heimunterricht, Hilfestellungen, Tools und gibt Empfehlungen für den digitalen Unterricht. Sie wird von Wikimedia Deutschland e. V. und edu-sharing.net e. V. betrieben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

18. Juni 2020

Verband der Chemischen Industrie (VCI) ruft zur Nutzung der Corona-App auf

Vor wenigen Tagen wurde die Corona-App vorgestellt, die ab sofort für Nutzer von IOS- oder Android-Handys zur Verfügung steht. Sie soll ein weiterer Baustein sein, die Verbreitung einzudämmen und künftige Infektionen schnell zu erkennen. Auch der Verband der Chemischen Industrie ruft dazu auf, die App herunterzuladen und zu nutzen. Zur Pressemitteilung  

09. Juni 2020

Wir für Schule - Hackathon für die Schule nach Corona

Seit der Corona-Pandemie sind Schulen ein weites unfreiwilliges Experimentierfeld für Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen. Seit März findet kein regulärer Unterricht mehr statt und dies wird auch mindestens bis zu den großen Ferien so bleiben. In dieser Woche läuft ein bundesweiter Schul-Hackathon, in dem neben den genannten Gruppen auch Programmierer*innen und Kreative Vorschläge für einen Unterricht von morgen sammeln. Alle gemeinsam wollen Lösungen – digital und nicht-digital – für künftigen Unterricht entwickeln, der auch nach Corona nicht mehr so sein wird wie vorher.  Weitere Informationen

02. Juni 2020

Schnelles und kostengünstiges Covid-19-Schnelltestverfahren

Eine Forschungskooperation der Universität Konstanz hat ein neuartiges Covid-19-Schnelltestverfahren entwickelt. Dieses neue Verfahren kommt ohne RNA-Aufreinigung aus und ist daher nicht nur schneller, sondern mit unter 5 Euro pro Test auch deutlich günstiger als die klassische PCR. Das Verfahren verfügt über eine ähnlich hohe Sensitivität wie die klassische PCR. Zudem können Testergebnisse mittels einer tragbaren LED-Lampe ausgelesen werden. Geeignet ist dieses neue Verfahren deshalb vor allem für jene ärmeren Regionen der Welt, in denen sich COVID-19 aktuell rasant ausbreitet. Der Beitrag wurde zunächst Preprint veröffentlicht. Weitere Informationen.

25. Mai 2020

Gesundheit versus Ökonomie

Das Zurückdrängen der COCID-19-Erkrankungen und die Lockerungen der pandemie-bedingten Einschränkungen sind kein Gegensatz. Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und des ifo Instituts – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. Die Studie berechnete gesundheitliche und wirtschaftliche Szenarien zur Lockerung der pandemiebedingten Beschränkungen. Es sei nicht zutreffend, dass eine sehr schnelle Lockerung wirtschaftlichen Nutzen stifte und deshalb ein Konflikt zu gesundheitspolitischen Zielen entstünde, so die Studie. Es sei ein gemeinsames Interesse von Gesundheit und Wirtschaft, die Lockerung vorsichtig vorzunehmen und sehr intensiv zu beobachten, wie sich die Infektionszahlen entwickeln. Ausgehend vom Stand am 20. April zeigten epidemiologische und ökonomische Berechnungen, dass allenfalls eine leichte Lockerung geeignet sei, die ökonomischen Kosten zu minimieren, ohne die medizinischen Ziele zu gefährden. Zur Studie und zur Pressemitteilung des HZI.

22. Mai 2020

Mund-Nase-Masken scheinen Infektionsrisiko deutlich zu senken

Das legt zumindest eine Studie an Goldhamstern nahe, die demnächst im Fachmagazin Clinical Infectious Diseases veröffentlicht werden soll und vorab in verschiedenen Medien verbreitet wurde. Forschende der Universität Hongkong haben das Masketragen bei den Hamstern simuliert, indem sie Stoff von einfachen OP-Masken zwischen zwei Käfige hängten. Weitere Informationen hier und hier.

19. Mai 2020

Archiv aller Erkenntnisse über die Interaktion des Corona-Virus SARS-CoV-2 mit seinem Wirt

Ein internationales Konsortium der Bioinformatik unter Leitung des Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) der Universität Luxemburg erstellt ein Archiv, in dem alle Erkenntnisse zu Interaktionen des Corona-Virus SARS-CoV-2 mit seinem Wirt zusammengefasst werden. Das gesammelte Wissen soll das Verständnis der Rolle von Geschlecht, Alter und anderen Einflussfaktoren des Wirts sowie der Krankheitsprogression, Abwehrmechanismen und Reaktionen auf Behandlungen verbessern. In einem Artikel der wiss. Zeitschrift Nature Scientific Data präsentieren die Forschenden ihr Projekt und rufen die weltweite Forschungsgemeinschaft zur Beteiligung auf. Weitere Informationen

18. Mai 2020

Webinar für Chemie-Startups

Corona hat auch viele Startups vor nicht erwartete Herausforderungen gestellt. Das Forum Startup Chemie, dem auch die GDCh angehört, bietet ein kostenloses Webinar an. Erfahrene Manager & Business Angels sprechen über ihre Erfahrungen und gegen Tipps, was Startups in Krisenzeiten beachten sollten um gestärkt aus der Krise zu kommen. Weitere Infos und Anmeldung

15. Mai 2020

1.Interview mit Virologin Helga-Rübsamen-Schaeff

Auf ihrer Webseite FaszinationChemie.de veröffentichte die GDCh gestern ein Interview mit Prof. Dr. Helga Rübsamen-Schaeff. Die Virologin hat mit dem von ihr gegründeten Unternehmen AiCuris den antiviralen Wirkstoff Letermovir (PREVYMIS®) entwickelt und erfolgreich auf den Markt gebracht. Neben vielen anderen Auszeichnungen hat sie den Zukunftspreis des Bundespräsidenten erhalten und ist Ehrenmitglied der GDCh. Im Interview spricht sie über die Herausforderungen bei der Erforschung und Entwicklung eines neuen Medikaments und warum Rückschläge zur Forschung dazugehören. Zum Interview 

2. Homeoffice statt Geschäftsstelle: GDCh-Mitarbeiter*innen arbeiten mehrheitlich weiterhin zu Hause.

Um COVID-19-Erkrankungen weiter zurückzudrängen, wurden die seit dem 16. März geltenden Home-Office-Regelungen erneut verlängert. Die meisten Mitarbeiter*innen arbeiten überwiegend im Homeoffice und nur ein- bis zweimal pro Woche in der Geschäftsstelle. Die telefonische Erreichbarkeit aller Abteilungen ist durch Um- und Weiterleitungen weiterhin sichergestellt, auch per E-Mail sind selbstverständlich alle Kolleg*innen, die im Dienst sind, zu erreichen. Die Sonderregelung gilt zunächst bis zum 12. Juni.

14. Mai 2020

"Chemie gegen Viren" - GDCh veröffentlicht Factsheets

Die neue Reihe Fact Sheets erklärt relevante chemische Sachverhalte allgemeinverständlich für die interessierte Öffentlichkeit. Erstellt werden die Fact Sheets von dem Expertengremium "ChemFacts for Future", in dem sich Wissenschaftler*innen der GDCh aus verschiedenen Fachgebieten gemeinsam um relevante Themen kümmern. Die ersten beiden Fact Sheets Chemie gegen Viren: Antivirale Wirkstoffe und Chemie gegen Viren: Händewaschen und Desinfektion sind auf der Webseite gdch.de/factsheet veröffentlicht.

13. Mai 2020

Bundesregierung startet Sonderprogramm zur Impfstoff-Forschung und Impfstoff-Produktion gegen Corona

Die Bundesregierung hat im "Corona-Kabinett" ein umfassendes Sonderprogramm für die Impfstoffentwicklung beschlossen. Mit einem bislang einmaligen Sonderprogramm zur Impfstoffentwicklung verstärkt die Bundesregierung die Anstrengungen nun noch einmal erheblich. Das heute beschlossene Programm hat ein Volumen von bis zu 750 Millionen Euro. Weitere Informationen

11. Mai 2020

Informationsportal des BMBF zur Coronakrise

Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat auf einer Webseite Informationen zur Corona-Pandemie gesammelt und veröffentlicht neben Informationen zu Forschungsaktivitäten auch einen Faktencheck, um den zahlreichen in den Sozialen Medien umlaufenden Gerüchten und Fake News zu begegnen. Weitere Informationen

 

08. Mai 2020

1. Forschung an Impfstoffen und Medikamenten gegen COVID-19 überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Nicht nur an Universitäten und Forschungseinrichtungen wird mit Hochdruck an einem Impfstoff oder Medikament gegen COVID-19 geforscht, sondern auch in vielen Industrieunternehmen. Die Verbände vfa, BIO Deutschland und PHARMIG (Österreich) veröffentlichen eine interaktive Karte mit den Standorten der an COVID-19 forschenden Unternehmen im deutschsprachigen Raum.

2. „forscher – Das Magazin für Neugierige“ ist erschienen

Für kleine Forscher*innen im Alter von 8-12 Jahren gibt es ein neues Heft zum Thema Bioökonomie, in dem sich auch in der schulfreien Zeit viel lernen läßt. Die Ausgabe beschäftigt sich mit Mikroben und Bakterien, den Superhelden im Boden. Die Ausgabe kann kostenfrei bestellt werden. Weitere Informationen

07. Mai 2020

GDCh und vier weitere mathematisch-naturwissenschaftliche Fachgesellschaften veröffentlichen Stellungnahme zur COVID-19-Pandemie

Die COVID-19-Pandemie kann ohne mathematisch-naturwissenschaftlichen Sachverstand nicht überwunden werden. Dies betonen fünf große mathematisch-naturwissenschaftliche Fachgesellschaften in Deutschland in einem Positionspapier. Die Fachgesellschaften vertreten die Fächer Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Geowissenschaften. Weitere Informationen sind in einer Pressemeldung veröffentlicht. Das vollständige Positionspapier finden Sie hier.

06. Mai 2020

Bessere Luft durch Lockdown senkt Zahl von Asthma- und Todesfällen

Der weltweite Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhindert nicht nur viele COVID-19-Fälle. Der damit verbundene Rückgang im Verkehr, bei der Stromerzeugung oder in der Industrie wirkt sich auch auf die globale Luftqualität aus, was einen positiven Effekt auf die menschliche Gesundheit hat. Ein internationales Wissenschaftlerteam mit Beteiligung von Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Chemie haben in einer Studie geschätzt, dass in den ersten zwei Wochen der Lockdowns weltweit etwa 7400 vorzeitige Todesfälle und 6600 Fälle von Asthma bei Kindern vermieden wurden. Weitere Informationen

05. Mai 2020

1. Gemeinsame Stellungnahme von Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft 

Wissenschaftler*innen der vier genannten Forschungsorganisationen haben ihre Ergebnisse zusammengetragen, eine gemeinsame Analyse verfasst und mögliche Bewältigungsstrategien der Corona-Pandemie aus Sicht der Modellierung vorgelegt. Sie fordern die Etablierung bzw. Weiterführung hygienischer Maßnahmen, den Ausbau von Testing- und Tracing-Kapazitäten sowie die adaptive Steuerung von flankierenden kontakteinschränkenden Maßnahmen. Weitere Informationen

2. Beschluss des GDCh-Vorstands zu Veranstaltungen

Der GDCh-Vorstand beschließt aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie, in Erweiterung seines Beschlusses vom 16. März 2020, alle Präsenzveranstaltungen der GDCh bis 31. Dezember 2020 abzusagen, ggf. zu verschieben oder webbasierte Formate zu nutzen. Ausnahmen von dieser Regelung sind nur in gut begründeten Einzelfällen möglich und erfordern eine sorgfältige Prüfung in enger Absprache und im Einvernehmen mit der Geschäftsführung.

30. April 2020

Homeoffice-Regelung verlängert: Mitarbeiter*innen der GDCh-Geschäftsstelle arbeiten zumeist weiterhin von zu Hause aus.

Auch die Geschäftsstelle trägt dazu bei, die Ausbreitung von COVID-19 zu begrenzen. Bereits seit dem 16. März arbeitet nur noch eine kleine, täglich wechselnde „Kernmannschaft“ in der Geschäftsstelle. Die übrigen Mitarbeiter*innen arbeiten vom Homeoffice aus. Die telefonische Erreichbarkeit aller Abteilungen ist durch Um- und Weiterleitungen weiterhin sichergestellt, auch per E-Mail sind selbstverständlich alle Kolleg*innen, die im Dienst sind, zu erreichen. Die Sonderregelung zum Homeoffice gilt zunächst bis zum 15. Mai.

29. April 2020

Aufruf zur Forschung an neuen antiviralen Wirkstoffen aus der Organischen Chemie

In einer kurzen Übersicht, die in der Angewandten Chemie online publiziert wurde, berichten drei Wissenschaftler aus der organischen Chemie über die Herstellung von Desinfektionsmitteln an einer deutschen  Universität im März und April dieses Jahres und rufen zur Unterstützung der Forschung durch synthetische Studien zu neuen COVID-19-Wirkstoffen auf. Zur Publikation

28. April 2020

Repräsentative Umfrage: Menschen vertrauen Wissenschaft und Wissenschaftler*innen

Das generelle Vertrauen in Wissenschaft und Forschung ist vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie deutlich gestiegen. Das ergab eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage von Wissenschaft im Dialog. Fast drei Viertel der Befragten geben an, Wissenschaft und Forschung zu vertrauen. Vor allem Ärzte und medizinisches Personal genießen großes Vertrauen. Auch die Expertise von Forschenden ist den Befragten in der Corona-Krise sehr wichtig: 89 Prozent sind der Meinung, dass wissenschaftliches Wissen wichtig ist, um die Corona-Pandemie in Deutschland zu verlangsamen. 81 Prozent der Berfragten meinen, dass politische Entscheidungen im Umgang mit Corona auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen sollten. Weitere Informationen

27. April 2020

Nationale Task Force des Forschungsnetzwerks COVID-19 der Universitätsmedizin nimmt Arbeit auf.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit 150 Millionen Euro den Aufbau eines Forschungsnetzwerks. Damit sollen Forschungsaktivitäten von Unikliniken gebündelt und gestärkt werden. Über die Initiative sollen die Maßnahmenpläne, Diagnostik- und Behandlungsstrategien möglichst aller deutschen Universitätskliniken zusammengeführt und ausgewertet werden. Im Ergebnis sollen Strukturen und Prozesse in den Kliniken geschaffen werden, die eine möglichst optimale Versorgung der COVID-19-Erkrankten sicherstellen. An den Universitätskliniken werden zudem die Daten der behandelten COVID-19-Patienten systematisch erfasst und in einer Datenbank gebündelt. So können die Krankengeschichten oder auch Daten zur Konstitution der Erkrankten zusammengeführt werden. Die Nationale Task Force des Forschungsnetzwerks soll dabei eine effektive Arbeit des Netzwerks ohne Zeit- und Reibungsverluste sicherstellen. Sie dient der Steuerung und Abstimmung zwischen der Universitätsmedizin und der Politik. Weitere Informationen

23. April 2020

Erste klinische Prüfung eines COVID-19-Impfstoffs in Deutschland genehmigt

Das Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, hat die erste klinische Prüfung eines Impfstoffs gegen COVID-19 in Deutschland genehmigt. Bei dem Impfstoffkandidaten des Mainzer Biotechnologieunternehmens BioNTech handelt es sich um einen sogenannten RNA-Impfstoff, der die genetische Information für den Bau des sogenannten Spikeproteins des CoV-2 oder Teilen davon in Form der Ribonukleinsäure (RNA) enthält. Im genehmigten ersten Teil der klinischen Prüfung werden 200 gesunde Probanden im Alter von 18 bis 55 Jahren mit jeweils einer von mehreren gering modifizierten Impfstoffvarianten geimpft. Weltweit ist dies erst die fünfte genehmigte Prüfung von präventiven, spezifischen COVID-19-Impfstoffkandidaten am Menschen. Weitere Informationen vom Paul-Ehrlich-Institut, Weitere Informationen von BioNTech

22. April 2020

Maulkorb oder Qualitätssicherung?

Spektrum.de berichtet über einen Artikel des Wissenschaftsmagazins Nature, dass die chinesische Regierung offenbar kontrollieren will, welche Forschungsergebnisse über COVID-19 publiziert werden. Laut Dokumenten, die "Nature" vorliegen, hat China vor drei Monaten im Stillen eine Regelung eingeführt, nach der Wissenschaftler sich jede Veröffentlichung ihrer Ergebnisse genehmigen lassen müssen. Einige chinesische Wissenschaftler*innen halten das für eine sinnvolle Reaktion auf qualitativ schlechte, aber öffentlichkeitswirksame Studien, andere sehen darin den Versuch Chinas, Informationen über den Beginn des Ausbruchs unter Verschluss zu halten. Zum Beitrag in Spektrum.de

21. April 2020

Virtueller Erfahrungsaustausch für Lehrerinnen und Lehrer

Für Lehrer*innen ist die Corona-Pandemie eine stressige Zeit. Viele mussten von jetzt auf gleich Lehrmaterialien zusammenstellen, die Schüler*innen zu Hause bearbeiten können und unterrichten seitdem per Video, E-Mail oder Telefon. Wie kann der Unterricht unter diesen Bedingungen gelingen? Science on Stage Deutschland, eine gemeinnützige Initiative für die MINT-Fächer bietet virtuelle Formate zum bundesweiten Austausch unter Lehrkräften an. Der erste "virtuelle Stammtisch" findet bereits übermorgen, am 23.April statt. Einen Überblick über Themen und weitere Termine finden Sie unter https://www.science-on-stage.de/virtuelle-stammtische.

20. April 2020

Schwere Ionen gegen COVID-19

Auch die Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt setzt Forschungspotenzial und Infrastruktur ein, um zur Bewältigung der Corona-Pandemie beizutragen. In mehreren Bereichen von GSI/FAIR arbeiten Wissenschaftler*innen an neuen Erkenntnissen und Technologien, die bei der Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 helfen können. So wird zum Beispiel untersucht, ob  Influenza- und SARS-CoV-2-Viren mit hochenergetischen Schwerionen inaktiviert werden können, um daraus Impfstoffe herzustellen. Weitere Informationen

17. April 2020

1. Max-Planck-Institut für Chemie testet Materialien für behelfsmäßige Schutzmasken

Die Bundesregierung hat sich den Expert*innen angeschlossen, die das Tragen von Schutzmasken beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln zu empfehlen. Mehrere deutsche Städte führen in den kommenden Tagen eine Schutzmaskenpflicht ein, weitere werden vermutlich folgen. Forschende des Max-Planck-Instituts für Chemie haben getestet, wie gut verschiedene Stoffe Partikel aus der Luft filtern. Demnach fangen alle getesteten Materialien wie  OP-Masken, aber auch Baumwollstoffe, Küchenrollenpapier oder Staubsaugerbeutel wenige Mikrometer große Teilchen zum überwiegenden Teil ab. Die Ergebnisse lassen sich gut auf Tröpfchen anwenden, über die das Virus bevorzugt übertragen wird. Weitere Informationen

2. Mathematische Betrachtung der Verdoppelungszeit

Seit Wochen schauen viele Menschen täglich gebannt auf die Verdoppelungszeiten der Infizierten und Verstorbenen, die im weltweiten Vergleich oder nach Bundesländern sortiert in vielen Medien dargestellt werden. Moritz Kaßmann, Mathematik-Professor der Universität Bielefeld erläutert in diesem Video (Achtung: Video ist vom 7. April und die Fallzahlen daher nicht mehr aktuell), warum die veröffentlichte Verdoppelungszeit eigentlich ungeeignet ist und wie sie stattdessen berechnet werden sollte. Zum Video.

16. April 2020

Europäische Kommission fördert Forschungsverbund zu Antikörpertherapien

Seit 1. April forscht der internationale Forschungsverbund ATAC (Antibody Therapy Against Corona-Virus) an Antikörpertherapien zur Behandlung akuter Corona-Virusinfektionen. Der Forschungsverbund ATAC wird von der Europäischen Kommission zwei Jahre lang mit rund drei Millionen Euro gefördert. Am Forschungsverbund sind Arbeitsgruppen aus Schweden, der Schweiz, Belgien, Italien, und Deutschland (Technische Universität Braunschweig) beteiligt. Weitere Informationen 

15. April 2020

1. Bayer spendet acht Millionen Tabletten Chloroquin an die deutsche Bundesregierung

Chloroquin ist ein verschreibungspflichtiges Anti-Malaria-Medikament, das von Bayer schon vor mehr als 80 Jahren zur Prophylaxe und Behandlung von Malaria entwickelt wurde. Schon während der SARS-Pandemie wurde das Medikament in präklinischen Studien gegen SARS-Coronaviren getestet. Chinesische Wissenschaftler haben die antivirale Wirkung von Chloroquin seitdem systematisch weiter erforscht und glauben, dass Chloroquin auch gegen SARS-COV-2-Viren, den Auslöser der aktuellen Corona-Pandemie, wirken könnte. Derzeit wird das Medikament in mehreren Studien weltweit auf seine Wirksamkeit gegen COVID-19-Infektionen getestet. Da Chloroquin bei unsachgemäßer Einnahme erhebliche Nebenwirkungen haben kann, darf es ausschließlich unter medizinischer Aufsicht eingenommen werden. Daher gibt Bayer Spenden grundsätzlich nur an staatliche Stellen sowie zur Durchführung von klinischen Studien ab. Weitere Informationen

2. Boehringer Ingelheim screent mehr als eine Million Wirkstoffe

Im Rahmen der Entwicklung neuer Medikamente haben Wissenschaftler*innen von Boehringer Ingelheim im Verlauf der Zeit einen umfangreichen Pool aus mehr als einer Million Wirkstoffen geschaffen. Zur Zeit führen sie ein computerbasiertes Screening der gesamten Molekülbibliothek durch. Ziel ist, neue kleine Moleküle gegen zwei priorisierte virale Zielstrukturen zu identifizieren: die SARS-CoV-2 Hauptprotease und die SARS-CoV-2 Papain-ähnliche Protease. Weitere Informationen

3. BASF weitet die Produktion von Desinfektionsmittel in Ludwigshafen aus

Ergänzend zu dem bislang hergestellten Hand-Desinfektionsmittel auf Isopropanol-Basis stellt BASF nun auch Hand-Desinfektionsmittel auf Bio-Ethanol-Basis her. Mit den dadurch zusätzlich zur Verfügung stehenden Mengen von bis zu 100.000 Litern Hand-Desinfektionsmittel pro Woche wird das Unternehmen die bundesweite Online-Plattform des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) Notversorgung Desinfektionsmittel (s. Meldung vom 09.April unten) unterstützen. Weitere Informationen

4. Merck produziert und spendet Desinfektionsmittel

Merck hat an seinen hessischen Standorten Darmstadt und Wiesbaden eigene Kapazitäten zur Produktion von Desinfektionsmittel aufgebaut. Dafür wurden Anlagen im Rahmen der bestehenden Genehmigungen umgerüstet. 150.000 Liter hat das Unternehmen dem Land Hessen gespendet. Die bei der Herstellung verwendeten Rohstoffe Ethanol und Propanol kommen regulär unter anderem in der Produktion von Pharmahilfsstoffen sowie in der Forschung und Entwicklung zum Einsatz. Weitere Informationen

14. April 2020

Nationalakademie Leopoldina legt dritte Ad-hoc-Stellungnahme zur  COVID-19-Pandemie vor

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat eine dritte Ad-hoc-Stellungnahme zur COVID-19-Pandemie veröffentlicht. Das Papier mit dem Titel „Coronavirus-Pandemie – Die Krise nachhaltig überwinden“ behandelt die psychologischen, sozialen, rechtlichen, pädagogischen und wirtschaftlichen Aspekte der Pandemie und beschreibt Strategien, die zu einer schrittweisen Rückkehr in die gesellschaftliche Normalität beitragen können. Zum vollständigen Dokument (pdf, 18 Seiten).

09. April 2020

1. Heidelberger Wissenschaftler*innen dokumentieren weltweite klinische Forschung zum Coronavirus/COVID-19

Einen Überblick über die globalen klinischen Forschungsaktivitäten zu Corona/COVID-19 gibt eine Online-Karte, die Geoinformatiker der Universität Heidelberg in Kooperation mit Medizinern des Universitätsklinikums Heidelberg entwickelt haben. Die regelmäßig aktualisierte Weltkarte basiert auf Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und zeigt, an welchen Orten zu welchen Bereichen der Virus- und Krankheitsbekämpfung geforscht wird. Sie ist frei im Internet abrufbar und soll den öffentlichen Informationsfluss erleichtern sowie Kontakte zwischen den Forschenden ermöglichen. Weitere Informationen

2. VCI startet Plattform "Notversorgung Desinfektionsmittel" 

Um die Notfallversorgung von Gesundheitseinrichtungen mit Händedesinfektionsmittel sicherzustellen, hat der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Abstimmung mit seinen Mitgliedern und mit einem Mandat des Krisenstabs der Bundesregierung die Plattform Notversorgung Desinfektionsmittel gestartet. Die Plattform kann Anbieter und Abnehmer von Händedesinfektionsmittel, Rohstoffen, Gebinden und Dienstleistungen (Umfüllen, Logistik) bundesweit miteinander vernetzen. Nachfrage und Angebot sollen dadurch besser koordiniert werden. Die Plattform befindet sich in der Anlaufphase und richtet sich derzeit an die Chemieindustrie, Verbände, Vereinigungen und sonstige Organisationen von Gesundheitseinrichtungen, insbesondere Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen, sowie an Unternehmen und Institutionen, deren Infrastruktur und Ressourcen zur Notversorgung mit Händedesinfektionsmittel beitragen können. Weitere Infomationen

08. April 2020

Vielen Dank! Mitglieder unterstützen die GDCh

Auch die GDCh ist von der Corona-Pandemie betroffen. Alle Tagungen und viele weitere Veranstaltungen sind bis zunächst Ende Juni abgesagt worden. Dies ist nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht bedauerlich, sondern auch ein hoher finanzieller Schaden für die GDCh. Wir sind daher sehr dankbar, dass mehrere Firmen den Sponsoring-Betrag einer abgesagten Tagung der GDCh gespendet haben. Auch eine ganze Reihe von Tagungsteilnehmern verzichten auf die Rückzahlung von Teilnahmegebühren und spenden uns den Betrag. Und der Preisträger eines Nachwuchspreises hat uns sogar sein Preisgeld gespendet. Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Chemical Community für die Unterstützung in schwierigen Zeiten. Sie helfen uns damit, unsere satzungsgemäßen, gemeinnützigen Aktivitäten weiterzuführen.

Übrigens: Während Tagungen abgesagt werden mussten, finden die meisten Fortbildungen als Webinare statt.

07. April 2020

Infos für Eltern und Lehrer*innen: MINT-Angebote für Schülerinnen und Schüler

Eine Initiative des BMBF unterstützt Eltern und Lehrer*innen mit ausgewählten Angeboten zum Online-Lernen ihrer Kinder bzw. Schüler. Auch fernab der Schule laden viele Angebote zum Knobeln, Experimentieren und Mitmachen ein. Die Initiative Wir bleiben schlau! versorgt Schülerinnen und Schüler während der aktuellen schulfreien Zeit mit qualitätsgesicherten Online-Angeboten, die ihren Schwerpunkt auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) legen. Sie können ohne physische Präsenz auch daheim genutzt werden. Hier gibt es eine Übersicht über alle Angebote.

Und wir weisen an dieser Stelle noch einmal auf unser Angebot Chemistry at Home hin, an dem wir jeden Tag einen Beitrag aus der Welt der Chemie veröffentlichen.

06. April 2020

Die GDCh und ihr GDCh-JungChemikerForum sind offizielle Unterstützer des Pandemic Important Resource Allocation Tool.

Die Plattform, die den Austausch von Geräten, Verbrauchsmaterial und Personal zwischen Forschungslaboren und Diagnostiklaboren vermittelt, um die Kapazitäten für COVID-19-Tests zu erhöhen, wurde auf dieser Seite bereits am 2.April vorgestellt (s. unten). Inzwischen sind die GDCh und das GDCh-JungChemikerForum (JCF) offizielle Unterstützer dieser wichtigen Initiative, in der Chemiker*innen und andere Fachkräfte sich institutionsübergreifend vernetzen, um zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beizutragen. Weitere Informationen 

03. April 2020

Antikörpertest auf dem Markt

Ein internationales Forscherteam mit Wissenschaftlern vom Jenaer Leibniz-Institut für Photonische Technologien hat einen Antikörper-Schnelltest auf das neue Coronavirus entwickelt. Er zeigt anhand einer Blutprobe innerhalb von zehn Minuten an, ob eine Person akut mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert (IgM-Antikörper) oder bereits immun dagegen ist (IgG-Antikörper). Der Streifentest ist bereits auf dem Markt.
Antikörpertests helfen zu erfahren, wann sich eine Herdenimmunität einstellt und bieten einen großen Vorteil für medizinisches Personal und Berufsgruppen mit viel Kontakt zu Menschen: Wer immun gegen das Coronavirus ist, könnte arbeiten, ohne andere anzustecken oder sich selbst zu gefährden. Das Projekt wurde vom BMBF gefördert. Zur Pressemeldung

02. April 2020

1. Austausch von Personal und Geräten: Pandemic Important Resource Allocation Tool (PIRAT)

Das Pandemic Important Resource Allocation Tool ist eine Plattform, die den Austausch von Geräten, Verbrauchsmaterial und Personal zwischen Forschungslaboren und Diagnostiklaboren vermittelt, um die Kapazitäten für COVID-19-Tests zu erhöhen. Die Plattform wurde im Rahmen des #WirvsVirus-Hackathons der Bundesregierung entwickelt. Ziel ist es, Corona-Diagnostiklabore mit Universitäten zusammenzubringen, um Geräte wie PCR-Thermocycler und Verbrauchsmaterial auszutauschen, die an den Universitäten derzeit nicht genutzt werden, aber für die Corona-Diagnostik dringend gebraucht werden. Weiterhin können Mitarbeiter der Universitäten, die Erfahrung in der Durchführung von PCR-basierten Tests haben, ihre ehrenamtliche Mitarbeit in akkreditierten Corona-Testlaboren anbieten, um die Testkapazitäten zu erhöhen.
Lehrstuhl- und Gruppenleiter sowie Mitarbeiter, die gerne materiell oder personell unterstützen möchten, können ihre Angebote einstellen. Sie werden dann direkt von interessierten Testlaboren kontaktiert und können alle Details des Austausches mit den Laboren klären. Infos: https://pirat-tool.com

2. Forum zum Austausch von Laborexperten

Damit sich Laborunternehmen und Experten schnell und zuverlässig mit Infos und Praxistipps austauschen können, hat der Deutsche Verband Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP) ein (nicht öffentliches) Forum eingerichtet, welches Mitglieder und Nicht-Mitglieder des VUP nutzen können. Infos: https://vup.de/corona-forum.html

01. April 2020

Informationen vom Experten: täglicher Podcast mit Virologe Christian Drosten

Er ist das Gesicht der Wissenschaftskommunikation während der Corona-Krise: Prof. Dr. Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Berliner Charité, ist derzeit auf allen Kanälen zu sehen. Im täglichen ca. 30-minütigen Podcast von NDR Info erkläutert er im Gespräch mit einer Journalistin die wissenschaftlichen Aspekte der Pandemie. Abseits von reißerischen Schlagzeilen erklärt er wissenschaftliche Zusammenhänge und beantwortet Fragen zur aktuellen Situation. Alle Folgen stehen zum Nachhören oder Nachlesen zur Verrfügung.

31. März 2020

EYCN und IYCN veranstalten Webinare zum Thema Chemie und COVID

Das European Young Chemists' Network (EYCN) und das International Younger Chemists Network (IYCN), also die Organisationen der jungen Mitglieder von EuChemS und IUPAC, veranstalten zwei Webinare am 2. und 3. April 2020, jeweils nachmittags. In Session 1 "The Status Quo" beleuchten Wissenschaftler aus aller Welt die Situation in ihrem Land und die Forschung, die uns bei dem Weg aus dieser globalen Pandemie helfen könnte.
Session 2 "Tools to Thrive Remotely" fokusiert sich auf die Herausforderungen, die durch die Schließung von Forschungseinrichtungen, Universitäten oder allgemein Laboren für Wissenschaftler ergeben und gibt den Zuhörern einige Mittel an die Hand trotz dieser außergewöhnlichen Situation so produktiv wie möglich zu sein!

First webinar:
- Link: https://attendee.gotowebinar.com/register/6989806929893338637
- ID: 995-713-491.

Second webinar:
- Link: https://attendee.gotowebinar.com/register/7470931227996177164
- ID: 992-094-355.

30. März 2020

1. Für die Zeit nach der aktuellen Krise: Chemiker*innen entwickeln autonomes Chemielabor für Grundsubstanzen medizinischer Wirkstoffe

Die gegenwärtige Pandemie zeigt, wie problematisch Lieferketten sein können, die mehrere Länder umspannen. Der Chemiker Peter Seeberger und sein Team vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam entwickeln ein autonom arbeitendes Chemielabor, mit dem viele organische Substanzen direkt vor Ort produziert werden könnten, zum Beispiel auch Grundsubstanzen für Medikamente. Der Originalbeitrag erschien in Nature und ein allgemeinverständlicher Bericht in der FAZ.

2. Arbeitgeber und Arbeitnehmer der chemischen Industrie tragen gemeinsam zur Bekämpfung der Pandemie bei

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) wollen gemeinsam der Corona-Krise begegnen. In einer gemeinsamen Presseerklärung stellen sie fest: "Wir tragen soziale Verantwortung und wollen alles uns Mögliche dazu beitragen, die Krise lösen zu helfen und deren soziale und wirtschaftliche Folgen abzumildern." Im Infektionsschutzgesetz, das in diesen Tagen novelliert wird, erhält das Bundesgesundheitsministerium eine umfassende Ermächtigung, Maßnahmen zur Grundversorgung mit Arzneimitteln, Medizinprodukten, Betäubungsmitteln, Hilfsmitteln, Labordiagnostik, Schutzausrüstung und Desinfektion zu treffen. "Alle diese Produkte stammen aus der Chemie- und Pharmaindustrie. 
Wir stehen als Branche uneingeschränkt mit Rat und Tat bereit. Das zeigt sich auch im enormen freiwilligen Engagement sehr vieler Arbeitnehmer und Unternehmen. Die Brancheninitiative zur Versorgung mit Desinfektionsmitteln (s.unten) ist nur ein Beispiel von vielen."

26. März 2020

1. Herstellung für Komponenten für PCR-Tests auf SARS-CoV-2

Bei der Aufreinigung für PCR-Tests auf SARS-CoV-2 bestehen zur Zeit Lieferengpässe an bestimmten Komponenten. Chemiker*innen am Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie (Lehrstuhl II) der Uni Jena haben in Absprache mit dem Institut für Medizinische Mikrobiologie, Universitätsklinikum Jena, verschiedene publizierte Puffer angesetzt, die zur Diagnostik benötigt werden. Weitere Informationen und Tabellen zur Berechnung. 

Hier geht es zu einem Fernsehbeitrag über die Aktion.

25. März 2020 (Aktualisiert am 30. März 2020)

Herstellung von Desinfektionsmittel

Mehrere Chemiefakultäten an deutschen Universitäten unterstützen inzwischen die Herstellung von Desinfektionsmittel für die hygienische Händedesinfektion. Damit können Arztpraxen (über die Kassenärztlichen Vereinigungen) und ggf. Apotheken in der jeweiligen Region leichter Zugang zu diesen Desinfektionsmitteln bekommen. Eine Anleitung der WHO zur Herstellung einer Lösung auf Ethanol- bzw. Isopropanolbasis kann als Rezeptur dienen, um eine Herstellung gemäß den Allgemeinverfügungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zu ermöglichen. Für die Prüfung der zu verwendenden Alkohol-Charge kann eine behelfsmäßige Analytik mittels NMR-Spektroskopie nützlich sein. Beispiel-Spektren gibt es hier.

24. März 2020

GDCh-Fortbildung per E-Learning

Die GDCh-Fortbildung arbeitet mit Hochdruck daran, unsere Fortbildungskurse, da wo es möglich ist, auf E-Learning-Formate umzustellen. Hier finden Sie eine Übersicht der Fortbildungen, die digital angeboten werden (die Seite wird laufend aktualisiert).

22. März 2020

Desinfektionsmittel für Krankenhäuser 

In einer gemeinsamen Aktion sichern der Verband der Chemischen Industrie (VCI) und der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) die Notfallversorgung der deutschen Krankenhäuser mit Desinfektionsmitteln. Die Aktion findet in Kooperation mit dem Gesundheitsministerium statt. Zur Pressemeldung des VCI

20. März 2020

GDCh startet Chemistry at Home: die tägliche Dosis Chemiewissen während der Corona-Pandemie

Die Schulen sind derzeit geschlossen und das öffentliche Leben steht fast still. Deshalb wollen wir Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern und allen anderen Interessierten die Chemie nach Hause bringen. Jeden Tag werden wir in den kommenden Wochen auf einen Chemiebeitrag hinweisen, der in allgemeinverständlicher Sprache chemische Phänomene oder auch aktuelle Forschungsergebnisse erklärt. Zu Chemistry at Home

16. März 2020

1. Absage von GDCh-Veranstaltungen: Beschluss des GDCh-Vorstands

Angesichts der aktuell dramatisch ansteigenden Risiko- und Gefahrenlage auf Grund der Coronavirus-Pandemie (COVID-19) hat der GDCh-Vorstand einstimmig beschlossen, alle GDCh-Veranstaltungen (Konferenzen, Tagungen, Fortbildungen, usw.) bis 30. Juni 2020 abzusagen bzw. ggf. zu verschieben oder webbasierte Formate zu nutzen. Weitere Informationen

2. GDCh-Geschäftsstelle in Ffm weitet Homeoffice aus (aktualisiert am 1. bzw. 16. April)

Um die weitere Ausbreitung von COVID-19 zu begrenzen, wird auch die Arbeit der GDCh-Geschäftsstelle in Frankfurt am Main den Empfehlungen der Bundesregierung angepasst. Ab sofort wird nur noch eine kleine, täglich wechselnde „Kernmannschaft“ in der Geschäftsstelle tätig sein. Die übrigen Mitarbeiter/innen arbeiten vom Homeoffice aus. Die Maßnahmen gelten zunächst bis einschließlich 3. April. Die telefonische Erreichbarkeit aller Abteilungen ist durch Um- und Weiterleitungen weiterhin sichergestellt, auch per E-Mail sind selbstverständlich alle Mitarbeiter/innen, die im Dienst sind, zu erreichen. 
Update: Die Home-Office-Regelung für die Mitarbeiter/innen der Geschäftsstelle wurden bis zum 17. April und danach erneut bis zum 30 April verlängert.

Kontakt

Dr. Karin J. Schmitz
Leiterin GDCh-
Öffentlichkeitsarbeit
pr@gdch.de
Tel. 069/7917-493

Zu Chemistry at Home, der täglichen Dosis Chemiewissen während der Corona-Pandemie

Social Media

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zuletzt geändert am: 10.08.2020 10:47 Uhr von K.J.Schmitz