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Pressemitteilungen

Hier finden Sie unsere Pressemitteilungen 2019. Links zu den Pressemitteilungen der Vorjahre finden Sie in der Spalte links. (Wenn Sie mit einem Mobilgerät surfen, im Menü oben rechts.)

 

07 Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2019 vergeben

07/19
7. März 2019

Der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in Mathematik und den Naturwissenschaften geht in diesem Jahr an Markus Piotrowski von der Ruhr-Universität Bochum (Biologie), Lena Daumann von der Ludwig-Maximilians-Universität München (Chemie), Robert Rockenfeller von der Universität Koblenz-Landau (Mathematik) sowie an Burkhard Priemer von der Humboldt-Universität zu Berlin (Physik).

Der Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften wird an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die sich durch herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung auszeichnen. Der Preis wird vom Stifterverband, der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der Gesellschaft Deutscher Chemiker und dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland ausgelobt. Die Auszeichnung wird seit 2014 in den Kategorien Biologie, Chemie, Mathematik und Physik vergeben und ist mit je 5.000 Euro dotiert. Die Auswahl der Preisträger traf eine elfköpfige Jury aus Fachvertretern, Vertretern der Hochschuldidaktik sowie Studierenden. Sie sprach den Ars legendi-Fakultätenpreis 2019 folgenden Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern zu:

Im Fach Biologie
geht der Preis an den Privatdozenten Dr. Markus Piotrowski von der Ruhr-Universität Bochum. Er ist ein Pionier bei der Etablierung von eLearning-Konzepten in der laborbiologischen Lehre und hat an der Universität Bochum den pflanzenphysiologischen Kurs „PpÜ goes digital“ designt und umgesetzt. In diesem eLearning-Angebot werden interaktiv die Grundlagen experimentellen Arbeitens vermittelt, Arbeitsweisen in Tutorial Videos vorgestellt und online Antestate geschrieben. Die Studierenden sind von diesem Angebot als Vorbereitung auf die laborpraktischen Übungen, auch hinsichtlich der zeitlichen Flexibilität und der Wiederholbarkeit, begeistert. „Die positiven Erfahrungen erzielen bereits eine Multiplikatorwirkung in der Gesamtfakultät“, hob die Jury hervor.

Im Fach Chemie
geht der Preis an Professorin Dr. Lena Daumann, Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie bekommt den Preis für ihre innovativen Lehr- und Lernmethoden, die die Studierenden besonders aktiv am Lehren und Lernen beteiligen. In ihrer Vorlesung nutzt sie beispielsweise eine App, um Studierende mit interaktiven Quizfragen zu aktivieren; gleichzeitig gewinnt sie so spielerisch einen Überblick über den Wissensstand der Vorlesungsteilnehmer. Studierende können selbst ihre Klausuraufgaben stellen, indem jeder eine Aufgabe zur Klausur beiträgt. Zur Klausurvorbereitung werden diese Fragen online allen Studierenden zur Verfügung gestellt. „Lena Daumanns Prinzip für erfolgreiches Lernen betont erfolgreich die Autonomie der Studierenden“, resümiert die Jury.

Im Fach Mathematik
geht der Preis an Dr. Robert Rockenfeller, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Koblenz-Landau. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die Vorteile verschiedener digitaler Lernmethoden am Mathematischen Institut seiner Universität konkret, umfassend und nachhaltig umzusetzen, sie parallel dazu gemeinsam mit den Studierenden zu evaluieren und den entsprechenden Transformationsprozess auf Universitätsebene zu begleiten und zu unterstützen. Die Jury war von dem Umfang und der Tiefe des Engagements von Robert Rockenfeller beeindruckt und möchte mit seiner Ehrung ganz konkret auch jungen Mitarbeitern vor der Professur zeigen, dass sich ein Engagement für exzellente Lehre lohnt. 

Im Fach Physik
erhält den Preis in diesem Jahr Professor Dr. Burkhard Priemer, Didaktik der Physik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Burkhard Priemer führt seit drei Jahren die Lehrveranstaltung „Ausgewählte Themen der Physik“ für Studierende des Grundschullehramts durch, denn die Grundlage für ein naturwissenschaftliches Verständnis in der Grundschule bilden Kinderfragen in Natur, Umwelt und Technik, wie etwa „Warum ist der Himmel blau?“, „Was ist eigentlich Strom?“ oder „Warum schwimmt ein Schiff?“. Auf Fragen, wie diese werden die Studierenden momentan zu wenig vorbereitet, weshalb sie sich beim Unterrichten dieser Themen unsicher fühlen. Die Jury zeichnet mit dem Preis vor allem die Nachhaltigkeit des von Burkhard Priemer entwickelten Konzepts aus. Es sorge dafür, dass Lehrpersonen über ausreichende Kenntnisse verfügen, um den künftigen Generationen ein naturwissenschaftliches Grundverständnis zu vermitteln. 

Preisverleihung
Interessierte sind herzlich zur feierlichen Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2019 eingeladen. Sie findet am 4. April 2019 um 17 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) statt. Im Rahmen der öffentlichen Veranstaltung wird der Mathematik-Professor und BBAW-Präsident Martin Grötschel einen Festvortrag zu theoretischen und anwendungsbezogenen Aspekten der Mathematik halten. Um Anmeldung bis zum 29.03.2019 wird gebeten, per E-Mail an medienbuero@mathematik.de.

Weitere Informationen
Informationen zum Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften finden Sie unter https://stifterverband.org/ars-legendi-mn 

Ansprechpartner
Thomas Vogt, Tel.: (030) 838-75657, E-Mail: medienbuero@mathematik.de 
Pressekontakt Stifterverband:
Peggy Groß, Tel.: (030) 982 322-530, E-Mail: peggy.gross@stifterverband.de

06 Innovative Arzneimittel im Fokus

Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“ mit Verleihung des Klaus-Grohe-Preises für Medizinische Chemie in Würzburg

06/19
5. März 2019
 

Vom 24. bis zum 27. März findet an der Universität Würzburg die internationale Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“ statt. Rund 200 Besucher werden zu der Veranstaltung erwartet, die die Fachgruppe Medizinische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gemeinsam mit der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft (SCS) und der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) durchführt. Im Rahmen der Tagung werden außerdem eine Nachwuchswissenschaftlerin und ein Nachwuchswissenschaftler mit dem Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie ausgezeichnet.

Medizinische Chemiker befassen sich fachübergreifend mit biologisch aktiven Substanzen und untersuchen deren Wirkungsmechanismen. Ziel ist es, neue Arzneistoffe zu entwickeln. Welche Fortschritte in der medizinischen Chemie in der jüngsten Vergangenheit gelungen sind und welche Forschungsarbeiten kurz vor dem Durchbruch stehen, ist Thema der jährlich stattfindenden Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“. 

Gleich zwei Nachwuchswissenschaftler haben mit ihrer Arbeit Grundlegendes zur zukünftigen Arzneimittelforschung beigetragen und erhalten dafür den jeweils mit zweitausend Euro dotierten Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie. Ausgezeichnet werden Dr. Annabelle Hoegl, Universität Kopenhagen, DK, und Dr. Philipp Cromm, Bayer AG, Berlin. Beide Preisträger geben im Anschluss an die Verleihung Einblicke in ihre Forschung.

Prof. Dr. Klaus Grohe (*1934) entwickelte während seiner beruflichen Tätigkeit als Forschungschemiker mit großem Erfolg wichtige innovative Medikamente. Im Jahr 2001 hat das Ehepaar Klaus und Eva Grohe bei der GDCh die Klaus-Grohe-Stiftung errichtet, die hoch qualifizierte junge Menschen anregen will, sich dem anspruchsvollen interdisziplinären Wissenschaftsfeld der Medizinischen Chemie/Wirkstoffforschung zuzuwenden. Die Stiftung vergibt seit 2004 den Klaus-Grohe-Preis an bis zu drei Nachwuchswissenschaftler an in- und ausländischen (europäischen) Forschungsstätten, die im Bereich der medizinischen Chemie tätig sind. In diesem Jahr wird der Preis letztmalig als Nachwuchspreis verliehen. Im Zuge einer Neuausrichtung wird der Preis zukünftig höher dotiert und an international renommierte Wissenschaftler im Bereich der Wirkstoffentwicklung verliehen, deren Forschungsergebnisse einen wichtigen Beitrag hin zur Anwendung leisten.

Weitere Informationen finden sich unter: www.gdch.de/medchem2019.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen, darunter die Fachgruppe Medizinische Chemie. Sie besteht seit 1971 und hat über 800 Mitglieder. Diese sind in Hochschulinstituten, anderen Forschungseinrichtungen und in der pharmazeutischen Industrie tätig. Mitglieder sind vor allem Chemiker und Pharmazeuten, aber auch Informatiker, Verfahrensingenieure u.a. Die Fachgruppe hat den Brückenschlag zwischen Chemie einerseits und Biologie, Medizin und Pharmazie andererseits zum Ziel.

05 Den Olivenölpanschern auf der Spur

05/19
22. Februar 2019

Am 6. März lädt der Regionalverband Nordrhein-Westfalen der Lebensmittelchemischen Gesellschaft zu seiner Arbeitstagung am Campus Freudenberg der Bergischen Universität Wuppertal ein. Auf dem Programm stehen unter anderem Qualitätsstandards in der Lebensmittelkette, die Bewertung von nativem Olivenöl oder auch die Bildung von Oxidationsprodukten mehrfach ungesättigter Fettsäuren.

Gepanschtes Olivenöl bietet Lebensmittelbetrügern große Gewinnspannen und ist vom Verbraucher nur schwer als Fälschung zu erkennen. Lebensmittelchemiker können hier den Verbraucherschutz maßgeblich unterstützen. Mit ihren Methoden, die im Rahmen der Tagung vorgestellt werden, lässt sich die Authentizität von Olivenöl eindeutig überprüfen. Auch weitere Expertinnen und Experten geben praxisnahe Einblicke in ihre Tätigkeitsbereiche und zeigen die Interdisziplinarität des Fachs: Von Forschungseinrichtungen über das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz bis hin zur Unternehmensberatung im Bereich Lebensmittelrecht, Rückverfolgbarkeit und Hygienemanagement – der Teilnehmerkreis ist breit gefächert. 

Unter dem Titel „Wissenschaft pur“ stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Wuppertal, Münster, Duisburg-Essen und Bonn am Nachmittag ihre aktuellen Forschungsthemen vor. Komplettiert wird das Programm von Poster-Präsentationen und einem Workshop der AG Junge LebensmittelchemikerInnen. Auf ihre Einladung präsentiert Heiner Petersen die so genannte Farmbox, in der Fische und Tomaten unter einem Dach gezüchtet werden. Am Beispiel dieser Demoanlage geht es um „Zukünftige Lebensmittelproduktion ohne Kollateralschäden“.

Weitere Informationen unter
https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u. a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit rund 2800 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 16. bis 18. September in Dresden.

04 Paul-Bunge-Preis geht an Sara J. Schechner

04/19
21. Februar 2019

Dr. Sara J. Schechner, Harvard University, USA, erhält den Paul-Bunge-Preis 2019. Die Preisverleihung erfolgt am 22. März im Rahmen der Vortragstagung der GDCh-Fachgruppe Geschichte der Chemie im Technischen Halloren- und Salinemuseum Halle (Saale). Der Preis der Hans-R.-Jenemann-Stiftung ist mit 7.500 Euro dotiert und wird von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und der Deutschen Bunsen-Gesellschaft (DBG) gemeinsam vergeben. Er zeichnet herausragende Arbeiten zur Geschichte wissenschaftlicher Instrumente aus.

Schechner erhält den Paul-Bunge-Preis für ihr instrumentengeschichtliches Lebenswerk. Die Preisträgerin studierte in Harvard sowie Cambridge Physik und Wissenschaftsgeschichte. Sie war Chefkuratorin am Adler Planetarium in Chicago und kuratierte Ausstellungen für die Smithsonian Institution, die American Astronomical Society und die American Physical Society, bevor sie im Jahr 2000 als Kuratorin für die Collection of Historic Scientific Instruments an die Harvard University zurückkehrte. Die Wissenschaftshistorikerin mit den Schwerpunkten Materialkultur und Astronomiegeschichte ist auch als Dozentin in Harvard tätig. Obwohl der Schwerpunkt ihres Lebenswerks auf den astronomischen Instrumenten liegt, hat sie mit Comets, Popular Culture und The Birth of Modern Cosmology (1997) auch ein großartiges Werk zur allgemeinen Wissenschaftsgeschichte der frühen Neuzeit vorgelegt. Wie kaum ein anderer Kurator oder eine andere Kuratorin vereint die Preisträgerin wissenschaftliche Exzellenz mit einer breiten fachlichen Expertise, Verbindungen in die internationalen Netzwerke der Instrumentengeschichte sowie einer umfangreichen Lehrerfahrung.

Der Paul-Bunge-Preis gilt weltweit als wichtigste Ehrung auf dem Gebiet der Geschichte wissenschaftlicher Instrumente und wird öffentlich und international ausgeschrieben. Er ging bisher neben deutschen auch an britische, italienische, US-amerikanische, australische und kanadische Wissenschaftler. Über die Vergabe entscheidet der von der GDCh und der DBG getragene Beirat der Stiftung.

Hans R. Jenemann (1920–1996), Chemiker bei den Schott Glaswerken in Mainz, wurde bekannt durch seine Beiträge zur Geschichte wissenschaftlicher Geräte, vor allem historischer Waagen. Er selbst rief die Stiftung 1992 ins Leben. Benannt ist der Preis nach dem Hamburger Feinmechaniker Paul Bunge (1839–1888), einem der führenden Konstrukteure von Laborwaagen für die chemische Analyse.

Weitere Informationen zur Tagung unter www.gdch.de/geschichte 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie unterhält zahlreiche Stiftungen, so die Hans-R.-Jenemann-Stiftung. Die Verleihung des Paul-Bunge-Preises der Hans-R.-Jenemann-Stiftung erfolgt jährlich, abwechselnd auf DBG-Hauptversammlungen und Vortragstagungen der GDCh-Fachgruppe Geschichte der Chemie.
 

Paul-Bunge-Preisträgerin Sara J. Schechner

03 Lebensmittelchemiker nehmen Speiseeis unter die Lupe

03/19
19. Februar 2019

Am 25. und 26. März treffen sich Lebensmittelchemikerinnen und Lebensmittelchemiker aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin zu ihrer 25. Arbeitstagung. Veranstaltet wird die Tagung vom Regionalverband Nordost der Lebensmittelchemischen Gesellschaft. Auf der Agenda stehen aktuelle Themen aus Analytik und Verbraucherschutz.

Am ersten Veranstaltungstag dreht sich alles um das Speiseeis. Bei einem virtuellen Rundgang durch eine Berliner Eis-Manufaktur erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wo in der Praxis Gefahren lauern. Weitere Vorträge zeigen, woran außerdem zu denken ist. So geht es unter anderem darum, wie Schimmelpilze ins Speiseeis kommen und wie sich das verhindern lässt. Aber auch das Thema Hygiene in der Eisproduktion wird aufgegriffen. Denn wenn Räumlichkeiten gereinigt und desinfiziert werden, können Putzmittelrückstände ins Eis gelangen. Ob und in welchem Umfang solche Rückstände nachweisbar sind, berichten die Experten in Berlin. Und auch welche ernährungswissenschaftlichen Effekte das Eisschlecken auf den Körper hat, wird auf der Tagung thematisiert. Weitere präsentierte Forschungsgebiete sind unter anderem Rückstände, Ernährungsempfehlungen und die Nährstoffversorgung mit Spurenelementen.

Die diesjährige Arbeitstagung des Regionalverbands Nordost findet erstmals zusammen mit der Jahrestagung des Landesverbands der Lebensmittelchemiker/-innen im öffentlichen Dienst Berlin-Brandenburg e. V. statt.

Weitere Informationen unter
www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u. a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit rund 2800 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 16. bis 18. September in Dresden.

02 „Chemie ist der Schlüssel“

21. Frühjahrssymposium des JungChemikerForums und 2. European Young Chemists‘ Meeting mit Verleihung des Carl-Roth-Förderpreises

02/19
14. Februar 2019

Vom 20.-23. März findet in Bremen das 21. Frühjahrssymposium des JungChemikerForums (JCF) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gemeinsam mit dem European Young Chemists‘ Meeting (EYCheM) statt. Unter dem Motto „The Key is Chemistry“ kommen rund 320 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler an der Universität Bremen zusammen. Auf dem Tagungsprogramm stehen neben wissenschaftlichen Vorträgen, Postersessions und Workshops eine Industrieausstellung sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Ein Höhepunkt ist die Verleihung des Carl-Roth-Förderpreises an Dennis Vogelsang, Technische Universität Dortmund, durch GDCh-Präsident Matthias Urmann.

Das JCF-Frühjahrssymposium ist eine der größten Konferenzen in Europa von und für junge Wissenschaftler. Die Veranstaltung wird jährlich von wechselnden Regionalforen des JungChemikerForums, der Nachwuchsorganisation der GDCh, ausgerichtet. 2019 haben die regionalen JCF Bremen und Oldenburg die Organisation übernommen und gemeinsam ein anspruchsvolles Programm erstellt. In diesem Jahr findet das Frühjahrssymposium zusammen mit dem European Young Chemists‘ Meeting, dem Treffen des European Young Chemists‘ Network, statt. Auf der gemeinsamen Veranstaltung kommen neben den Vorträgen international renommierter Wissenschaftler, wie Professor Dr. David A. Leigh (University of Manchester, UK), Professor David J. Cole-Hamilton (University of St. Andrews, UK), Professor Dr. Matthias Beller (Leibniz-Institut für Katalyse, Rostock) und Dr. Claudia Weidenthaler (Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Mülheim a.d.R.), insbesondere Nachwuchsgruppenleiter und junge Wissenschaftler zu Wort.

In zwei Postersessions erhalten Studierende und Promovierende aus allen Bereichen der Chemie und angrenzenden Naturwissenschaften die Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Einzelne Poster werden durch dreiminütige Postervorträge vorgestellt. Poster- und Vortragspreisträger werden nach Bewertung durch die Teilnehmenden geehrt. Eine begleitende Industrieausstellung, Workshops, Exkursionen und soziale Aktivitäten runden das Konferenzprogramm ab. Außerdem wird der GDCh-Karriereservice mit einem Stand vor Ort vertreten sein und Fragen rund um Berufseinstieg und Karriere beantworten.

Am 21. März wird im Rahmen der Tagung der Carl-Roth-Förderpreis vergeben. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung verleiht die GDCh an junge Chemikerinnen und Chemiker, die ressourcenschonende Synthesewege entwickeln oder Chemikalien innovativ einsetzen. Finanziert wird der Preis von der Carl Roth GmbH & Co. KG, die zusätzlich weitere 3000 Euro in Form eines Gutscheins beisteuert. Den Preis erhält Dennis Vogelsang, Technische Universität Dortmund, für seine Arbeiten zur homogenen Katalyse und deren Selektivität. Er beschäftigt sich mit neuen Reaktorkonzepten zur Prozessoptimierung und Wiederverwertung von Übergangsmetall-Katalysatoren. Mit seiner Forschung will der Preisträger die industrielle Gewinnung von hochwertigen und reinen Produkten aus erneuerbaren Biomaterialien möglich machen. 

Weiterführende Informationen finden sich unter www.jcf-fruehjahrssymposium.de.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 27 Fachgruppen sowie 60 Ortsverbände und regionale JungChemikerForen an 54 Hochschulstandorten. Bundesweit bildet das JCF eine Plattform für über 10.000 junge Mitglieder der GDCh.

01 Chemiedozententagung in Koblenz

GDCh zeichnet herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus

01/19
12. Februar 2019

Vom 18. bis 20. März findet an der Universität Koblenz-Landau die Chemiedozententagung 2019 statt. Dazu lädt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) die Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer der Fakultäten für Chemie aus Deutschland und dem benachbarten Ausland ein. Im Rahmen der Tagung verleiht die GDCh die Ehrenmitgliedschaft an François Diederich, ETH Zürich (CH). Darüber hinaus erhalten Albrecht Berkessel, Universität zu Köln, den Horst-Pracejus-Preis und Sandra Luber, Universität Zürich (CH), den Carl-Duisberg-Gedächtnispreis. Außerdem zeichnet die ADUC drei Nachwuchswissenschaftler aus.

Am 18. März verleiht die GDCh Professor Dr. François Diederich, ETH Zürich (CH), im Rahmen einer Festsitzung ihre höchste Auszeichnung – die Ehrenmitgliedschaft. Damit würdigt sie sowohl Diederichs Einsatz für die Chemie im Allgemeinen als auch sein Engagement für die GDCh im Besonderen. Als langjähriges Mitglied (seit 1974) diente er der GDCh in ihrem Vorstand (2008-2015) sowie als stellvertretender Präsident (2011/12). Außerdem vertrat er die GDCh in verschiedenen Funktionen, unter anderem als Vorsitzender der Bewertungsgruppe des Forschungsratings des Wissenschaftsrats, als Vorsitzender des Kuratoriums der GDCh-Zeitschrift Angewandte Chemie und als Vorsitzender der Präsidenten-Kommission „Perspektiven der Chemie“.

Der gebürtige Luxemburger Diederich studierte Chemie in Heidelberg, wo er 1979 promovierte. Nach einem Postdoktoranden-Aufenthalt an der University of California at Los Angeles (UCLA) trat er 1981 eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg an. Dort habilitierte er sich 1985 und folgte einem Ruf an die UCLA, wo er 1989 zum Full Professor of Organic and Bioorganic Chemistry ernannt wurde. Seit 1992 ist er ordentlicher Professor für Organische Chemie an der ETH Zürich. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, der American Academy of the Arts and Sciences, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) sowie der Real Academia Española de Ciencias. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Otto-Bayer-Preis für Chemie, dem Humboldt-Forschungspreis, dem Burckhard-Helferich-Preis sowie der August-Wilhelm-von-Hofmann-Denkmünze und der Adolf-von Baeyer-Denkmünze der GDCh.

Ebenfalls im Rahmen der Festsitzung erhält Professor Dr. Albrecht Berkessel, Universität zu Köln, den Horst-Pracejus-Preis. Die Auszeichnung wird an Wissenschaftler bzw. Wissenschaftlerinnen für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Enantioselektivität verliehen. Berkessel wird als einer der international renommiertesten deutschen Chemiker gewürdigt, wozu neben seinen herausragenden Originalpublikationen auch seine Monographie „Asymmetric Organocatalysis“ beiträgt. Als „spektakulär“ bezeichnet die Auswahlkommission seine Entdeckung einer Titan-katalysierten hochenantioselektiven Epoxidierung terminaler Olefine sowie seine Beschreibung des sogenannten Breslow-Intermediates. 

Den Carl-Duisberg-Gedächtnispreis erhält Prof. Dr. Sandra Luber, Universität Zürich (CH). Mit dem Preis, der mit 7500 Euro dotiert ist, wird der akademische Nachwuchs in der Chemie gefördert. Die 37-jährige Chemikerin erhält die Auszeichnung für ihre Arbeiten auf dem Gebiet der theoretischen Spektroskopie, und zwar sowohl in der Methodenentwicklung als auch der wissenschaftlich relevanten Anwendung. Mit ihren Arbeiten zeigt die Preisträgerin beispielhaft, wie moderne theoretische Chemie zur Aufklärung komplexer chemischer Phänomene beitragen kann. 

Darüber hinaus zeichnet die ADUC drei Nachwuchswissenschaftler aus verschiedenen Gebieten der Chemie für die Etablierung eines eigenständigen Forschungsgebietes aus: Dr. Lutz Greb, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, erhält einen ADUC-Preis für seine kreativen und ungewöhnlichen Beiträge zur Chemie der Siliziumverbindungen in gewöhnlichen Valenzzuständen. Dr. Thomas-Christian Jagau, Ludwig-Maximilians-Universität, wird für die Entwicklung von Coupled-Cluster-Methoden zur Berechnung elektronischer Resonanzzustände und der Starkfeldionisation ausgezeichnet. Und Dr. Manuel van Gemmeren, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, erhält den Preis für sein brillantes Ligandendesign für die nicht-dirigierte C-H-Olefinierung von Arenen.

Weitere Informationen finden sich unter www.gdch.de/cdt2019.   

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen und vergibt zahlreiche Preise für besondere Leistungen in der chemischen Forschung. Von der traditionsreichen, bei der GDCh angesiedelten Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) werden jährlich bis zu drei Nachwuchsgruppenleiter/innen (Habilitanden/innen, Stipendiaten/innen oder Juniorprofessoren/innen) für die Etablierung eines eigenständigen Forschungsgebietes ausgezeichnet.

Professor Dr. François Diederich
Professor Dr. Albrecht Berkessel
Professorin Dr. Sandra Luber
 

Kontakt

Dr. Karin J. Schmitz
Leiterin GDCh-
Öffentlichkeitsarbeit
pr@gdch.de
Tel. 069/7917-493

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zuletzt geändert am: 08.03.2019 - 07:47 Uhr von M.Mielck