Pressedienst Chemie

28 Jan Klett erhält Arfvedson-Schlenk-Preis

28/17
25. Juli 2017

 

Am 12. September wird Dr. Jan Klett, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) in Berlin mit dem Arfvedson-Schlenk-Preis ausgezeichnet. Der von dem Unternehmen Albemarle gestiftete Preis wird gemeinsam mit der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) verliehen. Der Preisträger Klett erhält die Auszeichnung für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Lithiumchemie.

 

Die GDCh und Albemarle würdigen damit insbesondere Kletts bemerkenswerte Beiträge zur organometallischen Chemie der Alkalimetalle. Mit diesen Erkenntnissen werden bedeutende Lücken im Verständnis von sogenannten Lochmann-Schlosser-Superbasen geschlossen. Seine Darstellung dieser löslichen und damit gut charakterisierbaren Alkalimetallverbindungen ist eine der bedeutendsten Entwicklungen in der Hauptgruppen-Organometallchemie der letzten Jahre.

 

 

Klett wurde 1974 in Schorndorf geboren. Nach einem Chemiestudium an der Universität Stuttgart promovierte er 2006 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Nach Forschungsaufenthalten an der University of Strathclyde, Glasgow, und der Georg-August-Universität Göttingen ist er heute Habilitand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

 

Weitere Informationen zum WiFo unter www.wifo2017.de.  

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

27 Heinz-Schmidkunz-Preis für Marco Oetken

27/17
20. Juli 2017

 

Im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) in Berlin erhält Professor Dr. Marco Oetken, Pädagogische Hochschule Freiburg, am 12. September den Heinz-Schmidkunz-Preis. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) verleiht die Auszeichnung für besondere Verdienste um die chemiedidaktische Forschung, um die Ausbildung von Chemielehrerinnen und -lehrern sowie um den Chemieunterricht an Schulen.

 

Oetken erhält den Preis für seine zahlreichen innovativen Experimente und didaktischen Konzepte, die auf seinem breiten Wissenshorizont über die gesamte Chemie basieren. Bekannt ist er unter anderem für seine Experimente zu Batteriesystemen, die im Kontext der Energiewende sowohl eine hohe Aufmerksamkeit bei Schülern als auch Interesse bei Fachwissenschaftlern und Technologen erregen. Oetkens Interesse gilt nicht nur dem Unterricht der Sekundarstufe, sondern beispielsweise auch der Fortbildung von Grundschullehrern. Darüber hinaus betreut er eine beachtliche Zahl an Promotionen und ist als Herausgeber von Büchern und Zeitschriften tätig. 

 

Marco Oetken studierte Chemie und Biologie für das Lehramt an Gymnasien an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Nach dem 1. Staatsexamen promovierte er 1997 dort in Chemie. Nach Abschluss der 2. Staatsexamensprüfung habilitierte er sich ebenfalls in Oldenburg und lehrte an der Pädagogischen Hochschule Weingarten sowie der Universität Wuppertal. Seit 2004 ist Oetken Professor an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, seit 2012 Lehrstuhlinhaber für Chemie und ihre Didaktik. 

 

Weitere Informationen zum WiFo unter www.wifo2017.de

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

Preisträger Marco Oetken

23 Otto-Hahn-Preis 2017 geht an den Gravitationswellenforscher Karsten Danzmann

23/17
13. Juli 2017

 

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG 

der Stadt Frankfurt am Main 

der Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V. (GDCh) sowie

der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. (DPG)

 

Der mit 50.000 Euro dotierte und gemeinsam von der Stadt Frankfurt am Main, der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) getragene Otto-Hahn-Preis wird in diesem Jahr am 2. November in der Frankfurter Paulskirche an Prof. Dr. Karsten Danzmann verliehen. Der Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik und Professor an der Leibniz Universität Hannover gilt als einer der Wegbereiter der Entdeckung von Gravitationswellen.

 

„Danzmanns Arbeiten zu neuartigen Interferometersystemen mit hoch stabilen Laserquellen, signalverstärkenden Interferometer-Topologien und seismisch extrem entkoppelten, ultragenauen Laserspiegeln schufen experimentelle Voraussetzungen dafür, dass die LIGO-Detektoren in den USA am 14. September 2015 erstmals Gravitationswellen direkt nachweisen konnten“, heben Prof. Dr. Thisbe Lindhorst, Präsidentin der Gesellschaft Deutscher Chemiker und Prof. Dr. Rolf-Dieter Heuer, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, hervor.

 

„Die Stadt Frankfurt ist stolz, mit dem Otto-Hahn-Preis das wissenschaftliche Leben der Bundesrepublik Deutschland zu fördern und bekennt sich damit zu einem der größten Söhne der Stadt“, betont Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main.

 

Die ersten Gravitationswellen, die von den LIGO-Detektoren gemessen wurden, stammten von zwei Schwarzen Löchern mit 29 respektive 36 Sonnenmassen, die in rund 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung von der Erde miteinander kollidierten. Inzwischen konnten diese Instrumente weitere Ereignisse nachweisen. Gravitationswellen verraten sich ausschließlich durch extrem kleine Längenänderungen im Raum, die selbst bei der Kollision von überaus massereichen Schwarzen Löchern auf der Messstrecke der LIGO-Detektoren von vier Kilometern Länge nur etwa ein Tausendstel des Durchmessers eines Wasserstoffatomkerns betragen.

 

Möglich wurde die enorme Präzision unter anderem durch Laserinterferometrie, die das Team um Karsten Danzmann über Jahrzehnte hinweg entwickelt und beispielsweise im deutsch-britischen Detektor GEO600 in der Nähe von Hannover getestet hat. „Mit dem Otto-Hahn-Preis wird die am Gravitationswellen-Detektor GEO600 geleistete Technologieentwicklung für die LIGO-Detektoren gewürdigt“, sagt der Preisträger. „Darüber freue ich mich sehr.“

 

Durch das von ihm konzipierte Interferometer GEO600 gehört Deutschland mit zur Spitze der weltweiten Entwicklung dieses bedeutenden Gebietes der Experimentalphysik. Zurzeit arbeiten er und sein Team daran, die Empfindlichkeit der Nachweisgeräte weiter zu erhöhen. Darüber hinaus werden viele der von Danzmann und seinem Team entwickelten Technologien inzwischen auch auf anderen Gebieten praktisch eingesetzt, so zum Beispiel in Erdvermessungssatelliten oder in der Datenkommunikation.

 

Ferner ist er der geistige Vater und treibender Pionier des Gravitationswellendetektors LISA (Laser Interferometer Space Antenna). Ab 2034 soll dieser Detektor, der aus drei Satelliten bestehen wird, etwa 50 Millionen Kilometer von der Erde entfernt im All kreisen. Die Raumsonden bilden ein Laserinterferometer mit Armlängen von mehreren Millionen Kilometern. Dieser Weltraum-Detektor ist besonders empfindlich für Gravitationswellen extrem massereicher Schwarzer Löcher, die in den Zentren der meisten Galaxien zu finden sind. Zur Vorbereitung dieses Experiments ist erst kürzlich die Sonde LISA Pathfinder erfolgreich ins All gebracht worden.

 

Der international hoch angesehene Pionier der Gravitationswellenforschung zeichnet sich durch ein sehr umfangreiches wissenschaftliches Werk mit zahlreichen Publikationen höchster Qualität aus. Neben seinen außerordentlichen Leistungen als Wissenschaftler ist Karsten Danzmann ein ebenso hoch geschätzter Hochschullehrer, der leidenschaftlich die Jugend fördert und mit großem Engagement Physik-Anfängervorlesungen hält. Zudem hält er zahlreiche, einfach zu verstehende Vorträge für die allgemeine Öffentlichkeit und baut so Brücken zwischen der Wissenschaft und der Gesellschaft.

 

Karsten Danzmann wurde am 6. Februar 1955 in Rotenburg an der Wümme geboren. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann in Hannover und Berlin. Schon mit 25 Jahren promovierte er am Fachbereich Physik der Universität Hannover. Im Jahr 1986 ging er an die Stanford-Universität, um auf dem Gebiet der Atom- und Ionenphysik zu forschen. Im Jahr 1990 übernahm er die Projektleitung für Gravitationswellen-Detektoren am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching. Seit 1993 ist Danzmann Professor an der Leibniz-Universität Hannover und seit 2002 Direktor des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik, das auch den Namen Albert-Einstein-Institut trägt.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

 

Der Otto-Hahn-Preis wird von der Stadt Frankfurt, Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) und der GDCh gemeinsam verliehen. Er dient der Förderung der Wissenschaft insbesondere auf den Gebieten der Chemie, Physik und der angewandten Ingenieurwissenschaften durch die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Leistungen. Er ist mit 50.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre mit einem Festakt in der Frankfurter Paulskirche verliehen. 

Karsten Danzmann

26 Bernhard Spengler erhält Fresenius-Preis

26/17
6. Juli 2017

 

Am 12. September wird Professor Dr. Bernhard Spengler, Justus-Liebig-Universität Gießen, im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) in Berlin mit dem Fresenius-Preis ausgezeichnet. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) würdigt damit seine besonderen Verdienste um die wissenschaftliche Entwicklung und um die Förderung der analytischen Chemie.

 

Spengler erhält den Preis für seine exzellenten Forschungsarbeiten zur Massenspektroskopie, mit der er die analytische Chemie als eine exakte Wissenschaft mit hoher Aussagekraft in lebenswissenschaftlichen Anwendungsgebieten maßgeblich vorangebracht hat. Gewürdigt wird außerdem sein großer Einsatz für die wissenschaftliche Entwicklung und die Förderung der analytischen Chemie. So trug Spengler als langjähriges Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Massenspektroskopie dazu bei, dass sich diese zu einer Wissenschaftsvereinigung von herausragendem internationalen Rang entwickelte. Gleichzeitig engagiert er sich als Vorsitzender der Justus Liebig-Gesellschaft für den Betrieb und die Weiterentwicklung des Liebig-Museums in Gießen.

 

Spengler wurde 1960 in Hattingen geboren. Nach einem Chemiestudium an der Universität Bonn promovierte er 1988 an der Universität Münster und habilitierte sich 1996 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit 2000 ist Spengler Professor für Analytische Chemie und Geschäftsführender Direktor des Institutes für Anorganische und Analytische Chemie der Justus Liebig Universität Gießen.

 

Weitere Informationen zum WiFo unter www.wifo2017.de.  

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

25 Neue Statistik der Chemiestudiengänge erschienen

Anfängerzahlen rückläufig, Promotionen auf Höchststand

 

25/17
4. Juli 2017

 

2016 sind erstmals seit 2012 die Anfängerzahlen in Chemie gesunken. Trotz des leichten Rückgangs lag die Gesamtzahl der Studienanfänger mit 11.311* bereits im sechsten Jahr bei über 10.000. Gleichzeitig stiegen die Absolventenzahlen (Master und Diplom) in allen Fächern (Chemie, Biochemie, Lebensmittelchemie) sowie an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW). Dies vermeldet die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) in ihrer jährlichen Statistik der Chemiestudiengänge. 

 

Seit nunmehr 65 Jahren (seit 1952) erhebt die GDCh jährlich umfangreiche statistische Daten zu den Chemiestudiengängen. In diesem Jahr wurden die Daten des Jahres 2016 in den Studiengängen Chemie, Wirtschaftschemie, Biochemie/Life Sciences, Lebensmittelchemie und in den Chemiestudiengängen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW), ehemals Fachhochschulen, abgefragt. Erfasst wurden die Anfängerzahlen, die Zahl der bestandenen Abschlussprüfungen sowie die jeweiligen Noten und Studiendauern. Außerdem machten viele Hochschulen Angaben zum Berufseinstieg ihrer Absolventen nach Studienabschluss oder Promotion.

 

In Chemie meldeten die Hochschulen 2484 Bachelor- und 2297 Master-Absolventen. 2.028 Personen promovierten im Jahr 2016 in Chemie. Die Promotionsdauer lag bei zirka vier Jahren. In der Biochemie wurden 814 Bachelor- und 751 Master-Absolventen gemeldet, dazu 239 Promotionen.

 

An HAW beendeten 894 Studierende ihr Bachelor- und 482 ihr Master-Studium. In Lebensmittelchemie absolvierten 370 Personen die Hauptprüfung A oder die Diplomprüfung. 129 Studierende bestanden die Hauptprüfung Teil B. Außerdem meldeten die Universitäten 174 Bachelor- und 73 Master-Abschlüsse sowie 56 Promotionen.

 

Fast alle Bachelor-Absolventen an Universitäten schlossen ein Master-Studium an. An den HAW lag dieser Anteil bei 56 %. Rund 83 % der Master-Absolventen an Universitäten begannen eine Promotion. Damit liegt dieser Wert bereits im dritten Jahr unter langjährigen Mittel (90 %). Die nächsten Jahre werden zeigen, ob dies ein neuer Trend ist und zukünftig mehr Absolventen ohne Promotion ins Berufsleben starten werden. Die Gesamtzahl der Promotionen hat durch die insgesamt gestiegene Absolventenzahl erneut zugenommen und damit den höchsten Wert der letzten 10 Jahren erreicht.

 

Von 55 % der promovierten Absolventen in Chemie ist der erste Schritt in das Berufsleben bekannt. Demnach war auch 2016 der Eintritt in den Arbeitsmarkt für die Berufseinsteiger schwierig. Nach Angaben der Hochschulen wurden 33 % der frisch promovierten Chemiker in der chemischen und pharmazeutischen Industrie eingestellt, 10 % traten eine Stelle in der übrigen Wirtschaft an. 13 % gingen nach der Promotion zunächst ins Ausland, in den meisten Fällen zu einem Postdoc-Aufenthalt. 19 % starteten auf einer zunächst befristeten Stelle im Inland (inkl. Postdocs). Dieser Wert ist seit einigen Jahren relativ hoch und ein Indikator für die schwierige Arbeitsmarktlage. Fünf Prozent fanden in anderen Bereichen des Öffentlichen Dienstes eine Anstellung. Vorübergehend stellensuchend waren 14,5 % – bedingt auch durch den Zeitpunkt der Erhebung.

 

Die Broschüre „Chemiestudiengänge in Deutschland – Statistische Daten 2016“ steht als pdf unter www.gdch.de/statistik zur Verfügung. 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie befasst sich u.a. mit aktuellen Entwicklungen an Hochschulen und am Arbeitsmarkt. Die GDCh ermittelt jährlich (Stichtag: 31.12.) Angaben zur Zahl der Studierenden in den verschiedenen Studienabschnitten, der abgelegten Prüfungen und zur Studiendauer. Die Angaben werden der GDCh von den Chemiefachbereichen der Hochschulen zur Verfügung gestellt.

* In einer früheren Version der Pressemitteilung wurde fälschlicherweise die Zahl 11.168 genannt. Wir bitten um Entschuldigung für diesen Fehler.

Abb.1 : Anfängerzahlen in den Chemiestudiengängen
Abb.2 : Promotionen im Studiengang Diplom-Chemie

24 Adolf-von-Baeyer-Denkmünze an Peter Schreiner

Gießener Organiker wird auf dem Wissenschaftsforum Chemie ausgezeichnet.

 

24/17
4. Juli 2017

 

Professor Dr. Peter R. Schreiner, Justus-Liebig-Universität Gießen, erhält im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) am 13. September in Berlin die Adolf-von-Baeyer-Denkmünze. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) würdigt damit seine hervorragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Organischen Chemie.

 

Schreiner erhält die Auszeichnung für seine Forschungserfolge sowie seine weltweit anerkannten Beiträge zur physikalisch-organischen Chemie und Katalyse. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Chemikers reichen in ihrer Bedeutung weit über die physikalisch-organische Chemie hinaus bis hin zu biologischen Prozessen. Mit seinen Arbeiten zeigte Schreiner darüber hinaus neue Wege in der Synthese von Arzneimitteln auf und gehört zu den Pionieren im Bereich Organokatalyse.

 

Schreiner wurde 1965 in Nürnberg geboren. Nach einem Chemiestudium an der Universität Erlangen-Nürnberg und der University of Georgia, Athens  (USA), promovierte er 1994 in organischer Chemie in Erlangen und in theoretischer Chemie in Athens. Seit 2002 ist Schreiner Professor für Organische Chemie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er forscht im Bereich der metallfreien Katalyse, der Nanodiamanten und des quantenmechanischen Tunnelns zur Entwicklung und Verbesserung nachhaltiger chemischer Methoden.

 

Weitere Informationen zum WiFo unter www.wifo2017.de.  

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

22 Matthias Beller erhält Karl-Ziegler-Preis

22/17
27. Juni 2017

 

Im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) wird Professor Dr. Matthias Beller, Leibniz-Institut für Katalyse an der Universität Rostock, am 11. September mit dem Karl-Ziegler-Preis geehrt. Er erhält die Auszeichnung während des Angewandte-Festsymposiums, das Teil des diesjährigen WiFo ist.

 

Mit Beller erhält den Karl-Ziegler-Preis ein großer Katalytiker, der in den letzten 20 Jahren die metallorganische Katalyse maßgeblich geprägt hat. Er hat eine Reihe nützlicher und industriefreundlicher Umwandlungen entdeckt, die die Entwicklung nachhaltiger Synthesen ermöglichen. Darüber hinaus würdigt der Preis seine Leistung, das Leibniz-Institut für Katalyse in Rostock mit großem Erfolg zu einem international renommierten Institut ausgebaut zu haben. 

 

Beller wurde 1962 im hessischen Gudensberg geboren und studierte Chemie an der Georg-August-Universität Göttingen, wo er 1989 den Doktortitel erwarb. Am Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, USA, absolvierte er ein Postdoktorat bei Professor Dr. K. Barry Sharpless. Zwischen 1991 und 1995 arbeitete Beller bei der Hoechst AG in Frankfurt am Main, bis er 1996 zum Professor für Chemie an der Technischen Universität München ernannt wurde. Seit Juni 1998 ist er Direktor des Leibniz-Institutes für Katalyse und hat eine Professur für Katalyse an der Universität Rostock inne. Beller erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, darunter auch die Emil-Fischer-Medaille der GDCh.

 

Der Karl-Ziegler-Preis ist eine der am höchsten dotierten deutschen Auszeichnungen auf dem Gebiet der Chemie und wurde seit 1998 neunmal vergeben. Er ist nach dem Gründungspräsidenten der GDCh und Chemienobelpreisträger von 1963, Karl Ziegler, benannt. Der Preis ist mit 50 000 Euro und einer Goldmedaille dotiert und wird aus einer Stiftung gespeist, die Zieglers Tochter, Marianne Witte, bei der GDCh eingerichtet hat. 

 

Weitere Informationen unter www.wifo2017.de

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Ihre bedeutendste Tagung ist das alle zwei Jahre stattfindende Wissenschaftsforum Chemie, das 2017 vom 10. bis 14. September in Berlin stattfindet. Zu den Höhepunkten de Wissenschaftsforums zählen die Preisverleihungen. Mit 50 000 Euro ist der Karl-Ziegler-Preis neben dem Otto-Hahn-Preis der höchstdotierte Preis der GDCh. Er wurde erstmals 1998 aus Geldern der Karl-Ziegler-Stiftung vergeben, und zwar an Gerhard Ertl, den Nobelpreisträger von 2007.

21 Neville Compton übernimmt Chefredaktion der Angewandten Chemie von Peter Gölitz

21/17
21. Juni 2017

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und Wiley-VCH geben bekannt, dass Dr. Neville Compton zum 1. Oktober 2017 die Chefredaktion der Angewandten Chemie übernehmen wird.

Die Angewandte Chemie, das Flaggschiff unter den Zeitschriften der GDCh, erscheint wöchentlich im 129. Jahrgang in der deutschen und im 56. Jahrgang in der internationalen Ausgabe. Die Zeitschrift publiziert Artikel aus allen Gebieten der Chemie und aus den Nachbarwissenschaften. 2016 wurden fast 2700 Originalbeiträge und ca. 150 Aufsätze und Kommentare publiziert; daneben hat die Zeitschrift einen vielfältigen Magazinteil. All diese Charakteristika machen die Angewandte Chemie zu einer weltweit führenden Wissenschaftszeitschrift – nicht nur in der Chemie.

Dr. Neville Compton hat Chemie an der Universität von Newcastle Upon Tyne studiert, forschte als Postdoktorand an der Universität Heidelberg und trat im Alter von 27 Jahren 1992 in die Redaktion der Angewandten Chemie ein. 1997 wurde er dort stellvertretender Chefredakteur, und 2002 zusätzlich Chefredakteur von Chemistry – A European Journal. Unter Neville Comptons Leitung hat sich Chemistry – A European Journal zu einer der wichtigsten Chemiezeitschriften überhaupt entwickelt. Chemistry – A European Journal ist die wichtigste Zeitschrift von ChemPubSoc Europe, einem Zusammenschluss von 16 europäischen Chemiegesellschaften.

Nach 37 Jahren Tätigkeit für die Angewandte Chemie, davon 35 Jahre als Chefredakteur, tritt Dr. Peter Gölitz in den Ruhestand. Unter seiner Leitung hat sich die Angewandte Chemie von einer nationalen zu einer führenden internationalen Zeitschrift entwickelt; die meisten publizierten Beiträge kamen 2016 aus den USA, China, Deutschland und Japan. Peter Gölitz prägte die Zeitschrift durch die Gewinnung von Top-Autoren aus aller Welt und die Öffnung für magazinartige Artikel.

„Die Angewandte Chemie war schon lange das Schaufenster, in dem Chemiker aus Deutschland ihre besten Ergebnisse ausstellten, als ich die Chefredaktion 1982 übernahm“, so Peter Gölitz, „sie zu einer Plattform für Autoren aus aller Welt zu entwickeln, hat Freude gemacht; ich bin sicher, Neville Compton wird der Angewandten Chemie neue Impulse verleihen und ihre Stellung in kompetitiver Umgebung weiter stärken.“

Neville Compton: „Ich empfinde es als große Ehre, diese Position bei der Flaggschiff-Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker übernehmen zu dürfen. Die GDCh und die Angewandte Chemie sind beide weltweit hoch angesehen, und ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, gemeinsam mit dem Kuratorium und dem Editorial Team, deren Renommee noch weiter zu steigern. Wir werden sicherstellen, dass die Angewandte Chemie auch in Zukunft weltweit der beste Ort für exzellente Chemie von international führenden Autoren bleibt.“

Prof. Thisbe K. Lindhorst, Präsidentin der GDCh, betont: „Der GDCh-Vorstand hat mit großem Enthusiasmus beschlossen, der Bestellung von Dr. Compton als Nachfolger von Dr. Gölitz zuzustimmen. So werden wir mit der Angewandten Chemie auch weiterhin international die chemischen Fachjournale anführen und Maßstäbe setzen. Wir freuen uns, dass wir den Wechsel bei der 150-Jahre-Jubiläumsfeier der GDCh im September in Berlin würdigen können.“

GDCh-Geschäftsführer Prof. Wolfram Koch ergänzt: „Wir haben mit Dr. Compton einen Chefredakteur gefunden, der die Stärken der Angewandten Chemie pflegen und dank seiner Erfahrung beim Aufbau von Chemistry – A European Journal sicherlich auch neue Wege öffnen wird, die die Zeitschrift für Leser in aller Welt attraktiver denn je machen werden.“

Guido Herrmann, Vice President und Geschäftsführer Wiley-VCH: „Neville Compton ist einer der erfahrensten Chefredakteure und Manager von wissenschaftlichen Chemie-Zeitschriften weltweit. Unter seiner Leitung wird die Angewandte Chemie ihre Position als die führende Zeitschrift in der Chemie noch weiter ausbauen können.”

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

Wiley-VCH, 1921 als Verlag Chemie u. a. durch die Deutsche Chemische Gesellschaft gegründet, kann auf eine über 90-jährige Tradition zurückblicken. Das Verlagsprogramm umfasst viele Bereiche der Naturwissenschaften – wie Chemie, Material- und Biowissenschaften, Physik, Medizin und Technik – sowie den Bereich Wirtschaft. Seit 1996 ist Wiley-VCH Teil der weltweiten Verlagsgruppe John Wiley & Sons, Inc. mit Sitz in Hoboken, New Jersey, USA.

Wiley, a global company, helps people and organizations develop the skills and knowledge they need to succeed. Our online scientific, technical, medical, and scholarly journals, combined with our digital learning, assessment and certification solutions help universities, learned societies, businesses, governments and individuals increase the academic and professional impact of their work. For more than 200 years, we have delivered consistent performance to our stakeholders. The company's website can be accessed at www.wiley.com.

Dr. Neville Compton

20 Primo-Levi-Preis wird erstmalig verliehen

20/17
6. Juni 2017

Im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) wird Professor Dr. Roald Hoffmann am 10. September mit dem Primo-Levi-Preis ausgezeichnet. Er erhält den Preis, der von der GDCh gemeinsam mit der Italienischen Chemischen Gesellschaft (SCI) getragen wird, bei der Eröffnungsfeier des WiFo 2017 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin.

Der Primo-Levi-Preis erinnert an den italienischen Schriftsteller und Chemiker, der als jüdischer Widerstandskämpfer nach Auschwitz deportiert wurde und überlebte. Levi gilt als bedeutender Vertreter der Holocaust-Literatur. Seine Werke widmen sich dem Gedenken an die Opfer und wenden sich gegen das Vergessen. Mit dem neu geschaffenen Primo-Levi-Preis werden Chemiker oder Wissenschaftler chemienaher Disziplinen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für die Wahrung der Menschenrechte einsetzen und damit den Dialog zwischen der Chemie und der Gesellschaft voranbringen. Erster Preisträger ist der Chemie-Nobelpreisträger Professor Dr. Roald Hoffmann, Cornell, USA. Hoffmann, selbst jüdischer Abstammung, hatte in seiner Kindheit den Holocaust unmittelbar miterlebt. Er setzt sich für die Einhaltung ethischer Grundsätze in der Chemie ein. Neben seinen herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten verfasst er außergewöhnliche philosophische, ethische und dichterische Werke, die die Rezipienten Verantwortung, Respekt und Empathie für einander lehren. Im Anschluss an die Preisverleihung wird Hoffmann einen Plenarvortrag halten.

Weitere Informationen unter www.wifo2017.de

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

19 Bildung in Chemie stärken

Empfehlungen für die Orientierungsstufe (Klasse 5 und 6)


19/17
31. Mai 2017

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker hat die Broschüre „Diskussionsergebnisse und Empfehlungen aus der Klausurtagung ‚Stärkung des Chemieunterrichts in den Schulklassen 5 und 6‘“ veröffentlicht. Neben einer Analyse des Ist-Zustands in der Orientierungsstufe an Schulen in Deutschland finden sich in ihr Empfehlungen, wie die Brücke zwischen früher Chemiebegeisterung und dem Fachunterricht geschlossen werden kann.

Auf Einladung der GDCh kamen im September letzten Jahres Experten aus Kultusministerien mit Vertretern aus Industrie, Verbänden und Hochschulen zu einer Klausurtagung zusammen. In der evangelischen Akademie Tutzing diskutierten sie, wie man das Interesse an Chemie in der Schule stärken könne. Nach zwei Tagen intensiver Gruppenarbeit verständigten sich die Teilnehmer auf die folgenden Empfehlungen:

  • Die Stundenkontingente zwischen Biologie, Chemie und Physik gleich verteilen. 
  • Längere Unterbrechungen des Chemieunterrichts bspw. durch einen Wechsel der Naturwissenschaften Chemie und Physik vermeiden.
  • Anschlussfähigkeit des Chemieunterrichts in der Orientierungsstufe an den naturwissenschaftlichen Sachunterricht (Grundschule) und den folgenden Fachunterricht (ab Jahrgangsstufe 7) sicherstellen.
  • Chemische Inhalte im naturwissenschaftlichen Sachunterricht als solche sichtbar machen.
  • Best-Practice-Beispiele für chemische Inhalte in der Orientierungsstufe identifizieren und nutzen.
  • In Orientierung an den Best-Practice-Beispielen umfangreiche, ländergemeinsame Modellversuche zur schulischen Umsetzung der chemischen Inhalte durchführen.
  • Beispielhafte Unterrichtskonzepte und -materialien entwickeln und verbreiten.
  • Lehrkräfte im Hinblick auf chemische Inhalte zielgerichtet für die Jahrgangsstufen 5 und 6 qualifizieren und geeignete Fortbildungsangebote entwickeln.

Die Initiatorin und ehemaliges GDCh-Vorstandsmitglied Professorin Dr. Gisela Lück, Universität Bielefeld, betont, wie wichtig eine Umsetzung dieser Empfehlungen ist: „Wir können es uns als Industrienation einfach nicht leisten, die Schuljahre, in denen unsere Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung experimentieren und die Phänomene verstehen wollen, verstreichen zu lassen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Heranwachsenden erst in einem Alter mit den Fächern Chemie und Physik beginnen, in dem in der Regel andere Themen wichtiger werden!“

Die Teilnehmer der Klausurtagung gehen davon aus, dass die erforderlichen Vorarbeiten in ca. drei Jahren abgeschlossen werden können, so dass im Anschluss die Implementation in allen Bundesländern vorangetrieben werden kann.

Zum Download der vollständigen Broschüre

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Chemieunterricht mit rund 1.900 Mitgliedern. Chemielehrer, Hochschullehrer sowie Chemiker aus der Industrie und dem öffentlichen Dienst haben sich in der Fachgruppe Chemieunterricht zu einem kompetenten Forum für alle Fragen zusammengeschlossen, die das Fach Chemie in Unterricht, Lehre, Ausbildung und Weiterbildung betreffen.

18 Wissenschaftsforum Chemie 2017

Jubiläumskongress mit Nobelpreisträgern


18/17
30. Mai 2017

 

Vor 150 Jahren wurde die Vorgängergesellschaft der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gegründet. Anlässlich diese Jubiläums wurde das Wissenschaftsforum Chemie (WiFo), das vom 10. bis 14. September in der Gründungsstadt Berlin stattfindet, um einige Programmhighlights ergänzt: Neben den Vortragsreihen der einzelnen GDCh-Fachgruppen sind in diesem Jahr zusätzlich ein Angewandte-Festsymposium und das Symposium „Experiment Zukunft – Wertedenken in der Chemie“ Teil des Kongresses. Unter den Vortragenden sind mehrere Nobelpreisträger und weitere hochdekorierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Erwartet werden rund 2000 Besucher aus dem In- und Ausland.

 

Am  10. September eröffnet die GDCh-Präsidentin Professorin Thisbe K. Lindhorst das Wissenschaftsforum Chemie 2017 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Professorin Johanna Wanka, wird neben weiteren internationalen Gästen  ein Grußwort sprechen. Im Rahmen der Eröffnungsfeier wird zum ersten Mal der Primo-Levi-Preis verliehen, der von der GDCh gemeinsam mit der Italienischen Chemischen Gesellschaft getragen wird. Die Auszeichnung erinnert an den italienischen Chemiker und Schriftsteller, der als jüdischer Widerstandskämpfer nach Auschwitz deportiert wurde und überlebte. Geehrt wird der Nobelpreisträger, Professor Roald Hoffmann, Cornell, USA, der auch den Plenarvortrag halten wird. Darüber hinaus verleiht die GDCh drei Ehrenmitgliedschaften an Professor Egon Fanghänel, TGZ Bitterfeld-Wolfen, Professorin Helga Rübsamen-Schaeff, AiCuris Anti-Infective Cures, und Dr. Peter Gölitz, Wiley-VCH.

 

Am Montag, dem 11. September, findet im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin das Angewandte-Festsymposium statt. Für das Symposium, das die GDCh gemeinsam mit ihrer Zeitschrift „Angewandte Chemie“ ausrichtet, konnten zahlreiche hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ¬– unter ihnen vier Nobelpreisträger –  als Vortragende gewonnen werden. Im Rahmen des Symposiums verleiht die GDCh außerdem den Karl-Ziegler-Preis an Professor Matthias Beller, Leibniz-Institut für Katalyse, Rostock.

 

Am 12. und 13. September finden die Fachgruppentagungen und zahlreiche, teils interdisziplinäre Symposien unter anderem zu den Themen Synthese und Katalyse, Life Sciences und Chemieunterricht statt. Neben dem Vortragsprogramm werden zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre Leistungen ausgezeichnet.

 

Am 14. September folgt „Experiment Zukunft – Wertedenken in der Chemie“. Das Symposium im Spreespeicher, unter der Schirmherrschaft von Professorin Johanna Wanka, thematisiert die Rolle der Chemie für die Lösung globaler Probleme und bei der Gestaltung der Zukunft. Impulsvorträge und innovative Diskussionsformate zu Schlüsselthemen wie „Arm und reich“ und „Krieg und Frieden“ werden aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und in den gesellschaftlichen Kontext gestellt. 

 

Weitere Informationen zum Wissenschaftsforum Chemie 2017 sowie zu flankierenden Veranstaltungen, wie beispielsweise dem „Schülertag“, der Jobbörse und der Next Generation-Satellitentagung „Das Undenkbare denken“, sind unter www.wifo2017.de abrufbar.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh. 

17 Wasser – Quelle allen Lebens

Tagung „Wasser 2017“ in Donaueschingen

17/17
9. Mai 2017

 

Vom 22. bis 24. Mai findet in den Donauhallen Donaueschingen die Tagung „Wasser 2017“ statt. Veranstalter ist die Wasserchemische Gesellschaft, eine Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Neben dem wissenschaftlichen Programm werden vier Preise verliehen: der Willy-Hager-Preis, der Promotionspreis, der Preis der Wasserchemischen Gesellschaft sowie die Ehrennadel der Fachgruppe. Am ersten Tagungsabend verspricht außerdem ein öffentlicher Abendvortrag Aufklärung über die Mythen und Geschichten rund um die Donauquelle bei Donaueschingen. 

 

Wasser als Quelle allen Lebens – selten war der Bezug zum Hauptelement der Wasserchemischen Gesellschaft so deutlich wie in der gastgebenden Stadt der "Wasser 2017". Die 83. Jahrestagung veranstaltet die Wasserchemische Gesellschaft zum ersten Mal dort, wo die Reise der Donau zum Schwarzen Meer beginnt: in Donaueschingen. Es werden rund 260 Besucher erwartet. Vor Ort erwartet die Teilnehmer ein vielfältiges Programm rund um das nasse Element. Die Themenschwerpunkte der Tagung liegen neben der Analytik in diesem Jahr unter anderem bei Abwasser, Trinkwasser, Nanopartikel und Mikroplastik, Wasseraufbereitung und Spurenstoffen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema „Bauchemie und Wasserqualität“. Bauprodukte im Kontakt mit Wasser und Stoffauswaschungen sind nicht nur ein Thema auf den Tagungen der Wasserchemischen Gesellschaft, sondern mittlerweile auch im Fokus von Regulierungen. Die Themenwahl knüpft an die Aktivitäten des gleichnamigen Fachausschusses an, der im März 2017 gemeinsam mit der GDCh-Fachgruppe Bauchemie erfolgreich ein Symposium mit rund 100 Teilnehmern an der TU Berlin zum aktuellen Wissensstand veranstaltete. 

 

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung erhält Dr.-Ing. Maximilian Huber, Technische Universität München, den mit 6.000 Euro dotierten Willy-Hager-Preis der gleichnamigen Stiftung. In seiner Arbeit entwickelte er ein standardisiertes Verfahren, mit dem sich dezentrale Behandlungsanlagen für Verkehrsflächenabflüsse bewerten lassen. Hubers Forschung stellt die verfahrenstechnische Problemlösung in den Vordergrund und zeigt eine hohe Praxisrelevanz. Mit dem Promotionspreis – gefördert von der Walter-Kölle-Stiftung – wird Dr. Allan Philippe, Universität Koblenz-Landau, ausgezeichnet. Er entwickelte und validierte in seiner Arbeit innovative Methoden zur Analytik und Charakterisierung synthetischer Nanopartikel in komplexen Umweltmedien. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Analytik von Nanopartikeln und eröffnet neue Perspektiven in der Umwelt‐Nanopartikelforschung. Den Preis der Wasserchemischen Gesellschaft – gefördert von der Walter-Kölle-Stiftung – erhält Dr.-Ing. Aki Sebastian Ruhl, Technische Universität Berlin, für seine wissenschaftlich exzellenten Forschungsleistungen und seinen Einsatz für die Fachgruppe. Außerdem wird Dr. Hans-Jürgen Pluta vom Umweltbundesamt Berlin für sein Engagement im Vorstand der Wasserchemischen Gesellschaft und seine Bemühungen um die Förderung eines Normungsexperten durch das UBA die Ehrennadel der Fachgruppe verliehen.

 

Schon am Vorabend der „Wasser 2017“ (Sonntag, 21. Mai) treffen sich die Nachwuchswissenschaftler beim Jungforscher Forum zum Erfahrungsaustausch und zur Netzwerkbildung: Dieser mittlerweile feste Bestandteil im Programm der Jahrestagungen wurde seinerzeit als eine der zahlreichen Maßnahmen zur Förderung junger Forscher ins Leben gerufen. 

 

Am 22. Mai findet um 19 Uhr ein öffentlicher Abendvortrag zu den Mythen und Geschichten rund um die Donauquelle statt. Martina Wiemer, Gästeführerin in Donaueschingen, weiht die Besucher mit ihrem kurzweiligen Vortrag in die Geschichte(n) der Donauquelle ein. Der Eintritt ist für alle, auch Interessierte, die nicht aus dem Teilnehmerkreis der Tagung kommen, frei. 

 

Eine Fachausstellung wird die "Wasser 2017" wieder begleiten. 14 Aussteller präsentieren den Teilnehmern der wasserchemischen Fachtagung ihre Unternehmen sowie ihre Produkte. Ziel ist die Förderung des intensiven Dialoges von Wissenschaftlern mit Unternehmen.

 

Das Programm und weitere Informationen zur Tagung unter www.gdch.de/wasser2017.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Wasserchemische Gesellschaft, 1926 als "Fachgruppe für Wasserchemie" im Verein Deutscher Chemiker gegründet. 1948 erfolgte die Neugründung als "Fachgruppe Wasserchemie" in der GDCh, seit 2000 heißt sie "Wasserchemische Gesellschaft – Fachgruppe in der GDCh". Ihre über 950 Mitglieder setzen sich für den wirksamen Schutz, die sinnvolle Nutzung, die zweckmäßige Aufbereitung und Reinigung sowie die sachgemäße Untersuchung und Beurteilung des Wassers ein. Mehr Informationen unter: www.wasserchemische-gesellschaft.de. 

16 „Chemiewaffen verursachen entsetzliches Leid“

Deutsche Chemiker gedenken der Opfer chemischer Waffen


16/2017
28. April 2017

 

Am 29. April, dem Tag der Erinnerung an die Opfer chemischer Waffen, ist die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) in Gedanken bei allen Geschädigten und Getöteten. Der jüngste Giftgasangriff in Syrien zeigt, dass auch heute noch viel getan werden muss, um die Entwicklung und den Einsatz von Chemiewaffen zu verhindern. Aus diesem Grund setzt sich die Gesellschaft für internationale ethische Richtlinien für Chemiker ein. 

 

„Immer noch werden Chemiewaffen eingesetzt, obwohl sie entsetzliches Leid über die Betroffenen bringen“, sagt der ehemalige GDCh-Präsident Dr. Thomas Geelhaar, in dessen Amtszeit sich 2015 der erste Giftgaseinsatz zum einhundertsten Mal jährte. Geelhaar war Mitglied der deutschen Delegation, die 2015 bei einer Gedenkveranstaltung im belgischen Ypern der Opfer weltweiten Giftgaseinsatzes gedachte. „Nicht nur heute, sondern an jedem Tag sollte man sich dessen bewusst sein und sich dafür einsetzen, dass Chemiewaffen endlich verboten werden. Gerade wir Chemiker, die eine Entwicklung solcher Waffen erst möglich machten, müssen heute dafür Sorge tragen, dass keine Menschen mehr durch Chemiewaffen zu Schaden kommen“, betont Geelhaar. 

 

Die GDCh, der rund 31 000 Chemikerinnen und Chemiker angehören, ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Wer der Gesellschaft angehört verpflichtet sich dem Verhaltenskodex der GDCh. Darin heißt es unter anderem: „Die GDCh und ihre Mitglieder unterstützen und fördern eine nachhaltige und dauerhafte Entwicklung in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Sie handeln stets auch im Bewusstsein ihrer Verantwortung gegenüber künftigen Generationen. Sie beachten die für ihre Arbeit und deren Ergebnisse und Wirkungen geltenden Gesetze und internationalen Konventionen und stellen sich gegen den Missbrauch der Chemie, z. B. zur Herstellung von Chemiewaffen und Suchtmitteln.“ 

 

Darüber hinaus setzt sich die GDCh auch international für das Verbot chemischer Waffen ein. So 

beteiligte sich die Gesellschaft gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlern und Vertretern von chemischen Fachgesellschaften aus mehr als 20 Ländern an der Ausarbeitung der „Haager Ethik-Leitlinien“, die von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) im September 2015 veröffentlicht wurden. Der GDCh-Vorstand unterstützt die Haager Ethik-Leitlinien und empfiehlt diese allen Akteuren in der Chemie zur Kenntnisnahme, Berücksichtigung und Weitergabe an Beschäftigte, Studierende und Entscheidungsträger. Darüber hinaus ist die GDCh auch im 2016 geschaffenen Advisory Board on Education and Outreach (ABEO) vertreten, das die OVCW zu den Themen Bildung, Ausbildung, Bewusstseinsbildung und Kommunikation berät. 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 28 Fachgruppen und Sektionen sowie 60 Ortsverbände.

15 Neues aus den „Hexenküchen“

Tagung der Materialwissenschaftlerinnen im Harz 


15/17
20. April 2017

 

Bereits zum neunten Mal treffen sich am 29. und 30. April herausragende Wissenschaftlerinnen aus Chemie, Physik und den Materialwissenschaften in der Nähe von Goslar zur Tagung „Aus den Hexenküchen der Materialwissenschaften“. Ausrichter ist das Center of Interface Science, das an den Universitäten Oldenburg, Osnabrück und Bremen angesiedelt ist. 

 

Dort wo sich der Sage nach seit dem 16. Jahrhundert Hexen aus ganz Deutschland versammeln, wird Ende April aktuelle Forschung präsentiert. Traditionell tragen bei der Tagung im Weltkulturerbe Rammelsberg nahe Goslar ausschließlich Frauen – renommierte Forscherinnen aus aller Welt – vor, als Gäste sind aber natürlich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler willkommen. Auch an die Vereinbarkeit von Familie und Forschung wurde gedacht: Am 30. April öffnet die Museumsmine ihre Tore für den Forschernachwuchs, der dort kompetent betreut wird.

 

Initiatorin der Tagung ist die stellvertretende GDCh-Präsidentin Professor Dr. Katharina Al-Shamery von der Universität Oldenburg. Mitgetragen wird die Tagung vom Arbeitskreis Chancengleichheit in der Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie (DBG) sowie dem Sonderforschungsbereich 1083 „Structure and Dynamics of Internal Interfaces“ der Universität Marburg. Auch die Universitätsgesellschaft Oldenburg unterstützt die Veranstaltung.

 

Nachdem der erste Konferenztag dem Austausch und Netzwerken dient, beginnt am 30. April das wissenschaftliche Programm mit einem Vortrag von Professor Dr. Maki Kawai, Universität Tokio und Institut für Molekularwissenschaften, Okazaki, Japan. Die internationale ausgezeichnete Wissenschaftlerin verbindet in ihrer interdisziplinären Forschung Oberflächenwissenschaften, Physikalische Chemie, Physik der kondensierten Materie, Materialwissenschaften und Nanowissenschaften. Sie erläutert, wie sich mit dem Rastertunnelmikroskop einzelne Moleküle „bei der Arbeit“ untersuchen lassen. Bei den weiteren Vorträgen geht es unter anderem um die Untersuchung im atomaren Maßstab von Katalysatoren unter Reaktionsbedingungen, um neue Quantenmaterialien und um Graphene. Außerdem wird Dr. Johanna Kowol-Santen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft wichtige Informationen, zum Beispiel zu Fördermöglichkeiten, rund um die Forschungskarriere geben. 

 

Anmeldung und weitere Informationen zur Tagung unter: 

www.cis.uni-oldenburg.de/51386.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter den Arbeitskreis Chancengleichheit in der Chemie (AKCC) mit 230 Mitgliedern. Zu den Zielen des AKCC gehören u.a. die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das Aufbrechen von herkömmlichen Rollenmustern und Wertungen sowie die Mädchenförderung.

14 Chemiker verurteilen Giftwaffeneinsatz

Gesellschaft Deutscher Chemiker verurteilt Giftwaffeneinsatz in Syrien 

14/17
10. April 2017

Mit Entsetzen haben die deutschen Chemiker auf den Giftwaffeneinsatz in Syrien reagiert. „Die Gesellschaft Deutscher Chemiker verurteilt den Giftwaffeneinsatz in der syrischen Provinz Idlib scharf. Die Chemie muss dem Leben dienen!“ betonte Professorin Thisbe K. Lindhorst, Präsidentin der GDCh. Durch den Angriff am Morgen des 4. April starben mindestens 80 Menschen, zahlreiche weitere wurden verletzt.

Die GDCh hat bereits 1998 einen Verhaltenskodex in die Satzung aufgenommen, die für jedes Mitglied bindend ist. Darin positionieren sich die Mitglieder eindeutig gegen den Missbrauch der Chemie, wie etwa die Herstellung von Chemiewaffen. Darüber hinaus setzt sich die GDCh auch international als Partner der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) für das Verbot chemischer Waffen ein.

13 Auszeichnung für exzellente Hochschullehre

Christian Ehli erhält Ars legendi-Fakultätenpreis für Chemie 


13/17
30. März 2017

 

Heute wird in Berlin der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in Mathematik und den Naturwissenschaften verliehen. In der Kategorie Chemie erhält Dr. Christian Ehli von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg die Auszeichnung für exzellente Hochschullehre. Der Preisträger überzeugte die Jury mit seinem methodisch hervorragenden Lehr-Lern-Konzept, mit dem es ihm gelingt, physikalische und allgemeine Chemie im gesamten Bildungsweg zu verankern. Weitere Ars legendi-Fakultätenpreise gehen an Dr. Jorge Groß von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Biowissenschaften), Professor Dr. Sven de Vries von der Universität Trier (Mathematik) und ein Team der Hochschule Rosenheim, bestehend aus Professor Dr. Claudia Schäfle, Professor Dr. Silke Stanzel und Professor Dr. Elmar Junker (Physik).

 

Ehli entwickelte ein Lehrkonzept, mit dem er bereits Schüler für den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) begeistert. Seine Experimentalvortragsreihe „Chemistry on tour“ knüpft thematisch direkt an den Schulunterricht an. Alle Teilnehmer können sich aktiv einbringen und selbst Experimente durchführen. In Lehrerfortbildungen gibt Ehli seinen interaktiven Ansatz weiter. Auch für die Studieneingangsphase hat der Chemiker sich Einiges einfallen lassen: Mit einem „Brückenkurs Chemie“ erleichtert Ehli Studierenden den Einstieg. Seine Lehrveranstaltungen gestaltet er interaktiv und ergänzt sie um diverse didaktische Angebote wie E-Learning oder ein „Online-Grundwissen-Fitness-Center“. Darüber hinaus ist es Ehli wichtig, die Faszination und die Bedeutung von MINT auch der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Daher entwickelte er als Erster eine interaktive Experimentalvorlesung für die ganze Familie. Die Teilnehmer können viele der Experimente direkt selbst ausprobieren und Naturwissenschaft unmittelbar erleben. Bei der letzten Langen Nacht der Wissenschaften an Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg begeisterte er 300 Besucher mit seiner Vorlesung. 

 

Der Ars legendi-Preis wird in den vier Kategorien Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik verliehen und ist jeweils mit 5.000 € dotiert. Ausgelobt haben den Preis der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die Gesellschaft Deutscher Chemiker, die Deutsche Mathematiker-Vereinigung, die Deutsche Physikalische Gesellschaft und der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland. Der Preis soll die Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des Nachwuchses in der Mathematik und den Naturwissenschaften sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern.

 

Zusätzliche Informationen zum diesjährigen Ars legendi-Fakultätenpreis sowie den weiteren Preisträgern finden sich in der Presseinformation 06/17 vom 1. März 2017: www.gdch.de/presse 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

 

Anmerkung an die Redaktionen: Die GDCh-Präsidentin Professor Dr. Thisbe K. Lindhorst oder die stellvertretende GDCh-Präsidentin Professor Dr. Katharina Al-Shamery stehen Ihnen gerne für ein Interview über die Wichtigkeit guter Lehre zur Verfügung.

12 Lebenswichtige Lebensmittelchemie

Arbeitstagung der Lebensmittelchemiker in Halle/Saale


12/17
23. März 2017

 

Vom 30. bis 31. März 2017 treffen sich Lebensmittelwissenschaftler aus Forschung, Industrie und Handelslaboratorien zu einer Arbeitstagung des Regionalverbands Südost der Lebensmittel-chemischen Gesellschaft. An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg diskutieren sie über neue Erkenntnisse zu Wirkungen von Lebensmittelinhaltsstoffen beim Menschen.

 

Bereits der Eröffnungsvortrag der Tagung greift mit der Verbesserung der Vitamin-D-Versorgung ein aktuelles Thema auf, das auch für viele Verbraucher von Interesse ist. Vitamin D ist im menschlichen Körper unter anderem für stabile Knochen und kräftige Muskeln verantwortlich und kann unter dem Einfluss von Sonnenlicht in der Haut gebildet werden. Jedoch erreichen fast 60 Prozent der deutschen Bevölkerung nicht die wünschenswerte Blutkonzentration und nutzen somit das präventive Potenzial des „Sonnenvitamins“ nicht aus. Professor Dr. Gabriele Stangl von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zeigt in ihrem Vortrag daher, wie lebensmittelbasierte Strategien zur Verbesserung der Vitamin-D-Versorgung in der Bevölkerung aussehen können. 

 

In Halle werden die Experten aus Industrie, Überwachung und privaten Laboratorien weiteren spannenden Themen aus Analytik und Verbraucherschutz auf den Grund gehen. Auf der Agenda stehen unter anderem die folgende Fragen: Sind Babyflaschen aus Polyarylsulfonen eine unbedenkliche Alternative? Wie lassen sich Antibiotikarückstände im Fleisch am besten erkennen und nachweisen? Und welche Aktivitäten unternimmt der Bund in Bezug auf Food Fraud, also Lebensmittelbetrug? 

 

Weitere Informationen unter

https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u.a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 25. bis 27. September in Würzburg.

11 Analytische Chemie auf höchstem Niveau

Spitzenforschung und Preisverleihungen auf der ANAKON

11/17
21. März 2017

 

Vom 3. bis 6. April findet an der Eberhard Karls Universität Tübingen die ANAKON 2017 statt. Die wichtigste Konferenz für Analytische Chemie im deutschsprachigen Raum wird von der Fachgruppe Analytische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) mit wissenschaftlicher Unterstützung der Austrian Society of Analytical Chemistry (ASAC) und der Division of Analytical Chemistry der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft (SCG) organisiert. In diesem Jahr werden rund 500 Besucher erwartet. Im Rahmen der Tagung werden fünf Preise verliehen.

 

Die Themen der ANAKON decken dabei das gesamte Spektrum der Analytischen Chemie ab – von Forschung und Entwicklung bis hin zur klinischen Diagnostik und Forensik. Auch im Umweltschutz, der Pharmazie und der Nahrungsmittelproduktion spielt Analytik eine wichtige Rolle. Schwerpunkte der Konferenz liegen bei aktuellen Untersuchungsmethoden und Anwendungen, beispielsweise in der Bio-, der Prozess- oder der Nanoanalytik. Neben dem wissenschaftlichen Programm bietet die ANAKON Nachwuchswissenschaftlern mit einer Jobbörse die Möglichkeit, mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen.

 

Fünf Preise für herausragende Wissenschaftler 
Professor Dr. Karlheinz Ballschmiter, Universität Ulm erhält die Clemens-Winkler-Medaille für seinen jahrelangen persönlichen Einsatz für die Analytische Chemie. Der emeritierte Chemiker hat insbesondere zur organischen Spurenanalyse der Umweltchemie auch international maßgebliche Impulse gegeben und gilt als Mitbegründer einer „Ulmer Schule der Analytik“. Der Fachgruppenpreis geht an Professor Dr. Kevin Pagel, Freie Universität Berlin. Mit der Auszeichnung würdigt die Fachgruppe Analytische Chemie die herausragenden Leistungen des jungen Wissenschaftlers. Den Bunsen-Kirchhoff-Preis des Deutschen Arbeitskreises für Analytische Spektroskopie (DAAS) erhält Professor Dr. Jacob T. Shelley, Rensselaer Polytechnic Institute, New York, USA, für seine maßgeblichen Beiträge zur Spekroskopie. Der Gerhard-Hesse-Preis des Arbeitskreises Separation Science geht an Professor Dr. Michael Lämmerhofer, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, für seine wichtigen Arbeiten auf dem Gebiet der analytischen Trenntechniken. Im Rahmen der Tagung wird außerdem Dr. Ann-Christin Niehoff, Universität Münster, mit dem DAAS-Preis für hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der chemischen Mikro- und Spurenanalyse ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen zur Konferenz unter www.gdch.de/anakon2017

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Analytische Chemie mit annähernd 2400 Mitgliedern. Die Fachgruppe sieht ihre Hauptaufgabe in der Zusammenfassung aller an der analytischen Chemie im weitesten Sinne interessierten Wissenschaftler und Praktiker zum Zwecke der Förderung dieses Wissensgebietes. Für die unterschiedlichen analytischen Disziplinen unterhält die Fachgruppe zehn Arbeitskreise.

10 Gesunde Ernährung im Fokus

Arbeitstagung der Lebensmittelchemiker in Nuthetal

10/17
14. März 2017

 

Am 21. März treffen sich Lebensmittelchemiker aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Nuthetal zu ihrer 23. Arbeitstagung. Veranstaltet wird die Tagung vom Regionalverband Nordost der Lebensmittelchemischen Gesellschaft. Auf der Agenda stehen aktuelle Themen aus Analytik und Verbraucherschutz.

 

Bereits der Eröffnungsvortrag greift ein alltägliches Problem der Industrienationen auf: Während Lebensmittel ursprünglich in erster Linie dazu dienten, den Flüssigkeits- und Nährstoffbedarf zu decken, stehen heute hedonistische Motive bei der Ernährung im Vordergrund. Schmackhafte und energiereiche Lebensmittel stehen nahezu unbegrenzt zur Verfügung. Gepaart mit aggressiven Vermarktungsstrategien der Lebensmittelhersteller führt dies bei vielen Menschen zu Übergewicht und ernährungsassoziierten Erkrankungen. Insbesondere sensorische Charakteristika wie Geruch und Geschmack spielen bei der Ernährung eine große Rolle. Dr. Kathrin Ohla, Deutsches Institut für Ernährungsforschung, erklärt, wie solche Sinneseindrücke vom Gehirn verarbeitet werden und wie sich diese Mechanismen nutzen lassen, um eine gesunde Ernährungsweise zu unterstützen. 

 

Auch im weiteren Verlauf der Tagung dreht sich alles um den Verbraucherschutz. So geht es unter anderem um Mineralölrückstände in frischem Obst, Tee und Gewürzen und um die Präsentation neuer Analysemethoden, durch die Lebensmittel zukünftig immer sicherer werden. Auch die Herausforderungen, denen sich die Lebensmittelchemiker auf diesem Weg stellen müssen, werden thematisiert und es wird aufgezeigt, wie langwierig es sein kann, bis sich standardisierte Methoden etablieren lassen.

 

Weitere Informationen unter

https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u. a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 25. bis 27. September in Würzburg.

09 Lebensmittelchemische Expertise in Münster

Mikro- und Nanopartikel, hanfhaltiges Futter und Neues zu Mineralölen


09/17
7. März 2017

 

Am 15. März treffen sich in Münster Lebensmittelchemiker des Regionalverbands Nordrhein-Westfalen der Lebensmittelchemischen Gesellschaft zu ihrer Arbeitstagung 2017. An der Westfälischen Wilhelms-Universität diskutieren sie aktuelle Themen wie die verbesserte chemische Analytik und kompetente rechtliche Bewertung von Mineralölen in Kosmetika und Spielzeug. Außerdem stehen grundlegende Überlegungen zu toxikologischen Wirkungen von sehr kleinen Partikeln wie Mikroplastiken in Wasser oder Nanopartikel auf dem Programm. 

 

Das abwechslungsreiche Tagungsprogramm setzt sich aus 14 Fachvorträgen und zahlreichen Posterbeiträgen zusammen. Experten präsentieren aktuelle Erkenntnisse zu Mineralölen in Kosmetika und Spielwaren und diskutieren auch die toxikologische Bewertung von Mineralölrückständen. Ein weiteres spannendes Thema ist, ob psychoaktive Stoffe in die Kuhmilch übergehen, wenn die Tiere mit hanfhaltigem Futter ernährt werden. Diese Frage beleuchten Fachleute aus Untersuchungsämtern und Forschung gemeinsam mit Industrievertretern aus analytischer, toxikologischer und besonders rechtlicher Sicht. 

 

Weitere Themen sind neue Spurenstoffe in Trinkwasser und aktuelle Analysemethoden, ohne die keine Spurensuche möglich wäre. Die Entwicklung neuer Analysentechniken ist eine der Kernkompetenzen von staatlich geprüften Lebensmittechemiker/-innen. Mit ihr können auch ernährungsphysiologische  Fragestellungen beantwortet werden. So gibt es inzwischen für die Gesundheitsbewertung des Apfelverzehrs eine Untersuchungstechnik des Urins. Ohne die Expertise der Lebensmittelchemiker wäre das ebenso wenig möglich wie die rechtliche Auseinandersetzung mit Lebensmittelbetrug. Aus diesem Grund wird auf der Tagung auch diskutiert, wie die Ausbildung mit staatlichem Abschluss künftig gestaltet werden muss, um den sich stetig wandelnden Anforderungen gerecht zu werden.

 

Weitere Informationen unter

https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u.a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 25. bis 27. September in Würzburg.

08 Kreuz und quer durchs Chemie-Universum

Neues Sachbuch zeigt die Rolle der Chemie in der modernen Gesellschaft

 

 

08/17
7. März 2017

 

Aus Anlass ihres Jubiläums hat die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ein Buch veröffentlicht, das auf unterhaltsame Weise die Leistungen und Möglichkeiten der Chemie in all ihren Facetten beleuchtet. „Unendliche Weiten. Kreuz und quer durchs Chemie-Universum” lautet der Titel des bei Wiley-VCH erschienenen Buchs. Zahlreiche renommierte Autoren nehmen den Leser mit auf eine verständliche und vielfältige Reise durch die Welt der Chemie. Herausgeber des Buches sind die GDCh-Präsidentin Thisbe K. Lindhorst, der ehemalige GDCh-Präsident Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger und die GDCh selbst.

 

In zwölf Kapiteln beschäftigen sich ausgewiesene Experten mit Errungenschaften, Anwendungen und Innovationen aus der Chemie sowie mit Herausforderungen und neuen Denkansätzen. Welche nachwachsenden Rohstoffe gibt es und wie können Kohlendioxid oder Wasserstoff künftig für die Energieproduktion genutzt werden? Inwieweit kann die Genforschung helfen, ein bakterielles Immunsystem zu entwickeln? Welche Alternativen zu Antibiotika sind denkbar? Wie können wir die Klimakatastrophe verhindern? Welche Möglichkeiten bietet die Nuklearchemie? An welchen umweltfreundlichen Werkstoffen und Lösungen für Informationsspeicher arbeiten Chemiker weltweit? Wie lassen sich Recyclingtechnologien verbessern? 

 

Das Buch richtet sich sowohl an naturwissenschaftliche Laien als auch an Experten und liefert in einem bunten Kaleidoskop viele Ansätze, um die Bedeutung der Chemie für unsere Welt besser kennen und verstehen zu lernen.

 

Thisbe K. Lindhorst, Hans-Jürgen Quadbeck- Seeger und GDCh (Hrsg.)

Unendliche Weiten - Kreuz und quer durchs Chemie-Universum, 1. Auflage 2017

ISBN: 978-3-527-34203-7 / Wiley-VCH, Weinheim, 29,90 € (auch als E-Book erhältlich)

 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

07 Ein Forum für junge Wissenschaftler

19. Frühjahrssymposium des JungChemikerForums mit Verleihung des Carl-Roth-Förderpreises


07/2017
2. März 2017

 

Vom 29. März bis 1. April findet in Mainz das 19. Frühjahrssymposium des JungChemikerForums (JCF) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) statt. Rund 320 Nachwuchswissenschaftler kommen an der Johannes Gutenberg-Universität zusammen, um ihre Forschung zu präsentieren und sich interdisziplinär auszutauschen. Das hochkarätige wissenschaftliche Programm bietet neben Vorträgen, Postersessions und Workshops auch ein vielfältiges Rahmen-programm. Außerdem wird auf dem Frühjahrssymposium der Carl-Roth-Förderpreis an Dr. Sven Herrmann verliehen.

 

Das JCF-Frühjahrssymposium ist eine der größten Konferenzen in Europa von und für junge Wissenschaftler und wird jährlich von wechselnden regionalen JungChemikerForen der GDCh ausgerichtet. Im Jahr 2017, in dem die GDCh auf eine 150-jährige Geschichte zurückblickt und das JungChemikerForum sein zwanzigjähriges Bestehen feiert, hat das JCF Mainz-Wiesbaden die Organisation der Tagung übernommen und ein abwechslungsreiches Programm erstellt. Neben den Vorträgen renommierter Wissenschaftler kommen im Rahmen des JCF-Frühjahrssymposiums insbesondere auch Nachwuchsgruppenleiter und junge Wissenschaftler zu Wort. Sie erhalten die Gelegenheit, ihre Forschung in Vorträgen zu präsentieren. 2017 werden erstmalig parallele Sessions durchgeführt, um möglichst vielen Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeit vorzustellen. 

 

Darüber hinaus bieten Postersessions Studierenden und Promovierenden aus allen Bereichen der Chemie und angrenzenden Naturwissenschaften die Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Einzelne Poster werden durch dreiminütige Postervorträge angekündigt sowie Poster- und Vortragspreisträger – nach Bewertung durch die Teilnehmenden – geehrt. Für das Jubiläumsjahr hält das JungchemikerForum Mainz-Wiesbaden außerdem zahlreiche Workshops, spannende Exkursionen und ein abwechslungsreiches Abendprogramm bereit. 

 

Als weiteres Highlight wird am 31. März der Carl-Roth-Förderpreis vergeben. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung verleiht die GDCh an junge Chemiker, die ressourcenschonende Synthesewege entwickeln oder Chemikalien innovativ einsetzen. Finanziert wird der Preis von der Carl Roth GmbH & Co. KG, die zusätzlich weitere 3000 Euro in Form eines Gutscheins beisteuert. In diesem Jahr erhält die begehrte Auszeichnung Dr. Sven Herrmann für seine Arbeiten an der Universität Ulm zur Synthese und den Eigenschaften von Polyoxometallat-basierten ionischen Flüssigkeiten. Der Preisträger erarbeitete neue anwendungsbezogene Konzepte und konnte die von ihm untersuchten Materialien unter anderem für einen neuen Korrosionsschutz zugänglich machen. Darüber hinaus entwickelte er auf der Basis seiner Forschung ein innovatives Filtermaterial für die Wasseraufbereitung, das bereits zum Patent angemeldet wurde. 

 

Weiterführende Informationen finden sich unter www.jcf-fruehjahrssymposium.de.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 28 Fachgruppen und Sektionen sowie 60 Ortsverbände und JungChemikerForen an 54 Hochschulstandorten. Bundesweit bildet das JCF eine Plattform für über 10.000 junge Mitglieder der GDCh.

06 Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2017 – Preisträger stehen fest

06/17
1. März 2017

Der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in Mathematik und Naturwissenschaften geht in diesem Jahr an Professor Dr. Jorge Groß von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Biowissenschaften), Dr. Christian Ehli von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Chemie), Professor Dr. Sven de Vries von der Universität Trier (Mathematik) sowie gemeinschaftlich an Professor Claudia Schäfle, Professor Silke Stanzel und Professor Elmar Junker von der Hochschule Rosenheim (Physik).

Der Ars legendi-Fakultätenpreis in Mathematik und Naturwissenschaften wird an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die sich durch herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung auszeichnen. Der Preis wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der Gesellschaft Deutscher Chemiker und dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland ausgelobt. Die Auszeichnung wird seit 2014 in den Kategorien Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik vergeben und ist mit je 5.000 Euro dotiert.

Interessierte sind herzlich zur feierlichen Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2017 eingeladen, die am 30. März 2017 um 17:00 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin stattfindet. Bitte melden Sie sich bis zum 22. März 2017 unter berlin@vbio.de an.

Die Auswahl der Preisträger traf eine elfköpfige Jury aus Fachvertretern, Vertretern der Hochschuldidaktik sowie Studierenden. Sie sprach den Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2017 folgenden Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern zu:

Im Fach Biowissenschaften: Professor Dr. Jorge Groß lehrt Didaktik der Naturwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. An einer Universität ohne naturwissenschaftlichen Fachbereich macht er die Ausbildung von Biologielehrern überhaupt erst möglich. Er legt den Fokus auf die Nutzung digitaler Werkzeuge und hat unter anderem das GreenLab eingerichtet, in dem Studierende als "didaktische Doppeldecker" abwechselnd in die Rolle des Lehrenden und Lernenden springen und fachliche wie methodische Kompetenzen erwerben. Die Jury würdigt sein ausgesprochen vielfältiges methodisches Repertoire und die zahlreichen Angebote, mit denen Prof. Groß auch viele Zielgruppen außerhalb der Hochschule erreicht. Allein eine von ihm erstellte App für die interaktive Artenbestimmung wurde bisher über 55.000 Mal heruntergeladen und ist deutschlandweit an vielen Hochschulen im Einsatz.

Im Fach Chemie: Als Akademischer Rat für physikalische Chemie setzt Dr. Christian Ehli von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg darauf, physikalische und allgemeine Chemie im gesamten Bildungsweg zu verankern. Hierzu pflegt er engen Kontakt zu Schulen, um den Übergang zwischen Schule und Hochschule zu erleichtern. Er führt regelmäßig Experimentalvorlesungen an Schulen durch und bietet für die Studieneingangsphase Brückenkurse an. Die Studierenden lernen interaktiv durch die Einrichtung von E-Learning-Elementen bei Vorlesungen und Tutorien oder experimentieren frei. Lehrerinnen und Lehrer an Schulen profitieren durch seine Fortbildungskurse im Bereich der Chemie. Die Jury überzeugte er auch durch pragmatische Ansätze sowie durch die ambitionierte „Full support-Garantie“ für Studierende.

Im Fach Mathematik: Professor Dr. Sven de Vries von der Universität Trier begeistert mit seinem dialogischen Lehrstil Studierende, darunter insbesondere Lehramts- und Nebenfachstudierende für die Mathematik. Mit seinem vielfältigen Engagement erreicht er nicht nur Studierende, sondern spricht auch Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie die breite Öffentlichkeit an. Besonders beeindruckte die Jury sein sehr gut durchdachtes, umfassendes Lehrkonzept für die Lehramtsausbildung. Zum Beispiel führte er das erfolgreiche Seminar „Mathematik und Kunst“ ein, dessen Ansatz mittlerweile für andere Veranstaltungen übernommen wurde.

Im Fach Physik: Professor Dr. Claudia Schäfle, Professor Dr. Silke Stanzel und Professor Dr. Elmar Junker lehren an der Hochschule Rosenheim Physik. Sie bieten in mehreren, sehr unterschiedlichen Studiengängen Veranstaltungen im grundständigen ebenso wie im fortgeschrittenen Bereich an. Besonders im Vordergrund steht dabei das „Just in Time Teaching“ (JiTT), bei dem der Lernstand der Studierenden kleinschrittig, online-basiert erhoben wird, um durch flexible Anpassung der jeweils direkt folgenden Lehrveranstaltung Verständnisproblemen von Studierenden zu begegnen. Außerdem wird das Instrument der „Peer-Instruction“ genutzt, mit dem die Studierenden sich gegenseitig komplexe Sachverhalte erläutern, die sie sich so besser aneignen und die fachliche Diskussionskultur einüben können.

Überzeugt hat die Jury neben der vorbildhaften kollegialen Zusammenarbeit der Preisträger vor allem die Tatsache, dass die Motivation der Studierenden, sich auf Veranstaltungen vorzubereiten eindrücklich erhöht werden konnte.

Die feierliche Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreises Mathematik und Naturwissenschaften 2017 findet am 30. März 2017 um 17:00 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Den Festvortrag mit dem Titel „Vom Sehprozess der Mikroalgen zur Licht-gesteuerten Maus –- die Entwicklung der Optogenetik“ hält Professor Dr. Peter Hegemann, Humboldt-Universität zu Berlin. Wir erbitten Ihre Anmeldung bis zum 22. März 2017 unter berlin@vbio.de an.

Pressekontakt VBIO:
Dr. Kerstin Elbing, Tel.: (030) 27891916, E-Mail: elbing@vbio.de

Pressekontakt Stifterverband:
Peggy Groß, Tel.: (030) 982 322-530, E-Mail: peggy.gross@stifterverband.de

05 Aktiver Wissenschafts- und Forschungstransfer

Chemiedozententagung mit Preisverleihungen in Marburg

 

05/17
28. Februar 2017

 

Vom 13. bis 15. März findet an der Philipps-Universität Marburg die Chemiedozententagung 2017 statt. Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer der Fakultäten für Chemie aus Deutschland und dem benachbarten Ausland besuchen die Tagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Vor Ort informieren sie sich über Neuigkeiten in Forschung und Lehre und tauschen sich auf internationalem Niveau aus. Im Rahmen der Tagung werden außerdem der Carl-Duisberg-Gedächtnispreis und der Horst-Pracejus-Preis sowie die ADUC-Preise verliehen.

 

Die Themen der Konferenz umfassen sowohl aktuelle Erkenntnisse und Forschungsergebnisse aus allen Feldern der Chemie als auch didaktische Entwicklungen sowie neue Herangehensweisen zur Vermittlung komplexer Sachverhalte in der Lehre. Auf der jährlich stattfindenden Tagung werden herausragende Chemikerinnen und Chemiker mit GDCh-Preisen ausgezeichnet. 

 

Den Carl-Duisberg-Gedächtnispreis erhält Professor Dr. Shigeyoshi Inoue, Technische Universität München. Mit dem Preis, der mit 7500 Euro dotiert ist, wird der akademische Nachwuchs in der Chemie gefördert. Der 36-jährige Chemiker überzeugte die Auswahlkommission mit der exzellenten Qualität seiner Publikationen sowie seiner beachtlichen Forschung. In dieser konzentriert sich Inoue auf niedervalente Hauptgruppenelement-verbindungen, insbesondere Metalle und Halbmetalle der Gruppen 13, 14 und 15, deren grundlegenden Reaktivitäten sowie spezielle Anwendungen in der Synthese. Sein Ziel ist es, neuartige Anwendungen für diese Verbindungen mit ihren ungewöhnlichen Strukturen und einzigartigen elektronischen Eigenschaften zu finden. 

 

Mit dem Horst-Pracejus-Preis wird Professor Dr. Thorsten Bach, Technische Universität München, ausgezeichnet. Damit würdigt die GDCh seine internationalen sichtbaren Pionierarbeiten zur photoinduzierten asymmetrischen Katalyse, die entscheidenden Einfluss auf die organische Katalyse und die stereoselektive Synthese haben. In seiner Forschung fokussiert Bach sich auf die Entwicklung neuer Methoden, u.a. unter Verwendung photochemischer Verfahren, die Erforschung und Anwendung neuer katalytischer Reaktionen sowie die Totalsynthese komplexer Naturstoffe.

 

Dieses Jahr werden von der ADUC drei Nachwuchswissenschaftler aus verschiedenen Gebieten der Chemie für die Etablierung eines eigenständigen Forschungsgebietes ausgezeichnet: Die Preisträger sind Dr. Rubén Darío Costa Riquelme, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Dr. Robert Langer, Philipps-Universität Marburg, und Dr. Bill Morandi, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim a.d. Ruhr.

 

Weitere Informationen finden sich unter www.gdch.de/cdt2017

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen und vergibt zahlreiche Preise für besondere Leistungen in der chemischen Forschung. Von der traditionsreichen, bei der GDCh angesiedelten Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) werden jährlich bis zu drei Habilitanden/innen aus allen Gebieten der Chemie für besonders originelle und wissenschaftlich bedeutende Publikationen ausgezeichnet.

 

 

Professor Dr. Shigeyoshi Inoue
Professor Dr. Thorsten Bach

04 Wie ehrlich sind unsere Lebensmittel?

Arbeitstagung der Lebensmittelchemiker in Hamburg mit öffentlichem Abendvortrag


04/17
21. Februar 2017

Aktuelle Themen aus Analytik und Verbraucherschutz stehen auf dem Programm der Fachtagung 2017 des Regionalverbands Nord der Lebensmittelchemischen Gesellschaft. Am 27. und 28. Februar treffen sich Wissenschaftler, Behördenvertreter und Vertreter aus der (Lebensmittel-)Wirtschaft an der Universität Hamburg, um sich auszutauschen und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zum Auftakt findet eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Wie ehrlich sind unsere Lebensmittel?“ statt.

Kontroverse Diskussionen sowie klare Antworten lässt die Besetzung des Podiums erwarten. Neben Professor Dr. Michael Bockisch, Geschäftsführer der Bockisch Consult, Christiane Huxdorff, Campaignerin bei Greenpeace e.V., Sebastian Lege, Produktentwickler und TV-Experte, werden Silke Schwartau, Leiterin der Ernährungsabteilung der Verbraucherzentrale Hamburg, und Birgit Stöver, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, versuchen Licht ins Dunkel zu bringen. Zu der Podiumsdiskussion am 27. Februar um 18:00 Uhr im Westgebäude der Universität Hamburg, Hörsaal ESA 1 W (Raum 221), Edmund-Siemers-Allee 1, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Auch im weiteren Verlauf der Tagung gehen die Lebensmittelchemiker, welche die Experten schlechthin in allen Fragen zu Qualität und Zusammensetzung von Lebensmitteln sind, aktuellen Verbraucherthemen auf den Grund. So widmet sich beispielsweise ein Vortrag den sogenannten Superfoods und beleuchtet das Spannungsfeld dieser Lebensmittel zwischen Wissenschaft und Esoterik genauer. Und auch die Rolle von Whistleblowern wird betrachtet. Handelt es sich bei ihnen um eine Chance oder eine Gefahr für Industrie und amtliche Überwachung? Diese und weitere Fragen rund um Lebensmittelanalytik und Verbraucherschutz werden auf der Fachtagung Gegenstand reger Diskussionen sein.

Weitere Informationen unter  
https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u.a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 25. bis 27. September in Würzburg.

03 Deutsche und Israelische Chemiker unterzeichnen Kooperationsabkommen

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und die Israel Chemical Society (ICS) haben anlässlich der Eröffnung der 82. Jahrestagung der Israel Chemical Society am 13. Februar in Tel Aviv ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Darin vereinbaren die Gesellschaften eine enge wissenschaftliche Kooperation im Bereich der Chemie.

 

03/17
13. Februar 2017

 

Dazu gehören unter anderem die Organisation gemeinsamer wissenschaftlicher Veranstaltungen sowie wechselseitige Forschungsaufenthalte junger Wissenschaftler im Gastland. Außerdem können Mitglieder beider Gesellschaften Tagungen und andere Veranstaltungen der Partnergesellschaft zu vergünstigten Mitgliedergebühren besuchen. Das Abkommen wurde unterzeichnet von der Präsidentin der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Professor Thisbe K. Lindhorst und dem Präsidenten der Israel Chemical Society, Professor Ehud Keinan. In Anwesenheit des deutschen Botschafters in Israel, Dr. Clemens von Goetze, betonten beide in ihren Grußworten die langjährigen vertrauensvollen Beziehungen ihrer wissenschaftlichen Gesellschaften.

 

Auf Einladung der Israel Chemical Society nimmt auch eine Delegation deutscher Wissenschaftler unter Federführung der Gesellschaft Deutscher Chemiker an der Konferenz der Israel Chemical Society teil. Sie besucht im Anschluss an die zweitägige Konferenz auch das am 15. Februar ebenfalls in Tel Aviv stattfindende Symposium der GDCh-Zeitschrift Angewandte Chemie. Bei diesem 6. „Angewandte-Symposium“ unter dem Titel „Chemistry for our Future“, werden jeweils fünf renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Israel ihre Forschungsergebnisse präsentieren, darunter Prof. Annette Beck-Sickinger (Universität Leipzig über Wirkstoffentwicklung) und Prof. David Milstein (Weizmann-Institut, Rehovot über nachhaltige Katalyse).

 

Das auf die Jahrestagung folgende Angewandte-Symposium wird gemeinsam von der Israel Chemical Society, der Gesellschaft Deutscher Chemiker sowie den bei Wiley-VCh verlegten Zeitschriften „Angewandte Chemie“ und „Israel Journal of Chemistry“ veranstaltet.

 

Weitere Informationen und vollständiges Programm http://angewandte.org/symposium

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 28 Fachgruppen und Sektionen sowie 60 Ortsverbände.

 

Die „Angewandte Chemie“ gehört der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), wird von Wiley-VCH publiziert und ist eine weltweit führende Zeitschrift für die gesamte Chemie und angrenzende Gebiete.

02 Innovative Arzneimittel im Fokus

Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“ mit Verleihung des Klaus-Grohe-Preises in Bern

02/17
31. Januar 2017

Vom 12. bis zum 15. Februar findet an der Universität Bern die internationale Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“ statt. Rund 150 Besucher werden zu der Veranstaltung erwartet, die die Fachgruppe Medizinische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gemeinsam mit der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft (SCS) und der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) durchführt. Im Rahmen der Tagung werden außerdem zwei Nachwuchswissenschaftler mit dem Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie ausgezeichnet.

 

Medizinische Chemiker befassen sich fachübergreifend mit biologisch aktiven Substanzen und untersuchen, wie deren Wirkungsmechanismen funktionieren. Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse nutzen sie, um neue, wirksame Arzneistoffen zu finden. Welche Fortschritte in der medizinischen Chemie in der jüngsten Vergangenheit gelungen sind und welche Forschungsarbeiten kurz vor dem Durchbruch stehen, ist Thema der jährlich stattfindenden Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“. 

 

Gleich zwei Nachwuchswissenschaftler erhalten in Bern den Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie. Die Auszeichnung wird von der Klaus-Grohe-Stiftung für medizinische Chemie verliehen, die bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) angesiedelt ist. Preisträger sind Dr. Tristan Gollnest, der an der Universität Hamburg promoviert hat, und Dr. Cedric L. Hugelshofer, der seine Promotion an der Ludwig-Maximilian-Universität München angefertigt hat. Beide Preisträger berichten im Anschluss an die Verleihung von ihrer Forschung.

 

Auch der mit 5000 Euro dotierte Innovationspreis in Medizinischer/Pharmazeutischer Chemie wird im Rahmen der Tagung vergeben. Die gemeinsame Auszeichnung der GDCh-Fachgruppe Medizinische Chemie und der Fachgruppe Pharmazeutische/Medizinische Chemie der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft erhält in diesem Jahr Professorin Dr. Anna K. H. Hirsch, Universität Groningen, für ihre wegweisende Forschung zum strukturbasierten Wirkstoffdesign und für die Entdeckung von kleinmolekularen Inhibitoren.

 

Der Promotionspreis auf dem Gebiet der Medizinischen/Pharmazeutischen Chemie wird seit 2013 von der GDCh-Fachgruppe Medizinische Chemie jährlich an drei Wissenschaftler verliehen, die jeweils 500 Euro als Preisgeld erhalten. 2017 sind dies Dr. Patrick Mäder, Universität Marburg, Dr. Roman Sommer, Universität Konstanz, und Dr. Norbert Furtmann, Universität Bonn. Auch sie werden ihre Arbeiten in Vorträgen vorstellen. 

 

Weitere Informationen finden sich unter: www.gdch.de/medchem2017.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Medizinische Chemie. Sie besteht seit 1971 und hat über 800 Mitglieder. Diese sind in Hochschulinstituten, anderen Forschungseinrichtungen und in der pharmazeutischen Industrie tätig. Es sind vor allem Chemiker und Pharmazeuten, aber auch Informatiker, Verfahrensingenieure u.a. Die Fachgruppe hat den Brückenschlag zwischen Chemie einerseits und Biologie, Medizin und Pharmazie andererseits zum Ziel.

Verleihung des Klaus-Grohe-Preises für medizinische Chemie (v.l.n.r.): Prof. Dr. Daniel Rauh, TU Dortmund, Barbara Köhler, GDCh-Geschäftsstelle, das Stifter-Ehepaar Grohe, Dr. Tristan Gollnest, Prof. Dr. Christa Müller, Uni Bonn, und Dr. Cedric Hugelshofer (Foto: Isabelle Schönholzer, Bern)

01 Ein bedrohter Lebensraum unter der Lupe

26. Frankfurter Sonderkolloquium thematisiert Meere und Ozeane unter wissenschaftlichen Aspekten


01/17
17. Januar 2017

„Meere und Ozeane – geschätzt, genutzt und bedroht“ lautet der Titel des 26. Frankfurter Sonderkolloquiums, das am 26. Januar 2017 in Frankfurt am Main stattfindet. Vier Wissenschaftler werden darstellen, welche Gefahren unseren Meeren drohen und wie sich diesen begegnen lässt.

Intakte Meere sind eine wichtige Lebensgrundlage für den Menschen. Da dieser Lebensraum jedoch inzwischen immer mehr durch Ausbeutung und Verschmutzung bedroht ist, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung 2016/2017 das Wissenschaftsjahr „Meere und Ozeane“ ausgerufen. Aus diesem Grund widmet sich auch das Frankfurter Sonderkolloquium in diesem Jahr dem Thema „Meere und Ozeane“.

Neben Studien zu Mikroplastik im Meer geht es unter anderem darum, wie ein Monitoring chemischer Schadstoffe auf hoher See erfolgen kann, welche neuen Schadstoffe in Fisch vorkommen und wie sich aus Meerwasser solare Brennstoffe und Trinkwasser gewinnen lassen. 

Das Frankfurter Sonderkolloquium wird jährlich gemeinsam von der DECHEMA, der DBG, dem DVS, der GDCh, dem VDI-BV Frankfurt, dem Physikalischen Verein Frankfurt und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung veranstaltet. Da es in diesem Jahr federführend von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) organisiert wurde, spielen insbesondere chemische Aspekte bei der Veranstaltung eine wichtige Rolle. Zugleich bildet das Kolloquium den Auftakt zu verschiedenen Veranstaltungen des GDCh-Jubiläumsjahres.

Das 26. Frankfurter Sonderkolloquium findet am 26. Januar 2017 von 14 bis 18 Uhr im DECHEMA-Haus, Theodor-Heuss-Allee 25, Frankfurt am Main, statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Vollständiges Programm und Anmeldung unter : http://dechema.de/Kolloquium_Meere+und+Ozeane_2017.html.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2016 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

 

 

Kontakt

Dr. Karin J. Schmitz
Leiterin GDCh-
Öffentlichkeitsarbeit
pr@gdch.de
Tel. 069/7917-493
Fax 069/7917-1493

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zuletzt geändert am: 25.07.2017 - 11:01 Uhr von M.Knorsch