Pressedienst Chemie

17 Wasser – Quelle allen Lebens

Tagung „Wasser 2017“ in Donaueschingen

17/17
9. Mai 2017

 

Vom 22. bis 24. Mai findet in den Donauhallen Donaueschingen die Tagung „Wasser 2017“ statt. Veranstalter ist die Wasserchemische Gesellschaft, eine Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Neben dem wissenschaftlichen Programm werden vier Preise verliehen: der Willy-Hager-Preis, der Promotionspreis, der Preis der Wasserchemischen Gesellschaft sowie die Ehrennadel der Fachgruppe. Am ersten Tagungsabend verspricht außerdem ein öffentlicher Abendvortrag Aufklärung über die Mythen und Geschichten rund um die Donauquelle bei Donaueschingen. 

 

Wasser als Quelle allen Lebens – selten war der Bezug zum Hauptelement der Wasserchemischen Gesellschaft so deutlich wie in der gastgebenden Stadt der "Wasser 2017". Die 83. Jahrestagung veranstaltet die Wasserchemische Gesellschaft zum ersten Mal dort, wo die Reise der Donau zum Schwarzen Meer beginnt: in Donaueschingen. Es werden rund 260 Besucher erwartet. Vor Ort erwartet die Teilnehmer ein vielfältiges Programm rund um das nasse Element. Die Themenschwerpunkte der Tagung liegen neben der Analytik in diesem Jahr unter anderem bei Abwasser, Trinkwasser, Nanopartikel und Mikroplastik, Wasseraufbereitung und Spurenstoffen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema „Bauchemie und Wasserqualität“. Bauprodukte im Kontakt mit Wasser und Stoffauswaschungen sind nicht nur ein Thema auf den Tagungen der Wasserchemischen Gesellschaft, sondern mittlerweile auch im Fokus von Regulierungen. Die Themenwahl knüpft an die Aktivitäten des gleichnamigen Fachausschusses an, der im März 2017 gemeinsam mit der GDCh-Fachgruppe Bauchemie erfolgreich ein Symposium mit rund 100 Teilnehmern an der TU Berlin zum aktuellen Wissensstand veranstaltete. 

 

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung erhält Dr.-Ing. Maximilian Huber, Technische Universität München, den mit 6.000 Euro dotierten Willy-Hager-Preis der gleichnamigen Stiftung. In seiner Arbeit entwickelte er ein standardisiertes Verfahren, mit dem sich dezentrale Behandlungsanlagen für Verkehrsflächenabflüsse bewerten lassen. Hubers Forschung stellt die verfahrenstechnische Problemlösung in den Vordergrund und zeigt eine hohe Praxisrelevanz. Mit dem Promotionspreis – gefördert von der Walter-Kölle-Stiftung – wird Dr. Allan Philippe, Universität Koblenz-Landau, ausgezeichnet. Er entwickelte und validierte in seiner Arbeit innovative Methoden zur Analytik und Charakterisierung synthetischer Nanopartikel in komplexen Umweltmedien. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Analytik von Nanopartikeln und eröffnet neue Perspektiven in der Umwelt‐Nanopartikelforschung. Den Preis der Wasserchemischen Gesellschaft – gefördert von der Walter-Kölle-Stiftung – erhält Dr.-Ing. Aki Sebastian Ruhl, Technische Universität Berlin, für seine wissenschaftlich exzellenten Forschungsleistungen und seinen Einsatz für die Fachgruppe. Außerdem wird Dr. Hans-Jürgen Pluta vom Umweltbundesamt Berlin für sein Engagement im Vorstand der Wasserchemischen Gesellschaft und seine Bemühungen um die Förderung eines Normungsexperten durch das UBA die Ehrennadel der Fachgruppe verliehen.

 

Schon am Vorabend der „Wasser 2017“ (Sonntag, 21. Mai) treffen sich die Nachwuchswissenschaftler beim Jungforscher Forum zum Erfahrungsaustausch und zur Netzwerkbildung: Dieser mittlerweile feste Bestandteil im Programm der Jahrestagungen wurde seinerzeit als eine der zahlreichen Maßnahmen zur Förderung junger Forscher ins Leben gerufen. 

 

Am 22. Mai findet um 19 Uhr ein öffentlicher Abendvortrag zu den Mythen und Geschichten rund um die Donauquelle statt. Martina Wiemer, Gästeführerin in Donaueschingen, weiht die Besucher mit ihrem kurzweiligen Vortrag in die Geschichte(n) der Donauquelle ein. Der Eintritt ist für alle, auch Interessierte, die nicht aus dem Teilnehmerkreis der Tagung kommen, frei. 

 

Eine Fachausstellung wird die "Wasser 2017" wieder begleiten. 14 Aussteller präsentieren den Teilnehmern der wasserchemischen Fachtagung ihre Unternehmen sowie ihre Produkte. Ziel ist die Förderung des intensiven Dialoges von Wissenschaftlern mit Unternehmen.

 

Das Programm und weitere Informationen zur Tagung unter www.gdch.de/wasser2017.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Wasserchemische Gesellschaft, 1926 als "Fachgruppe für Wasserchemie" im Verein Deutscher Chemiker gegründet. 1948 erfolgte die Neugründung als "Fachgruppe Wasserchemie" in der GDCh, seit 2000 heißt sie "Wasserchemische Gesellschaft – Fachgruppe in der GDCh". Ihre über 950 Mitglieder setzen sich für den wirksamen Schutz, die sinnvolle Nutzung, die zweckmäßige Aufbereitung und Reinigung sowie die sachgemäße Untersuchung und Beurteilung des Wassers ein. Mehr Informationen unter: www.wasserchemische-gesellschaft.de. 

16 „Chemiewaffen verursachen entsetzliches Leid“

Deutsche Chemiker gedenken der Opfer chemischer Waffen


16/2017
28. April 2017

 

Am 29. April, dem Tag der Erinnerung an die Opfer chemischer Waffen, ist die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) in Gedanken bei allen Geschädigten und Getöteten. Der jüngste Giftgasangriff in Syrien zeigt, dass auch heute noch viel getan werden muss, um die Entwicklung und den Einsatz von Chemiewaffen zu verhindern. Aus diesem Grund setzt sich die Gesellschaft für internationale ethische Richtlinien für Chemiker ein. 

 

„Immer noch werden Chemiewaffen eingesetzt, obwohl sie entsetzliches Leid über die Betroffenen bringen“, sagt der ehemalige GDCh-Präsident Dr. Thomas Geelhaar, in dessen Amtszeit sich 2015 der erste Giftgaseinsatz zum einhundertsten Mal jährte. Geelhaar war Mitglied der deutschen Delegation, die 2015 bei einer Gedenkveranstaltung im belgischen Ypern der Opfer weltweiten Giftgaseinsatzes gedachte. „Nicht nur heute, sondern an jedem Tag sollte man sich dessen bewusst sein und sich dafür einsetzen, dass Chemiewaffen endlich verboten werden. Gerade wir Chemiker, die eine Entwicklung solcher Waffen erst möglich machten, müssen heute dafür Sorge tragen, dass keine Menschen mehr durch Chemiewaffen zu Schaden kommen“, betont Geelhaar. 

 

Die GDCh, der rund 31 000 Chemikerinnen und Chemiker angehören, ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Wer der Gesellschaft angehört verpflichtet sich dem Verhaltenskodex der GDCh. Darin heißt es unter anderem: „Die GDCh und ihre Mitglieder unterstützen und fördern eine nachhaltige und dauerhafte Entwicklung in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Sie handeln stets auch im Bewusstsein ihrer Verantwortung gegenüber künftigen Generationen. Sie beachten die für ihre Arbeit und deren Ergebnisse und Wirkungen geltenden Gesetze und internationalen Konventionen und stellen sich gegen den Missbrauch der Chemie, z. B. zur Herstellung von Chemiewaffen und Suchtmitteln.“ 

 

Darüber hinaus setzt sich die GDCh auch international für das Verbot chemischer Waffen ein. So 

beteiligte sich die Gesellschaft gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlern und Vertretern von chemischen Fachgesellschaften aus mehr als 20 Ländern an der Ausarbeitung der „Haager Ethik-Leitlinien“, die von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) im September 2015 veröffentlicht wurden. Der GDCh-Vorstand unterstützt die Haager Ethik-Leitlinien und empfiehlt diese allen Akteuren in der Chemie zur Kenntnisnahme, Berücksichtigung und Weitergabe an Beschäftigte, Studierende und Entscheidungsträger. Darüber hinaus ist die GDCh auch im 2016 geschaffenen Advisory Board on Education and Outreach (ABEO) vertreten, das die OVCW zu den Themen Bildung, Ausbildung, Bewusstseinsbildung und Kommunikation berät. 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 28 Fachgruppen und Sektionen sowie 60 Ortsverbände.

15 Neues aus den „Hexenküchen“

Tagung der Materialwissenschaftlerinnen im Harz 


15/17
20. April 2017

 

Bereits zum neunten Mal treffen sich am 29. und 30. April herausragende Wissenschaftlerinnen aus Chemie, Physik und den Materialwissenschaften in der Nähe von Goslar zur Tagung „Aus den Hexenküchen der Materialwissenschaften“. Ausrichter ist das Center of Interface Science, das an den Universitäten Oldenburg, Osnabrück und Bremen angesiedelt ist. 

 

Dort wo sich der Sage nach seit dem 16. Jahrhundert Hexen aus ganz Deutschland versammeln, wird Ende April aktuelle Forschung präsentiert. Traditionell tragen bei der Tagung im Weltkulturerbe Rammelsberg nahe Goslar ausschließlich Frauen – renommierte Forscherinnen aus aller Welt – vor, als Gäste sind aber natürlich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler willkommen. Auch an die Vereinbarkeit von Familie und Forschung wurde gedacht: Am 30. April öffnet die Museumsmine ihre Tore für den Forschernachwuchs, der dort kompetent betreut wird.

 

Initiatorin der Tagung ist die stellvertretende GDCh-Präsidentin Professor Dr. Katharina Al-Shamery von der Universität Oldenburg. Mitgetragen wird die Tagung vom Arbeitskreis Chancengleichheit in der Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie (DBG) sowie dem Sonderforschungsbereich 1083 „Structure and Dynamics of Internal Interfaces“ der Universität Marburg. Auch die Universitätsgesellschaft Oldenburg unterstützt die Veranstaltung.

 

Nachdem der erste Konferenztag dem Austausch und Netzwerken dient, beginnt am 30. April das wissenschaftliche Programm mit einem Vortrag von Professor Dr. Maki Kawai, Universität Tokio und Institut für Molekularwissenschaften, Okazaki, Japan. Die internationale ausgezeichnete Wissenschaftlerin verbindet in ihrer interdisziplinären Forschung Oberflächenwissenschaften, Physikalische Chemie, Physik der kondensierten Materie, Materialwissenschaften und Nanowissenschaften. Sie erläutert, wie sich mit dem Rastertunnelmikroskop einzelne Moleküle „bei der Arbeit“ untersuchen lassen. Bei den weiteren Vorträgen geht es unter anderem um die Untersuchung im atomaren Maßstab von Katalysatoren unter Reaktionsbedingungen, um neue Quantenmaterialien und um Graphene. Außerdem wird Dr. Johanna Kowol-Santen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft wichtige Informationen, zum Beispiel zu Fördermöglichkeiten, rund um die Forschungskarriere geben. 

 

Anmeldung und weitere Informationen zur Tagung unter: 

www.cis.uni-oldenburg.de/51386.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter den Arbeitskreis Chancengleichheit in der Chemie (AKCC) mit 230 Mitgliedern. Zu den Zielen des AKCC gehören u.a. die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das Aufbrechen von herkömmlichen Rollenmustern und Wertungen sowie die Mädchenförderung.

14 Chemiker verurteilen Giftwaffeneinsatz

Gesellschaft Deutscher Chemiker verurteilt Giftwaffeneinsatz in Syrien 

14/17
10. April 2017

Mit Entsetzen haben die deutschen Chemiker auf den Giftwaffeneinsatz in Syrien reagiert. „Die Gesellschaft Deutscher Chemiker verurteilt den Giftwaffeneinsatz in der syrischen Provinz Idlib scharf. Die Chemie muss dem Leben dienen!“ betonte Professorin Thisbe K. Lindhorst, Präsidentin der GDCh. Durch den Angriff am Morgen des 4. April starben mindestens 80 Menschen, zahlreiche weitere wurden verletzt.

Die GDCh hat bereits 1998 einen Verhaltenskodex in die Satzung aufgenommen, die für jedes Mitglied bindend ist. Darin positionieren sich die Mitglieder eindeutig gegen den Missbrauch der Chemie, wie etwa die Herstellung von Chemiewaffen. Darüber hinaus setzt sich die GDCh auch international als Partner der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) für das Verbot chemischer Waffen ein.

13 Auszeichnung für exzellente Hochschullehre

Christian Ehli erhält Ars legendi-Fakultätenpreis für Chemie 


13/17
30. März 2017

 

Heute wird in Berlin der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in Mathematik und den Naturwissenschaften verliehen. In der Kategorie Chemie erhält Dr. Christian Ehli von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg die Auszeichnung für exzellente Hochschullehre. Der Preisträger überzeugte die Jury mit seinem methodisch hervorragenden Lehr-Lern-Konzept, mit dem es ihm gelingt, physikalische und allgemeine Chemie im gesamten Bildungsweg zu verankern. Weitere Ars legendi-Fakultätenpreise gehen an Dr. Jorge Groß von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Biowissenschaften), Professor Dr. Sven de Vries von der Universität Trier (Mathematik) und ein Team der Hochschule Rosenheim, bestehend aus Professor Dr. Claudia Schäfle, Professor Dr. Silke Stanzel und Professor Dr. Elmar Junker (Physik).

 

Ehli entwickelte ein Lehrkonzept, mit dem er bereits Schüler für den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) begeistert. Seine Experimentalvortragsreihe „Chemistry on tour“ knüpft thematisch direkt an den Schulunterricht an. Alle Teilnehmer können sich aktiv einbringen und selbst Experimente durchführen. In Lehrerfortbildungen gibt Ehli seinen interaktiven Ansatz weiter. Auch für die Studieneingangsphase hat der Chemiker sich Einiges einfallen lassen: Mit einem „Brückenkurs Chemie“ erleichtert Ehli Studierenden den Einstieg. Seine Lehrveranstaltungen gestaltet er interaktiv und ergänzt sie um diverse didaktische Angebote wie E-Learning oder ein „Online-Grundwissen-Fitness-Center“. Darüber hinaus ist es Ehli wichtig, die Faszination und die Bedeutung von MINT auch der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Daher entwickelte er als Erster eine interaktive Experimentalvorlesung für die ganze Familie. Die Teilnehmer können viele der Experimente direkt selbst ausprobieren und Naturwissenschaft unmittelbar erleben. Bei der letzten Langen Nacht der Wissenschaften an Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg begeisterte er 300 Besucher mit seiner Vorlesung. 

 

Der Ars legendi-Preis wird in den vier Kategorien Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik verliehen und ist jeweils mit 5.000 € dotiert. Ausgelobt haben den Preis der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die Gesellschaft Deutscher Chemiker, die Deutsche Mathematiker-Vereinigung, die Deutsche Physikalische Gesellschaft und der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland. Der Preis soll die Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des Nachwuchses in der Mathematik und den Naturwissenschaften sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern.

 

Zusätzliche Informationen zum diesjährigen Ars legendi-Fakultätenpreis sowie den weiteren Preisträgern finden sich in der Presseinformation 06/17 vom 1. März 2017: www.gdch.de/presse 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

 

Anmerkung an die Redaktionen: Die GDCh-Präsidentin Professor Dr. Thisbe K. Lindhorst oder die stellvertretende GDCh-Präsidentin Professor Dr. Katharina Al-Shamery stehen Ihnen gerne für ein Interview über die Wichtigkeit guter Lehre zur Verfügung.

12 Lebenswichtige Lebensmittelchemie

Arbeitstagung der Lebensmittelchemiker in Halle/Saale


12/17
23. März 2017

 

Vom 30. bis 31. März 2017 treffen sich Lebensmittelwissenschaftler aus Forschung, Industrie und Handelslaboratorien zu einer Arbeitstagung des Regionalverbands Südost der Lebensmittel-chemischen Gesellschaft. An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg diskutieren sie über neue Erkenntnisse zu Wirkungen von Lebensmittelinhaltsstoffen beim Menschen.

 

Bereits der Eröffnungsvortrag der Tagung greift mit der Verbesserung der Vitamin-D-Versorgung ein aktuelles Thema auf, das auch für viele Verbraucher von Interesse ist. Vitamin D ist im menschlichen Körper unter anderem für stabile Knochen und kräftige Muskeln verantwortlich und kann unter dem Einfluss von Sonnenlicht in der Haut gebildet werden. Jedoch erreichen fast 60 Prozent der deutschen Bevölkerung nicht die wünschenswerte Blutkonzentration und nutzen somit das präventive Potenzial des „Sonnenvitamins“ nicht aus. Professor Dr. Gabriele Stangl von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zeigt in ihrem Vortrag daher, wie lebensmittelbasierte Strategien zur Verbesserung der Vitamin-D-Versorgung in der Bevölkerung aussehen können. 

 

In Halle werden die Experten aus Industrie, Überwachung und privaten Laboratorien weiteren spannenden Themen aus Analytik und Verbraucherschutz auf den Grund gehen. Auf der Agenda stehen unter anderem die folgende Fragen: Sind Babyflaschen aus Polyarylsulfonen eine unbedenkliche Alternative? Wie lassen sich Antibiotikarückstände im Fleisch am besten erkennen und nachweisen? Und welche Aktivitäten unternimmt der Bund in Bezug auf Food Fraud, also Lebensmittelbetrug? 

 

Weitere Informationen unter

https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u.a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 25. bis 27. September in Würzburg.

11 Analytische Chemie auf höchstem Niveau

Spitzenforschung und Preisverleihungen auf der ANAKON

11/17
21. März 2017

 

Vom 3. bis 6. April findet an der Eberhard Karls Universität Tübingen die ANAKON 2017 statt. Die wichtigste Konferenz für Analytische Chemie im deutschsprachigen Raum wird von der Fachgruppe Analytische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) mit wissenschaftlicher Unterstützung der Austrian Society of Analytical Chemistry (ASAC) und der Division of Analytical Chemistry der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft (SCG) organisiert. In diesem Jahr werden rund 500 Besucher erwartet. Im Rahmen der Tagung werden fünf Preise verliehen.

 

Die Themen der ANAKON decken dabei das gesamte Spektrum der Analytischen Chemie ab – von Forschung und Entwicklung bis hin zur klinischen Diagnostik und Forensik. Auch im Umweltschutz, der Pharmazie und der Nahrungsmittelproduktion spielt Analytik eine wichtige Rolle. Schwerpunkte der Konferenz liegen bei aktuellen Untersuchungsmethoden und Anwendungen, beispielsweise in der Bio-, der Prozess- oder der Nanoanalytik. Neben dem wissenschaftlichen Programm bietet die ANAKON Nachwuchswissenschaftlern mit einer Jobbörse die Möglichkeit, mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen.

 

Fünf Preise für herausragende Wissenschaftler 
Professor Dr. Karlheinz Ballschmiter, Universität Ulm erhält die Clemens-Winkler-Medaille für seinen jahrelangen persönlichen Einsatz für die Analytische Chemie. Der emeritierte Chemiker hat insbesondere zur organischen Spurenanalyse der Umweltchemie auch international maßgebliche Impulse gegeben und gilt als Mitbegründer einer „Ulmer Schule der Analytik“. Der Fachgruppenpreis geht an Professor Dr. Kevin Pagel, Freie Universität Berlin. Mit der Auszeichnung würdigt die Fachgruppe Analytische Chemie die herausragenden Leistungen des jungen Wissenschaftlers. Den Bunsen-Kirchhoff-Preis des Deutschen Arbeitskreises für Analytische Spektroskopie (DAAS) erhält Professor Dr. Jacob T. Shelley, Rensselaer Polytechnic Institute, New York, USA, für seine maßgeblichen Beiträge zur Spekroskopie. Der Gerhard-Hesse-Preis des Arbeitskreises Separation Science geht an Professor Dr. Michael Lämmerhofer, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, für seine wichtigen Arbeiten auf dem Gebiet der analytischen Trenntechniken. Im Rahmen der Tagung wird außerdem Dr. Ann-Christin Niehoff, Universität Münster, mit dem DAAS-Preis für hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der chemischen Mikro- und Spurenanalyse ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen zur Konferenz unter www.gdch.de/anakon2017

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Analytische Chemie mit annähernd 2400 Mitgliedern. Die Fachgruppe sieht ihre Hauptaufgabe in der Zusammenfassung aller an der analytischen Chemie im weitesten Sinne interessierten Wissenschaftler und Praktiker zum Zwecke der Förderung dieses Wissensgebietes. Für die unterschiedlichen analytischen Disziplinen unterhält die Fachgruppe zehn Arbeitskreise.

10 Gesunde Ernährung im Fokus

Arbeitstagung der Lebensmittelchemiker in Nuthetal

10/17
14. März 2017

 

Am 21. März treffen sich Lebensmittelchemiker aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Nuthetal zu ihrer 23. Arbeitstagung. Veranstaltet wird die Tagung vom Regionalverband Nordost der Lebensmittelchemischen Gesellschaft. Auf der Agenda stehen aktuelle Themen aus Analytik und Verbraucherschutz.

 

Bereits der Eröffnungsvortrag greift ein alltägliches Problem der Industrienationen auf: Während Lebensmittel ursprünglich in erster Linie dazu dienten, den Flüssigkeits- und Nährstoffbedarf zu decken, stehen heute hedonistische Motive bei der Ernährung im Vordergrund. Schmackhafte und energiereiche Lebensmittel stehen nahezu unbegrenzt zur Verfügung. Gepaart mit aggressiven Vermarktungsstrategien der Lebensmittelhersteller führt dies bei vielen Menschen zu Übergewicht und ernährungsassoziierten Erkrankungen. Insbesondere sensorische Charakteristika wie Geruch und Geschmack spielen bei der Ernährung eine große Rolle. Dr. Kathrin Ohla, Deutsches Institut für Ernährungsforschung, erklärt, wie solche Sinneseindrücke vom Gehirn verarbeitet werden und wie sich diese Mechanismen nutzen lassen, um eine gesunde Ernährungsweise zu unterstützen. 

 

Auch im weiteren Verlauf der Tagung dreht sich alles um den Verbraucherschutz. So geht es unter anderem um Mineralölrückstände in frischem Obst, Tee und Gewürzen und um die Präsentation neuer Analysemethoden, durch die Lebensmittel zukünftig immer sicherer werden. Auch die Herausforderungen, denen sich die Lebensmittelchemiker auf diesem Weg stellen müssen, werden thematisiert und es wird aufgezeigt, wie langwierig es sein kann, bis sich standardisierte Methoden etablieren lassen.

 

Weitere Informationen unter

https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u. a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 25. bis 27. September in Würzburg.

09 Lebensmittelchemische Expertise in Münster

Mikro- und Nanopartikel, hanfhaltiges Futter und Neues zu Mineralölen


09/17
7. März 2017

 

Am 15. März treffen sich in Münster Lebensmittelchemiker des Regionalverbands Nordrhein-Westfalen der Lebensmittelchemischen Gesellschaft zu ihrer Arbeitstagung 2017. An der Westfälischen Wilhelms-Universität diskutieren sie aktuelle Themen wie die verbesserte chemische Analytik und kompetente rechtliche Bewertung von Mineralölen in Kosmetika und Spielzeug. Außerdem stehen grundlegende Überlegungen zu toxikologischen Wirkungen von sehr kleinen Partikeln wie Mikroplastiken in Wasser oder Nanopartikel auf dem Programm. 

 

Das abwechslungsreiche Tagungsprogramm setzt sich aus 14 Fachvorträgen und zahlreichen Posterbeiträgen zusammen. Experten präsentieren aktuelle Erkenntnisse zu Mineralölen in Kosmetika und Spielwaren und diskutieren auch die toxikologische Bewertung von Mineralölrückständen. Ein weiteres spannendes Thema ist, ob psychoaktive Stoffe in die Kuhmilch übergehen, wenn die Tiere mit hanfhaltigem Futter ernährt werden. Diese Frage beleuchten Fachleute aus Untersuchungsämtern und Forschung gemeinsam mit Industrievertretern aus analytischer, toxikologischer und besonders rechtlicher Sicht. 

 

Weitere Themen sind neue Spurenstoffe in Trinkwasser und aktuelle Analysemethoden, ohne die keine Spurensuche möglich wäre. Die Entwicklung neuer Analysentechniken ist eine der Kernkompetenzen von staatlich geprüften Lebensmittechemiker/-innen. Mit ihr können auch ernährungsphysiologische  Fragestellungen beantwortet werden. So gibt es inzwischen für die Gesundheitsbewertung des Apfelverzehrs eine Untersuchungstechnik des Urins. Ohne die Expertise der Lebensmittelchemiker wäre das ebenso wenig möglich wie die rechtliche Auseinandersetzung mit Lebensmittelbetrug. Aus diesem Grund wird auf der Tagung auch diskutiert, wie die Ausbildung mit staatlichem Abschluss künftig gestaltet werden muss, um den sich stetig wandelnden Anforderungen gerecht zu werden.

 

Weitere Informationen unter

https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u.a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 25. bis 27. September in Würzburg.

08 Kreuz und quer durchs Chemie-Universum

Neues Sachbuch zeigt die Rolle der Chemie in der modernen Gesellschaft

 

 

08/17
7. März 2017

 

Aus Anlass ihres Jubiläums hat die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ein Buch veröffentlicht, das auf unterhaltsame Weise die Leistungen und Möglichkeiten der Chemie in all ihren Facetten beleuchtet. „Unendliche Weiten. Kreuz und quer durchs Chemie-Universum” lautet der Titel des bei Wiley-VCH erschienenen Buchs. Zahlreiche renommierte Autoren nehmen den Leser mit auf eine verständliche und vielfältige Reise durch die Welt der Chemie. Herausgeber des Buches sind die GDCh-Präsidentin Thisbe K. Lindhorst, der ehemalige GDCh-Präsident Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger und die GDCh selbst.

 

In zwölf Kapiteln beschäftigen sich ausgewiesene Experten mit Errungenschaften, Anwendungen und Innovationen aus der Chemie sowie mit Herausforderungen und neuen Denkansätzen. Welche nachwachsenden Rohstoffe gibt es und wie können Kohlendioxid oder Wasserstoff künftig für die Energieproduktion genutzt werden? Inwieweit kann die Genforschung helfen, ein bakterielles Immunsystem zu entwickeln? Welche Alternativen zu Antibiotika sind denkbar? Wie können wir die Klimakatastrophe verhindern? Welche Möglichkeiten bietet die Nuklearchemie? An welchen umweltfreundlichen Werkstoffen und Lösungen für Informationsspeicher arbeiten Chemiker weltweit? Wie lassen sich Recyclingtechnologien verbessern? 

 

Das Buch richtet sich sowohl an naturwissenschaftliche Laien als auch an Experten und liefert in einem bunten Kaleidoskop viele Ansätze, um die Bedeutung der Chemie für unsere Welt besser kennen und verstehen zu lernen.

 

Thisbe K. Lindhorst, Hans-Jürgen Quadbeck- Seeger und GDCh (Hrsg.)

Unendliche Weiten - Kreuz und quer durchs Chemie-Universum, 1. Auflage 2017

ISBN: 978-3-527-34203-7 / Wiley-VCH, Weinheim, 29,90 € (auch als E-Book erhältlich)

 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

07 Ein Forum für junge Wissenschaftler

19. Frühjahrssymposium des JungChemikerForums mit Verleihung des Carl-Roth-Förderpreises


07/2017
2. März 2017

 

Vom 29. März bis 1. April findet in Mainz das 19. Frühjahrssymposium des JungChemikerForums (JCF) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) statt. Rund 320 Nachwuchswissenschaftler kommen an der Johannes Gutenberg-Universität zusammen, um ihre Forschung zu präsentieren und sich interdisziplinär auszutauschen. Das hochkarätige wissenschaftliche Programm bietet neben Vorträgen, Postersessions und Workshops auch ein vielfältiges Rahmen-programm. Außerdem wird auf dem Frühjahrssymposium der Carl-Roth-Förderpreis an Dr. Sven Herrmann verliehen.

 

Das JCF-Frühjahrssymposium ist eine der größten Konferenzen in Europa von und für junge Wissenschaftler und wird jährlich von wechselnden regionalen JungChemikerForen der GDCh ausgerichtet. Im Jahr 2017, in dem die GDCh auf eine 150-jährige Geschichte zurückblickt und das JungChemikerForum sein zwanzigjähriges Bestehen feiert, hat das JCF Mainz-Wiesbaden die Organisation der Tagung übernommen und ein abwechslungsreiches Programm erstellt. Neben den Vorträgen renommierter Wissenschaftler kommen im Rahmen des JCF-Frühjahrssymposiums insbesondere auch Nachwuchsgruppenleiter und junge Wissenschaftler zu Wort. Sie erhalten die Gelegenheit, ihre Forschung in Vorträgen zu präsentieren. 2017 werden erstmalig parallele Sessions durchgeführt, um möglichst vielen Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeit vorzustellen. 

 

Darüber hinaus bieten Postersessions Studierenden und Promovierenden aus allen Bereichen der Chemie und angrenzenden Naturwissenschaften die Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Einzelne Poster werden durch dreiminütige Postervorträge angekündigt sowie Poster- und Vortragspreisträger – nach Bewertung durch die Teilnehmenden – geehrt. Für das Jubiläumsjahr hält das JungchemikerForum Mainz-Wiesbaden außerdem zahlreiche Workshops, spannende Exkursionen und ein abwechslungsreiches Abendprogramm bereit. 

 

Als weiteres Highlight wird am 31. März der Carl-Roth-Förderpreis vergeben. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung verleiht die GDCh an junge Chemiker, die ressourcenschonende Synthesewege entwickeln oder Chemikalien innovativ einsetzen. Finanziert wird der Preis von der Carl Roth GmbH & Co. KG, die zusätzlich weitere 3000 Euro in Form eines Gutscheins beisteuert. In diesem Jahr erhält die begehrte Auszeichnung Dr. Sven Herrmann für seine Arbeiten an der Universität Ulm zur Synthese und den Eigenschaften von Polyoxometallat-basierten ionischen Flüssigkeiten. Der Preisträger erarbeitete neue anwendungsbezogene Konzepte und konnte die von ihm untersuchten Materialien unter anderem für einen neuen Korrosionsschutz zugänglich machen. Darüber hinaus entwickelte er auf der Basis seiner Forschung ein innovatives Filtermaterial für die Wasseraufbereitung, das bereits zum Patent angemeldet wurde. 

 

Weiterführende Informationen finden sich unter www.jcf-fruehjahrssymposium.de.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 28 Fachgruppen und Sektionen sowie 60 Ortsverbände und JungChemikerForen an 54 Hochschulstandorten. Bundesweit bildet das JCF eine Plattform für über 10.000 junge Mitglieder der GDCh.

06 Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2017 – Preisträger stehen fest

06/17
1. März 2017

Der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in Mathematik und Naturwissenschaften geht in diesem Jahr an Professor Dr. Jorge Groß von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Biowissenschaften), Dr. Christian Ehli von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Chemie), Professor Dr. Sven de Vries von der Universität Trier (Mathematik) sowie gemeinschaftlich an Professor Claudia Schäfle, Professor Silke Stanzel und Professor Elmar Junker von der Hochschule Rosenheim (Physik).

Der Ars legendi-Fakultätenpreis in Mathematik und Naturwissenschaften wird an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die sich durch herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung auszeichnen. Der Preis wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der Gesellschaft Deutscher Chemiker und dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland ausgelobt. Die Auszeichnung wird seit 2014 in den Kategorien Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik vergeben und ist mit je 5.000 Euro dotiert.

Interessierte sind herzlich zur feierlichen Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2017 eingeladen, die am 30. März 2017 um 17:00 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin stattfindet. Bitte melden Sie sich bis zum 22. März 2017 unter berlin@vbio.de an.

Die Auswahl der Preisträger traf eine elfköpfige Jury aus Fachvertretern, Vertretern der Hochschuldidaktik sowie Studierenden. Sie sprach den Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2017 folgenden Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern zu:

Im Fach Biowissenschaften: Professor Dr. Jorge Groß lehrt Didaktik der Naturwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. An einer Universität ohne naturwissenschaftlichen Fachbereich macht er die Ausbildung von Biologielehrern überhaupt erst möglich. Er legt den Fokus auf die Nutzung digitaler Werkzeuge und hat unter anderem das GreenLab eingerichtet, in dem Studierende als "didaktische Doppeldecker" abwechselnd in die Rolle des Lehrenden und Lernenden springen und fachliche wie methodische Kompetenzen erwerben. Die Jury würdigt sein ausgesprochen vielfältiges methodisches Repertoire und die zahlreichen Angebote, mit denen Prof. Groß auch viele Zielgruppen außerhalb der Hochschule erreicht. Allein eine von ihm erstellte App für die interaktive Artenbestimmung wurde bisher über 55.000 Mal heruntergeladen und ist deutschlandweit an vielen Hochschulen im Einsatz.

Im Fach Chemie: Als Akademischer Rat für physikalische Chemie setzt Dr. Christian Ehli von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg darauf, physikalische und allgemeine Chemie im gesamten Bildungsweg zu verankern. Hierzu pflegt er engen Kontakt zu Schulen, um den Übergang zwischen Schule und Hochschule zu erleichtern. Er führt regelmäßig Experimentalvorlesungen an Schulen durch und bietet für die Studieneingangsphase Brückenkurse an. Die Studierenden lernen interaktiv durch die Einrichtung von E-Learning-Elementen bei Vorlesungen und Tutorien oder experimentieren frei. Lehrerinnen und Lehrer an Schulen profitieren durch seine Fortbildungskurse im Bereich der Chemie. Die Jury überzeugte er auch durch pragmatische Ansätze sowie durch die ambitionierte „Full support-Garantie“ für Studierende.

Im Fach Mathematik: Professor Dr. Sven de Vries von der Universität Trier begeistert mit seinem dialogischen Lehrstil Studierende, darunter insbesondere Lehramts- und Nebenfachstudierende für die Mathematik. Mit seinem vielfältigen Engagement erreicht er nicht nur Studierende, sondern spricht auch Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie die breite Öffentlichkeit an. Besonders beeindruckte die Jury sein sehr gut durchdachtes, umfassendes Lehrkonzept für die Lehramtsausbildung. Zum Beispiel führte er das erfolgreiche Seminar „Mathematik und Kunst“ ein, dessen Ansatz mittlerweile für andere Veranstaltungen übernommen wurde.

Im Fach Physik: Professor Dr. Claudia Schäfle, Professor Dr. Silke Stanzel und Professor Dr. Elmar Junker lehren an der Hochschule Rosenheim Physik. Sie bieten in mehreren, sehr unterschiedlichen Studiengängen Veranstaltungen im grundständigen ebenso wie im fortgeschrittenen Bereich an. Besonders im Vordergrund steht dabei das „Just in Time Teaching“ (JiTT), bei dem der Lernstand der Studierenden kleinschrittig, online-basiert erhoben wird, um durch flexible Anpassung der jeweils direkt folgenden Lehrveranstaltung Verständnisproblemen von Studierenden zu begegnen. Außerdem wird das Instrument der „Peer-Instruction“ genutzt, mit dem die Studierenden sich gegenseitig komplexe Sachverhalte erläutern, die sie sich so besser aneignen und die fachliche Diskussionskultur einüben können.

Überzeugt hat die Jury neben der vorbildhaften kollegialen Zusammenarbeit der Preisträger vor allem die Tatsache, dass die Motivation der Studierenden, sich auf Veranstaltungen vorzubereiten eindrücklich erhöht werden konnte.

Die feierliche Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreises Mathematik und Naturwissenschaften 2017 findet am 30. März 2017 um 17:00 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Den Festvortrag mit dem Titel „Vom Sehprozess der Mikroalgen zur Licht-gesteuerten Maus –- die Entwicklung der Optogenetik“ hält Professor Dr. Peter Hegemann, Humboldt-Universität zu Berlin. Wir erbitten Ihre Anmeldung bis zum 22. März 2017 unter berlin@vbio.de an.

Pressekontakt VBIO:
Dr. Kerstin Elbing, Tel.: (030) 27891916, E-Mail: elbing@vbio.de

Pressekontakt Stifterverband:
Peggy Groß, Tel.: (030) 982 322-530, E-Mail: peggy.gross@stifterverband.de

05 Aktiver Wissenschafts- und Forschungstransfer

Chemiedozententagung mit Preisverleihungen in Marburg

 

05/17
28. Februar 2017

 

Vom 13. bis 15. März findet an der Philipps-Universität Marburg die Chemiedozententagung 2017 statt. Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer der Fakultäten für Chemie aus Deutschland und dem benachbarten Ausland besuchen die Tagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Vor Ort informieren sie sich über Neuigkeiten in Forschung und Lehre und tauschen sich auf internationalem Niveau aus. Im Rahmen der Tagung werden außerdem der Carl-Duisberg-Gedächtnispreis und der Horst-Pracejus-Preis sowie die ADUC-Preise verliehen.

 

Die Themen der Konferenz umfassen sowohl aktuelle Erkenntnisse und Forschungsergebnisse aus allen Feldern der Chemie als auch didaktische Entwicklungen sowie neue Herangehensweisen zur Vermittlung komplexer Sachverhalte in der Lehre. Auf der jährlich stattfindenden Tagung werden herausragende Chemikerinnen und Chemiker mit GDCh-Preisen ausgezeichnet. 

 

Den Carl-Duisberg-Gedächtnispreis erhält Professor Dr. Shigeyoshi Inoue, Technische Universität München. Mit dem Preis, der mit 7500 Euro dotiert ist, wird der akademische Nachwuchs in der Chemie gefördert. Der 36-jährige Chemiker überzeugte die Auswahlkommission mit der exzellenten Qualität seiner Publikationen sowie seiner beachtlichen Forschung. In dieser konzentriert sich Inoue auf niedervalente Hauptgruppenelement-verbindungen, insbesondere Metalle und Halbmetalle der Gruppen 13, 14 und 15, deren grundlegenden Reaktivitäten sowie spezielle Anwendungen in der Synthese. Sein Ziel ist es, neuartige Anwendungen für diese Verbindungen mit ihren ungewöhnlichen Strukturen und einzigartigen elektronischen Eigenschaften zu finden. 

 

Mit dem Horst-Pracejus-Preis wird Professor Dr. Thorsten Bach, Technische Universität München, ausgezeichnet. Damit würdigt die GDCh seine internationalen sichtbaren Pionierarbeiten zur photoinduzierten asymmetrischen Katalyse, die entscheidenden Einfluss auf die organische Katalyse und die stereoselektive Synthese haben. In seiner Forschung fokussiert Bach sich auf die Entwicklung neuer Methoden, u.a. unter Verwendung photochemischer Verfahren, die Erforschung und Anwendung neuer katalytischer Reaktionen sowie die Totalsynthese komplexer Naturstoffe.

 

Dieses Jahr werden von der ADUC drei Nachwuchswissenschaftler aus verschiedenen Gebieten der Chemie für die Etablierung eines eigenständigen Forschungsgebietes ausgezeichnet: Die Preisträger sind Dr. Rubén Darío Costa Riquelme, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Dr. Robert Langer, Philipps-Universität Marburg, und Dr. Bill Morandi, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim a.d. Ruhr.

 

Weitere Informationen finden sich unter www.gdch.de/cdt2017

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen und vergibt zahlreiche Preise für besondere Leistungen in der chemischen Forschung. Von der traditionsreichen, bei der GDCh angesiedelten Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) werden jährlich bis zu drei Habilitanden/innen aus allen Gebieten der Chemie für besonders originelle und wissenschaftlich bedeutende Publikationen ausgezeichnet.

 

 

Professor Dr. Shigeyoshi Inoue
Professor Dr. Thorsten Bach

04 Wie ehrlich sind unsere Lebensmittel?

Arbeitstagung der Lebensmittelchemiker in Hamburg mit öffentlichem Abendvortrag


04/17
21. Februar 2017

Aktuelle Themen aus Analytik und Verbraucherschutz stehen auf dem Programm der Fachtagung 2017 des Regionalverbands Nord der Lebensmittelchemischen Gesellschaft. Am 27. und 28. Februar treffen sich Wissenschaftler, Behördenvertreter und Vertreter aus der (Lebensmittel-)Wirtschaft an der Universität Hamburg, um sich auszutauschen und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zum Auftakt findet eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Wie ehrlich sind unsere Lebensmittel?“ statt.

Kontroverse Diskussionen sowie klare Antworten lässt die Besetzung des Podiums erwarten. Neben Professor Dr. Michael Bockisch, Geschäftsführer der Bockisch Consult, Christiane Huxdorff, Campaignerin bei Greenpeace e.V., Sebastian Lege, Produktentwickler und TV-Experte, werden Silke Schwartau, Leiterin der Ernährungsabteilung der Verbraucherzentrale Hamburg, und Birgit Stöver, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, versuchen Licht ins Dunkel zu bringen. Zu der Podiumsdiskussion am 27. Februar um 18:00 Uhr im Westgebäude der Universität Hamburg, Hörsaal ESA 1 W (Raum 221), Edmund-Siemers-Allee 1, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Auch im weiteren Verlauf der Tagung gehen die Lebensmittelchemiker, welche die Experten schlechthin in allen Fragen zu Qualität und Zusammensetzung von Lebensmitteln sind, aktuellen Verbraucherthemen auf den Grund. So widmet sich beispielsweise ein Vortrag den sogenannten Superfoods und beleuchtet das Spannungsfeld dieser Lebensmittel zwischen Wissenschaft und Esoterik genauer. Und auch die Rolle von Whistleblowern wird betrachtet. Handelt es sich bei ihnen um eine Chance oder eine Gefahr für Industrie und amtliche Überwachung? Diese und weitere Fragen rund um Lebensmittelanalytik und Verbraucherschutz werden auf der Fachtagung Gegenstand reger Diskussionen sein.

Weitere Informationen unter  
https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u.a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 25. bis 27. September in Würzburg.

03 Deutsche und Israelische Chemiker unterzeichnen Kooperationsabkommen

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und die Israel Chemical Society (ICS) haben anlässlich der Eröffnung der 82. Jahrestagung der Israel Chemical Society am 13. Februar in Tel Aviv ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Darin vereinbaren die Gesellschaften eine enge wissenschaftliche Kooperation im Bereich der Chemie.

 

03/17
13. Februar 2017

 

Dazu gehören unter anderem die Organisation gemeinsamer wissenschaftlicher Veranstaltungen sowie wechselseitige Forschungsaufenthalte junger Wissenschaftler im Gastland. Außerdem können Mitglieder beider Gesellschaften Tagungen und andere Veranstaltungen der Partnergesellschaft zu vergünstigten Mitgliedergebühren besuchen. Das Abkommen wurde unterzeichnet von der Präsidentin der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Professor Thisbe K. Lindhorst und dem Präsidenten der Israel Chemical Society, Professor Ehud Keinan. In Anwesenheit des deutschen Botschafters in Israel, Dr. Clemens von Goetze, betonten beide in ihren Grußworten die langjährigen vertrauensvollen Beziehungen ihrer wissenschaftlichen Gesellschaften.

 

Auf Einladung der Israel Chemical Society nimmt auch eine Delegation deutscher Wissenschaftler unter Federführung der Gesellschaft Deutscher Chemiker an der Konferenz der Israel Chemical Society teil. Sie besucht im Anschluss an die zweitägige Konferenz auch das am 15. Februar ebenfalls in Tel Aviv stattfindende Symposium der GDCh-Zeitschrift Angewandte Chemie. Bei diesem 6. „Angewandte-Symposium“ unter dem Titel „Chemistry for our Future“, werden jeweils fünf renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Israel ihre Forschungsergebnisse präsentieren, darunter Prof. Annette Beck-Sickinger (Universität Leipzig über Wirkstoffentwicklung) und Prof. David Milstein (Weizmann-Institut, Rehovot über nachhaltige Katalyse).

 

Das auf die Jahrestagung folgende Angewandte-Symposium wird gemeinsam von der Israel Chemical Society, der Gesellschaft Deutscher Chemiker sowie den bei Wiley-VCh verlegten Zeitschriften „Angewandte Chemie“ und „Israel Journal of Chemistry“ veranstaltet.

 

Weitere Informationen und vollständiges Programm http://angewandte.org/symposium

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 28 Fachgruppen und Sektionen sowie 60 Ortsverbände.

 

Die „Angewandte Chemie“ gehört der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), wird von Wiley-VCH publiziert und ist eine weltweit führende Zeitschrift für die gesamte Chemie und angrenzende Gebiete.

02 Innovative Arzneimittel im Fokus

Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“ mit Verleihung des Klaus-Grohe-Preises in Bern

02/17
31. Januar 2017

Vom 12. bis zum 15. Februar findet an der Universität Bern die internationale Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“ statt. Rund 150 Besucher werden zu der Veranstaltung erwartet, die die Fachgruppe Medizinische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gemeinsam mit der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft (SCS) und der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) durchführt. Im Rahmen der Tagung werden außerdem zwei Nachwuchswissenschaftler mit dem Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie ausgezeichnet.

 

Medizinische Chemiker befassen sich fachübergreifend mit biologisch aktiven Substanzen und untersuchen, wie deren Wirkungsmechanismen funktionieren. Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse nutzen sie, um neue, wirksame Arzneistoffen zu finden. Welche Fortschritte in der medizinischen Chemie in der jüngsten Vergangenheit gelungen sind und welche Forschungsarbeiten kurz vor dem Durchbruch stehen, ist Thema der jährlich stattfindenden Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“. 

 

Gleich zwei Nachwuchswissenschaftler erhalten in Bern den Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie. Die Auszeichnung wird von der Klaus-Grohe-Stiftung für medizinische Chemie verliehen, die bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) angesiedelt ist. Preisträger sind Dr. Tristan Gollnest, der an der Universität Hamburg promoviert hat, und Dr. Cedric L. Hugelshofer, der seine Promotion an der Ludwig-Maximilian-Universität München angefertigt hat. Beide Preisträger berichten im Anschluss an die Verleihung von ihrer Forschung.

 

Auch der mit 5000 Euro dotierte Innovationspreis in Medizinischer/Pharmazeutischer Chemie wird im Rahmen der Tagung vergeben. Die gemeinsame Auszeichnung der GDCh-Fachgruppe Medizinische Chemie und der Fachgruppe Pharmazeutische/Medizinische Chemie der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft erhält in diesem Jahr Professorin Dr. Anna K. H. Hirsch, Universität Groningen, für ihre wegweisende Forschung zum strukturbasierten Wirkstoffdesign und für die Entdeckung von kleinmolekularen Inhibitoren.

 

Der Promotionspreis auf dem Gebiet der Medizinischen/Pharmazeutischen Chemie wird seit 2013 von der GDCh-Fachgruppe Medizinische Chemie jährlich an drei Wissenschaftler verliehen, die jeweils 500 Euro als Preisgeld erhalten. 2017 sind dies Dr. Patrick Mäder, Universität Marburg, Dr. Roman Sommer, Universität Konstanz, und Dr. Norbert Furtmann, Universität Bonn. Auch sie werden ihre Arbeiten in Vorträgen vorstellen. 

 

Weitere Informationen finden sich unter: www.gdch.de/medchem2017.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Medizinische Chemie. Sie besteht seit 1971 und hat über 800 Mitglieder. Diese sind in Hochschulinstituten, anderen Forschungseinrichtungen und in der pharmazeutischen Industrie tätig. Es sind vor allem Chemiker und Pharmazeuten, aber auch Informatiker, Verfahrensingenieure u.a. Die Fachgruppe hat den Brückenschlag zwischen Chemie einerseits und Biologie, Medizin und Pharmazie andererseits zum Ziel.

Verleihung des Klaus-Grohe-Preises für medizinische Chemie (v.l.n.r.): Prof. Dr. Daniel Rauh, TU Dortmund, Barbara Köhler, GDCh-Geschäftsstelle, das Stifter-Ehepaar Grohe, Dr. Tristan Gollnest, Prof. Dr. Christa Müller, Uni Bonn, und Dr. Cedric Hugelshofer (Foto: Isabelle Schönholzer, Bern)

01 Ein bedrohter Lebensraum unter der Lupe

26. Frankfurter Sonderkolloquium thematisiert Meere und Ozeane unter wissenschaftlichen Aspekten


01/17
17. Januar 2017

„Meere und Ozeane – geschätzt, genutzt und bedroht“ lautet der Titel des 26. Frankfurter Sonderkolloquiums, das am 26. Januar 2017 in Frankfurt am Main stattfindet. Vier Wissenschaftler werden darstellen, welche Gefahren unseren Meeren drohen und wie sich diesen begegnen lässt.

Intakte Meere sind eine wichtige Lebensgrundlage für den Menschen. Da dieser Lebensraum jedoch inzwischen immer mehr durch Ausbeutung und Verschmutzung bedroht ist, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung 2016/2017 das Wissenschaftsjahr „Meere und Ozeane“ ausgerufen. Aus diesem Grund widmet sich auch das Frankfurter Sonderkolloquium in diesem Jahr dem Thema „Meere und Ozeane“.

Neben Studien zu Mikroplastik im Meer geht es unter anderem darum, wie ein Monitoring chemischer Schadstoffe auf hoher See erfolgen kann, welche neuen Schadstoffe in Fisch vorkommen und wie sich aus Meerwasser solare Brennstoffe und Trinkwasser gewinnen lassen. 

Das Frankfurter Sonderkolloquium wird jährlich gemeinsam von der DECHEMA, der DBG, dem DVS, der GDCh, dem VDI-BV Frankfurt, dem Physikalischen Verein Frankfurt und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung veranstaltet. Da es in diesem Jahr federführend von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) organisiert wurde, spielen insbesondere chemische Aspekte bei der Veranstaltung eine wichtige Rolle. Zugleich bildet das Kolloquium den Auftakt zu verschiedenen Veranstaltungen des GDCh-Jubiläumsjahres.

Das 26. Frankfurter Sonderkolloquium findet am 26. Januar 2017 von 14 bis 18 Uhr im DECHEMA-Haus, Theodor-Heuss-Allee 25, Frankfurt am Main, statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Vollständiges Programm und Anmeldung unter : http://dechema.de/Kolloquium_Meere+und+Ozeane_2017.html.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2016 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

 

 

Kontakt

Dr. Karin J. Schmitz
Leiterin GDCh-
Öffentlichkeitsarbeit
pr@gdch.de
Tel. 069/7917-493
Fax 069/7917-1493

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zuletzt geändert am: 09.05.2017 - 10:34 Uhr von M.Knorsch