Pressedienst Chemie

47 Meyer-Galow-Preis für Wirtschaftschemie 2017 geht an Markus Heitzmann

Neues Medikament schützt Diabetiker mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen

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16. November 2017

 

Dr. Markus Heitzmann, Boehringer Ingelheim Pharma, erhält am 28. November den Meyer-Galow-Preis für Wirtschaftschemie der bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) angesiedelten gleichnamigen Stiftung. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung erhalten Wissenschaftler, die eine aktuelle Innovation der Chemie vorangetrieben haben. Heitzmann hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das neue Medikament Jardiance® (Empagliflozin) erfolgreich in den Markt eingeführt werden konnte. Das orale Antidiabetikum senkt nicht nur den Blutzucker, sondern kann bei Patienten mit bestehenden kardiovaskulären Erkrankungen auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse senken. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen einer Feierstunde bei Boehringer Ingelheim, Ingelheim, und wird vom designierten Präsidenten der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Dr. Matthias Urmann, vorgenommen.

 

Menschen mit Diabetes und kardiovaskulären Erkrankungen haben – selbst bei modernen Therapieplänen – ein hohes Risiko, an einem kardiovaskulären Tod zu versterben. Das Antidiabetikum Jardiance®, an dessen Markteinführung der Preisträger maßgeblich beteiligt war, senkt dieses Risiko bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und bestehender Herz-Kreislauf-Schwäche nachweislich. In der Studie EMPA-REG OUTCOME® reduzierte Empagliflozin das relative Risiko für kardiovaskulären Tod (als Bestandteil des kombinierten primären Endpunkts) um 38 Prozent bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und bestehender kardiovaskulärer Erkrankung gegenüber Placebo und zusätzlich zur antidiabetischen und kardiovaskulären Standardtherapie. Dr. Markus Heitzmann bereitete den Markteintritt wirkstoffseitig vor und stellte die hochkomplexe Wirkstoffversorgung sicher. Obwohl die Synthese des Wirkmoleküls Empagliflozin hohe Anforderungen an Produktion, Technik, Qualitätsmanagement und Umweltschutz stellt, gelang es Heitzmann, die Voraussetzungen zu schaffen, um das Medikament schnell auf den Markt zu bringen.

 

Neben zahlreichen geladenen Gästen werden an der Preisverleihung im feierlichen Rahmen Hubertus von Baumbach, Vorsitzender der Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim, Dr. Matthias Urmann, designierter Präsident der GDCh für die Jahre 2018/19, sowie der Stifter Professor Dr. Erhard Meyer-Galow teilnehmen. Die Laudatio auf den Preisträger hält Professor Dr. Manfred Psiorz, Corporate Vice President Chemical Manufacturing and Supply, Boehringer Ingelheim GmbH.

 

Mit dem Meyer-Galow-Preis für Wirtschaftschemie werden jährlich Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet, die eine aktuelle Innovation der Chemie erfolgreich in den Markt eingeführt haben. Im Fokus stehen dabei Markteinführungen, die vorrangig den Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit berücksichtigen. Der Preis wird jährlich von der Meyer-Galow-Stiftung für Wirtschaftschemie verliehen, die bei der GDCh angesiedelt ist. Stifter ist Professor Dr. Erhard Meyer-Galow, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Hüls AG und frühere Präsident der GDCh. Meyer-Galow arbeitete vorwiegend an der Schnittstelle zwischen Chemie und Markt und hielt an der Universität Münster Vorlesungen über Wirtschaftschemie.

 

Über die Veranstaltung:
Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Feierstunde am 28. November 2017 um 11:00 Uhr bei Boehringer Ingelheim, Binger Straße 173, 55216 Ingelheim statt. Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen. Interviews sind nach Vereinbarung möglich. Bitte melden Sie sich als Medienvertreter an unter pr@gdch.de.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie unterhält zahlreiche Stiftungen, so die Meyer-Galow-Stiftung für Wirtschaftschemie, die Professor Dr. Erhard Meyer-Galow im Jahr 2012 zur weiteren Förderung der Wirtschaftschemie, besonders unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit und der Notwendigkeit von Chemieprodukten oder -prozessen mit hohem Wert für unsere Gesellschaft gründete. Die Aufgabe der Stiftung, die von der GDCh verwaltet wird, ist die jährliche Verleihung des "Meyer-Galow-Preises für Wirtschaftschemie"

Dr. Markus Heitzmann

46 Gesellschaft Deutscher Chemiker: Matthias Urmann wird neuer Präsident

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14. November 2017

 

Der Vorstand der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. hat auf seiner Sitzung am 12. September 2017 in Berlin Dr. Matthias Urmann, Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, zum zukünftigen Präsidenten der Gesellschaft gewählt. Er tritt sein Amt am 1. Januar 2018 an und folgt damit Professorin Thisbe K. Lindhorst, Christian-Albrechts-Universität Kiel. Zu stellvertretenden Präsidenten wurden in der gleichen Sitzung die bisherige Präsidentin Thisbe K. Lindhorst sowie Dr. Thomas Weber, BASF SE gewählt.

 

Matthias Urmann studierte von 1983 bis 1989 Chemie an der Universität Heidelberg. Dort promovierte er auch von 1989 bis 1992 bei Professor Günter Helmchen. Nach einem Postdoc-Aufenthalt an der Harvard University, Cambridge, USA im Arbeitskreis von Professor Elias J. Corey trat er 1993 in die damalige Hoechst AG als Laborleiter Medizinische Chemie ein. Nach verschiedenen Aufgaben im Unternehmen, unter anderem als Leiter der Administration von Sanofi R&D Deutschland, einem der aus der Hoechst AG hervorgegangenen Unternehmen und Leiter der Abteilung Insuline & Peptide innerhalb der Einheit Diabetes Research & Translational Medicine, ist er jetzt im Bereich Business Development Diabetes External Innovation tätig.

 

Urmann trat bereits als Student in die GDCh ein und ist in den GDCh-Fachgruppen Medizinische Chemie und Liebig-Vereinigung für Organische Chemie aktiv. Der Liebig-Vereinigung diente er vier Jahre als stellvertretender Vorsitzender. Zurzeit ist er dort Beisitzer im Vorstand. Im Jahr 2015 wurde Urmann in den Vorstand der GDCh für die Amtsperiode 2016 bis 2019 gewählt.

 

Neben seinem Engagement in der GDCh ist er Vorstandsmitglied bei Science4Life, einer auch von der GDCh seit vielen Jahren unterstützten Initiative, die junge Unternehmer aus dem Bereich Life Sciences/Chemie & Energie beim Weg in die Selbstständigkeit unterstützt.

 

Auch in seiner künftigen Aufgabe als GDCh-Präsident möchte er dazu motivieren, neue Ideen und Forschungsergebnisse aus der Hochschule im eigenen Unternehmen zu verwirklichen. Generell liegt ihm die Förderung von Innovationen am Herzen. „Nur mit Flexibilität und der Bereitschaft, sich ständig zu verändern, ist es möglich, die richtige Weichenstellung für die Zukunft zu finden“, sagt Urmann. „Die GDCh war hier immer aktiv, hat schnell neue Trends erkannt und Akzente gesetzt. Ich sehe daher meine Hauptaufgabe, die GDCh darin zu unterstützen, dass die Förderung von Innovationen weiterhin im Mittelpunkt steht.“ Dazu möchte Urmann auch Partnerschaften zwischen Hochschule und Industrie stärken und die unterschiedlichen Aufträge von grundlagenorientierter Hochschulforschung und anwendungsorientierter Industrieforschung in Einklang bringen.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 28 Fachgruppen und Sektionen sowie 60 Ortsverbände.

Dr. Matthias Urmann

45 Für's Leben lernen

Fortbildungsprogramm 2018 jetzt verfügbar.

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2. November 2017

 

Mit dem neuen Fortbildungsprogramm für das Jahr 2018 bietet die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) Fortbildungswilligen wieder viele Möglichkeiten, sich fachlich, beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. Das Angebot 2018 besteht aus 84 Kursen aus 17 Fachgebieten. Neben Fortbildungen zu Chemiethemen wie der Analytischen Chemie oder Synthesemethoden bietet die GDCh auch Kurse zur Karriereförderung wie „Erfolgreiches Networking im Job für Chemiker“ an. Das Programm wurde um 16 neue Kurse ergänzt. Ebenfalls neu ist, dass 17 Kurse, deren Schwerpunkt im Themengebiet „Industrie 4.0“ anzusiedeln ist, entsprechend gekennzeichnet sind.

 

Neu im Angebot ist der Kurs „Metabolomics“, bei dem es um die analytische Chemie hinter den modernen -omics Verfahren geht. Professor Dr. Georg Pohnert, Friedrich-Schiller-Universität Jena, vermittelt den Teilnehmern neben den chemischen Grundlagen auch die analytischen Herausforderungen, Lösungsansätze und die komplexen Datenauswertung dieser Methoden. Darüber hinaus bietet der Kurs Raum, auch für eigene Forschungsfragen Strategien zur erfolgreichen Metabolomanalyse zu erarbeiten.

 

Der Kurs „Good Research Practice“ bietet einen Überblick über die Basiselemente der Qualitätssicherung. Professor Dr. Jürgen Pomp, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Rheinbach, gibt den Teilnehmern Werkzeuge aus dem Bereich der Qualitätssicherung an die Hand, die im Forschungsalltag helfen die Datenintegrität zu steigern und nachhaltig valide Forschungsergebnisse zu erhalten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Planung, Durchführung und Qualifizierung von Geräten sowie Validierung von Prozessen, Dokumentation und die Archivierung von Forschungsergebnissen.

 

Wie man Chancen nutzen kann, ohne sich zu verbiegen, ist Thema in dem neuen Kurs „Erfolgreiches Networking im Job für Chemiker“. Die Praxis zeigt, dass Menschen, die über ein solides und vertrauensvolles Netzwerk verfügen, beruflich erfolgreicher sind. Die Personalentwicklerin und Karriereberaterin Doris Brenner vermittelt den Teilnehmern die wichtigsten Spielregeln eines seriösen und an ihren Zielen ausgerichteten Networking und zeigt, wie die praktische Umsetzung im Berufsalltag gelingen kann. Dabei geht es auch um die Bedeutung von virtuellen sozialen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn ein und was im Umgang damit beachtet werden muss.

 

Als weitere Neuerung werden im Fortbildungsprogramm alle Kurse gekennzeichnet, die besonders relevant für den Bereich Digitalisierung und insbesondere für die Verzahnung der industriellen Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik sind. Sie werden mit einem gut sichtbaren Symbol „Industrie 4.0“ versehen und ermöglichen so die gezielte Auswahl von Fortbildungen, die auf dieses wichtige Zukunftsfeld vorbereiten.

 

Die bewährten GDCh-Fachprogramme „Geprüfter Wirtschaftschemiker (GDCh)®“ und „Geprüfter Qualitätsexperte GxP“ sowie das weiterführende Programm „Geprüfter Qualitätsexperte GxP Plus“ werden auch im Jahr 2018 angeboten.

 

In allen Kursen profitieren die Teilnehmer von Referenten mit hoher Erfahrung und Kompetenz. Ausführliche Informationen und das Programm zum Download finden sich unter www.gdch.de/fortbildung. Das gedruckte Programm kann unter fb@gdch.de angefordert werden.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. Die GDCh unterstützt die Ausbildung in Schule und Hochschule sowie die kontinuierliche Fortbildung für Beruf und Karriere.

 

 

 

44 300 Euro pro Monat für Chemiestudierende

Hofmann-Stipendien 2018 ausgeschrieben

 

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26. Oktober 2017

 

 Die bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) eingerichtete August-Wilhelm-von-Hofmann-Stiftung vergibt auch zum Sommer-semester 2018 Stipendien zur Förderung Studierender. Bachelor-studentinnen und -studenten der Chemie und angrenzender Gebiete können ein Stipendium in Höhe von 300 Euro pro Monat ab April 2018 mit einer Laufzeit von 18 beziehungsweise zwölf Monaten erhalten. Bewerbungen müssen bis zum 1. Februar 2018 bei den jeweiligen GDCh-Ortsverbandsvorsitzenden oder den Sprechern der Regionalforen des JungChemikerForums (JCF) eingereicht werden.

 

Bachelorstudierende der Chemie und angrenzender Gebiete mit sehr guten Studienleistungen, die sich in einer wirtschaftlich ungünstigen Lage befinden, können sich um eines der etwa 20 Stipendien der August-Wilhelm-von-Hofmann-Stiftung bewerben. Weitere Vorrausetzung ist, dass die Studierenden sich zu Beginn des Sommersemesters 2018 im drittletzten beziehungsweise vorletzten Fachsemester ihres Bachelor-studiengangs befinden.

 

Das Stipendium kann nicht verlängert werden. Jährlich im Wintersemester erfolgt ein erneuter Ausschreibungs-Zyklus. Das Stipendium wird nicht auf BAFöG-Leistungen angerechnet, eine Doppelförderung neben anderen leistungsbasierten materiellen Förderungen der Begabtenförderwerke ist aber ausgeschlossen.

 

Die August-Wilhelm-von-Hofmann-Stiftung ist nach dem ersten Präsidenten der 1867 gegründeten GDCh-Vorläuferorganisation Deutsche Chemische Gesellschaft benannt. Bei dem Stifter handelt es sich um ein 2010 verstorbenes langjähriges GDCh-Mitglied, das den Großteil seines Vermögens der GDCh vermachte, um begabte Studierende der Chemie zu fördern.

 

Weitere Informationen unter www.gdch.de/hofmannstiftung.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Treuhänderisch verwaltet die GDCh zahlreiche unselbstständige Stiftungen. Zweck dieser Stiftungen ist die Vergabe von Preisen, Förderpreisen und Stipendien. Besonders hervorgehoben sei neben der August-Wilhelm-von-Hofmann-Stiftung die Karl-Ziegler-Stiftung, die mit dem Karl-Ziegler-Preis die mit 50.000 Euro höchstdotierte GDCh-Auszeichnung für herausragende wissenschaftliche Leistungen in der Chemie vergibt. Zu nennen sind ferner der Paul-Bunge-Preis, den die Hans R. Jenemann-Stiftung vergibt, sowie die Auszeichnungen der Hermann-Schnell-, Hellmut-Bredereck-, Georg-Manecke-, Klaus-Grohe- und Meyer-Galow-Stiftung. Stiftungs-beiräte entscheiden über die Vergabe der Preise, Auszeichnungen und Stipendien.

43 Von Liliput bis Nano

Freiberufliche Chemiker tagen in Mainz


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4. Oktober 2017

 

Vom 19. bis 20. Oktober lädt die Fachgruppe Freiberufliche Chemiker und Inhaber Freier Unabhängiger Laboratorien der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) zum 15. Colloquium Chimicum nach Mainz ein.

 

Auf der Tagung, die in diesem Jahr unter dem Motto „Von Liliput bis Nano“ steht, treffen sich freiberufliche einschließlich analytisch tätiger Chemiker und Chemikerinnen mit oder ohne Prüfeinrichtungen mit Kollegen aus Industrie, Hochschule oder Behörden. In Mainz informieren sie sich über aktuelle Entwicklungen, tauschen Erfahrungen aus und werfen einen Blick über den Tellerrand. Das Vortragsprogramm am 20. Oktober gibt einen Einblick in die vielfältigen und abwechslungsreichen Aufgaben, denen sich freiberufliche Chemiker tagtäglich stellen. 

 

So weiß beispielsweise Claudia Piorr, Chemisches Labor Piorr, Neulußheim, zu berichten: „Katastrophen und Skandale wecken bei Menschen erhöhte Aufmerksamkeit – und steigern die Auflagen von Test-Zeitschriften.“ In ihrem Vortrag zeigt sie, wie (vermeintliche) Skandale in den letzten zehn Jahren immer wieder zu Aufträgen geführt haben, die der Handel sonst nicht vergeben hätte, und wie davon auch kleine, spezialisierte Labore profitieren konnten.  

 

Einem weiteren spannenden Thema widmet sich Steffen Beccard, Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Mainz. Er berichtet von seiner Forschung zu essbaren Gelen, insbesondere zu Inulingelen. Inulin ist ein Ballaststoff mit niedrigem Kaloriengehalt und kann daher zur Ernährung bei Diabetes eingesetzt werden. Als Gel bildet es eine nanokristalline Struktur, die der Struktur von Fetten in fester Form ähnelt. Beccard erläutert die Gelbildung von langkettigem Inulin aus Sicht der Grundlagenforschung und zeigt das damit verbundene Potential als Fettersatzstoff in Lebensmitteln.

 

Bereits vor Beginn des Vortragsprogramms startet die Tagung am 19. Oktober mit der Mitgliederversammlung der Fachgruppe, einem kulturellen Programm sowie der Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bei einem gemeinsamen Abendessen. 

 

Weitere Informationen unter www.gdch.de/collchim2017.  

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Freiberufliche Chemiker und Inhaber Freier Unabhängiger Laboratorien mit über 150 Mitgliedern.

42 Saubermänner im Einsatz

13. European Detergents Conference in Berlin


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28. September 2017

 

 

Nicht nur um saubere Wäsche geht es bei der Waschmittelchemie. Neben der effizienten und ressourcenschonenden Textilreinigung beschäftigen sich die Wissenschaftler auch mit der Verwendung von Tensiden in der Körperpflege. Am 18. Oktober kommen Experten in Berlin auf der European Detergents Conference (EDC) zusammen, um sich über Rohstoffe, Technologien sowie Gesundheits- und Sicherheitsaspekte bei der Waschmittelchemie auszutauschen. Die Fachgruppe Chemie des Waschens der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) richtet die Tagung wie in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der SEPAWA (Vereinigung der Seifen-, Parfüm- und Waschmittelfachleute e.V.) und im Rahmen des SEPAWA Jahreskongresses aus. Die EDC ergänzt und bereichert dabei mit ihrem wissenschaftlichen Vortragsprogramm die bedeutende Veranstaltung der Wasch- und Reinigungsmittelbranche. 

 

Das wissenschaftliche Programm der Tagung setzt sich aus zehn Vorträgen zusammen. Experten aus Forschung und Industrie präsentieren neuste Erkenntnisse aus ihrem Fachgebiet und greifen aktuelle Entwicklungen der Grundlagen- und anwendungsbezogenen Waschmittelforschung auf. Der Fokus liegt dabei auf dem Waschprozess aus molekularer Sicht.

 

Gleich zwei Vorträge thematisieren beispielsweise den Einsatz von Nanoteilchen bei Prozessen an Grenzflächen. Denn auch in der Waschmittelchemie hat die Nanotechnologie längst Einzug gehalten. Nanocarrier, also winzige „Transporter“, die Wirkstoffe aufnehmen und transportieren können, bieten ganz neue Möglichkeiten. Die Vortragenden zeigen, welch großes Potenzial in solchen Tensiden mit Nanocarriern steckt. 

 

Anlässlich der Tagung verleiht die Fachgruppe außerdem den Förderpreis für herausragende Leistungen in der Grundlagenforschung bei Wasch- und Reinigungsmitteln, der von einem Vortrag des Preisträgers begleitet wird. In diesem Jahr erhält die Auszeichnung Dr. Viet Hildebrand. In seiner Dissertation an der Universität Potsdam entwickelte er eine außergewöhnliche Gruppe „schaltbarer“ Polymertenside, und setzte neue Akzente für mögliche neue Komponenten in Detergentien.

 

Weitere Informationen unter: http://sepawa-congress.de/home-page/programm/6867-2/ und https://www.gdch.de/index.php?id=102

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Als Forum für den wissenschaftlichen Meinungs- und Erfahrungsaustausch aller mit den Problemen der Waschmittelchemie befassten Chemiker und Techniker aus Universitäten und Forschungsinstituten, von Behörden und aus der Rohstoff- und Waschmittelindustrie wurde die Fachgruppe "Chemie des Waschens" 1974 gegründet. Zurzeit hat die Fachgruppe rund 390 Mitglieder. Die Experten der Fachgruppe sind kompetente und gesuchte Gesprächspartner für nationale und übernationale Behörden in allen Fragen der Umwelt- und Verbrauchersicherheit bei Wasch- und Reinigungsmitteln.

41 46. Deutscher Lebensmittelchemikertag 2017

Auszeichnungen für Lebensmittelchemiker


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26. September 2017

Im Rahmen einer Festsitzung wurde heute Professor Dr. Reiner Wittkowski, Berlin, von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) auf dem 46. Deutschen Lebensmittelchemikertag an der Universität Würzburg mit der Joseph-König-Gedenkmünze ausgezeichnet. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft – Ausrichter der Tagung und größte Fachgruppe in der GDCh – verlieh außerdem den Kurt-Täufel-Preis des Jungen Wissenschaftlers an Dr. Jörg Fahrer, Mainz, sowie den Bruno-Roßmann-Preis an Florian Kaltner, Oberschleißheim. Darüber hinaus wurden Dr. Jochen Ulrich Ziegler, Ludwigshafen, mit dem Gerhard-Billek-Preis und Dr. Fabian Weber, Bonn, mit dem Joseph-Schormüller-Stipendium ausgezeichnet.

 

Professor Dr. Reiner Wittkowski, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Berlin, erhielt die Joseph-König-Gedenkmünze für sein „beeindruckendes Engagement als Lebensmittelchemiker in vielen wissenschaftlichen Funktionen“, wie es in der Verleihungsurkunde heißt. Er habe als einziger Lebensmittelchemiker die weltweite zwischenstaatliche Organisation „Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV)“ geleitet. Darüber hinaus konnte Wittkowski durch seine Arbeiten zur  NMR-Spektroskopie in die Lebensmittelanalytik, unter anderem im Bereich des Weins, einen wichtigen Beitrag zur Authentizitätsforschung leisten. Die Joseph-König-Gedenkmünze erinnert, wie es in der Stiftungssatzung heißt, „an den Geheimen Regierungsrat Professor Dr.-Ing. E.h. Dr. phil. nat. h.c. Dr. agr. h.c. Dr. med. h.c. Joseph König (1843 – 1930), den verdienstvollen Altmeister der Lebensmittelchemie“. Als Schüler Liebigs legte er das Fundament für die Chemie der menschlichen Nahrungs- und Genussmittel.

 

Mit dem Kurt-Täufel-Preis des Jungen Wissenschaftlers wurde Dr. Jörg Fahrer, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, ausgezeichnet, und zwar für seine grundlegenden Arbeiten zum Thema ‚Die Rolle der DNA-Schadensantwort und -Reparatur bei der Dickdarmkrebsentstehung und deren Modulation durch Naturstoffe und Ernährungsfaktoren‘. Fahrers Forschung zeichnet sich durch Innovation, Kreativität, interdisziplinäre Kooperationen und Kompetenz aus und seine zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten, die in hochrangigen Fachzeitschriften publiziert wurden, haben national und international große Anerkennung gefunden.

 

Mit dem Bruno-Roßmann-Preis zeichnet die Lebensmittelchemische Gesellschaft herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus, die schnelle Methoden zum Nachweis gesundheitsschädlicher Stoffe in Lebensmitteln, Methoden zur Untersuchung von Lebensmitteln mit einfachen Mitteln sowie die Verbesserung der Ernährung, Reduzierung von Schadstoffen und bessere physiologische Ausnutzung thematisieren. In diesem Jahr erhielt den Preis Florian Kaltner, Ludwig-Maximilians-Universität München, für seine Arbeiten zur Entwicklung und Validierung einer HPLC-FLD-Methode für die Routineanalytik, mit der sich die rechtlich regulierten Fumonisine B1 und B2 in Mais kosteneffizient bestimmen lassen.

 

Den Gerhard-Billek-Preis für die beste Dissertation im Fach Lebensmittelchemie erhielt Dr. Jochen Ulrich Ziegler, Universität Hohenheim, Stuttgart. Dieser Preis wird von der GDCh für wissenschaftliche Originalität und interdisziplinäre Herangehensweise ausgeschrieben. In seiner Arbeit betrachtet er biofunktionale Bestandteile von Urweizenarten und modernen Backweizen in Mehlen, Keimen und Brot und prüft, ob diese umweltbedingt oder erblicher Natur sind. Darüber hinaus beschäftigte Ziegler sich mit der Frage, wodurch die auch von Ärzten berichtete bessere Verträglichkeit von Dinkel und anderen Urgetreidearten gegenüber modernen Weizensorten verursacht wird. Er zeigt, dass hierfür die unterschiedliche Verarbeitung wichtiger ist als die Inhaltsstoffe der Weizensorte. 

 

Dr. Fabian Weber, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, erhielt aus der Josef-Schormüller-Gedächtnisstiftung ein Stipendium für einen Auslandsaufenthalt.

 

Weitere Informationen unter: www.gdch.de/lchtag2017

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit über 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh.

40 Das Undenkbare denken: Wie forschen wir morgen?

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7. September 2017

 

Publikationsdruck, Big data, Cybots, Konkurrenz aus Fernost, aber auch mehr Geld und Freiraum für Nachwuchsforscher: Unser Wissenschaftssystem unterliegt zahlreichen Einflüssen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft und wandelt sich rasant. Die Frage, wie die Rahmenbedingungen für Forschung so gestaltet werden kön-nen, dass kreatives und exzellentes Denken möglich bleibt, ist Thema der Veranstaltung „Das Undenkbare denken“. Die Satellitenveranstaltung zum Wissenschaftsforum Chemie (WiFo), mit dem die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiert, findet am 15. September 2017 im Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin statt. 

 

Prof. Dr. Katharina Al-Shamery ist Organisatorin des Symposiums. Die Professorin für physikalische Chemie an der Universität Oldenburg ist seit Jahren an der Frage interessiert, wie die Universität und die Forschung von morgen aussehen: „Bei einer Begutachtung in China habe ich einen Nachwuchswissenschaftler kennengelernt, der zahlreiche sehr gute Publikationen vorweisen kann – in Themenfeldern der Chemie, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Er benutzt Cybots, also Computerprogramme, die sein wissenschaftliches Spezialwissen mit neuen Forschungsthemen in Verbindung bringen – und Vorschläge für ungewöhnliche und damit unter Umständen ungewöhnlich fruchtbare Kooperationen machen.“

Das Gespräch mit dem jungen Wissenschaftler war einer der Auslöser für Katharina  Al-Shamery, die Veranstaltung „Das Undenkbare denken“ zu konzipieren: „Insbesondere die Digitalisierung sorgt dafür, dass wir uns derzeit mitten in einer wissenschaftlichen Revolution befinden. Die Veranstaltung soll einen Beitrag leisten, dies zu reflektieren.“ Ein Wechsel aus Impulsvorträgen, Podiumsdiskussionen, neuen Formaten wie Fishbowl-Diskussionen und Berichten junger Forschender über ihre Arbeit geben zahlreiche Anregungen zum Weiterdenken.

 

„Wir konnten sehr hochrangige Referenten für das Thema gewinnen“, sagt Al-Shamery. So berichtet beispielsweise Professor Dr. Pooi See Lee von der Nanyang Technological University in Singapur von den Rahmenbedingungen, die zu der aktuellen Erfolgsgeschichte der Wissenschaft in asiatischen Ländern wie Singapur geführt hat. Professor Dr. Erhard Meyer-Galow, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Hüls AG und Stinnes AG sowie ehemaliger GDCh-Präsident, wird seine Erfahrungen teilen, wie alternative Erkenntnisprozesse jenseits etablierter Standardverfahren Wissenschaftler inspirieren können. 

 

Gleich in der ersten Podiumsdiskussion wird dann das Thema Digitalisierung eine wichtige Rolle spielen: „Wir haben hierfür sowohl Vertreter der Ansicht eingeladen, dass der Einfluss der Algorithmen auf die zukünftige Richtung der Forschung eher beschränkt bleibt, als auch solche, die darin eine realistische und ernstzunehmende Option sehen“, sagt Al-Shamery: „Ich verspreche mir einen kontroversen und spannenden Disput darüber, welche Rolle wir beispielsweise Cybots in der Forschung geben wollen – oder müssen.“ In einer Fishbowl-Diskussion am Nachmittag können dann auch die Besucher der Tagung aktiv werden und mit einem weiteren hochrangig besetzten Panel über die Frage weiter diskutieren, wie überhaupt Exzellenz in der Wissenschaft entsteht und wie gute Rahmenbedingungen dafür aussehen müssen.

 

Damit diese übergeordneten und weit in die Zukunft  reichenden Themen Erdung behalten, nehmen knapp 20 Nachwuchsforscher an dem Symposium teil, die ihre neusten Forschungsergebnisse vorstellen und darstellen, wie sie zu herausragenden Ergebnissen gekommen sind. Al-Shamery: „Von dieser Mischung aus Vision und Bericht aus dem Labor verspreche ich mir Hinweise darauf, was wir bei der Weiterentwicklung unserer Forschungslandschaft beachten müssen – damit wir auch in Zukunft weltweit begehrte Partner in der chemischen Forschung bleiben.“

 

Das vollständige Programm der Satellitenveranstaltungen „Das Undenkbare denken“ finden Sie hier.

 

Vertreter der Medien sind herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen. Um Anmeldung unter pr@gdch.de wird gebeten.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

39 Magnetische Resonanzspektroskopie

Internationale Tagung mit Preisverleihungen in Bayreuth 


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7. September 2017

Die 39. Diskussionstagung der Fachgruppe Magnetische Resonanzspektroskopie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) findet vom 25. bis 28. September an der Universität Bayreuth statt. Alle zwei Jahre wählt die Fachgruppe für ihre Tagung einen internationalen Partner. In diesem Jahr ist das Partnerland Frankreich. Im Rahmen der Veranstaltung, zu der bis zu 300 Besucher erwartet werden, vergibt die Fachgruppe die Felix-Bloch-Vorlesung, und zwar an Dr. Muslim Dvoyashkin, Universität Leipzig. Des Weiteren werden die Ernst-Awards an Nachwuchswissenschaftler verliehen.

 

Der Schwerpunkt der Tagung mit dem Titel „39th FGMR Discussion Meeting and Joint Conference of the German and French Magnetic Resonance Societies: Advances in Magnetic Resonance – Methods and Applications“ liegt auf der Darstellung neuer methodischer Fortentwicklungen der Magnetischen Resonanzspektroskopie (NMR und EPR) und des Resonanzimagings (MRI). So wird es Sitzungen mit den Titeln „New Methods“, Computational Methods/Fast NMR“, „EPR-Methods“ und „Hyperpolarization Methods“ geben. Darüber hinaus thematisieren die Sessions „Structural Biology“ und „Bio-Macromolecules and Dynamics“ biologische Fragestellungen bei den Anwendungen. Gegenstand weiterer Sitzungen sind „Small Molecules/Homogeneous Catalysis“, „Soft Matter”, „NMR Crystallography/ Materials“, „Magnetic Resonance Imaging“ und „Paramagnetic Systems“. Erstmals wird es eine Session zum Thema „NMR-Relaxometry“ geben, eine Methode, die in den letzten Jahren deutlich an Schwung gewonnen hat, da Relaxometer kommerziell verfügbar geworden sind.

 

Das umfangreiche Programm besteht aus fünf Plenarsitzungen mit zwölf Vorträgen und sechs Parallelsitzungen mit jeweils vier Vortragenden und spiegelt die große Vielfalt des MR-Gebietes wider. Als Referenten konnten hochkarätige und international ausgewiesene Sprecher aus Frankreich und Deutschland gewonnen werden. Damit weist die Tagung für die gesamte MR-Community für beide Länder eine hohe Attraktivität auf und trägt zur Entwicklung und Versteti-gung internationaler wissenschaftliche Kontakte sowohl zwischen den Tagungsteilnehmern wie auch zwischen den Partnerorganisationen bei. 

 

Die Felix-Bloch-Vorlesung ist nach einem der beiden Begründer der Magnetischen Resonanz-spektroskopie benannt. Er erhielt 1952 für die Entdeckung der magnetischen Kernresonanz den Nobelpreis für Physik. Richard Ernst, der einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung der NMR-Spektroskopie setzte, erhielt dafür 1991 den Nobelpreis für Chemie. Felix-Bloch-Lecturer ist in diesem Jahr Dr. Muslim Dvoyashkin von der Universität Leipzig. Mit den Ernst-Awards werden Monu Kaushik (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main), Artur Lozovoi (Technische Universität Ilmenau) und Matthias Roos (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen unter: www.fgmr-gmrm-2017.uni-bayreuth.de 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Magnetische Resonanzspektroskopie mit derzeit 475 Mitgliedern. Die Aktivitäten der Fachgruppe umfassen die jährliche Diskussionstagung mit Beiträgen aus allen Fachgebieten der magnetischen Resonanz, verschiedenen Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen, die von der GDCh angeboten werden, sowie mehrere Spezialveranstaltungen, die von aktiven Mitgliedern zu besonderen Schwerpunktthemen organisiert werden.

38 Wie vegan ist Sojaschnitzel wirklich?

 

Lebensmittelchemikertag in Würzburg mit verschiedenen Themen zum Verbraucherschutz

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5. September 2017

 

Vom 25. bis 27. September findet an der Universität Würzburg der 46. Deutscher Lebensmittelchemikertag der Lebensmittelchemischen Gesellschaft (LChG) statt. Die LChG, eine Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), widmet sich diesmal vor allem verbrauchernahen Themen. Wie etwa lässt sich feststellen, ob als „vegan“ deklarierte Lebensmittel tatsächlich vegan sind und ob ein Wein wirklich aus dem angegebenen Anbaugebiet stammt? 

 

Immer mehr Menschen in Deutschland ernähren sich vegetarisch oder sogar vegan – sie verzichten vollständig auf tierische Produkte. Dementsprechend ist in den letzten Jahren eine Vielzahl neuer Produkte auf den Markt gekommen, vom Sojaschnitzel über pflanzlichen Käseersatz bis hin zum „veganen“ Ei. Der Gesetzgeber hat inzwischen rechtliche Definitionen zu veganen und vegetarischen Produkten beschlossen, die bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln zukünftig zugrunde gelegt werden sollten. Dr. Ulrich Busch und Kollegen vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) stellen auf dem Kongress eine von ihnen entwickelte Methode zur Überprüfung der Deklaration vegetarischer und veganer Produkte vor, die bereits in der Routine-diagnostik eingesetzt wird.

 

Auch regionale Produkte stehen bei vielen Verbrauchern hoch im Kurs. Bei Wein und Weinbauerzeugnissen ist die Angabe der geografischen Herkunft der Trauben bis zur Lage und Gemeinde genau geregelt. Um diese Deklarationen zum Schutz des Verbrauchers auch kontrollieren zu können, müssen geeignete analytische Nachweisverfahren entwickelt werden. Dr. Steffen Seifert vom LGL stellt eine Studie vor, in der 1H-NMR-Analytik als Methode zur Authentizitätsprüfung angewandt wurde. Die Wissenschaftler erwarten, dass zukünftig die konkreten Angaben wie Herkunft, Rebsorte oder Jahrgang ebenso wie der Ausbau der Trauben (Bio, Barrique, Vegan) anhand dieser neuen Technik überprüft werden können.

 

Um Wein geht es auch beim öffentlichen Abendvortrag am Montag, 25. September, um 19.00 Uhr. Prof. Dr. Ulrich Fischer vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR), Rheinpfalz in Neustadt (Weinstraße), spricht über „Wein – Ausdruck geographischer und biologischer Diversität". Der Vortrag findet in der Neubaukirche, der Festaula der Universität, Eingang über den Innenhof, Domerschulstraße 16, in 97070 Würzburg statt. Der Eintritt ist frei.

 

Weitere Informationen zur Tagung unter www.gdch.de/lchtag2017

 

Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)

Die GDCh gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit über 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh.

 

Lebensmittelchemie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Die Universität Würzburg, 1402 gegründet, ist eine Volluniversität mit rund 29.000 Studierenden. An ihrem Lehrstuhl für Lebensmittelchemie wird unter der Leitung von Prof. Dr. Leane Lehmann schwer-punktmäßig der Einfluss von Lebensmittelinhaltsstoffen auf die Krebsentstehung untersucht. Am Lehr-stuhl forschen rund zehn Personen; im Schnitt sind im Bachelor- und Masterstudiengang Lebensmittel-chemie rund 150 Studierende eingeschrieben.

37 Chemie ist mehr als Forschung!

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5. September 2017

 

Mit dem Wissenschaftsforum Chemie (WiFo) feiert die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Chemikerinnen und Chemiker aus aller Welt, vom Doktoranden bis zum Nobelpreisträger, tauschen sich bei dieser Gelegenheit über ihre Forschung aus. Doch das Wissenschaftsforum hat auch andere Zielgruppen im Blick; Schüler ebenso wie Existenzgründer, Wirtschaftsvertreter, Investoren oder Politiker: Mit zahlreichen Sonderveranstaltungen spricht die GDCh sie am 11. und 12. September 2017 in Berlin-Dahlem an. Das Themenspektrum reicht dabei vom Science Slam zur Chemie über den Experimentiertag für Schüler bis zum Innovationsmarathon für Wirtschaft, Politik und Start-up-Unternehmer, zu dem auch Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries ihr Kommen zugesagt hat.

 

„Wissenschaftliche Erkenntnisse auszutauschen ist natürlich der Hauptgrund, warum Chemikerinnen und Chemiker zum Wissenschaftsforum Chemie nach Berlin kommen“, sagt die Präsidentin der GDCh, Prof. Dr. Thisbe K. Lindhorst: „Aber Chemie hat weit über die reine Forschung hinaus enge Verzahnungen mit der Gesellschaft. Das gilt für die schulische Bildung ebenso wie für den Arbeitsmarkt und die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft. Mit den Sonderveranstaltungen zum WiFo wollen wir diese Tatsache einem großen Publikum nahebringen.“

 

Als Koordinator der Entrepreneurship Education sensibilisiert und qualifiziert Prof. Dr. Hannes Rothe Studierende und Forschende an der Freien Universität Berlin für das Thema Unternehmensgründung. Er organisiert im Rahmen des WiFo ein neues Veranstaltungsformat: den „Innovationsmarathon: Chemiewende“. Von Dienstagmorgen, 12.9., 10:30 Uhr, bis Mittwochmittag werden Forschende aus der Chemie, Vertreter aus der Industrie, dem Fi-nanzsektor und der Politik zusammenkommen, um Ideen für eine „neue Gründerzeit in der Chemie“ zu entwickeln, wie Rothe sagt: „In der Chemie findet gerade ein Umdenken statt. Früher wurde nur über ein neues Produkt oder Verfahren und dessen Marktchancen nachgedacht. Heute haben Forscher, Entwickler, Finanziers und Vermarkter den ganzen Produktlebenszyklus im Blick – von der Herstellung bis zur Entsorgung. Wir sprechen dabei von grüner Chemie.“

 

Diese grüne Chemie bietet neue Sichtweisen und damit Innovationspotenziale und wirtschaftliche Chancen, ergänzt Rothe: „Mit unserem Innovationsmarathon wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass die Potenziale, die in der grünen Chemie stecken, Wirklichkeit werden, Unternehmensgründungen begünstigen und zu neuen Arbeitsplätzen führen.“

 

Damit dies gelingt, bietet die Veranstaltung Impulsvorträge, 24-stündige Teamarbeitsphasen im Innovationsmarathon und einen Wettbewerb, bei dem die besten Ideen prämiert werden. „Das Interesse an unserem Marathon ist groß“, berichtet Rothe: „Es haben sich Wirtschaftsvertreter aus obersten Leitungsebenen ebenso angemeldet wie Finanziers von Unternehmensgründungen, so genannte Venture Capitalists, oder Gründungswillige.“ Dass die Chemiewende auch politisch auf großes Interesse stößt, zeigt die Teilnahme von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, die der Jury des Innovationswettbewerbs angehört und von Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im BMBF, der an der Podiumsdiskussion zur Eröffnung des Innovationsmarathons teilnehmen wird.

 

Damit Chemie gesellschaftlich getragen wird und Menschen sich für dieses Fach in der Schule und in der Universität begeistern, muss man jedoch auch woanders als in der Wirtschaft ansetzen – in der Schule. Eine ganze Reihe von Veranstaltungen des WiFo ist deshalb für Schülerinnen und Schüler konzipiert. Am Schülertag können sie unter Anleitung von Studierenden der Chemie selbst experimentieren. Sie können sich in der Experimentalvorlesung „Lauter, heller, heißer“ von den spektakulären Aspekten der Chemie begeistern lassen. Oder im Science Slam erfahren, wie man trockene Wissenschaft packend und mitreißend vorträgt.

 

Das vollständige Programm der Sonderveranstaltungen beim Wissenschaftsforum Chemie finden Sie hier

 

Vertreter der Medien sind herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

36 Ein Denkmal für die erste Fachgesellschaft deutscher Chemiker

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29. August 2017

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Mitten in Berlin, auf dem Platz vor dem Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität, wird zukünftig eine Erinnerungstafel darauf aufmerksam machen, dass im November 1867 namhafte Chemiker an diesen Ort kamen, um sich in einer Fachgesellschaft – der Deutschen Chemischen Gesellschaft zu Berlin – zusammenzuschließen. Gewidmet ist die Plakette dem Gründungspräsidenten August Wilhelm von Hofmann (1818 – 1892). Sie wird am Sonntag, 10. September 2017 um 12 Uhr vor dem Gebäude in der Geschwister-Scholl-Straße 1/3 feierlich enthüllt. Alle Interessierten sind herzlich zu der Zeremonie eingeladen.

 

„Historische Stätten der Chemie“ ist der Titel des Programms, mit dem die GDCh seit 1999 Wirkungsstätten bedeutender Chemikerinnen und Chemiker öffentlich kenntlich macht. „Ich freue mich sehr, dass es im großen Jubiläumsjahr der GDCh möglich ist, eine Tafel zu Ehren unseres Gründungspräsidenten August Wilhelm von Hofmann tatsächlich an dem Ort der Öffentlichkeit zu übergeben, an dem vor 150 Jahren die Deutsche Chemische Gesellschaft – der Zusatz ‚zu Berlin‘ fiel 1876 weg – gegründet wurde“, sagt die Präsidentin der GDCh, Prof. Dr. Thisbe K. Lindhorst. „Mit der Gründung machten die Chemiker der damaligen Zeit sichtbar, dass die Chemie in Deutschland eine wichtige Rolle in Wissenschaft und Wirtschaft spielt. Sie schufen einen Raum für intensiven wissenschaftlichen Austausch, der die chemische Forschung enorm vorangebracht hat.“

 

„Wesentlichen Anteil daran hatte Gründungspräsident von Hofmann“, betont Professor Dr. Christoph Meinel, Vorsitzender der GDCh-Fachgruppe „Geschichte der Chemie“: Er hatte bei Justus von Liebig studiert und leitete dann das Royal Institute for Chemistry in London. In dieser Funktion war er auch Präsident der Chemical Society of London. Die Leitung einer großen Fachgesellschaft war ihm also schon bestens vertraut, bevor er 1865 Direktor des Chemischen Universitäts-Instituts in Berlin und anschließend auch Präsident der Deutschen Chemischen Gesellschaft wurde.“ Zugleich war von Hofmann eine fachliche Autorität: Er gilt heute als bedeutender Wegbereiter der organischen Chemie, der wichtige Beiträge zur Erforschung chemischer Synthesewege leistete und dafür sorgte, dass chemisches Grundlagenwissen zu industriell-chemischen Prozessen führte.

 

In unmittelbarer Nähe des heutigen Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums stand 1867 das Diorama der Brüder Ferdinand und George Gropius. Die Darstellung großflächiger Natur- und Stadtansichten im Diorama erfreute sich bis 1850 eines großen Publikums. Danach diente das Diorama als Ausstellungsgebäude des Deutschen Gewerbe-Museums. In dessen Versammlungssaal wurde die Deutsche Chemische Gesellschaft gegründet. 1876 wurde das Gebäude für den Bau der Stadtbahn abgerissen.

 

Über die Veranstaltung

Die Enthüllung der Erinnerungstafel findet am Sonntag, 10. September 2017, um 12 Uhr auf dem Platz vor dem Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität  Geschwister-Scholl-Straße 1/3, 10117 Berlin statt. Die Veranstaltung ist öffentlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 

Die Festveranstaltung ist Teil des GDCh-Wissenschaftsforums Chemie 2017 anlässlich des 150-jährigen Bestehens der GDCh. Das vollständige Programm des Wissenschaftsforums ist online verfügbar unter https://www.wifo2017.de.

 

Über das Programm „Historische Stätten der Chemie“

Mit dem Programm „Historische Stätten der Chemie“ würdigt die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) seit 1999 Leistungen von geschichtlichem Rang in der Chemie. Als Orte der Erinnerung werden Wirkungsstätten bedeutender Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in einem feierlichen Akt ausgezeichnet. Ziel dieses Programms ist es, die Erinnerung an das kulturelle Erbe der Chemie wach zu halten und die Chemie und ihre historischen Wurzeln stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh. 

35 Ein Feuerwerk der chemischen Forschung

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24. August 2017

 

Zahlreiche Tagungen und Symposien der GDCh-Fachgruppen finden im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) am 12. und 13. September 2017 an der Freien Universität und im Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin-Dahlem statt. Die Veranstaltungen beinhalten das ganze Spektrum der modernen Chemie – vom Schulexperiment über die Grundlagenforschung bis zur industriellen Anwendung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tauschen sich hier über ihre neuesten Forschungsergebnisse aus, Vertreter aus der industriellen Forschung zeigen die neusten anwendungsorientierten Forschungstrends und aktive ebenso wie angehende Chemielehrerinnen und -lehrer bekommen Impulse zur zeitgemäßen Gestaltung des Chemieunterrichts. 

 

Anwendungsorientierte Ansätze diskutiert beispielsweise die Fachgruppe Lackchemie, wie deren Vorsitzender Dr. Michael Hilt, Forschungsgesellschaft für Pigmente und Lacke in Stuttgart, erläutert: „In unserer Fachgruppe spielen Materialien zur Oberflächenbeschichtung eine wesentliche Rolle. Sie sind für die Industrie von großer Bedeutung, weil mit ihnen beispielsweise Materialien geschützt werden – etwa gegen Korrosion. Andere Beschichtungen verleihen Oberflächen neue Eigenschaften; sie werden selbstreinigend oder verringern den Reibungswiderstand bei Flugzeugen und Schiffen.“ Hier hat sich in jüngster Zeit dank ausgezeichneter Forschung sehr viel getan, betont Hilt. „Ich freue mich auf die Diskussion der aktuellen Trends in der Beschichtungstechnologie, die Grundlagenforscher und Praktiker bei unserer Fachtagung führen werden.“

 

Ein Thema von großer gesellschaftlicher Relevanz bearbeitet die Fachgruppe Chemie und Energie, wie ihr Vorsitzender Dr. Manfred Waidhas, Siemens AG, erläutert: „Ein schwieriges Problem ist nach wie vor, wie man den Strom aus regenerativer Energiegewinnung zwischenspeichert, wenn er gerade nicht gebraucht wird. Bei unserer Veranstaltung ‚Power to X‘ werden neue Technologien vorgestellt und diskutiert, wie dieser Strom in andere Sektoren umgeleitet werden kann – in besonders energieintensive Industrien etwa, in denen chemische Prozesse zur Herstellung von Treibstoffen oder Ammoniak ablaufen.“ Dafür sind wirkungsvolle Katalysatoren wichtig, und so ist es nur folgerichtig, dass einer der renommiertesten deutschen Katalyseforscher den Auftaktvortrag der Fachtagung Chemie und Energie hält: „Wir konnten Professor Dr. Robert Schlögl vom Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft für diese Aufgabe gewinnen“, freut sich Waidhas, „ein Forscher, der seine Wissenschaft besonders pointiert und anschaulich darstellen kann.“

 

Professor Dr. Hans-Günther Schmalz, Universität zu Köln und Vorsitzender der GDCh-Fachgruppe Chemieunterricht, stellt fest, dass sich „der Chemieunterricht in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewandelt hat. Viel stärker als früher wird das Wissen zur Chemie heute in den Lebenskontext der Schülerinnen und Schüler gestellt. Welche Inhaltsstoffe haben Nahrungsmittel oder Körperpflegemittel und wie sieht ihre Chemie aus? Was sind Nanomaterialien und wo werden sie eingesetzt? Mit solchen Fragestellungen kann man die Schüler viel besser erreichen als mit reinem Formelgepauke.“ Damit dieser Ansatz gelingt, sind allerdings neue didaktische Konzepte nötig, die sich auch mit den Lehrplänen der Bundesländer vertragen müssen. „Entsprechende Konzepte werden bei unserer Fachgruppentagung im Rahmen des Wissenschaftsforums vorgestellt und diskutiert“, sagt Schmalz: „Erfahrungsgemäß stoßen wir damit auf großes Interesse sowohl bei Lehrenden als auch bei Lehramtsstudierenden und forschenden Didaktikern.“ Ein Höhepunkt sind die Experimentalvorträge. Dabei werden neue Ansätze demonstriert, wie der Chemieunterricht mit sicheren und gut nachvollziehbaren Demonstrationsexperimenten zu aktuellen Forschungsthemen wie beispielsweise leuchtenden Materialien angereichert werden kann.

 

Neben diesen exemplarischen Highlights werden zahlreiche weitere Fachgruppen auf dem Wissenschaftsforum 2017 tagen. „Wir haben sieben Schwerpunktbereiche gebildet, von der Geschichte der Chemie über die Analytische Chemie bis zur Chemie in den Lebenswissenschaften“, sagt GDCh-Geschäftsführer Professor Dr. Wolfram Koch: „Hier ist für jeden, der an der Chemie Interesse hat, etwas Spannendes dabei.“ 

 

Über die Veranstaltung

Die Tagungen und Symposien der GDCh-Fachgruppen finden statt am Dienstag, 12. September und am Mittwoch, 13. September 2017, ab 8:30 Uhr ganztägig in Hörsälen und im Henry Ford-Bau der Freien Universität Berlin, Garystraße 35, Fabeckstr. 34-36 und Takustr. 3, 14195 Berlin, sowie im Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft, Ihnestr. 16 - 20, 14195 Berlin. Die Veranstaltungen sind Teil des Wissenschaftsforums Chemie vom 10. bis 14. September, in dessen Rahmen zahlreiche weitere wissenschaftliche Veranstaltungen stattfinden, z.B. ein Festsymposium der GDCh-Zeitschrift „Angewandte Chemie“ und das Symposium „Experiment Zukunft – Wertedenken in der Chemie“ . Weitere Informationen und Anmeldungen unter www.wifo2017.de.

 

Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen. Interviews mit den Vortragenden sind nach Vereinbarung möglich. Bitte melden Sie sich als Medienvertreter an unter: GDCh, Öffentlichkeitsarbeit, pr@gdch.de, Tel. 069 7917-327 oder -493

 

Das vollständige Programm ist online verfügbar unter https://www.wifo2017.de/tms/frontend/index.cfm?l=7210&sp_id=1&selSiteID=sciprog_v2

 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh. 

34 Bundestagswahl 2017: Befragung der Parteien zur Wissenschaftspolitik

Gemeinsame Pressemitteilung 
des Dachverbands der Geowissenschaften (DVGeo), 
der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV), 
der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), 
der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und 
des Verbands Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO)


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18. August 2017

 

Im Vorfeld der Bundestagswahl haben die großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften allen im deutschen Bundestag und in den Länderparlamenten vertretenen Parteien sogenannte „Wahlprüfsteine“ vorgelegt. Diese gemeinsame Aktion soll dokumentieren, welche grundlegenden wissenschaftspoliti-schen Vorstellungen die jeweiligen Parteien haben. Die Antworten der Parteien sind nachzulesen unter www.bundestagswahl.naturwissenschaften.mathematik.de

 

Der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo), die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) haben den Parteien dazu einen Fragenkatalog vorgelegt, in denen sie diese nach ihren Plänen zu ausgewählten Themen aus Forschung, Bildung, Klimaschutz und Energiewende befragen. Die Fachgesellschaften wollen ihren insgesamt über 130.000 Mitgliedern damit ein Instrument an die Hand geben, sich über die wissenschaftspolitischen Handlungsansätze der zur Wahl stehenden Parteien zu informieren.

 

Auf eine Kommentierung verzichten die großen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachgesellschaften bewusst, denn die „Wahlprüfsteine“ sollen keine Wahlempfehlung sein, sondern den Mitgliedern ermöglichen, die wissenschaftspolitischen Vorstellungen der einzelnen Parteien in ihre Wahlentscheidung mit einfließen zu lassen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei beteiligten Fachgesellschaften:

 

Dachverband der Geowissenschaften e.V. (DVGeo):

PD Dr. Klaus-Dieter Grevel, Schriftführer, Tel.: 030 209398986; 

E-Mail: info@dvgeo.org

Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV): 

Thomas Vogt, Pressesprecher, Tel.: 030 83875657, 

E-Mail: medienbuero@mathematik.de

Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG):

Gerhard Samulat, Pressestelle, Tel.: 02224 923233, 

E-Mail: presse@dpg-physik.de  

Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh):

Dr. Karin J. Schmitz, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 069 7917-493, 

E-Mail: pr@gdch.de 

Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO): 

Dr. Kerstin Elbing, Ressort Wissenschaft & Gesellschaft, Tel.: 030 27891916, 

E-Mail: elbing@vbio.de

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31 000 Mitgliedern die größte chemiewissenschaftliche Gesellschaft Kontinentaleuropas. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, auch durch transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit. Ferner setzt sich die GDCh für zeitgemäße Aus- und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld ein.

 

Hinweis: eine gekürzte Version der Antworten finden Sie im September-Heft der Nachrichten aus der Chemie

33 Ein Tag mit zahlreichen Nobelpreisträgern

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15. August 2017

 

Festsymposium der Zeitschrift „Angewandte Chemie“ im Rahmen der 150-Jahr-Feier der Gesellschaft Deutscher Chemiker am 11. September 2017 zieht ausgezeichnete Redner an.

 

Ben Feringa, Bob Grubbs, W. E. Moerner, Jack Szostak – diese vier Nobelpreisträger führen die Liste der Redner auf dem „Angewandte-Festsymposium“ der Fachzeitschrift „Angewandte Chemie“ an. Neben ihnen werden auf dem Symposium weitere weltweit führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Europa, Asien und Amerika über ihre neuesten Erkenntnisse sprechen. Die Veranstaltung findet am 11. September 2017 im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin statt. Mit dem Forum feiert die GDCh ihr 150-jähriges Bestehen. Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen. 

 

„Mit unserem Symposium wollen wir der interessierten Öffentlichkeit zeigen, welche Bandbreite an Themen die Chemie heutzutage abdeckt“, sagt Dr. Peter Gölitz, langjähriger Chefredakteur der GDCh-Zeitschrift „Angewandte Chemie“ und maßgeblich an der Ausrichtung des Symposiums beteiligt: „Wir freuen uns, dass es uns im Zusammenhang mit der 150-Jahrfeier der GDCh gelungen ist, so hochrangige Redner zu gewinnen. Sie werden uns darstellen, wo derzeit die vorderste Front der chemischen Forschung verläuft.“

 

Die Referenten berichten über neueste Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung ebenso wie über anwendungsorientierte Ergebnisse, beispielsweise bei der Entwicklung von Nanostrukturen und von innovativen Technologien in der Pharmaforschung. Einen Schwerpunkt bilden Vorträge über die chemischen Ursprünge des Lebens: Der Träger des Medizin-Nobelpreises 2009, Professor Dr. Jack Szostak, wird über seine aktuelle Forschung zu der Frage sprechen, wie sich chemische Moleküle in der Vorphase des Lebens vervielfältigt haben – bevor der Schritt zum lebendigen Organismus gelang. Bisher ist es Forschern nicht möglich, diesen Schritt im Reagenzglas nachzuvollziehen. Szostak verspricht Einblicke zu geben, welche Fortschritte er mit seinem Team in dieser Richtung gemacht hat.

 

Eine ähnliche Fragestellung bearbeitet Professorin Dr. Petra Schwille, Direktorin am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München. Ihr Ansatz ist es, das Leben in einem „Bottom-up“-Ansatz zu verstehen. Aus der Beobachtung einfacher biologischer Teilsysteme – etwa den Membranproteinen – in standardisierter, aber möglichst lebensnaher Umgebung, leitet sie grundsätzliche Theorien ab, wie der Chemie der Übergang zum Leben gelungen sein kann. In ihrem Vortrag „How simple could life be“ wird Schwille über ihre Erkenntnisse zu diesem Thema referieren.

 

Neben der rein wissenschaftlichen Erkenntnis wird es auf dem Festsymposium auch um Wissenschaftspolitik gehen: Jürgen Kaube, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, geht der Frage nach, wie Forschung beeinflusst wird, wenn politisch motiviert große Herausforderungen an die Wissenschaft herangetragen werden – „Grand Challenges“ also, wie die Bekämpfung des Klimawandels oder die Sicherung der Nahrungsmittelversorgung.

 

„Das Programm des Angewandte-Festsymposiums ist auf unserem WiFo 2017 ein Highlight für jeden, der sich für den Stand der chemischen Forschung und die Bedeutung der Chemie für unsere Welt interessiert“, sagt die Präsidentin der GDCh, Professorin Thisbe K. Lindhorst: „Hier kann man die Gedanken weltweit führender Forscherpersönlichkeiten in sehr komprimierter Form kennen lernen.“

 

Über die Veranstaltung

Das „Angewandte-Festsymposium“ ist eine Veranstaltung der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), ausgerichtet von ihrer Wissenschaftszeitschrift „Angewandte Chemie“, im Rahmen des Wissenschaftsforums 2017 der GDCh anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens. Es findet statt am Montag, 11. September 2017 ab 8:30 Uhr ganztägig im Henry Ford-Bau der Freien Universität Berlin, Garystraße 35, 14195 Berlin. Anmeldungen zum Wissenschaftsforum und zum Angewandte-Festsymposium unter www.wifo2017.de.

 

Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen. Interviews mit den Vortragenden sind nach Vereinbarung möglich. Die Vortragssprache ist überwiegend Englisch. Bitte melden Sie sich als Medienvertreter unter pr@gdch.de an. 

 

Das vollständige Programm und mehr zur Übertragung der Vorträge im Internet (Livestream und Mediathek) finden Sie hier.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh. 

32 Eine bessere Welt ist möglich

Symposium „Experiment Zukunft – Wertedenken in der Chemie“


32/17
8. August 2017

 

Welchen Beitrag kann die Chemie leisten, um unsere Lebensgrundlagen auf der Erde zu bewahren? Welche Verantwortung tragen Chemikerinnen und Chemiker bei der Gestaltung dieser Zukunft? Diese und weitere grundlegende Fragen wird die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) auf ihrem Symposium „Experiment Zukunft – Wertedenken in der Chemie“ mit Fachleuten und Laien am 14. September in Berlin diskutieren. „Wir wollen neue Denkansätze in die Auseinandersetzung darüber bringen, welche Rolle die Chemie und ganz allgemein die Wissenschaft in unserer Welt spielen“, sagt die Präsidentin der GDCh, Professorin Dr. Thisbe K. Lindhorst. Eingebettet ist die Veranstaltung in das GDCh-Wissenschaftsforum Chemie 2017, mit dem die Fachgesellschaft ihr 150-jähriges Bestehen feiert. 

 

„Die Annahme, dass es die Natur schon richten wird, gilt heutzutage nicht mehr“, erklärt Thisbe Lindhorst die Motivation für die ungewöhnliche Diskussionsveranstaltung: „Wir Menschen haben in den vergangenen 200 Jahren so stark auf unseren Planeten eingewirkt, dass unsere Lebensgrundlagen in Gefahr sind. Deshalb müssen wir jetzt dafür sorgen, dass wir und nachfolgende Generationen eine gute Zukunft haben.“ Dabei gelte es mehr als nur die wissenschaftliche Perspektive zu berücksichtigen, so die GDCh-Präsidentin weiter: „Wir müssen viel stärker die ethische Dimension unserer Forschung mitdenken. Ein neues Wertedenken in der Wissenschaft – in unserem Fall in der Chemie – ist nötig, damit uns das Experiment Zukunft gelingt.“

 

Lebendig soll dieser Ansatz durch ein neuartiges Konzept werden, das die GDCh für das Symposium entwickelt hat: Zunächst geben Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft Impulse zu den vier Themenfeldern „Krieg und Frieden“, „Arm und reich“, „Leben und Tod“ sowie „Satt und hungrig“. Dabei sollen unterschiedliche Positionen herausgearbeitet werden, die die Rolle der Chemie durchaus auch kritisch beleuchten. Thisbe Lindhorst: „Im Themenfeld Krieg und Frieden geht es beispielsweise um chemische Waffen: An ihrer Entwicklung waren Chemiker beteiligt; andere haben sich – auch im Rahmen der GDCh – lange Jahre für das Verbot von Chemiewaffen stark gemacht. Wir wollen an solchen Beispielen demonstrieren, wie ethische und philosophische Ansätze unsere Forschung beeinflussen und Chemikern helfen, ihrer Verantwortung gerecht zu werden.“

 

Im Anschluss an die Impulsreferate sind dann auch die etwa 200 Gäste des Symposiums aus Wissenschaft, Industrie, Politik und Zivilgesellschaft aufgefordert, sich an der Diskussion zu beteiligen. Das gemeinsame Ziel: eine Vision für eine von Werten geleitete und verantwortungsbewusste Chemie der Zukunft. „Wir erhoffen uns hier wertvolle Beiträge gerade auch von den Nicht-Chemikern“, sagt Lindhorst: „Wir wollen gemeinsam ein Abschlusskommuniqué erarbeiten, als Basis für eine weitere gesellschaftliche Diskussion über die Rolle der chemischen Forschung bei der Gestaltung der Zukunft. Ich bin fest davon überzeugt, dass eine bessere Zukunft möglich ist – und dass die Chemie dazu etwas beitragen kann.“

 

Das Symposium „Experiment Zukunft – Wertedenken in der Chemie“ steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Professorin Dr. Johanna Wanka.

 

Die Veranstaltung findet am 14. September 2014 ab 9 Uhr im Spreespeicher, Stralauer Allee 2 in Berlin statt. Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, an dem Symposium teilzunehmen.

Eine Anmeldung unter pr@gdch.de ist erforderlich.

 

Zum vollständigen Programm 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh. 

31 Simon Schaffer erhält Paul-Bunge-Preis

31/17
3. August 2017

 

Im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) in Berlin wird Professor Dr. Simon Schaffer, University of Cambridge, UK, am 12. September mit dem Paul-Bunge-Preis der Hans-R.-Jenemann-Stiftung ausgezeichnet. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und die Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie (DBG), die den Preis gemeinsam vergeben, würdigen damit Schaffers herausragende Arbeiten zur Geschichte wissenschaftlicher Instrumente.

 

Schaffer erhält die Auszeichnung sowohl für sein Buch Leviathan and the Air-Pump: Hobbes, Boyle, and the Experimental Life als auch für sein Lebenswerk und die enormen Anstöße, die die neuere Instrumentengeschichte diesem verdankt. Schaffer gehört zu den weltweit meistzitierten und einflussreichsten Wissenschaftshistorikern. Sein Leviathan and the Air-Pump, das er 1985 gemeinsam mit Stephen Shapin verfasste, gilt als die erste Arbeit, bei der ein Instrument, die Vakuumpumpe, gewissenermaßen als eigener Akteur auftritt und damit komplexe naturphilosophische und soziale Netzwerke strukturiert. 

 

Der 1955 in Southampton, UK, geborene Schaffer studierte an der University of Cambridge, UK, und an der Harvard University, Cambridge, Massachusetts, USA. Nach seiner Promotion im Jahr 1980 unterrichtete er an der University of California, Los Angeles, USA, und seit 1985 an der University of Cambridge Wissenschaftsgeschichte. 2013 erhielt Schaffer die George-Sarton-Medaille der History of Science Society (HSS).

 

Weitere Informationen zum WiFo unter www.wifo2017.de

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

30 Wilhelm-Klemm-Preis an Hansjörg Grützmacher

30/17
1. August 2017

 

Professor Dr. Hansjörg Grützmacher, ETH Zürich, erhält im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) am 12. September in Berlin den Wilhelm-Klemm-Preis. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) honoriert damit seine herausragenden Leistungen im Bereich der anorganischen Chemie.

 

Grützmacher erhält die Auszeichnung für seine ausgesprochen originellen Arbeiten, mit denen er die anorganische Molekülchemie auf vielfältige Weise bereichert. In seiner Forschung spiegelt sich seine außergewöhnliche synthesechemische und konzeptionelle Kreativität wider. Neben hochreaktiven kleinen Molekülen der Hauptgruppenelementchemie, leistet er kreative Ansätze für die Metallorganische Katalyse und thematisiert aktuelle Innovationen bei Brennstoffzellen. 

 

Grützmacher wurde 1959 in Hamburg geboren. Nach einem Chemiestudium und der Promotion an der Universität Göttingen verbrachte er ein Post-Doc-Jahr am Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) in Toulouse, Frankreich. Nach seiner Habilitation 1992 an der Universität Heidelberg war er an der Universität Freiburg als Professor für anorganische Chemie tätig. Seit 1995 ist er Professor für anorganische Chemie an der ETH Zürich.

 

Weitere Informationen zum WiFo unter www.wifo2017.de

 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

Hansjörg Grützmacher

29 Konrad Hungerbühler erhält den Wöhler-Preis für Nachhaltige Chemie 2017


29/17
27. Juli 2017

 

Professor Dr. Konrad Hungerbühler, ETH Zürich, erhält im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) am 13. September in Berlin den Wöhler-Preis für Nachhaltige Chemie. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) würdigt damit seine wegweisenden und herausragenden Beiträge zur Entwicklung und Umsetzung einer Nachhaltigen Chemie.

 

Hungerbühler erhält die Auszeichnung für die Entwicklung von Werkzeugen und Methoden, mit denen chemische Prozesse ökologisch, ökonomisch und hinsichtlich der Prozesssicherheit verbessert werden können. Dazu zählen unter anderem Methoden, mit denen die Nachhaltigkeit von Reaktionen und Chemikalien bewertet wird.

 

Hungerbühler wurde 1952 in Zürich geboren. Nach einem Chemiestudium und der Promotion an der ETH Zürich startete er 1979 seine erfolgreiche Karriere in der chemischen Industrie bei Ciba Geigy. Seit seiner Berufung 1994 ist Hungerbühler Professor für Umwelt- und Sicherheitstechnologie im Department Chemie und angewandte Biowissenschaften an der ETH Zürich. 

 

Weitere Informationen zum WiFo unter www.wifo2017.de

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

Konrad Hungerbühler

28 Jan Klett erhält Arfvedson-Schlenk-Preis

28/17
25. Juli 2017

 

Am 12. September wird Dr. Jan Klett, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) in Berlin mit dem Arfvedson-Schlenk-Preis ausgezeichnet. Der von dem Unternehmen Albemarle gestiftete Preis wird gemeinsam mit der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) verliehen. Der Preisträger Klett erhält die Auszeichnung für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Lithiumchemie.

 

Die GDCh und Albemarle würdigen damit insbesondere Kletts bemerkenswerte Beiträge zur organometallischen Chemie der Alkalimetalle. Mit diesen Erkenntnissen werden bedeutende Lücken im Verständnis von sogenannten Lochmann-Schlosser-Superbasen geschlossen. Seine Darstellung dieser löslichen und damit gut charakterisierbaren Alkalimetallverbindungen ist eine der bedeutendsten Entwicklungen in der Hauptgruppen-Organometallchemie der letzten Jahre.

 

 

Klett wurde 1974 in Schorndorf geboren. Nach einem Chemiestudium an der Universität Stuttgart promovierte er 2006 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Nach Forschungsaufenthalten an der University of Strathclyde, Glasgow, und der Georg-August-Universität Göttingen ist er heute Habilitand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

 

Weitere Informationen zum WiFo unter www.wifo2017.de.  

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

27 Heinz-Schmidkunz-Preis für Marco Oetken

27/17
20. Juli 2017

 

Im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) in Berlin erhält Professor Dr. Marco Oetken, Pädagogische Hochschule Freiburg, am 12. September den Heinz-Schmidkunz-Preis. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) verleiht die Auszeichnung für besondere Verdienste um die chemiedidaktische Forschung, um die Ausbildung von Chemielehrerinnen und -lehrern sowie um den Chemieunterricht an Schulen.

 

Oetken erhält den Preis für seine zahlreichen innovativen Experimente und didaktischen Konzepte, die auf seinem breiten Wissenshorizont über die gesamte Chemie basieren. Bekannt ist er unter anderem für seine Experimente zu Batteriesystemen, die im Kontext der Energiewende sowohl eine hohe Aufmerksamkeit bei Schülern als auch Interesse bei Fachwissenschaftlern und Technologen erregen. Oetkens Interesse gilt nicht nur dem Unterricht der Sekundarstufe, sondern beispielsweise auch der Fortbildung von Grundschullehrern. Darüber hinaus betreut er eine beachtliche Zahl an Promotionen und ist als Herausgeber von Büchern und Zeitschriften tätig. 

 

Marco Oetken studierte Chemie und Biologie für das Lehramt an Gymnasien an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Nach dem 1. Staatsexamen promovierte er 1997 dort in Chemie. Nach Abschluss der 2. Staatsexamensprüfung habilitierte er sich ebenfalls in Oldenburg und lehrte an der Pädagogischen Hochschule Weingarten sowie der Universität Wuppertal. Seit 2004 ist Oetken Professor an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, seit 2012 Lehrstuhlinhaber für Chemie und ihre Didaktik. 

 

Weitere Informationen zum WiFo unter www.wifo2017.de

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

Preisträger Marco Oetken

23 Otto-Hahn-Preis 2017 geht an den Gravitationswellenforscher Karsten Danzmann

23/17
13. Juli 2017

 

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG 

der Stadt Frankfurt am Main 

der Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V. (GDCh) sowie

der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. (DPG)

 

Der mit 50.000 Euro dotierte und gemeinsam von der Stadt Frankfurt am Main, der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) getragene Otto-Hahn-Preis wird in diesem Jahr am 2. November in der Frankfurter Paulskirche an Prof. Dr. Karsten Danzmann verliehen. Der Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik und Professor an der Leibniz Universität Hannover gilt als einer der Wegbereiter der Entdeckung von Gravitationswellen.

 

„Danzmanns Arbeiten zu neuartigen Interferometersystemen mit hoch stabilen Laserquellen, signalverstärkenden Interferometer-Topologien und seismisch extrem entkoppelten, ultragenauen Laserspiegeln schufen experimentelle Voraussetzungen dafür, dass die LIGO-Detektoren in den USA am 14. September 2015 erstmals Gravitationswellen direkt nachweisen konnten“, heben Prof. Dr. Thisbe Lindhorst, Präsidentin der Gesellschaft Deutscher Chemiker und Prof. Dr. Rolf-Dieter Heuer, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, hervor.

 

„Die Stadt Frankfurt ist stolz, mit dem Otto-Hahn-Preis das wissenschaftliche Leben der Bundesrepublik Deutschland zu fördern und bekennt sich damit zu einem der größten Söhne der Stadt“, betont Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main.

 

Die ersten Gravitationswellen, die von den LIGO-Detektoren gemessen wurden, stammten von zwei Schwarzen Löchern mit 29 respektive 36 Sonnenmassen, die in rund 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung von der Erde miteinander kollidierten. Inzwischen konnten diese Instrumente weitere Ereignisse nachweisen. Gravitationswellen verraten sich ausschließlich durch extrem kleine Längenänderungen im Raum, die selbst bei der Kollision von überaus massereichen Schwarzen Löchern auf der Messstrecke der LIGO-Detektoren von vier Kilometern Länge nur etwa ein Tausendstel des Durchmessers eines Wasserstoffatomkerns betragen.

 

Möglich wurde die enorme Präzision unter anderem durch Laserinterferometrie, die das Team um Karsten Danzmann über Jahrzehnte hinweg entwickelt und beispielsweise im deutsch-britischen Detektor GEO600 in der Nähe von Hannover getestet hat. „Mit dem Otto-Hahn-Preis wird die am Gravitationswellen-Detektor GEO600 geleistete Technologieentwicklung für die LIGO-Detektoren gewürdigt“, sagt der Preisträger. „Darüber freue ich mich sehr.“

 

Durch das von ihm konzipierte Interferometer GEO600 gehört Deutschland mit zur Spitze der weltweiten Entwicklung dieses bedeutenden Gebietes der Experimentalphysik. Zurzeit arbeiten er und sein Team daran, die Empfindlichkeit der Nachweisgeräte weiter zu erhöhen. Darüber hinaus werden viele der von Danzmann und seinem Team entwickelten Technologien inzwischen auch auf anderen Gebieten praktisch eingesetzt, so zum Beispiel in Erdvermessungssatelliten oder in der Datenkommunikation.

 

Ferner ist er der geistige Vater und treibender Pionier des Gravitationswellendetektors LISA (Laser Interferometer Space Antenna). Ab 2034 soll dieser Detektor, der aus drei Satelliten bestehen wird, etwa 50 Millionen Kilometer von der Erde entfernt im All kreisen. Die Raumsonden bilden ein Laserinterferometer mit Armlängen von mehreren Millionen Kilometern. Dieser Weltraum-Detektor ist besonders empfindlich für Gravitationswellen extrem massereicher Schwarzer Löcher, die in den Zentren der meisten Galaxien zu finden sind. Zur Vorbereitung dieses Experiments ist erst kürzlich die Sonde LISA Pathfinder erfolgreich ins All gebracht worden.

 

Der international hoch angesehene Pionier der Gravitationswellenforschung zeichnet sich durch ein sehr umfangreiches wissenschaftliches Werk mit zahlreichen Publikationen höchster Qualität aus. Neben seinen außerordentlichen Leistungen als Wissenschaftler ist Karsten Danzmann ein ebenso hoch geschätzter Hochschullehrer, der leidenschaftlich die Jugend fördert und mit großem Engagement Physik-Anfängervorlesungen hält. Zudem hält er zahlreiche, einfach zu verstehende Vorträge für die allgemeine Öffentlichkeit und baut so Brücken zwischen der Wissenschaft und der Gesellschaft.

 

Karsten Danzmann wurde am 6. Februar 1955 in Rotenburg an der Wümme geboren. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann in Hannover und Berlin. Schon mit 25 Jahren promovierte er am Fachbereich Physik der Universität Hannover. Im Jahr 1986 ging er an die Stanford-Universität, um auf dem Gebiet der Atom- und Ionenphysik zu forschen. Im Jahr 1990 übernahm er die Projektleitung für Gravitationswellen-Detektoren am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching. Seit 1993 ist Danzmann Professor an der Leibniz-Universität Hannover und seit 2002 Direktor des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik, das auch den Namen Albert-Einstein-Institut trägt.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

 

Der Otto-Hahn-Preis wird von der Stadt Frankfurt, Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) und der GDCh gemeinsam verliehen. Er dient der Förderung der Wissenschaft insbesondere auf den Gebieten der Chemie, Physik und der angewandten Ingenieurwissenschaften durch die Anerkennung herausragender wissenschaftlicher Leistungen. Er ist mit 50.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre mit einem Festakt in der Frankfurter Paulskirche verliehen. 

Karsten Danzmann

26 Bernhard Spengler erhält Fresenius-Preis

26/17
6. Juli 2017

 

Am 12. September wird Professor Dr. Bernhard Spengler, Justus-Liebig-Universität Gießen, im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) in Berlin mit dem Fresenius-Preis ausgezeichnet. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) würdigt damit seine besonderen Verdienste um die wissenschaftliche Entwicklung und um die Förderung der analytischen Chemie.

 

Spengler erhält den Preis für seine exzellenten Forschungsarbeiten zur Massenspektroskopie, mit der er die analytische Chemie als eine exakte Wissenschaft mit hoher Aussagekraft in lebenswissenschaftlichen Anwendungsgebieten maßgeblich vorangebracht hat. Gewürdigt wird außerdem sein großer Einsatz für die wissenschaftliche Entwicklung und die Förderung der analytischen Chemie. So trug Spengler als langjähriges Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Massenspektroskopie dazu bei, dass sich diese zu einer Wissenschaftsvereinigung von herausragendem internationalen Rang entwickelte. Gleichzeitig engagiert er sich als Vorsitzender der Justus Liebig-Gesellschaft für den Betrieb und die Weiterentwicklung des Liebig-Museums in Gießen.

 

Spengler wurde 1960 in Hattingen geboren. Nach einem Chemiestudium an der Universität Bonn promovierte er 1988 an der Universität Münster und habilitierte sich 1996 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit 2000 ist Spengler Professor für Analytische Chemie und Geschäftsführender Direktor des Institutes für Anorganische und Analytische Chemie der Justus Liebig Universität Gießen.

 

Weitere Informationen zum WiFo unter www.wifo2017.de.  

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

25 Neue Statistik der Chemiestudiengänge erschienen

Anfängerzahlen rückläufig, Promotionen auf Höchststand

 

25/17
4. Juli 2017

 

2016 sind erstmals seit 2012 die Anfängerzahlen in Chemie gesunken. Trotz des leichten Rückgangs lag die Gesamtzahl der Studienanfänger mit 11.311* bereits im sechsten Jahr bei über 10.000. Gleichzeitig stiegen die Absolventenzahlen (Master und Diplom) in allen Fächern (Chemie, Biochemie, Lebensmittelchemie) sowie an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW). Dies vermeldet die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) in ihrer jährlichen Statistik der Chemiestudiengänge. 

 

Seit nunmehr 65 Jahren (seit 1952) erhebt die GDCh jährlich umfangreiche statistische Daten zu den Chemiestudiengängen. In diesem Jahr wurden die Daten des Jahres 2016 in den Studiengängen Chemie, Wirtschaftschemie, Biochemie/Life Sciences, Lebensmittelchemie und in den Chemiestudiengängen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW), ehemals Fachhochschulen, abgefragt. Erfasst wurden die Anfängerzahlen, die Zahl der bestandenen Abschlussprüfungen sowie die jeweiligen Noten und Studiendauern. Außerdem machten viele Hochschulen Angaben zum Berufseinstieg ihrer Absolventen nach Studienabschluss oder Promotion.

 

In Chemie meldeten die Hochschulen 2484 Bachelor- und 2297 Master-Absolventen. 2.028 Personen promovierten im Jahr 2016 in Chemie. Die Promotionsdauer lag bei zirka vier Jahren. In der Biochemie wurden 814 Bachelor- und 751 Master-Absolventen gemeldet, dazu 239 Promotionen.

 

An HAW beendeten 894 Studierende ihr Bachelor- und 482 ihr Master-Studium. In Lebensmittelchemie absolvierten 370 Personen die Hauptprüfung A oder die Diplomprüfung. 129 Studierende bestanden die Hauptprüfung Teil B. Außerdem meldeten die Universitäten 174 Bachelor- und 73 Master-Abschlüsse sowie 56 Promotionen.

 

Fast alle Bachelor-Absolventen an Universitäten schlossen ein Master-Studium an. An den HAW lag dieser Anteil bei 56 %. Rund 83 % der Master-Absolventen an Universitäten begannen eine Promotion. Damit liegt dieser Wert bereits im dritten Jahr unter langjährigen Mittel (90 %). Die nächsten Jahre werden zeigen, ob dies ein neuer Trend ist und zukünftig mehr Absolventen ohne Promotion ins Berufsleben starten werden. Die Gesamtzahl der Promotionen hat durch die insgesamt gestiegene Absolventenzahl erneut zugenommen und damit den höchsten Wert der letzten 10 Jahren erreicht.

 

Von 55 % der promovierten Absolventen in Chemie ist der erste Schritt in das Berufsleben bekannt. Demnach war auch 2016 der Eintritt in den Arbeitsmarkt für die Berufseinsteiger schwierig. Nach Angaben der Hochschulen wurden 33 % der frisch promovierten Chemiker in der chemischen und pharmazeutischen Industrie eingestellt, 10 % traten eine Stelle in der übrigen Wirtschaft an. 13 % gingen nach der Promotion zunächst ins Ausland, in den meisten Fällen zu einem Postdoc-Aufenthalt. 19 % starteten auf einer zunächst befristeten Stelle im Inland (inkl. Postdocs). Dieser Wert ist seit einigen Jahren relativ hoch und ein Indikator für die schwierige Arbeitsmarktlage. Fünf Prozent fanden in anderen Bereichen des Öffentlichen Dienstes eine Anstellung. Vorübergehend stellensuchend waren 14,5 % – bedingt auch durch den Zeitpunkt der Erhebung.

 

Die Broschüre „Chemiestudiengänge in Deutschland – Statistische Daten 2016“ steht als pdf unter www.gdch.de/statistik zur Verfügung. 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie befasst sich u.a. mit aktuellen Entwicklungen an Hochschulen und am Arbeitsmarkt. Die GDCh ermittelt jährlich (Stichtag: 31.12.) Angaben zur Zahl der Studierenden in den verschiedenen Studienabschnitten, der abgelegten Prüfungen und zur Studiendauer. Die Angaben werden der GDCh von den Chemiefachbereichen der Hochschulen zur Verfügung gestellt.

* In einer früheren Version der Pressemitteilung wurde fälschlicherweise die Zahl 11.168 genannt. Wir bitten um Entschuldigung für diesen Fehler.

Abb.1 : Anfängerzahlen in den Chemiestudiengängen
Abb.2 : Promotionen im Studiengang Diplom-Chemie

24 Adolf-von-Baeyer-Denkmünze an Peter Schreiner

Gießener Organiker wird auf dem Wissenschaftsforum Chemie ausgezeichnet.

 

24/17
4. Juli 2017

 

Professor Dr. Peter R. Schreiner, Justus-Liebig-Universität Gießen, erhält im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) am 13. September in Berlin die Adolf-von-Baeyer-Denkmünze. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) würdigt damit seine hervorragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Organischen Chemie.

 

Schreiner erhält die Auszeichnung für seine Forschungserfolge sowie seine weltweit anerkannten Beiträge zur physikalisch-organischen Chemie und Katalyse. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Chemikers reichen in ihrer Bedeutung weit über die physikalisch-organische Chemie hinaus bis hin zu biologischen Prozessen. Mit seinen Arbeiten zeigte Schreiner darüber hinaus neue Wege in der Synthese von Arzneimitteln auf und gehört zu den Pionieren im Bereich Organokatalyse.

 

Schreiner wurde 1965 in Nürnberg geboren. Nach einem Chemiestudium an der Universität Erlangen-Nürnberg und der University of Georgia, Athens  (USA), promovierte er 1994 in organischer Chemie in Erlangen und in theoretischer Chemie in Athens. Seit 2002 ist Schreiner Professor für Organische Chemie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Er forscht im Bereich der metallfreien Katalyse, der Nanodiamanten und des quantenmechanischen Tunnelns zur Entwicklung und Verbesserung nachhaltiger chemischer Methoden.

 

Weitere Informationen zum WiFo unter www.wifo2017.de.  

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

22 Matthias Beller erhält Karl-Ziegler-Preis

22/17
27. Juni 2017

 

Im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) wird Professor Dr. Matthias Beller, Leibniz-Institut für Katalyse an der Universität Rostock, am 11. September mit dem Karl-Ziegler-Preis geehrt. Er erhält die Auszeichnung während des Angewandte-Festsymposiums, das Teil des diesjährigen WiFo ist.

 

Mit Beller erhält den Karl-Ziegler-Preis ein großer Katalytiker, der in den letzten 20 Jahren die metallorganische Katalyse maßgeblich geprägt hat. Er hat eine Reihe nützlicher und industriefreundlicher Umwandlungen entdeckt, die die Entwicklung nachhaltiger Synthesen ermöglichen. Darüber hinaus würdigt der Preis seine Leistung, das Leibniz-Institut für Katalyse in Rostock mit großem Erfolg zu einem international renommierten Institut ausgebaut zu haben. 

 

Beller wurde 1962 im hessischen Gudensberg geboren und studierte Chemie an der Georg-August-Universität Göttingen, wo er 1989 den Doktortitel erwarb. Am Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, USA, absolvierte er ein Postdoktorat bei Professor Dr. K. Barry Sharpless. Zwischen 1991 und 1995 arbeitete Beller bei der Hoechst AG in Frankfurt am Main, bis er 1996 zum Professor für Chemie an der Technischen Universität München ernannt wurde. Seit Juni 1998 ist er Direktor des Leibniz-Institutes für Katalyse und hat eine Professur für Katalyse an der Universität Rostock inne. Beller erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, darunter auch die Emil-Fischer-Medaille der GDCh.

 

Der Karl-Ziegler-Preis ist eine der am höchsten dotierten deutschen Auszeichnungen auf dem Gebiet der Chemie und wurde seit 1998 neunmal vergeben. Er ist nach dem Gründungspräsidenten der GDCh und Chemienobelpreisträger von 1963, Karl Ziegler, benannt. Der Preis ist mit 50 000 Euro und einer Goldmedaille dotiert und wird aus einer Stiftung gespeist, die Zieglers Tochter, Marianne Witte, bei der GDCh eingerichtet hat. 

 

Weitere Informationen unter www.wifo2017.de

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Ihre bedeutendste Tagung ist das alle zwei Jahre stattfindende Wissenschaftsforum Chemie, das 2017 vom 10. bis 14. September in Berlin stattfindet. Zu den Höhepunkten de Wissenschaftsforums zählen die Preisverleihungen. Mit 50 000 Euro ist der Karl-Ziegler-Preis neben dem Otto-Hahn-Preis der höchstdotierte Preis der GDCh. Er wurde erstmals 1998 aus Geldern der Karl-Ziegler-Stiftung vergeben, und zwar an Gerhard Ertl, den Nobelpreisträger von 2007.

21 Neville Compton übernimmt Chefredaktion der Angewandten Chemie von Peter Gölitz

21/17
21. Juni 2017

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und Wiley-VCH geben bekannt, dass Dr. Neville Compton zum 1. Oktober 2017 die Chefredaktion der Angewandten Chemie übernehmen wird.

Die Angewandte Chemie, das Flaggschiff unter den Zeitschriften der GDCh, erscheint wöchentlich im 129. Jahrgang in der deutschen und im 56. Jahrgang in der internationalen Ausgabe. Die Zeitschrift publiziert Artikel aus allen Gebieten der Chemie und aus den Nachbarwissenschaften. 2016 wurden fast 2700 Originalbeiträge und ca. 150 Aufsätze und Kommentare publiziert; daneben hat die Zeitschrift einen vielfältigen Magazinteil. All diese Charakteristika machen die Angewandte Chemie zu einer weltweit führenden Wissenschaftszeitschrift – nicht nur in der Chemie.

Dr. Neville Compton hat Chemie an der Universität von Newcastle Upon Tyne studiert, forschte als Postdoktorand an der Universität Heidelberg und trat im Alter von 27 Jahren 1992 in die Redaktion der Angewandten Chemie ein. 1997 wurde er dort stellvertretender Chefredakteur, und 2002 zusätzlich Chefredakteur von Chemistry – A European Journal. Unter Neville Comptons Leitung hat sich Chemistry – A European Journal zu einer der wichtigsten Chemiezeitschriften überhaupt entwickelt. Chemistry – A European Journal ist die wichtigste Zeitschrift von ChemPubSoc Europe, einem Zusammenschluss von 16 europäischen Chemiegesellschaften.

Nach 37 Jahren Tätigkeit für die Angewandte Chemie, davon 35 Jahre als Chefredakteur, tritt Dr. Peter Gölitz in den Ruhestand. Unter seiner Leitung hat sich die Angewandte Chemie von einer nationalen zu einer führenden internationalen Zeitschrift entwickelt; die meisten publizierten Beiträge kamen 2016 aus den USA, China, Deutschland und Japan. Peter Gölitz prägte die Zeitschrift durch die Gewinnung von Top-Autoren aus aller Welt und die Öffnung für magazinartige Artikel.

„Die Angewandte Chemie war schon lange das Schaufenster, in dem Chemiker aus Deutschland ihre besten Ergebnisse ausstellten, als ich die Chefredaktion 1982 übernahm“, so Peter Gölitz, „sie zu einer Plattform für Autoren aus aller Welt zu entwickeln, hat Freude gemacht; ich bin sicher, Neville Compton wird der Angewandten Chemie neue Impulse verleihen und ihre Stellung in kompetitiver Umgebung weiter stärken.“

Neville Compton: „Ich empfinde es als große Ehre, diese Position bei der Flaggschiff-Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker übernehmen zu dürfen. Die GDCh und die Angewandte Chemie sind beide weltweit hoch angesehen, und ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, gemeinsam mit dem Kuratorium und dem Editorial Team, deren Renommee noch weiter zu steigern. Wir werden sicherstellen, dass die Angewandte Chemie auch in Zukunft weltweit der beste Ort für exzellente Chemie von international führenden Autoren bleibt.“

Prof. Thisbe K. Lindhorst, Präsidentin der GDCh, betont: „Der GDCh-Vorstand hat mit großem Enthusiasmus beschlossen, der Bestellung von Dr. Compton als Nachfolger von Dr. Gölitz zuzustimmen. So werden wir mit der Angewandten Chemie auch weiterhin international die chemischen Fachjournale anführen und Maßstäbe setzen. Wir freuen uns, dass wir den Wechsel bei der 150-Jahre-Jubiläumsfeier der GDCh im September in Berlin würdigen können.“

GDCh-Geschäftsführer Prof. Wolfram Koch ergänzt: „Wir haben mit Dr. Compton einen Chefredakteur gefunden, der die Stärken der Angewandten Chemie pflegen und dank seiner Erfahrung beim Aufbau von Chemistry – A European Journal sicherlich auch neue Wege öffnen wird, die die Zeitschrift für Leser in aller Welt attraktiver denn je machen werden.“

Guido Herrmann, Vice President und Geschäftsführer Wiley-VCH: „Neville Compton ist einer der erfahrensten Chefredakteure und Manager von wissenschaftlichen Chemie-Zeitschriften weltweit. Unter seiner Leitung wird die Angewandte Chemie ihre Position als die führende Zeitschrift in der Chemie noch weiter ausbauen können.”

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

Wiley-VCH, 1921 als Verlag Chemie u. a. durch die Deutsche Chemische Gesellschaft gegründet, kann auf eine über 90-jährige Tradition zurückblicken. Das Verlagsprogramm umfasst viele Bereiche der Naturwissenschaften – wie Chemie, Material- und Biowissenschaften, Physik, Medizin und Technik – sowie den Bereich Wirtschaft. Seit 1996 ist Wiley-VCH Teil der weltweiten Verlagsgruppe John Wiley & Sons, Inc. mit Sitz in Hoboken, New Jersey, USA.

Wiley, a global company, helps people and organizations develop the skills and knowledge they need to succeed. Our online scientific, technical, medical, and scholarly journals, combined with our digital learning, assessment and certification solutions help universities, learned societies, businesses, governments and individuals increase the academic and professional impact of their work. For more than 200 years, we have delivered consistent performance to our stakeholders. The company's website can be accessed at www.wiley.com.

Dr. Neville Compton

20 Primo-Levi-Preis wird erstmalig verliehen

20/17
6. Juni 2017

Im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie 2017 (WiFo) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) wird Professor Dr. Roald Hoffmann am 10. September mit dem Primo-Levi-Preis ausgezeichnet. Er erhält den Preis, der von der GDCh gemeinsam mit der Italienischen Chemischen Gesellschaft (SCI) getragen wird, bei der Eröffnungsfeier des WiFo 2017 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin.

Der Primo-Levi-Preis erinnert an den italienischen Schriftsteller und Chemiker, der als jüdischer Widerstandskämpfer nach Auschwitz deportiert wurde und überlebte. Levi gilt als bedeutender Vertreter der Holocaust-Literatur. Seine Werke widmen sich dem Gedenken an die Opfer und wenden sich gegen das Vergessen. Mit dem neu geschaffenen Primo-Levi-Preis werden Chemiker oder Wissenschaftler chemienaher Disziplinen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für die Wahrung der Menschenrechte einsetzen und damit den Dialog zwischen der Chemie und der Gesellschaft voranbringen. Erster Preisträger ist der Chemie-Nobelpreisträger Professor Dr. Roald Hoffmann, Cornell, USA. Hoffmann, selbst jüdischer Abstammung, hatte in seiner Kindheit den Holocaust unmittelbar miterlebt. Er setzt sich für die Einhaltung ethischer Grundsätze in der Chemie ein. Neben seinen herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten verfasst er außergewöhnliche philosophische, ethische und dichterische Werke, die die Rezipienten Verantwortung, Respekt und Empathie für einander lehren. Im Anschluss an die Preisverleihung wird Hoffmann einen Plenarvortrag halten.

Weitere Informationen unter www.wifo2017.de

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

19 Bildung in Chemie stärken

Empfehlungen für die Orientierungsstufe (Klasse 5 und 6)


19/17
31. Mai 2017

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker hat die Broschüre „Diskussionsergebnisse und Empfehlungen aus der Klausurtagung ‚Stärkung des Chemieunterrichts in den Schulklassen 5 und 6‘“ veröffentlicht. Neben einer Analyse des Ist-Zustands in der Orientierungsstufe an Schulen in Deutschland finden sich in ihr Empfehlungen, wie die Brücke zwischen früher Chemiebegeisterung und dem Fachunterricht geschlossen werden kann.

Auf Einladung der GDCh kamen im September letzten Jahres Experten aus Kultusministerien mit Vertretern aus Industrie, Verbänden und Hochschulen zu einer Klausurtagung zusammen. In der evangelischen Akademie Tutzing diskutierten sie, wie man das Interesse an Chemie in der Schule stärken könne. Nach zwei Tagen intensiver Gruppenarbeit verständigten sich die Teilnehmer auf die folgenden Empfehlungen:

  • Die Stundenkontingente zwischen Biologie, Chemie und Physik gleich verteilen. 
  • Längere Unterbrechungen des Chemieunterrichts bspw. durch einen Wechsel der Naturwissenschaften Chemie und Physik vermeiden.
  • Anschlussfähigkeit des Chemieunterrichts in der Orientierungsstufe an den naturwissenschaftlichen Sachunterricht (Grundschule) und den folgenden Fachunterricht (ab Jahrgangsstufe 7) sicherstellen.
  • Chemische Inhalte im naturwissenschaftlichen Sachunterricht als solche sichtbar machen.
  • Best-Practice-Beispiele für chemische Inhalte in der Orientierungsstufe identifizieren und nutzen.
  • In Orientierung an den Best-Practice-Beispielen umfangreiche, ländergemeinsame Modellversuche zur schulischen Umsetzung der chemischen Inhalte durchführen.
  • Beispielhafte Unterrichtskonzepte und -materialien entwickeln und verbreiten.
  • Lehrkräfte im Hinblick auf chemische Inhalte zielgerichtet für die Jahrgangsstufen 5 und 6 qualifizieren und geeignete Fortbildungsangebote entwickeln.

Die Initiatorin und ehemaliges GDCh-Vorstandsmitglied Professorin Dr. Gisela Lück, Universität Bielefeld, betont, wie wichtig eine Umsetzung dieser Empfehlungen ist: „Wir können es uns als Industrienation einfach nicht leisten, die Schuljahre, in denen unsere Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung experimentieren und die Phänomene verstehen wollen, verstreichen zu lassen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Heranwachsenden erst in einem Alter mit den Fächern Chemie und Physik beginnen, in dem in der Regel andere Themen wichtiger werden!“

Die Teilnehmer der Klausurtagung gehen davon aus, dass die erforderlichen Vorarbeiten in ca. drei Jahren abgeschlossen werden können, so dass im Anschluss die Implementation in allen Bundesländern vorangetrieben werden kann.

Zum Download der vollständigen Broschüre

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Chemieunterricht mit rund 1.900 Mitgliedern. Chemielehrer, Hochschullehrer sowie Chemiker aus der Industrie und dem öffentlichen Dienst haben sich in der Fachgruppe Chemieunterricht zu einem kompetenten Forum für alle Fragen zusammengeschlossen, die das Fach Chemie in Unterricht, Lehre, Ausbildung und Weiterbildung betreffen.

18 Wissenschaftsforum Chemie 2017

Jubiläumskongress mit Nobelpreisträgern


18/17
30. Mai 2017

 

Vor 150 Jahren wurde die Vorgängergesellschaft der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gegründet. Anlässlich diese Jubiläums wurde das Wissenschaftsforum Chemie (WiFo), das vom 10. bis 14. September in der Gründungsstadt Berlin stattfindet, um einige Programmhighlights ergänzt: Neben den Vortragsreihen der einzelnen GDCh-Fachgruppen sind in diesem Jahr zusätzlich ein Angewandte-Festsymposium und das Symposium „Experiment Zukunft – Wertedenken in der Chemie“ Teil des Kongresses. Unter den Vortragenden sind mehrere Nobelpreisträger und weitere hochdekorierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Erwartet werden rund 2000 Besucher aus dem In- und Ausland.

 

Am  10. September eröffnet die GDCh-Präsidentin Professorin Thisbe K. Lindhorst das Wissenschaftsforum Chemie 2017 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Professorin Johanna Wanka, wird neben weiteren internationalen Gästen  ein Grußwort sprechen. Im Rahmen der Eröffnungsfeier wird zum ersten Mal der Primo-Levi-Preis verliehen, der von der GDCh gemeinsam mit der Italienischen Chemischen Gesellschaft getragen wird. Die Auszeichnung erinnert an den italienischen Chemiker und Schriftsteller, der als jüdischer Widerstandskämpfer nach Auschwitz deportiert wurde und überlebte. Geehrt wird der Nobelpreisträger, Professor Roald Hoffmann, Cornell, USA, der auch den Plenarvortrag halten wird. Darüber hinaus verleiht die GDCh drei Ehrenmitgliedschaften an Professor Egon Fanghänel, TGZ Bitterfeld-Wolfen, Professorin Helga Rübsamen-Schaeff, AiCuris Anti-Infective Cures, und Dr. Peter Gölitz, Wiley-VCH.

 

Am Montag, dem 11. September, findet im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin das Angewandte-Festsymposium statt. Für das Symposium, das die GDCh gemeinsam mit ihrer Zeitschrift „Angewandte Chemie“ ausrichtet, konnten zahlreiche hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ¬– unter ihnen vier Nobelpreisträger –  als Vortragende gewonnen werden. Im Rahmen des Symposiums verleiht die GDCh außerdem den Karl-Ziegler-Preis an Professor Matthias Beller, Leibniz-Institut für Katalyse, Rostock.

 

Am 12. und 13. September finden die Fachgruppentagungen und zahlreiche, teils interdisziplinäre Symposien unter anderem zu den Themen Synthese und Katalyse, Life Sciences und Chemieunterricht statt. Neben dem Vortragsprogramm werden zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre Leistungen ausgezeichnet.

 

Am 14. September folgt „Experiment Zukunft – Wertedenken in der Chemie“. Das Symposium im Spreespeicher, unter der Schirmherrschaft von Professorin Johanna Wanka, thematisiert die Rolle der Chemie für die Lösung globaler Probleme und bei der Gestaltung der Zukunft. Impulsvorträge und innovative Diskussionsformate zu Schlüsselthemen wie „Arm und reich“ und „Krieg und Frieden“ werden aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und in den gesellschaftlichen Kontext gestellt. 

 

Weitere Informationen zum Wissenschaftsforum Chemie 2017 sowie zu flankierenden Veranstaltungen, wie beispielsweise dem „Schülertag“, der Jobbörse und der Next Generation-Satellitentagung „Das Undenkbare denken“, sind unter www.wifo2017.de abrufbar.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh. 

17 Wasser – Quelle allen Lebens

Tagung „Wasser 2017“ in Donaueschingen

17/17
9. Mai 2017

 

Vom 22. bis 24. Mai findet in den Donauhallen Donaueschingen die Tagung „Wasser 2017“ statt. Veranstalter ist die Wasserchemische Gesellschaft, eine Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Neben dem wissenschaftlichen Programm werden vier Preise verliehen: der Willy-Hager-Preis, der Promotionspreis, der Preis der Wasserchemischen Gesellschaft sowie die Ehrennadel der Fachgruppe. Am ersten Tagungsabend verspricht außerdem ein öffentlicher Abendvortrag Aufklärung über die Mythen und Geschichten rund um die Donauquelle bei Donaueschingen. 

 

Wasser als Quelle allen Lebens – selten war der Bezug zum Hauptelement der Wasserchemischen Gesellschaft so deutlich wie in der gastgebenden Stadt der "Wasser 2017". Die 83. Jahrestagung veranstaltet die Wasserchemische Gesellschaft zum ersten Mal dort, wo die Reise der Donau zum Schwarzen Meer beginnt: in Donaueschingen. Es werden rund 260 Besucher erwartet. Vor Ort erwartet die Teilnehmer ein vielfältiges Programm rund um das nasse Element. Die Themenschwerpunkte der Tagung liegen neben der Analytik in diesem Jahr unter anderem bei Abwasser, Trinkwasser, Nanopartikel und Mikroplastik, Wasseraufbereitung und Spurenstoffen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema „Bauchemie und Wasserqualität“. Bauprodukte im Kontakt mit Wasser und Stoffauswaschungen sind nicht nur ein Thema auf den Tagungen der Wasserchemischen Gesellschaft, sondern mittlerweile auch im Fokus von Regulierungen. Die Themenwahl knüpft an die Aktivitäten des gleichnamigen Fachausschusses an, der im März 2017 gemeinsam mit der GDCh-Fachgruppe Bauchemie erfolgreich ein Symposium mit rund 100 Teilnehmern an der TU Berlin zum aktuellen Wissensstand veranstaltete. 

 

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung erhält Dr.-Ing. Maximilian Huber, Technische Universität München, den mit 6.000 Euro dotierten Willy-Hager-Preis der gleichnamigen Stiftung. In seiner Arbeit entwickelte er ein standardisiertes Verfahren, mit dem sich dezentrale Behandlungsanlagen für Verkehrsflächenabflüsse bewerten lassen. Hubers Forschung stellt die verfahrenstechnische Problemlösung in den Vordergrund und zeigt eine hohe Praxisrelevanz. Mit dem Promotionspreis – gefördert von der Walter-Kölle-Stiftung – wird Dr. Allan Philippe, Universität Koblenz-Landau, ausgezeichnet. Er entwickelte und validierte in seiner Arbeit innovative Methoden zur Analytik und Charakterisierung synthetischer Nanopartikel in komplexen Umweltmedien. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Analytik von Nanopartikeln und eröffnet neue Perspektiven in der Umwelt‐Nanopartikelforschung. Den Preis der Wasserchemischen Gesellschaft – gefördert von der Walter-Kölle-Stiftung – erhält Dr.-Ing. Aki Sebastian Ruhl, Technische Universität Berlin, für seine wissenschaftlich exzellenten Forschungsleistungen und seinen Einsatz für die Fachgruppe. Außerdem wird Dr. Hans-Jürgen Pluta vom Umweltbundesamt Berlin für sein Engagement im Vorstand der Wasserchemischen Gesellschaft und seine Bemühungen um die Förderung eines Normungsexperten durch das UBA die Ehrennadel der Fachgruppe verliehen.

 

Schon am Vorabend der „Wasser 2017“ (Sonntag, 21. Mai) treffen sich die Nachwuchswissenschaftler beim Jungforscher Forum zum Erfahrungsaustausch und zur Netzwerkbildung: Dieser mittlerweile feste Bestandteil im Programm der Jahrestagungen wurde seinerzeit als eine der zahlreichen Maßnahmen zur Förderung junger Forscher ins Leben gerufen. 

 

Am 22. Mai findet um 19 Uhr ein öffentlicher Abendvortrag zu den Mythen und Geschichten rund um die Donauquelle statt. Martina Wiemer, Gästeführerin in Donaueschingen, weiht die Besucher mit ihrem kurzweiligen Vortrag in die Geschichte(n) der Donauquelle ein. Der Eintritt ist für alle, auch Interessierte, die nicht aus dem Teilnehmerkreis der Tagung kommen, frei. 

 

Eine Fachausstellung wird die "Wasser 2017" wieder begleiten. 14 Aussteller präsentieren den Teilnehmern der wasserchemischen Fachtagung ihre Unternehmen sowie ihre Produkte. Ziel ist die Förderung des intensiven Dialoges von Wissenschaftlern mit Unternehmen.

 

Das Programm und weitere Informationen zur Tagung unter www.gdch.de/wasser2017.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Wasserchemische Gesellschaft, 1926 als "Fachgruppe für Wasserchemie" im Verein Deutscher Chemiker gegründet. 1948 erfolgte die Neugründung als "Fachgruppe Wasserchemie" in der GDCh, seit 2000 heißt sie "Wasserchemische Gesellschaft – Fachgruppe in der GDCh". Ihre über 950 Mitglieder setzen sich für den wirksamen Schutz, die sinnvolle Nutzung, die zweckmäßige Aufbereitung und Reinigung sowie die sachgemäße Untersuchung und Beurteilung des Wassers ein. Mehr Informationen unter: www.wasserchemische-gesellschaft.de. 

16 „Chemiewaffen verursachen entsetzliches Leid“

Deutsche Chemiker gedenken der Opfer chemischer Waffen


16/2017
28. April 2017

 

Am 29. April, dem Tag der Erinnerung an die Opfer chemischer Waffen, ist die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) in Gedanken bei allen Geschädigten und Getöteten. Der jüngste Giftgasangriff in Syrien zeigt, dass auch heute noch viel getan werden muss, um die Entwicklung und den Einsatz von Chemiewaffen zu verhindern. Aus diesem Grund setzt sich die Gesellschaft für internationale ethische Richtlinien für Chemiker ein. 

 

„Immer noch werden Chemiewaffen eingesetzt, obwohl sie entsetzliches Leid über die Betroffenen bringen“, sagt der ehemalige GDCh-Präsident Dr. Thomas Geelhaar, in dessen Amtszeit sich 2015 der erste Giftgaseinsatz zum einhundertsten Mal jährte. Geelhaar war Mitglied der deutschen Delegation, die 2015 bei einer Gedenkveranstaltung im belgischen Ypern der Opfer weltweiten Giftgaseinsatzes gedachte. „Nicht nur heute, sondern an jedem Tag sollte man sich dessen bewusst sein und sich dafür einsetzen, dass Chemiewaffen endlich verboten werden. Gerade wir Chemiker, die eine Entwicklung solcher Waffen erst möglich machten, müssen heute dafür Sorge tragen, dass keine Menschen mehr durch Chemiewaffen zu Schaden kommen“, betont Geelhaar. 

 

Die GDCh, der rund 31 000 Chemikerinnen und Chemiker angehören, ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Wer der Gesellschaft angehört verpflichtet sich dem Verhaltenskodex der GDCh. Darin heißt es unter anderem: „Die GDCh und ihre Mitglieder unterstützen und fördern eine nachhaltige und dauerhafte Entwicklung in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Sie handeln stets auch im Bewusstsein ihrer Verantwortung gegenüber künftigen Generationen. Sie beachten die für ihre Arbeit und deren Ergebnisse und Wirkungen geltenden Gesetze und internationalen Konventionen und stellen sich gegen den Missbrauch der Chemie, z. B. zur Herstellung von Chemiewaffen und Suchtmitteln.“ 

 

Darüber hinaus setzt sich die GDCh auch international für das Verbot chemischer Waffen ein. So 

beteiligte sich die Gesellschaft gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlern und Vertretern von chemischen Fachgesellschaften aus mehr als 20 Ländern an der Ausarbeitung der „Haager Ethik-Leitlinien“, die von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) im September 2015 veröffentlicht wurden. Der GDCh-Vorstand unterstützt die Haager Ethik-Leitlinien und empfiehlt diese allen Akteuren in der Chemie zur Kenntnisnahme, Berücksichtigung und Weitergabe an Beschäftigte, Studierende und Entscheidungsträger. Darüber hinaus ist die GDCh auch im 2016 geschaffenen Advisory Board on Education and Outreach (ABEO) vertreten, das die OVCW zu den Themen Bildung, Ausbildung, Bewusstseinsbildung und Kommunikation berät. 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 28 Fachgruppen und Sektionen sowie 60 Ortsverbände.

15 Neues aus den „Hexenküchen“

Tagung der Materialwissenschaftlerinnen im Harz 


15/17
20. April 2017

 

Bereits zum neunten Mal treffen sich am 29. und 30. April herausragende Wissenschaftlerinnen aus Chemie, Physik und den Materialwissenschaften in der Nähe von Goslar zur Tagung „Aus den Hexenküchen der Materialwissenschaften“. Ausrichter ist das Center of Interface Science, das an den Universitäten Oldenburg, Osnabrück und Bremen angesiedelt ist. 

 

Dort wo sich der Sage nach seit dem 16. Jahrhundert Hexen aus ganz Deutschland versammeln, wird Ende April aktuelle Forschung präsentiert. Traditionell tragen bei der Tagung im Weltkulturerbe Rammelsberg nahe Goslar ausschließlich Frauen – renommierte Forscherinnen aus aller Welt – vor, als Gäste sind aber natürlich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler willkommen. Auch an die Vereinbarkeit von Familie und Forschung wurde gedacht: Am 30. April öffnet die Museumsmine ihre Tore für den Forschernachwuchs, der dort kompetent betreut wird.

 

Initiatorin der Tagung ist die stellvertretende GDCh-Präsidentin Professor Dr. Katharina Al-Shamery von der Universität Oldenburg. Mitgetragen wird die Tagung vom Arbeitskreis Chancengleichheit in der Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie (DBG) sowie dem Sonderforschungsbereich 1083 „Structure and Dynamics of Internal Interfaces“ der Universität Marburg. Auch die Universitätsgesellschaft Oldenburg unterstützt die Veranstaltung.

 

Nachdem der erste Konferenztag dem Austausch und Netzwerken dient, beginnt am 30. April das wissenschaftliche Programm mit einem Vortrag von Professor Dr. Maki Kawai, Universität Tokio und Institut für Molekularwissenschaften, Okazaki, Japan. Die internationale ausgezeichnete Wissenschaftlerin verbindet in ihrer interdisziplinären Forschung Oberflächenwissenschaften, Physikalische Chemie, Physik der kondensierten Materie, Materialwissenschaften und Nanowissenschaften. Sie erläutert, wie sich mit dem Rastertunnelmikroskop einzelne Moleküle „bei der Arbeit“ untersuchen lassen. Bei den weiteren Vorträgen geht es unter anderem um die Untersuchung im atomaren Maßstab von Katalysatoren unter Reaktionsbedingungen, um neue Quantenmaterialien und um Graphene. Außerdem wird Dr. Johanna Kowol-Santen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft wichtige Informationen, zum Beispiel zu Fördermöglichkeiten, rund um die Forschungskarriere geben. 

 

Anmeldung und weitere Informationen zur Tagung unter: 

www.cis.uni-oldenburg.de/51386.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter den Arbeitskreis Chancengleichheit in der Chemie (AKCC) mit 230 Mitgliedern. Zu den Zielen des AKCC gehören u.a. die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das Aufbrechen von herkömmlichen Rollenmustern und Wertungen sowie die Mädchenförderung.

14 Chemiker verurteilen Giftwaffeneinsatz

Gesellschaft Deutscher Chemiker verurteilt Giftwaffeneinsatz in Syrien 

14/17
10. April 2017

Mit Entsetzen haben die deutschen Chemiker auf den Giftwaffeneinsatz in Syrien reagiert. „Die Gesellschaft Deutscher Chemiker verurteilt den Giftwaffeneinsatz in der syrischen Provinz Idlib scharf. Die Chemie muss dem Leben dienen!“ betonte Professorin Thisbe K. Lindhorst, Präsidentin der GDCh. Durch den Angriff am Morgen des 4. April starben mindestens 80 Menschen, zahlreiche weitere wurden verletzt.

Die GDCh hat bereits 1998 einen Verhaltenskodex in die Satzung aufgenommen, die für jedes Mitglied bindend ist. Darin positionieren sich die Mitglieder eindeutig gegen den Missbrauch der Chemie, wie etwa die Herstellung von Chemiewaffen. Darüber hinaus setzt sich die GDCh auch international als Partner der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) für das Verbot chemischer Waffen ein.

13 Auszeichnung für exzellente Hochschullehre

Christian Ehli erhält Ars legendi-Fakultätenpreis für Chemie 


13/17
30. März 2017

 

Heute wird in Berlin der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in Mathematik und den Naturwissenschaften verliehen. In der Kategorie Chemie erhält Dr. Christian Ehli von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg die Auszeichnung für exzellente Hochschullehre. Der Preisträger überzeugte die Jury mit seinem methodisch hervorragenden Lehr-Lern-Konzept, mit dem es ihm gelingt, physikalische und allgemeine Chemie im gesamten Bildungsweg zu verankern. Weitere Ars legendi-Fakultätenpreise gehen an Dr. Jorge Groß von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Biowissenschaften), Professor Dr. Sven de Vries von der Universität Trier (Mathematik) und ein Team der Hochschule Rosenheim, bestehend aus Professor Dr. Claudia Schäfle, Professor Dr. Silke Stanzel und Professor Dr. Elmar Junker (Physik).

 

Ehli entwickelte ein Lehrkonzept, mit dem er bereits Schüler für den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) begeistert. Seine Experimentalvortragsreihe „Chemistry on tour“ knüpft thematisch direkt an den Schulunterricht an. Alle Teilnehmer können sich aktiv einbringen und selbst Experimente durchführen. In Lehrerfortbildungen gibt Ehli seinen interaktiven Ansatz weiter. Auch für die Studieneingangsphase hat der Chemiker sich Einiges einfallen lassen: Mit einem „Brückenkurs Chemie“ erleichtert Ehli Studierenden den Einstieg. Seine Lehrveranstaltungen gestaltet er interaktiv und ergänzt sie um diverse didaktische Angebote wie E-Learning oder ein „Online-Grundwissen-Fitness-Center“. Darüber hinaus ist es Ehli wichtig, die Faszination und die Bedeutung von MINT auch der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Daher entwickelte er als Erster eine interaktive Experimentalvorlesung für die ganze Familie. Die Teilnehmer können viele der Experimente direkt selbst ausprobieren und Naturwissenschaft unmittelbar erleben. Bei der letzten Langen Nacht der Wissenschaften an Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg begeisterte er 300 Besucher mit seiner Vorlesung. 

 

Der Ars legendi-Preis wird in den vier Kategorien Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik verliehen und ist jeweils mit 5.000 € dotiert. Ausgelobt haben den Preis der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die Gesellschaft Deutscher Chemiker, die Deutsche Mathematiker-Vereinigung, die Deutsche Physikalische Gesellschaft und der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland. Der Preis soll die Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des Nachwuchses in der Mathematik und den Naturwissenschaften sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern.

 

Zusätzliche Informationen zum diesjährigen Ars legendi-Fakultätenpreis sowie den weiteren Preisträgern finden sich in der Presseinformation 06/17 vom 1. März 2017: www.gdch.de/presse 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

 

Anmerkung an die Redaktionen: Die GDCh-Präsidentin Professor Dr. Thisbe K. Lindhorst oder die stellvertretende GDCh-Präsidentin Professor Dr. Katharina Al-Shamery stehen Ihnen gerne für ein Interview über die Wichtigkeit guter Lehre zur Verfügung.

12 Lebenswichtige Lebensmittelchemie

Arbeitstagung der Lebensmittelchemiker in Halle/Saale


12/17
23. März 2017

 

Vom 30. bis 31. März 2017 treffen sich Lebensmittelwissenschaftler aus Forschung, Industrie und Handelslaboratorien zu einer Arbeitstagung des Regionalverbands Südost der Lebensmittel-chemischen Gesellschaft. An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg diskutieren sie über neue Erkenntnisse zu Wirkungen von Lebensmittelinhaltsstoffen beim Menschen.

 

Bereits der Eröffnungsvortrag der Tagung greift mit der Verbesserung der Vitamin-D-Versorgung ein aktuelles Thema auf, das auch für viele Verbraucher von Interesse ist. Vitamin D ist im menschlichen Körper unter anderem für stabile Knochen und kräftige Muskeln verantwortlich und kann unter dem Einfluss von Sonnenlicht in der Haut gebildet werden. Jedoch erreichen fast 60 Prozent der deutschen Bevölkerung nicht die wünschenswerte Blutkonzentration und nutzen somit das präventive Potenzial des „Sonnenvitamins“ nicht aus. Professor Dr. Gabriele Stangl von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zeigt in ihrem Vortrag daher, wie lebensmittelbasierte Strategien zur Verbesserung der Vitamin-D-Versorgung in der Bevölkerung aussehen können. 

 

In Halle werden die Experten aus Industrie, Überwachung und privaten Laboratorien weiteren spannenden Themen aus Analytik und Verbraucherschutz auf den Grund gehen. Auf der Agenda stehen unter anderem die folgende Fragen: Sind Babyflaschen aus Polyarylsulfonen eine unbedenkliche Alternative? Wie lassen sich Antibiotikarückstände im Fleisch am besten erkennen und nachweisen? Und welche Aktivitäten unternimmt der Bund in Bezug auf Food Fraud, also Lebensmittelbetrug? 

 

Weitere Informationen unter

https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u.a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 25. bis 27. September in Würzburg.

11 Analytische Chemie auf höchstem Niveau

Spitzenforschung und Preisverleihungen auf der ANAKON

11/17
21. März 2017

 

Vom 3. bis 6. April findet an der Eberhard Karls Universität Tübingen die ANAKON 2017 statt. Die wichtigste Konferenz für Analytische Chemie im deutschsprachigen Raum wird von der Fachgruppe Analytische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) mit wissenschaftlicher Unterstützung der Austrian Society of Analytical Chemistry (ASAC) und der Division of Analytical Chemistry der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft (SCG) organisiert. In diesem Jahr werden rund 500 Besucher erwartet. Im Rahmen der Tagung werden fünf Preise verliehen.

 

Die Themen der ANAKON decken dabei das gesamte Spektrum der Analytischen Chemie ab – von Forschung und Entwicklung bis hin zur klinischen Diagnostik und Forensik. Auch im Umweltschutz, der Pharmazie und der Nahrungsmittelproduktion spielt Analytik eine wichtige Rolle. Schwerpunkte der Konferenz liegen bei aktuellen Untersuchungsmethoden und Anwendungen, beispielsweise in der Bio-, der Prozess- oder der Nanoanalytik. Neben dem wissenschaftlichen Programm bietet die ANAKON Nachwuchswissenschaftlern mit einer Jobbörse die Möglichkeit, mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen.

 

Fünf Preise für herausragende Wissenschaftler 
Professor Dr. Karlheinz Ballschmiter, Universität Ulm erhält die Clemens-Winkler-Medaille für seinen jahrelangen persönlichen Einsatz für die Analytische Chemie. Der emeritierte Chemiker hat insbesondere zur organischen Spurenanalyse der Umweltchemie auch international maßgebliche Impulse gegeben und gilt als Mitbegründer einer „Ulmer Schule der Analytik“. Der Fachgruppenpreis geht an Professor Dr. Kevin Pagel, Freie Universität Berlin. Mit der Auszeichnung würdigt die Fachgruppe Analytische Chemie die herausragenden Leistungen des jungen Wissenschaftlers. Den Bunsen-Kirchhoff-Preis des Deutschen Arbeitskreises für Analytische Spektroskopie (DAAS) erhält Professor Dr. Jacob T. Shelley, Rensselaer Polytechnic Institute, New York, USA, für seine maßgeblichen Beiträge zur Spekroskopie. Der Gerhard-Hesse-Preis des Arbeitskreises Separation Science geht an Professor Dr. Michael Lämmerhofer, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, für seine wichtigen Arbeiten auf dem Gebiet der analytischen Trenntechniken. Im Rahmen der Tagung wird außerdem Dr. Ann-Christin Niehoff, Universität Münster, mit dem DAAS-Preis für hervorragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der chemischen Mikro- und Spurenanalyse ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen zur Konferenz unter www.gdch.de/anakon2017

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31 000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Analytische Chemie mit annähernd 2400 Mitgliedern. Die Fachgruppe sieht ihre Hauptaufgabe in der Zusammenfassung aller an der analytischen Chemie im weitesten Sinne interessierten Wissenschaftler und Praktiker zum Zwecke der Förderung dieses Wissensgebietes. Für die unterschiedlichen analytischen Disziplinen unterhält die Fachgruppe zehn Arbeitskreise.

10 Gesunde Ernährung im Fokus

Arbeitstagung der Lebensmittelchemiker in Nuthetal

10/17
14. März 2017

 

Am 21. März treffen sich Lebensmittelchemiker aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Nuthetal zu ihrer 23. Arbeitstagung. Veranstaltet wird die Tagung vom Regionalverband Nordost der Lebensmittelchemischen Gesellschaft. Auf der Agenda stehen aktuelle Themen aus Analytik und Verbraucherschutz.

 

Bereits der Eröffnungsvortrag greift ein alltägliches Problem der Industrienationen auf: Während Lebensmittel ursprünglich in erster Linie dazu dienten, den Flüssigkeits- und Nährstoffbedarf zu decken, stehen heute hedonistische Motive bei der Ernährung im Vordergrund. Schmackhafte und energiereiche Lebensmittel stehen nahezu unbegrenzt zur Verfügung. Gepaart mit aggressiven Vermarktungsstrategien der Lebensmittelhersteller führt dies bei vielen Menschen zu Übergewicht und ernährungsassoziierten Erkrankungen. Insbesondere sensorische Charakteristika wie Geruch und Geschmack spielen bei der Ernährung eine große Rolle. Dr. Kathrin Ohla, Deutsches Institut für Ernährungsforschung, erklärt, wie solche Sinneseindrücke vom Gehirn verarbeitet werden und wie sich diese Mechanismen nutzen lassen, um eine gesunde Ernährungsweise zu unterstützen. 

 

Auch im weiteren Verlauf der Tagung dreht sich alles um den Verbraucherschutz. So geht es unter anderem um Mineralölrückstände in frischem Obst, Tee und Gewürzen und um die Präsentation neuer Analysemethoden, durch die Lebensmittel zukünftig immer sicherer werden. Auch die Herausforderungen, denen sich die Lebensmittelchemiker auf diesem Weg stellen müssen, werden thematisiert und es wird aufgezeigt, wie langwierig es sein kann, bis sich standardisierte Methoden etablieren lassen.

 

Weitere Informationen unter

https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u. a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 25. bis 27. September in Würzburg.

09 Lebensmittelchemische Expertise in Münster

Mikro- und Nanopartikel, hanfhaltiges Futter und Neues zu Mineralölen


09/17
7. März 2017

 

Am 15. März treffen sich in Münster Lebensmittelchemiker des Regionalverbands Nordrhein-Westfalen der Lebensmittelchemischen Gesellschaft zu ihrer Arbeitstagung 2017. An der Westfälischen Wilhelms-Universität diskutieren sie aktuelle Themen wie die verbesserte chemische Analytik und kompetente rechtliche Bewertung von Mineralölen in Kosmetika und Spielzeug. Außerdem stehen grundlegende Überlegungen zu toxikologischen Wirkungen von sehr kleinen Partikeln wie Mikroplastiken in Wasser oder Nanopartikel auf dem Programm. 

 

Das abwechslungsreiche Tagungsprogramm setzt sich aus 14 Fachvorträgen und zahlreichen Posterbeiträgen zusammen. Experten präsentieren aktuelle Erkenntnisse zu Mineralölen in Kosmetika und Spielwaren und diskutieren auch die toxikologische Bewertung von Mineralölrückständen. Ein weiteres spannendes Thema ist, ob psychoaktive Stoffe in die Kuhmilch übergehen, wenn die Tiere mit hanfhaltigem Futter ernährt werden. Diese Frage beleuchten Fachleute aus Untersuchungsämtern und Forschung gemeinsam mit Industrievertretern aus analytischer, toxikologischer und besonders rechtlicher Sicht. 

 

Weitere Themen sind neue Spurenstoffe in Trinkwasser und aktuelle Analysemethoden, ohne die keine Spurensuche möglich wäre. Die Entwicklung neuer Analysentechniken ist eine der Kernkompetenzen von staatlich geprüften Lebensmittechemiker/-innen. Mit ihr können auch ernährungsphysiologische  Fragestellungen beantwortet werden. So gibt es inzwischen für die Gesundheitsbewertung des Apfelverzehrs eine Untersuchungstechnik des Urins. Ohne die Expertise der Lebensmittelchemiker wäre das ebenso wenig möglich wie die rechtliche Auseinandersetzung mit Lebensmittelbetrug. Aus diesem Grund wird auf der Tagung auch diskutiert, wie die Ausbildung mit staatlichem Abschluss künftig gestaltet werden muss, um den sich stetig wandelnden Anforderungen gerecht zu werden.

 

Weitere Informationen unter

https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u.a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 25. bis 27. September in Würzburg.

08 Kreuz und quer durchs Chemie-Universum

Neues Sachbuch zeigt die Rolle der Chemie in der modernen Gesellschaft

 

 

08/17
7. März 2017

 

Aus Anlass ihres Jubiläums hat die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ein Buch veröffentlicht, das auf unterhaltsame Weise die Leistungen und Möglichkeiten der Chemie in all ihren Facetten beleuchtet. „Unendliche Weiten. Kreuz und quer durchs Chemie-Universum” lautet der Titel des bei Wiley-VCH erschienenen Buchs. Zahlreiche renommierte Autoren nehmen den Leser mit auf eine verständliche und vielfältige Reise durch die Welt der Chemie. Herausgeber des Buches sind die GDCh-Präsidentin Thisbe K. Lindhorst, der ehemalige GDCh-Präsident Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger und die GDCh selbst.

 

In zwölf Kapiteln beschäftigen sich ausgewiesene Experten mit Errungenschaften, Anwendungen und Innovationen aus der Chemie sowie mit Herausforderungen und neuen Denkansätzen. Welche nachwachsenden Rohstoffe gibt es und wie können Kohlendioxid oder Wasserstoff künftig für die Energieproduktion genutzt werden? Inwieweit kann die Genforschung helfen, ein bakterielles Immunsystem zu entwickeln? Welche Alternativen zu Antibiotika sind denkbar? Wie können wir die Klimakatastrophe verhindern? Welche Möglichkeiten bietet die Nuklearchemie? An welchen umweltfreundlichen Werkstoffen und Lösungen für Informationsspeicher arbeiten Chemiker weltweit? Wie lassen sich Recyclingtechnologien verbessern? 

 

Das Buch richtet sich sowohl an naturwissenschaftliche Laien als auch an Experten und liefert in einem bunten Kaleidoskop viele Ansätze, um die Bedeutung der Chemie für unsere Welt besser kennen und verstehen zu lernen.

 

Thisbe K. Lindhorst, Hans-Jürgen Quadbeck- Seeger und GDCh (Hrsg.)

Unendliche Weiten - Kreuz und quer durchs Chemie-Universum, 1. Auflage 2017

ISBN: 978-3-527-34203-7 / Wiley-VCH, Weinheim, 29,90 € (auch als E-Book erhältlich)

 

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2017 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

07 Ein Forum für junge Wissenschaftler

19. Frühjahrssymposium des JungChemikerForums mit Verleihung des Carl-Roth-Förderpreises


07/2017
2. März 2017

 

Vom 29. März bis 1. April findet in Mainz das 19. Frühjahrssymposium des JungChemikerForums (JCF) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) statt. Rund 320 Nachwuchswissenschaftler kommen an der Johannes Gutenberg-Universität zusammen, um ihre Forschung zu präsentieren und sich interdisziplinär auszutauschen. Das hochkarätige wissenschaftliche Programm bietet neben Vorträgen, Postersessions und Workshops auch ein vielfältiges Rahmen-programm. Außerdem wird auf dem Frühjahrssymposium der Carl-Roth-Förderpreis an Dr. Sven Herrmann verliehen.

 

Das JCF-Frühjahrssymposium ist eine der größten Konferenzen in Europa von und für junge Wissenschaftler und wird jährlich von wechselnden regionalen JungChemikerForen der GDCh ausgerichtet. Im Jahr 2017, in dem die GDCh auf eine 150-jährige Geschichte zurückblickt und das JungChemikerForum sein zwanzigjähriges Bestehen feiert, hat das JCF Mainz-Wiesbaden die Organisation der Tagung übernommen und ein abwechslungsreiches Programm erstellt. Neben den Vorträgen renommierter Wissenschaftler kommen im Rahmen des JCF-Frühjahrssymposiums insbesondere auch Nachwuchsgruppenleiter und junge Wissenschaftler zu Wort. Sie erhalten die Gelegenheit, ihre Forschung in Vorträgen zu präsentieren. 2017 werden erstmalig parallele Sessions durchgeführt, um möglichst vielen Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeit vorzustellen. 

 

Darüber hinaus bieten Postersessions Studierenden und Promovierenden aus allen Bereichen der Chemie und angrenzenden Naturwissenschaften die Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Einzelne Poster werden durch dreiminütige Postervorträge angekündigt sowie Poster- und Vortragspreisträger – nach Bewertung durch die Teilnehmenden – geehrt. Für das Jubiläumsjahr hält das JungchemikerForum Mainz-Wiesbaden außerdem zahlreiche Workshops, spannende Exkursionen und ein abwechslungsreiches Abendprogramm bereit. 

 

Als weiteres Highlight wird am 31. März der Carl-Roth-Förderpreis vergeben. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung verleiht die GDCh an junge Chemiker, die ressourcenschonende Synthesewege entwickeln oder Chemikalien innovativ einsetzen. Finanziert wird der Preis von der Carl Roth GmbH & Co. KG, die zusätzlich weitere 3000 Euro in Form eines Gutscheins beisteuert. In diesem Jahr erhält die begehrte Auszeichnung Dr. Sven Herrmann für seine Arbeiten an der Universität Ulm zur Synthese und den Eigenschaften von Polyoxometallat-basierten ionischen Flüssigkeiten. Der Preisträger erarbeitete neue anwendungsbezogene Konzepte und konnte die von ihm untersuchten Materialien unter anderem für einen neuen Korrosionsschutz zugänglich machen. Darüber hinaus entwickelte er auf der Basis seiner Forschung ein innovatives Filtermaterial für die Wasseraufbereitung, das bereits zum Patent angemeldet wurde. 

 

Weiterführende Informationen finden sich unter www.jcf-fruehjahrssymposium.de.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 28 Fachgruppen und Sektionen sowie 60 Ortsverbände und JungChemikerForen an 54 Hochschulstandorten. Bundesweit bildet das JCF eine Plattform für über 10.000 junge Mitglieder der GDCh.

06 Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2017 – Preisträger stehen fest

06/17
1. März 2017

Der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in Mathematik und Naturwissenschaften geht in diesem Jahr an Professor Dr. Jorge Groß von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Biowissenschaften), Dr. Christian Ehli von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Chemie), Professor Dr. Sven de Vries von der Universität Trier (Mathematik) sowie gemeinschaftlich an Professor Claudia Schäfle, Professor Silke Stanzel und Professor Elmar Junker von der Hochschule Rosenheim (Physik).

Der Ars legendi-Fakultätenpreis in Mathematik und Naturwissenschaften wird an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die sich durch herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung auszeichnen. Der Preis wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der Gesellschaft Deutscher Chemiker und dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland ausgelobt. Die Auszeichnung wird seit 2014 in den Kategorien Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik vergeben und ist mit je 5.000 Euro dotiert.

Interessierte sind herzlich zur feierlichen Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2017 eingeladen, die am 30. März 2017 um 17:00 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin stattfindet. Bitte melden Sie sich bis zum 22. März 2017 unter berlin@vbio.de an.

Die Auswahl der Preisträger traf eine elfköpfige Jury aus Fachvertretern, Vertretern der Hochschuldidaktik sowie Studierenden. Sie sprach den Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2017 folgenden Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern zu:

Im Fach Biowissenschaften: Professor Dr. Jorge Groß lehrt Didaktik der Naturwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. An einer Universität ohne naturwissenschaftlichen Fachbereich macht er die Ausbildung von Biologielehrern überhaupt erst möglich. Er legt den Fokus auf die Nutzung digitaler Werkzeuge und hat unter anderem das GreenLab eingerichtet, in dem Studierende als "didaktische Doppeldecker" abwechselnd in die Rolle des Lehrenden und Lernenden springen und fachliche wie methodische Kompetenzen erwerben. Die Jury würdigt sein ausgesprochen vielfältiges methodisches Repertoire und die zahlreichen Angebote, mit denen Prof. Groß auch viele Zielgruppen außerhalb der Hochschule erreicht. Allein eine von ihm erstellte App für die interaktive Artenbestimmung wurde bisher über 55.000 Mal heruntergeladen und ist deutschlandweit an vielen Hochschulen im Einsatz.

Im Fach Chemie: Als Akademischer Rat für physikalische Chemie setzt Dr. Christian Ehli von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg darauf, physikalische und allgemeine Chemie im gesamten Bildungsweg zu verankern. Hierzu pflegt er engen Kontakt zu Schulen, um den Übergang zwischen Schule und Hochschule zu erleichtern. Er führt regelmäßig Experimentalvorlesungen an Schulen durch und bietet für die Studieneingangsphase Brückenkurse an. Die Studierenden lernen interaktiv durch die Einrichtung von E-Learning-Elementen bei Vorlesungen und Tutorien oder experimentieren frei. Lehrerinnen und Lehrer an Schulen profitieren durch seine Fortbildungskurse im Bereich der Chemie. Die Jury überzeugte er auch durch pragmatische Ansätze sowie durch die ambitionierte „Full support-Garantie“ für Studierende.

Im Fach Mathematik: Professor Dr. Sven de Vries von der Universität Trier begeistert mit seinem dialogischen Lehrstil Studierende, darunter insbesondere Lehramts- und Nebenfachstudierende für die Mathematik. Mit seinem vielfältigen Engagement erreicht er nicht nur Studierende, sondern spricht auch Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie die breite Öffentlichkeit an. Besonders beeindruckte die Jury sein sehr gut durchdachtes, umfassendes Lehrkonzept für die Lehramtsausbildung. Zum Beispiel führte er das erfolgreiche Seminar „Mathematik und Kunst“ ein, dessen Ansatz mittlerweile für andere Veranstaltungen übernommen wurde.

Im Fach Physik: Professor Dr. Claudia Schäfle, Professor Dr. Silke Stanzel und Professor Dr. Elmar Junker lehren an der Hochschule Rosenheim Physik. Sie bieten in mehreren, sehr unterschiedlichen Studiengängen Veranstaltungen im grundständigen ebenso wie im fortgeschrittenen Bereich an. Besonders im Vordergrund steht dabei das „Just in Time Teaching“ (JiTT), bei dem der Lernstand der Studierenden kleinschrittig, online-basiert erhoben wird, um durch flexible Anpassung der jeweils direkt folgenden Lehrveranstaltung Verständnisproblemen von Studierenden zu begegnen. Außerdem wird das Instrument der „Peer-Instruction“ genutzt, mit dem die Studierenden sich gegenseitig komplexe Sachverhalte erläutern, die sie sich so besser aneignen und die fachliche Diskussionskultur einüben können.

Überzeugt hat die Jury neben der vorbildhaften kollegialen Zusammenarbeit der Preisträger vor allem die Tatsache, dass die Motivation der Studierenden, sich auf Veranstaltungen vorzubereiten eindrücklich erhöht werden konnte.

Die feierliche Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreises Mathematik und Naturwissenschaften 2017 findet am 30. März 2017 um 17:00 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Den Festvortrag mit dem Titel „Vom Sehprozess der Mikroalgen zur Licht-gesteuerten Maus –- die Entwicklung der Optogenetik“ hält Professor Dr. Peter Hegemann, Humboldt-Universität zu Berlin. Wir erbitten Ihre Anmeldung bis zum 22. März 2017 unter berlin@vbio.de an.

Pressekontakt VBIO:
Dr. Kerstin Elbing, Tel.: (030) 27891916, E-Mail: elbing@vbio.de

Pressekontakt Stifterverband:
Peggy Groß, Tel.: (030) 982 322-530, E-Mail: peggy.gross@stifterverband.de

05 Aktiver Wissenschafts- und Forschungstransfer

Chemiedozententagung mit Preisverleihungen in Marburg

 

05/17
28. Februar 2017

 

Vom 13. bis 15. März findet an der Philipps-Universität Marburg die Chemiedozententagung 2017 statt. Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer der Fakultäten für Chemie aus Deutschland und dem benachbarten Ausland besuchen die Tagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Vor Ort informieren sie sich über Neuigkeiten in Forschung und Lehre und tauschen sich auf internationalem Niveau aus. Im Rahmen der Tagung werden außerdem der Carl-Duisberg-Gedächtnispreis und der Horst-Pracejus-Preis sowie die ADUC-Preise verliehen.

 

Die Themen der Konferenz umfassen sowohl aktuelle Erkenntnisse und Forschungsergebnisse aus allen Feldern der Chemie als auch didaktische Entwicklungen sowie neue Herangehensweisen zur Vermittlung komplexer Sachverhalte in der Lehre. Auf der jährlich stattfindenden Tagung werden herausragende Chemikerinnen und Chemiker mit GDCh-Preisen ausgezeichnet. 

 

Den Carl-Duisberg-Gedächtnispreis erhält Professor Dr. Shigeyoshi Inoue, Technische Universität München. Mit dem Preis, der mit 7500 Euro dotiert ist, wird der akademische Nachwuchs in der Chemie gefördert. Der 36-jährige Chemiker überzeugte die Auswahlkommission mit der exzellenten Qualität seiner Publikationen sowie seiner beachtlichen Forschung. In dieser konzentriert sich Inoue auf niedervalente Hauptgruppenelement-verbindungen, insbesondere Metalle und Halbmetalle der Gruppen 13, 14 und 15, deren grundlegenden Reaktivitäten sowie spezielle Anwendungen in der Synthese. Sein Ziel ist es, neuartige Anwendungen für diese Verbindungen mit ihren ungewöhnlichen Strukturen und einzigartigen elektronischen Eigenschaften zu finden. 

 

Mit dem Horst-Pracejus-Preis wird Professor Dr. Thorsten Bach, Technische Universität München, ausgezeichnet. Damit würdigt die GDCh seine internationalen sichtbaren Pionierarbeiten zur photoinduzierten asymmetrischen Katalyse, die entscheidenden Einfluss auf die organische Katalyse und die stereoselektive Synthese haben. In seiner Forschung fokussiert Bach sich auf die Entwicklung neuer Methoden, u.a. unter Verwendung photochemischer Verfahren, die Erforschung und Anwendung neuer katalytischer Reaktionen sowie die Totalsynthese komplexer Naturstoffe.

 

Dieses Jahr werden von der ADUC drei Nachwuchswissenschaftler aus verschiedenen Gebieten der Chemie für die Etablierung eines eigenständigen Forschungsgebietes ausgezeichnet: Die Preisträger sind Dr. Rubén Darío Costa Riquelme, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Dr. Robert Langer, Philipps-Universität Marburg, und Dr. Bill Morandi, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim a.d. Ruhr.

 

Weitere Informationen finden sich unter www.gdch.de/cdt2017

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen und vergibt zahlreiche Preise für besondere Leistungen in der chemischen Forschung. Von der traditionsreichen, bei der GDCh angesiedelten Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) werden jährlich bis zu drei Habilitanden/innen aus allen Gebieten der Chemie für besonders originelle und wissenschaftlich bedeutende Publikationen ausgezeichnet.

 

 

Professor Dr. Shigeyoshi Inoue
Professor Dr. Thorsten Bach

04 Wie ehrlich sind unsere Lebensmittel?

Arbeitstagung der Lebensmittelchemiker in Hamburg mit öffentlichem Abendvortrag


04/17
21. Februar 2017

Aktuelle Themen aus Analytik und Verbraucherschutz stehen auf dem Programm der Fachtagung 2017 des Regionalverbands Nord der Lebensmittelchemischen Gesellschaft. Am 27. und 28. Februar treffen sich Wissenschaftler, Behördenvertreter und Vertreter aus der (Lebensmittel-)Wirtschaft an der Universität Hamburg, um sich auszutauschen und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zum Auftakt findet eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Wie ehrlich sind unsere Lebensmittel?“ statt.

Kontroverse Diskussionen sowie klare Antworten lässt die Besetzung des Podiums erwarten. Neben Professor Dr. Michael Bockisch, Geschäftsführer der Bockisch Consult, Christiane Huxdorff, Campaignerin bei Greenpeace e.V., Sebastian Lege, Produktentwickler und TV-Experte, werden Silke Schwartau, Leiterin der Ernährungsabteilung der Verbraucherzentrale Hamburg, und Birgit Stöver, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, versuchen Licht ins Dunkel zu bringen. Zu der Podiumsdiskussion am 27. Februar um 18:00 Uhr im Westgebäude der Universität Hamburg, Hörsaal ESA 1 W (Raum 221), Edmund-Siemers-Allee 1, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Auch im weiteren Verlauf der Tagung gehen die Lebensmittelchemiker, welche die Experten schlechthin in allen Fragen zu Qualität und Zusammensetzung von Lebensmitteln sind, aktuellen Verbraucherthemen auf den Grund. So widmet sich beispielsweise ein Vortrag den sogenannten Superfoods und beleuchtet das Spannungsfeld dieser Lebensmittel zwischen Wissenschaft und Esoterik genauer. Und auch die Rolle von Whistleblowern wird betrachtet. Handelt es sich bei ihnen um eine Chance oder eine Gefahr für Industrie und amtliche Überwachung? Diese und weitere Fragen rund um Lebensmittelanalytik und Verbraucherschutz werden auf der Fachtagung Gegenstand reger Diskussionen sein.

Weitere Informationen unter  
https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u.a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 25. bis 27. September in Würzburg.

03 Deutsche und Israelische Chemiker unterzeichnen Kooperationsabkommen

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und die Israel Chemical Society (ICS) haben anlässlich der Eröffnung der 82. Jahrestagung der Israel Chemical Society am 13. Februar in Tel Aviv ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Darin vereinbaren die Gesellschaften eine enge wissenschaftliche Kooperation im Bereich der Chemie.

 

03/17
13. Februar 2017

 

Dazu gehören unter anderem die Organisation gemeinsamer wissenschaftlicher Veranstaltungen sowie wechselseitige Forschungsaufenthalte junger Wissenschaftler im Gastland. Außerdem können Mitglieder beider Gesellschaften Tagungen und andere Veranstaltungen der Partnergesellschaft zu vergünstigten Mitgliedergebühren besuchen. Das Abkommen wurde unterzeichnet von der Präsidentin der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Professor Thisbe K. Lindhorst und dem Präsidenten der Israel Chemical Society, Professor Ehud Keinan. In Anwesenheit des deutschen Botschafters in Israel, Dr. Clemens von Goetze, betonten beide in ihren Grußworten die langjährigen vertrauensvollen Beziehungen ihrer wissenschaftlichen Gesellschaften.

 

Auf Einladung der Israel Chemical Society nimmt auch eine Delegation deutscher Wissenschaftler unter Federführung der Gesellschaft Deutscher Chemiker an der Konferenz der Israel Chemical Society teil. Sie besucht im Anschluss an die zweitägige Konferenz auch das am 15. Februar ebenfalls in Tel Aviv stattfindende Symposium der GDCh-Zeitschrift Angewandte Chemie. Bei diesem 6. „Angewandte-Symposium“ unter dem Titel „Chemistry for our Future“, werden jeweils fünf renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Israel ihre Forschungsergebnisse präsentieren, darunter Prof. Annette Beck-Sickinger (Universität Leipzig über Wirkstoffentwicklung) und Prof. David Milstein (Weizmann-Institut, Rehovot über nachhaltige Katalyse).

 

Das auf die Jahrestagung folgende Angewandte-Symposium wird gemeinsam von der Israel Chemical Society, der Gesellschaft Deutscher Chemiker sowie den bei Wiley-VCh verlegten Zeitschriften „Angewandte Chemie“ und „Israel Journal of Chemistry“ veranstaltet.

 

Weitere Informationen und vollständiges Programm http://angewandte.org/symposium

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 28 Fachgruppen und Sektionen sowie 60 Ortsverbände.

 

Die „Angewandte Chemie“ gehört der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), wird von Wiley-VCH publiziert und ist eine weltweit führende Zeitschrift für die gesamte Chemie und angrenzende Gebiete.

02 Innovative Arzneimittel im Fokus

Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“ mit Verleihung des Klaus-Grohe-Preises in Bern

02/17
31. Januar 2017

Vom 12. bis zum 15. Februar findet an der Universität Bern die internationale Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“ statt. Rund 150 Besucher werden zu der Veranstaltung erwartet, die die Fachgruppe Medizinische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gemeinsam mit der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft (SCS) und der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) durchführt. Im Rahmen der Tagung werden außerdem zwei Nachwuchswissenschaftler mit dem Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie ausgezeichnet.

 

Medizinische Chemiker befassen sich fachübergreifend mit biologisch aktiven Substanzen und untersuchen, wie deren Wirkungsmechanismen funktionieren. Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse nutzen sie, um neue, wirksame Arzneistoffen zu finden. Welche Fortschritte in der medizinischen Chemie in der jüngsten Vergangenheit gelungen sind und welche Forschungsarbeiten kurz vor dem Durchbruch stehen, ist Thema der jährlich stattfindenden Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“. 

 

Gleich zwei Nachwuchswissenschaftler erhalten in Bern den Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie. Die Auszeichnung wird von der Klaus-Grohe-Stiftung für medizinische Chemie verliehen, die bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) angesiedelt ist. Preisträger sind Dr. Tristan Gollnest, der an der Universität Hamburg promoviert hat, und Dr. Cedric L. Hugelshofer, der seine Promotion an der Ludwig-Maximilian-Universität München angefertigt hat. Beide Preisträger berichten im Anschluss an die Verleihung von ihrer Forschung.

 

Auch der mit 5000 Euro dotierte Innovationspreis in Medizinischer/Pharmazeutischer Chemie wird im Rahmen der Tagung vergeben. Die gemeinsame Auszeichnung der GDCh-Fachgruppe Medizinische Chemie und der Fachgruppe Pharmazeutische/Medizinische Chemie der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft erhält in diesem Jahr Professorin Dr. Anna K. H. Hirsch, Universität Groningen, für ihre wegweisende Forschung zum strukturbasierten Wirkstoffdesign und für die Entdeckung von kleinmolekularen Inhibitoren.

 

Der Promotionspreis auf dem Gebiet der Medizinischen/Pharmazeutischen Chemie wird seit 2013 von der GDCh-Fachgruppe Medizinische Chemie jährlich an drei Wissenschaftler verliehen, die jeweils 500 Euro als Preisgeld erhalten. 2017 sind dies Dr. Patrick Mäder, Universität Marburg, Dr. Roman Sommer, Universität Konstanz, und Dr. Norbert Furtmann, Universität Bonn. Auch sie werden ihre Arbeiten in Vorträgen vorstellen. 

 

Weitere Informationen finden sich unter: www.gdch.de/medchem2017.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Medizinische Chemie. Sie besteht seit 1971 und hat über 800 Mitglieder. Diese sind in Hochschulinstituten, anderen Forschungseinrichtungen und in der pharmazeutischen Industrie tätig. Es sind vor allem Chemiker und Pharmazeuten, aber auch Informatiker, Verfahrensingenieure u.a. Die Fachgruppe hat den Brückenschlag zwischen Chemie einerseits und Biologie, Medizin und Pharmazie andererseits zum Ziel.

Verleihung des Klaus-Grohe-Preises für medizinische Chemie (v.l.n.r.): Prof. Dr. Daniel Rauh, TU Dortmund, Barbara Köhler, GDCh-Geschäftsstelle, das Stifter-Ehepaar Grohe, Dr. Tristan Gollnest, Prof. Dr. Christa Müller, Uni Bonn, und Dr. Cedric Hugelshofer (Foto: Isabelle Schönholzer, Bern)

01 Ein bedrohter Lebensraum unter der Lupe

26. Frankfurter Sonderkolloquium thematisiert Meere und Ozeane unter wissenschaftlichen Aspekten


01/17
17. Januar 2017

„Meere und Ozeane – geschätzt, genutzt und bedroht“ lautet der Titel des 26. Frankfurter Sonderkolloquiums, das am 26. Januar 2017 in Frankfurt am Main stattfindet. Vier Wissenschaftler werden darstellen, welche Gefahren unseren Meeren drohen und wie sich diesen begegnen lässt.

Intakte Meere sind eine wichtige Lebensgrundlage für den Menschen. Da dieser Lebensraum jedoch inzwischen immer mehr durch Ausbeutung und Verschmutzung bedroht ist, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung 2016/2017 das Wissenschaftsjahr „Meere und Ozeane“ ausgerufen. Aus diesem Grund widmet sich auch das Frankfurter Sonderkolloquium in diesem Jahr dem Thema „Meere und Ozeane“.

Neben Studien zu Mikroplastik im Meer geht es unter anderem darum, wie ein Monitoring chemischer Schadstoffe auf hoher See erfolgen kann, welche neuen Schadstoffe in Fisch vorkommen und wie sich aus Meerwasser solare Brennstoffe und Trinkwasser gewinnen lassen. 

Das Frankfurter Sonderkolloquium wird jährlich gemeinsam von der DECHEMA, der DBG, dem DVS, der GDCh, dem VDI-BV Frankfurt, dem Physikalischen Verein Frankfurt und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung veranstaltet. Da es in diesem Jahr federführend von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) organisiert wurde, spielen insbesondere chemische Aspekte bei der Veranstaltung eine wichtige Rolle. Zugleich bildet das Kolloquium den Auftakt zu verschiedenen Veranstaltungen des GDCh-Jubiläumsjahres.

Das 26. Frankfurter Sonderkolloquium findet am 26. Januar 2017 von 14 bis 18 Uhr im DECHEMA-Haus, Theodor-Heuss-Allee 25, Frankfurt am Main, statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Vollständiges Programm und Anmeldung unter : http://dechema.de/Kolloquium_Meere+und+Ozeane_2017.html.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2016 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

 

 

Kontakt

Dr. Karin J. Schmitz
Leiterin GDCh-
Öffentlichkeitsarbeit
pr@gdch.de
Tel. 069/7917-493
Fax 069/7917-1493

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zuletzt geändert am: 16.11.2017 - 10:30 Uhr von M.Knorsch