Pressedienst Chemie

06 Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2017 – Preisträger stehen fest

06/17
1. März 2017

Der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in Mathematik und Naturwissenschaften geht in diesem Jahr an Professor Dr. Jorge Groß von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Biowissenschaften), Dr. Christian Ehli von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Chemie), Professor Dr. Sven de Vries von der Universität Trier (Mathematik) sowie gemeinschaftlich an Professor Claudia Schäfle, Professor Silke Stanzel und Professor Elmar Junker von der Hochschule Rosenheim (Physik).

Der Ars legendi-Fakultätenpreis in Mathematik und Naturwissenschaften wird an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die sich durch herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung auszeichnen. Der Preis wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, der Gesellschaft Deutscher Chemiker und dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland ausgelobt. Die Auszeichnung wird seit 2014 in den Kategorien Biowissenschaften, Chemie, Mathematik und Physik vergeben und ist mit je 5.000 Euro dotiert.

Interessierte sind herzlich zur feierlichen Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2017 eingeladen, die am 30. März 2017 um 17:00 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin stattfindet. Bitte melden Sie sich bis zum 22. März 2017 unter berlin@vbio.de an.

Die Auswahl der Preisträger traf eine elfköpfige Jury aus Fachvertretern, Vertretern der Hochschuldidaktik sowie Studierenden. Sie sprach den Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2017 folgenden Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern zu:

Im Fach Biowissenschaften: Professor Dr. Jorge Groß lehrt Didaktik der Naturwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. An einer Universität ohne naturwissenschaftlichen Fachbereich macht er die Ausbildung von Biologielehrern überhaupt erst möglich. Er legt den Fokus auf die Nutzung digitaler Werkzeuge und hat unter anderem das GreenLab eingerichtet, in dem Studierende als "didaktische Doppeldecker" abwechselnd in die Rolle des Lehrenden und Lernenden springen und fachliche wie methodische Kompetenzen erwerben. Die Jury würdigt sein ausgesprochen vielfältiges methodisches Repertoire und die zahlreichen Angebote, mit denen Prof. Groß auch viele Zielgruppen außerhalb der Hochschule erreicht. Allein eine von ihm erstellte App für die interaktive Artenbestimmung wurde bisher über 55.000 Mal heruntergeladen und ist deutschlandweit an vielen Hochschulen im Einsatz.

Im Fach Chemie: Als Akademischer Rat für physikalische Chemie setzt Dr. Christian Ehli von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg darauf, physikalische und allgemeine Chemie im gesamten Bildungsweg zu verankern. Hierzu pflegt er engen Kontakt zu Schulen, um den Übergang zwischen Schule und Hochschule zu erleichtern. Er führt regelmäßig Experimentalvorlesungen an Schulen durch und bietet für die Studieneingangsphase Brückenkurse an. Die Studierenden lernen interaktiv durch die Einrichtung von E-Learning-Elementen bei Vorlesungen und Tutorien oder experimentieren frei. Lehrerinnen und Lehrer an Schulen profitieren durch seine Fortbildungskurse im Bereich der Chemie. Die Jury überzeugte er auch durch pragmatische Ansätze sowie durch die ambitionierte „Full support-Garantie“ für Studierende.

Im Fach Mathematik: Professor Dr. Sven de Vries von der Universität Trier begeistert mit seinem dialogischen Lehrstil Studierende, darunter insbesondere Lehramts- und Nebenfachstudierende für die Mathematik. Mit seinem vielfältigen Engagement erreicht er nicht nur Studierende, sondern spricht auch Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie die breite Öffentlichkeit an. Besonders beeindruckte die Jury sein sehr gut durchdachtes, umfassendes Lehrkonzept für die Lehramtsausbildung. Zum Beispiel führte er das erfolgreiche Seminar „Mathematik und Kunst“ ein, dessen Ansatz mittlerweile für andere Veranstaltungen übernommen wurde.

Im Fach Physik: Professor Dr. Claudia Schäfle, Professor Dr. Silke Stanzel und Professor Dr. Elmar Junker lehren an der Hochschule Rosenheim Physik. Sie bieten in mehreren, sehr unterschiedlichen Studiengängen Veranstaltungen im grundständigen ebenso wie im fortgeschrittenen Bereich an. Besonders im Vordergrund steht dabei das „Just in Time Teaching“ (JiTT), bei dem der Lernstand der Studierenden kleinschrittig, online-basiert erhoben wird, um durch flexible Anpassung der jeweils direkt folgenden Lehrveranstaltung Verständnisproblemen von Studierenden zu begegnen. Außerdem wird das Instrument der „Peer-Instruction“ genutzt, mit dem die Studierenden sich gegenseitig komplexe Sachverhalte erläutern, die sie sich so besser aneignen und die fachliche Diskussionskultur einüben können.

Überzeugt hat die Jury neben der vorbildhaften kollegialen Zusammenarbeit der Preisträger vor allem die Tatsache, dass die Motivation der Studierenden, sich auf Veranstaltungen vorzubereiten eindrücklich erhöht werden konnte.

Die feierliche Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreises Mathematik und Naturwissenschaften 2017 findet am 30. März 2017 um 17:00 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Den Festvortrag mit dem Titel „Vom Sehprozess der Mikroalgen zur Licht-gesteuerten Maus –- die Entwicklung der Optogenetik“ hält Professor Dr. Peter Hegemann, Humboldt-Universität zu Berlin. Wir erbitten Ihre Anmeldung bis zum 22. März 2017 unter berlin@vbio.de an.

Pressekontakt VBIO:
Dr. Kerstin Elbing, Tel.: (030) 27891916, E-Mail: elbing@vbio.de

Pressekontakt Stifterverband:
Peggy Groß, Tel.: (030) 982 322-530, E-Mail: peggy.gross@stifterverband.de

05 Aktiver Wissenschafts- und Forschungstransfer

Chemiedozententagung mit Preisverleihungen in Marburg

 

05/17
28. Februar 2017

 

Vom 13. bis 15. März findet an der Philipps-Universität Marburg die Chemiedozententagung 2017 statt. Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer der Fakultäten für Chemie aus Deutschland und dem benachbarten Ausland besuchen die Tagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Vor Ort informieren sie sich über Neuigkeiten in Forschung und Lehre und tauschen sich auf internationalem Niveau aus. Im Rahmen der Tagung werden außerdem der Carl-Duisberg-Gedächtnispreis und der Horst-Pracejus-Preis sowie die ADUC-Preise verliehen.

 

Die Themen der Konferenz umfassen sowohl aktuelle Erkenntnisse und Forschungsergebnisse aus allen Feldern der Chemie als auch didaktische Entwicklungen sowie neue Herangehensweisen zur Vermittlung komplexer Sachverhalte in der Lehre. Auf der jährlich stattfindenden Tagung werden herausragende Chemikerinnen und Chemiker mit GDCh-Preisen ausgezeichnet. 

 

Den Carl-Duisberg-Gedächtnispreis erhält Professor Dr. Shigeyoshi Inoue, Technische Universität München. Mit dem Preis, der mit 7500 Euro dotiert ist, wird der akademische Nachwuchs in der Chemie gefördert. Der 36-jährige Chemiker überzeugte die Auswahlkommission mit der exzellenten Qualität seiner Publikationen sowie seiner beachtlichen Forschung. In dieser konzentriert sich Inoue auf niedervalente Hauptgruppenelement-verbindungen, insbesondere Metalle und Halbmetalle der Gruppen 13, 14 und 15, deren grundlegenden Reaktivitäten sowie spezielle Anwendungen in der Synthese. Sein Ziel ist es, neuartige Anwendungen für diese Verbindungen mit ihren ungewöhnlichen Strukturen und einzigartigen elektronischen Eigenschaften zu finden. 

 

Mit dem Horst-Pracejus-Preis wird Professor Dr. Thorsten Bach, Technische Universität München, ausgezeichnet. Damit würdigt die GDCh seine internationalen sichtbaren Pionierarbeiten zur photoinduzierten asymmetrischen Katalyse, die entscheidenden Einfluss auf die organische Katalyse und die stereoselektive Synthese haben. In seiner Forschung fokussiert Bach sich auf die Entwicklung neuer Methoden, u.a. unter Verwendung photochemischer Verfahren, die Erforschung und Anwendung neuer katalytischer Reaktionen sowie die Totalsynthese komplexer Naturstoffe.

 

Dieses Jahr werden von der ADUC drei Nachwuchswissenschaftler aus verschiedenen Gebieten der Chemie für die Etablierung eines eigenständigen Forschungsgebietes ausgezeichnet: Die Preisträger sind Dr. Rubén Darío Costa Riquelme, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Dr. Robert Langer, Philipps-Universität Marburg, und Dr. Bill Morandi, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim a.d. Ruhr.

 

Weitere Informationen finden sich unter www.gdch.de/cdt2017

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen und vergibt zahlreiche Preise für besondere Leistungen in der chemischen Forschung. Von der traditionsreichen, bei der GDCh angesiedelten Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) werden jährlich bis zu drei Habilitanden/innen aus allen Gebieten der Chemie für besonders originelle und wissenschaftlich bedeutende Publikationen ausgezeichnet.

 

 

Professor Dr. Shigeyoshi Inoue
Professor Dr. Thorsten Bach

04 Wie ehrlich sind unsere Lebensmittel?

Arbeitstagung der Lebensmittelchemiker in Hamburg mit öffentlichem Abendvortrag


04/17
21. Februar 2017

Aktuelle Themen aus Analytik und Verbraucherschutz stehen auf dem Programm der Fachtagung 2017 des Regionalverbands Nord der Lebensmittelchemischen Gesellschaft. Am 27. und 28. Februar treffen sich Wissenschaftler, Behördenvertreter und Vertreter aus der (Lebensmittel-)Wirtschaft an der Universität Hamburg, um sich auszutauschen und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zum Auftakt findet eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Wie ehrlich sind unsere Lebensmittel?“ statt.

Kontroverse Diskussionen sowie klare Antworten lässt die Besetzung des Podiums erwarten. Neben Professor Dr. Michael Bockisch, Geschäftsführer der Bockisch Consult, Christiane Huxdorff, Campaignerin bei Greenpeace e.V., Sebastian Lege, Produktentwickler und TV-Experte, werden Silke Schwartau, Leiterin der Ernährungsabteilung der Verbraucherzentrale Hamburg, und Birgit Stöver, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, versuchen Licht ins Dunkel zu bringen. Zu der Podiumsdiskussion am 27. Februar um 18:00 Uhr im Westgebäude der Universität Hamburg, Hörsaal ESA 1 W (Raum 221), Edmund-Siemers-Allee 1, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Auch im weiteren Verlauf der Tagung gehen die Lebensmittelchemiker, welche die Experten schlechthin in allen Fragen zu Qualität und Zusammensetzung von Lebensmitteln sind, aktuellen Verbraucherthemen auf den Grund. So widmet sich beispielsweise ein Vortrag den sogenannten Superfoods und beleuchtet das Spannungsfeld dieser Lebensmittel zwischen Wissenschaft und Esoterik genauer. Und auch die Rolle von Whistleblowern wird betrachtet. Handelt es sich bei ihnen um eine Chance oder eine Gefahr für Industrie und amtliche Überwachung? Diese und weitere Fragen rund um Lebensmittelanalytik und Verbraucherschutz werden auf der Fachtagung Gegenstand reger Diskussionen sein.

Weitere Informationen unter  
https://www.gdch.de/netzwerk-strukturen/fachstrukturen/lebensmittelchemische-gesellschaft/regionalverbaende.html.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Lebensmittelchemische Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, den Gedankenaustausch auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie und deren Nachbardisziplinen zu fördern und fachliche Anregungen zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden u.a. Tagungen der sechs Regionalverbände durchgeführt. Die Lebensmittelchemische Gesellschaft ist mit fast 2.900 Mitgliedern die größte Fachgruppe in der GDCh. Sie veranstaltet alljährlich den Deutschen Lebensmittelchemikertag – in diesem Jahr vom 25. bis 27. September in Würzburg.

03 Deutsche und Israelische Chemiker unterzeichnen Kooperationsabkommen

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und die Israel Chemical Society (ICS) haben anlässlich der Eröffnung der 82. Jahrestagung der Israel Chemical Society am 13. Februar in Tel Aviv ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Darin vereinbaren die Gesellschaften eine enge wissenschaftliche Kooperation im Bereich der Chemie.

 

03/17
13. Februar 2017

 

Dazu gehören unter anderem die Organisation gemeinsamer wissenschaftlicher Veranstaltungen sowie wechselseitige Forschungsaufenthalte junger Wissenschaftler im Gastland. Außerdem können Mitglieder beider Gesellschaften Tagungen und andere Veranstaltungen der Partnergesellschaft zu vergünstigten Mitgliedergebühren besuchen. Das Abkommen wurde unterzeichnet von der Präsidentin der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Professor Thisbe K. Lindhorst und dem Präsidenten der Israel Chemical Society, Professor Ehud Keinan. In Anwesenheit des deutschen Botschafters in Israel, Dr. Clemens von Goetze, betonten beide in ihren Grußworten die langjährigen vertrauensvollen Beziehungen ihrer wissenschaftlichen Gesellschaften.

 

Auf Einladung der Israel Chemical Society nimmt auch eine Delegation deutscher Wissenschaftler unter Federführung der Gesellschaft Deutscher Chemiker an der Konferenz der Israel Chemical Society teil. Sie besucht im Anschluss an die zweitägige Konferenz auch das am 15. Februar ebenfalls in Tel Aviv stattfindende Symposium der GDCh-Zeitschrift Angewandte Chemie. Bei diesem 6. „Angewandte-Symposium“ unter dem Titel „Chemistry for our Future“, werden jeweils fünf renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Israel ihre Forschungsergebnisse präsentieren, darunter Prof. Annette Beck-Sickinger (Universität Leipzig über Wirkstoffentwicklung) und Prof. David Milstein (Weizmann-Institut, Rehovot über nachhaltige Katalyse).

 

Das auf die Jahrestagung folgende Angewandte-Symposium wird gemeinsam von der Israel Chemical Society, der Gesellschaft Deutscher Chemiker sowie den bei Wiley-VCh verlegten Zeitschriften „Angewandte Chemie“ und „Israel Journal of Chemistry“ veranstaltet.

 

Weitere Informationen und vollständiges Programm http://angewandte.org/symposium

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die GDCh unterstützt die Schaffung von Netzwerken, die transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Ausbildung und Fortbildung in Schule, Hochschule und im beruflichen Umfeld. Die GDCh hat 28 Fachgruppen und Sektionen sowie 60 Ortsverbände.

 

Die „Angewandte Chemie“ gehört der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), wird von Wiley-VCH publiziert und ist eine weltweit führende Zeitschrift für die gesamte Chemie und angrenzende Gebiete.

02 Innovative Arzneimittel im Fokus

Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“ mit Verleihung des Klaus-Grohe-Preises in Bern

02/17
31. Januar 2017

Vom 12. bis zum 15. Februar findet an der Universität Bern die internationale Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“ statt. Rund 150 Besucher werden zu der Veranstaltung erwartet, die die Fachgruppe Medizinische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gemeinsam mit der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft (SCS) und der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) durchführt. Im Rahmen der Tagung werden außerdem zwei Nachwuchswissenschaftler mit dem Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie ausgezeichnet.

 

Medizinische Chemiker befassen sich fachübergreifend mit biologisch aktiven Substanzen und untersuchen, wie deren Wirkungsmechanismen funktionieren. Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse nutzen sie, um neue, wirksame Arzneistoffen zu finden. Welche Fortschritte in der medizinischen Chemie in der jüngsten Vergangenheit gelungen sind und welche Forschungsarbeiten kurz vor dem Durchbruch stehen, ist Thema der jährlich stattfindenden Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry“. 

 

Gleich zwei Nachwuchswissenschaftler erhalten in Bern den Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie. Die Auszeichnung wird von der Klaus-Grohe-Stiftung für medizinische Chemie verliehen, die bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) angesiedelt ist. Preisträger sind Dr. Tristan Gollnest, der an der Universität Hamburg promoviert hat, und Dr. Cedric L. Hugelshofer, der seine Promotion an der Ludwig-Maximilian-Universität München angefertigt hat. Beide Preisträger berichten im Anschluss an die Verleihung von ihrer Forschung.

 

Auch der mit 5000 Euro dotierte Innovationspreis in Medizinischer/Pharmazeutischer Chemie wird im Rahmen der Tagung vergeben. Die gemeinsame Auszeichnung der GDCh-Fachgruppe Medizinische Chemie und der Fachgruppe Pharmazeutische/Medizinische Chemie der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft erhält in diesem Jahr Professorin Dr. Anna K. H. Hirsch, Universität Groningen, für ihre wegweisende Forschung zum strukturbasierten Wirkstoffdesign und für die Entdeckung von kleinmolekularen Inhibitoren.

 

Der Promotionspreis auf dem Gebiet der Medizinischen/Pharmazeutischen Chemie wird seit 2013 von der GDCh-Fachgruppe Medizinische Chemie jährlich an drei Wissenschaftler verliehen, die jeweils 500 Euro als Preisgeld erhalten. 2017 sind dies Dr. Patrick Mäder, Universität Marburg, Dr. Roman Sommer, Universität Konstanz, und Dr. Norbert Furtmann, Universität Bonn. Auch sie werden ihre Arbeiten in Vorträgen vorstellen. 

 

Weitere Informationen finden sich unter: www.gdch.de/medchem2017.

 

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Medizinische Chemie. Sie besteht seit 1971 und hat über 800 Mitglieder. Diese sind in Hochschulinstituten, anderen Forschungseinrichtungen und in der pharmazeutischen Industrie tätig. Es sind vor allem Chemiker und Pharmazeuten, aber auch Informatiker, Verfahrensingenieure u.a. Die Fachgruppe hat den Brückenschlag zwischen Chemie einerseits und Biologie, Medizin und Pharmazie andererseits zum Ziel.

Verleihung des Klaus-Grohe-Preises für medizinische Chemie (v.l.n.r.): Prof. Dr. Daniel Rauh, TU Dortmund, Barbara Köhler, GDCh-Geschäftsstelle, das Stifter-Ehepaar Grohe, Dr. Tristan Gollnest, Prof. Dr. Christa Müller, Uni Bonn, und Dr. Cedric Hugelshofer (Foto: Isabelle Schönholzer, Bern)

01 Ein bedrohter Lebensraum unter der Lupe

26. Frankfurter Sonderkolloquium thematisiert Meere und Ozeane unter wissenschaftlichen Aspekten


01/17
17. Januar 2017

„Meere und Ozeane – geschätzt, genutzt und bedroht“ lautet der Titel des 26. Frankfurter Sonderkolloquiums, das am 26. Januar 2017 in Frankfurt am Main stattfindet. Vier Wissenschaftler werden darstellen, welche Gefahren unseren Meeren drohen und wie sich diesen begegnen lässt.

Intakte Meere sind eine wichtige Lebensgrundlage für den Menschen. Da dieser Lebensraum jedoch inzwischen immer mehr durch Ausbeutung und Verschmutzung bedroht ist, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung 2016/2017 das Wissenschaftsjahr „Meere und Ozeane“ ausgerufen. Aus diesem Grund widmet sich auch das Frankfurter Sonderkolloquium in diesem Jahr dem Thema „Meere und Ozeane“.

Neben Studien zu Mikroplastik im Meer geht es unter anderem darum, wie ein Monitoring chemischer Schadstoffe auf hoher See erfolgen kann, welche neuen Schadstoffe in Fisch vorkommen und wie sich aus Meerwasser solare Brennstoffe und Trinkwasser gewinnen lassen. 

Das Frankfurter Sonderkolloquium wird jährlich gemeinsam von der DECHEMA, der DBG, dem DVS, der GDCh, dem VDI-BV Frankfurt, dem Physikalischen Verein Frankfurt und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung veranstaltet. Da es in diesem Jahr federführend von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) organisiert wurde, spielen insbesondere chemische Aspekte bei der Veranstaltung eine wichtige Rolle. Zugleich bildet das Kolloquium den Auftakt zu verschiedenen Veranstaltungen des GDCh-Jubiläumsjahres.

Das 26. Frankfurter Sonderkolloquium findet am 26. Januar 2017 von 14 bis 18 Uhr im DECHEMA-Haus, Theodor-Heuss-Allee 25, Frankfurt am Main, statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Vollständiges Programm und Anmeldung unter : http://dechema.de/Kolloquium_Meere+und+Ozeane_2017.html.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie fördert die wissenschaftliche Arbeit, Forschung und Lehre sowie den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis. 2016 feiert die Gesellschaft ihr Jubiläum: Vor 150 Jahren gründete August Wilhelm von Hofmann in Berlin mit der Deutschen Chemischen Gesellschaft die erste Vorgängerorganisation der GDCh.

 

 

Kontakt

Dr. Karin J. Schmitz
Leiterin GDCh-
Öffentlichkeitsarbeit
pr@gdch.de
Tel. 069/7917-493
Fax 069/7917-1493

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zuletzt geändert am: 01.03.2017 - 10:48 Uhr von M.Mielck