Chemikalienbewertung

AK Chemiekalienbewertung

Tätigkeitsbericht 2016

Die Zusammensetzung des Arbeitskreises ist sehr heterogen (Behörden, Industrie, Consultants, Universitätsmitglieder). Auf der DGPT (Deutsche Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie) Tagung hat der Arbeitskreis eine Session organisiert. Die aktuelle Leitung des Arbeitskreises ist noch bis zum
31.12. im Amt. Im März findet auf der Sitzung die Wahl für die neue Leitung statt. Die Leitung des Arbeitskreises hat neue Mitglieder der FG U&Ö angeschrieben, um sie auf die Inhalte und Aktivitäten
des Arbeitskreises hinzuweisen und neue Mitglieder zu rekrutieren. (Quelle: Mitt Umweltchem Ökotox 4/16)

Tätigkeitsbericht 2015

Der Arbeitskreis Chemikalienbewertung trifft sich zweimal jährlich in der Regel im März und Oktober in der GDCh-Geschäftsstelle zum informellen Austausch über fachliche Themen. Er wird gemeinschaftlich geleitet von Monika Nendza, Stefan Hahn und Adolf Eisenträger. Für die ICCE 2015-Konferenz, die in diesem Jahr in Leipzig stattfand, hat er eine Session zum Thema "Chemical Risk and Regulatory Issues" organisiert. In den letzten beiden Sitzungen wurden u.a. die folgenden Themen bearbeitet:

  1. Adverse Outcome
    Pathways: Grundlagen und Anwendung in der Chemikalienbewertung.
  2. Umweltrisikobewertung von Nanomaterialien
  3. Bewertung ionischer Stoffe
  4. Berechnung umweltrelevanter physikochemischer Eigenschaften

(Quelle: undefinedMitt Umweltchem Ökotox 4/15)

Literatur

  • Der Arbeitskreis stellt sich vor.  Mitt Umweltchem Ökotox 2/ 2008 (Aus der Fachgruppe)
  • Rechtstexte für die Chemikalienbewertung im Bundesinstitut für  Risikobewertung (BfR) Mehr

Schwerpunktthemen

Im Arbeitskreis Chemikalienbewertung sollen zwei Bereiche längerfristig als Schwerpunktthemen behandelt werden.

Der erste Bereich umfasst die Einführung und Umsetzung von REACH. Durch die große Anzahl von Stoffen, die zur Bewertung anstehen, und die ebenfalls große Zahl von Herstellern, Importeuren und Anwendern ("downstream users") besteht hier ein großer Bedarf an der Diskussion und Evaluation von Stoffdaten und Bewertungsmethoden sowie an einem Erfahrungsaustausch. Konkret geht es u.a. um Fragen der Datenverfügbarkeit und -qualität (der Zugriff auf genügend vollständige und verlässliche Stoffdaten ist eine zentrale Voraussetzung für die Umsetzung von REACH), um Mess-, Schätz- und Bewertungsmethoden und die damit verbundenen Unsicherheiten, insbesondere um die Balance zwischen möglichst geringem Datenbedarf und möglichst großer Aussagekraft, und um konkrete Erfahrungen mit der Umsetzung von REACH in verschiedenen Unternehmen und auf Seiten der Behörden.

Im zweiten Bereich geht es um das Umweltverhalten mittelflüchtiger Substanzen (Dampfdruck < 1 Pa), insbesondere um ihr Verhalten in der Atmosphäre. Diese Stoffgruppe umfasst zahlreiche Industriechemikalien, die im Rahmen von REACH zu beurteilen sind, und außerdem auch um zahlreiche Pflanzenschutzmittel. Die Stabilität solcher mittelflüchtiger Substanzen in der Atmosphäre bestimmt maßgeblich, welche Mengen über welche Distanzen verfrachtet werden können. Sie kann zur Zeit jedoch nur schwer gemessen oder abgeschätzt werden, da Messverfahren noch weitgehend fehlen und vorhandene Schätzmethoden nicht ohne weiteres auf diese Stoffgruppe angewendet werden können. Die Interaktion mit Aerosolpartikeln ist ein weiterer Faktor, dessen Einfluss auf die Stabilität und Reaktivität mittelflüchtiger Substanzen bisher nur ansatzweise bekannt ist. Somit besteht zum Verhalten solcher Substanzen in der Gasphase und in der aerosolgetragenen Phase sowie zur Bildung von Transformationsprodukten erheblicher Forschungsbedarf. Durch die Diskussion im Arbeitskreis Chemikalienbewertung sollen derzeit laufende und zukünftige Forschungsprojekte zum Umweltverhalten mittelflüchtiger Substanzen miteinander in Verbindung gebracht und nach außen bekannt gemacht werden. Insbesondere soll auch die umweltpolitische Bedeutung neuer Resultate diskutiert und nach außen kommuniziert werden.

 

Kontakt

Prof. Dr. A. Eisenträger
Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau
E-Mail

Dr. Rüdiger V. Battersby
EBRC Consulting, Hannover  

Link

Allianz for REACH

EBRC Consulting, LiCoTox und DR. U. NOACK-LABORATORIEN haben eine Alliance for REACH gebildet. Mehr

zuletzt geändert am: 02.12.2016 - 15:04 Uhr von M.Kudra