Bodenchemie

AK Bodenchemie & Bodenökologie (Soil Chemistry and Soil Ecology)

Der Arbeitskreis ist nicht aktiv, da die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG) auch im Bereich von Schadstoffen in Böden aktiv ist. Es findet ein fachlicher Austausch und gegenseitige Information mit der DBG statt, so dass der Themenbereich ausreichend abgedeckt ist.

Dokumentation

"Anforderungen an physikalisch-chemische und biologische ak-umweltchemiemethoden zur Einschätzung von Böden und Bodensubstraten" ist als Monographie Band 20 der GDCh erschienen. Das Buch sowie eine CD sind als GDCh-Monographie, Band 20,erschienen und können bei Frau U. Bechler, GDCh-Geschäftsstelle, Abt. Fachgruppen, Frankfurt/Main, angefordert werden.

Literatur

Beiträge in der Zeitschrift "Environmental Science Europe - ESEU"

Article Series: Communications from the division "Environmental Chemistry and Ecotoxicology" of the German Chemical Society (GDCh) Statements and reports of the working groups "Environmental Monitoring" and "Soil Chemistry and Soil Ecology"
Rudel H, Hennecke D, Kordel W and Fischer K
Environmental Sciences Europe 2011, 23:35 (10 November 2011)

Beiträge in der Mitgliederzeitschrift "Mitt Umweltchem Ökotox"

Auswahl und Nutzung von Referenzmatrices zur Bestimmung von Stoffeigenschaften und des Umweltverhaltens von Stoffen 
W. Kördel, K.H. Weinfurtner
Mitt Umweltchem Ökotox 13. Jahrg. 2007 Nr.4, S. 99 - 102

Editorial - Der AK Bodenchemie und Bodenökologie meldet sich zurück
R. Kreuzig
Mitt Umweltchem Ökotox 12. Jahrg. 2006 Nr.2, S. 33 - 34

DAS GÜLLE-PROJEKT − Ausarbeitung eines Methodenkataloges zur Untersuchung des Rückstandsverhaltens von Tierarzneimitteln in Gülle und güllegedüngten Böden
R. Kreuzig, J. Heise, S. Höltge
Mitt Umweltchem Ökotox 12. Jahrg. 2006 Nr.2, S. 39 - 42

EU-weite Bodenschutzaspekte in Chemikalienbewertung 
W. Kördel
Mitt Umweltchem Ökotox 10. Jahrg. 2004 Nr.3, S. 3

Die Arznei in der Gülle: Sind unsere Böden noch gesund?

Die Arznei in der Gülle: Sind unsere Böden noch gesund?

von Michael Klein, Schmallenberg

Seit einiger Zeit befaßt sich der Arbeitskreis Bodenchemie und Bodenökologie der GDCh-Fachgruppe Umweltchemie und Ökotoxikologie mit einem neuen Thema, dem Verhalten von Tierarzneimitteln in Böden. Bevor Tierarzneimittel zugelassen werden, muß nachgewiesen werden, daß durch deren Anwendung keine Schäden in der Umwelt auftreten. Zur Abschätzung möglicher Auswirkungen auf Bodenorganismen wird dazu im allgemeinen von dem in der Skizze dargestellten Eintragspfad ausgegangen:
Um eine valide Abschätzung der zu erwartenden Konzentration der Veterinärpharmaka im Boden zu erhalten, sind detaillierte Kenntnisse über die Stoffflüsse, die im Zusammenhang mit der modernen Tierhaltung auftreten, erforderlich.

Zur Berechnung des PECs (= Predicited Environmental Concentration in soil) muß chemisches Wissen mit Information aus dem Bereich der Tiermedizin und der modernen Tierproduktion verknüpft werden. Leider sind derzeit in der Literatur kaum aktuelle Zusammenstellungen aller erforderlichen Parameter verfügbar.
Der Arbeitskreis hat sich deshalb zur Aufgabe gemacht, in Zusammenarbeit mit Experten aus dem Bereich der Tiermedizin und der Landwirtschaft, die erforderlichen Daten in übersichtlicher Form zusammenzustellen. Wichtige Parameter, die für die Berechnung berücksichtigt werden müssen, wären dabei zum Beispiel:

  • jährliche Ausscheidungen der Tiere in Abhängigkeit von Art und Altersstadium,
  • Stickstoff- und Phosphorkonzentrationen in den Ausscheidungsprodukten,
  • Einfluß der Fütterung auf die Gesamtmasse der Ausscheidungsprodukte sowie auf ihre Stickstoff- und Phosphor-Konzentrationen,
  • Lagerungszeiten organischer Dünger vor der Ausbringung
  • gesetzliche Beschränkungen im Zusammenhang mit der Ausbringung organischer Dünger.

Es ist außerdem geplant, eine spezielle Software zu entwickeln, die alle erforderlichen Parameter für die Berechnung des PECs in einer Datenbank bereitstellt und mit der eine benutzerfreundliche Berechnung der Konzentration von Veterinärpharmaka im Boden auch für Anwender möglich wird, die nicht mit den Einzelheiten moderner Tierproduktion vertraut sind.

Anmerkung:
Lesen Sie zum Thema Arzneimittel in der Umwelt auch den Beitrag von I. Rönnefahrt, J. Koschorrek, M. Kolossa-Gehring in den Mitteilungen 4/2002.

zuletzt geändert am: 02.12.2016 - 14:59 Uhr von M.Kudra