GDCh-Preis für Anorganische Chemie

GDCh-Preis für Anorganische Chemie

  • Fachgebiet: Anorganische Chemie
  • Besteht aus: 7.500 Euro, Urkunde
  • Erstmals vergeben: 1950
  • Vergeben in: Geraden Jahren

Der GDCh-Preis für Anorganische Chemie wird an Chemikerinnen und Chemiker für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der anorganischen Chemie vergeben.

In seiner Sitzung am 4. März 2022 hat der GDCh-Vorstand beschlossen, den bisher nach dem Chemiker Alfred Stock (1876-1946) benannten Preis für Anorganische Chemie nicht mehr nach Stock zu benennen. Der Vorstand folgt damit einer Empfehlung der Kommission „Preise 2.0“, die sich im Auftrag des Vorstands ausführlich mit der Person Alfred Stocks beschäftigt hat. Dazu wurde auch der Vorsitzende der Fachgruppe Geschichte der Chemie, Prof. Carsten Reinhardt, Univ. Bielefeld, hinzugezogen. Vorstand und Kommission betonen mit dieser Maßnahme die klare Haltung der GDCh gegen Antisemitismus und Diskriminierung sowie ein eindeutiges Bekenntnis für Diversität und Chancengleichheit. Eine detaillierte Begründung ist im Heft 07/08 2022 der Nachrichten aus der Chemie zu lesen. Über einen neuen Namen wird zeitnah entschieden werden.

Aktuelle Preisträgerin: Stefanie Dehnen, Marburg

Frau Professor Stefanie Dehnen erhielt den Alfred-Stock-Gedächtnispreis 2020 (heute GDCh-Preis für Anorganische Chemie) in Anerkennung ihrer Arbeiten auf dem Gebiet der Synthese, Strukturaufklärung und Anwendung innovativer heteronuklearer Cluster- und Netzwerkverbindungen, die entweder aus rein anorganischen Bestandteilen bestehen oder anorganisch-organische Hybridverbindungen repräsentieren. Hierbei wurden grundlegend neue Erkenntnisse zu strukturellen, elektronischen und chemischen Eigenschaften von Clusterverbindungen hervorgebracht. Innovative Synthesen gekoppelt mit postsynthetischen quantenchemischen Analysen sind charakteristisch für diese Forschungen, durch die sie die moderne Clusterchemie international prägt.

Mehr Informationen zu Frau Professor Dehnen

Ausgezeichnete Personen seit 1950

2020 Stefanie Dehnen, Marburg
2018 Christian Limberg, Berlin
2016 Holger Braunschweig, Würzburg
2014 Wolfgang Kaim, Stuttgart
2012 Werner Uhl, Münster
2010 Matthias Drieß, Berlin
2008 Michael Lappert, Brighton/UK
2006 Karl Otto Christe, Los Angeles CA/USA
2004 Hans Georg Schnöckel, Karlsruhe
2002 Peter Jutzi, Bielefeld
2000 Achim Müller, Bielefeld
1998 Peter Paetzold, Aachen
1996 Martin Jansen, Bonn
1994 Otto J. Scherer, Kaiserslautern
1992 Gottfried Huttner, Heidelberg
1990 Herbert W. Roesky, Göttingen
1988 Helmut Werner, Würzburg
1986 Marianne Baudler, Köln
1983 Eugene G. Rochow, Captiva/USA
1982 Hubert Schmidbaur, München
1981 Hans Georg von Schnering, Stuttgart
1979 Ulrich Wannagat, Braunschweig
1976 Heinrich Nöth, München
1974 Rudolf Hoppe, Gießen
1972 Max Schmidt, Würzburg
1970 Gerhard Fritz, Karlsruhe
1967 Harald Schäfer, Münster
1964 Werner Fischer, Hannover
1963 Friedrich Seel, Saarbrücken
1961 Margot Becke-Goehring, Heidelberg
1959 Ernst Otto Fischer, München
1958 Rudolf Scholder, Karlsruhe
1956 Hermann Irving Schlesinger, Chicago/USA
1955 Ulrich Hofmann, Darmstadt
1954 Harry Julius Emeléus, Cambridge/UK
1953 Josef Goubeau, Stuttgart
1952 Robert Schwarz, Aachen
1951 Walter Hieber, München
1950 Egon Wiberg, München

 

Auswahlkommission

Prof. Dr. Claus Feldmann, KIT Karlsruhe (Federführung Klemm)
Prof. Dr. Manfred Scheer, Universität Regensburg (Federführung Stock)
Prof. Dr. Christian Limberg, Humboldt-Universität zu Berlin    
Prof. Dr. Bettina Valeska Lotsch, Ludwig-Maximilians-Universität München    
Prof. Dr. Eva Rentschler, Johannes Gutenberg-Universität Mainz    
Dr. Kerstin Schierle-Arndt, BASF SE    

zuletzt geändert am: 29.06.2022 16:03 Uhr von J.Herr