Forschung für Arbeit und Gesundheit

Wir, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), sind eine Ressort­forschungs­einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Wir betreiben Forschung, beraten die Politik und fördern den Wissens­transfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem sind wir in der europäischen Chemikalien­regulation tätig und betreiben mit der DASA Arbeits­weltausstellung ein Museumshaus zum Wandel der Arbeit. An unseren Standorten Dortmund, Berlin und Dresden arbeiten rund 800 Beschäftigte.

 
 

Wir suchen am Standort in Dortmund zum frühestmöglichen Zeitpunkt die

Leitung (w/m/d) des Fach­bereichs 4 „Gefahrstoffe und Biostoffe“

bis Besoldungsgruppe B3 BBesO / bis AT B 3 außertariflich

Vollzeit/Teilzeit

Die Arbeit ist insbesondere auf die Beratung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales in allen Fragen von Sicherheit und Gesundheit sowie der menschengerechten Gestaltung der Arbeit ausgerichtet. Dabei ist der Schutz der arbeitenden Menschen vor Gesundheitsrisiken durch Exposition mit Gefahrstoffen oder Biostoffen das zentrale Anliegen des Fachbereichs 4. Für die wissenschaftsbasierte Beratung nutzt die BAuA Impulse aus dem wissenschaftlichen Diskurs mit der Scientific Community, den Gremien der Politikberatung und dem Dialog mit Stakeholdern aus dem politischen Raum und der Wirtschaft. In Forschung und Entwicklung verfolgt die BAuA auch langfristig angelegte Forschungslinien, die auf die Herausforderungen der Zukunft ausgerichtet sind.

Ihre Aufgaben:

Sie leiten den Fachbereich 4 in der BAuA mit etwa 140 Beschäftigten, der in zwei Bereiche mit insgesamt zwölf Fachgruppen gegliedert und an den Standorten Dortmund und Berlin tätig ist. Ihre Aufgaben umfassen neben dem Management des Fachbereichs, der Personalführung und der Budgetverantwortung die Weiterentwicklung des Schutzes der Beschäftigten vor Gefahrstoff- und Biostoffbedingten Risiken auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Der Fachbereich 4 bringt auf Grundlage eigener Labor- und Feldforschung sowie nationaler wie europäischer Forschungskooperationen Ergebnisse in die hoheitlichen Aufgaben nach der REACH-, CLP- und Biozid-Verordnung sowie in die nationale und europäische Arbeitsschutz­gesetzgebung ein, unterstützt den Transfer von Erkenntnissen und Lösungsvorschlägen in die betriebliche Praxis und greift Impulse für Forschungs­themen auf. Der Fachbereich entwickelt zielgerichtet fachliche Positionen, die er in den politischen und wissenschaftlichen Diskurs einbringt. Er berät u. a. das BMAS und die Gremien auf nationaler und europäischer Ebene. Im Bereich Gefahrstoffe begleiten Sie aktiv insbesondere die europäischen Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen Chemikalien­gesetzgebung und Arbeitsschutz. Im Bereich Biostoffe und Biozide verfolgen Sie Forschungslinien, die die Schnittstelle Infektionsschutz/​​Arbeitsschutz charakterisieren und es erlauben, sich besser auf künftige Pandemien oder Epidemien sowie auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten. Das Wissen aus den genannten Bereichen übersetzen Sie in eine umfassende Politikberatung zu unterschiedlichen Fragestellungen.
Sie unterstützen die beratenden Arbeitsschutz­ausschüsse des BMAS mit Ihrem Fachbereich und fördern den Wissenstransfer in die Praxis. Gleichzeitig greifen Sie Anregungen für Arbeitsschutz­themen aus der Praxis auf. Als Mitglied des Management­teams gestalten Sie darüber hinaus die Entwicklung der BAuA aktiv mit.

Ihr Profil:

Erforderlich:

  • erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschul­studium mit Promotion in Chemie, Biologie, Biochemie, Medizin oder vergleichbaren Fachrichtungen
  • ausgeprägte Führungs- und Management­kompetenzen, die durch mehrjährige Leitungstätigkeiten in großen Organisations­einheiten erworben wurden
  • mehrjährige Berufserfahrung im Themenfeld Chemikalien­politik oder Biostoffe
  • mehrjährige Berufserfahrung im Themenfeld Arbeitsschutz
  • ausgewiesenes Verhandlungsgeschick im Umgang mit vielfältigen Stakeholdern aus Wissenschaft, Politik und Industrie sowie nachgewiesene Kompetenz in der Gremienarbeit
  • Sehr gute Englischkenntnisse, idealerweise in Kombination mit Erfahrungen aufgrund eines Auslands­aufenthalts
  • Bereitschaft für eine regelmäßige – auch mehrtägige – Präsenz an den Standorten Dortmund und Berlin
  • Bereitschaft zu mehrtägigen nationalen und internationalen Dienstreisen

Wünschenswert:

  • durch konkrete Beispiele belegte hohe Innovationskraft sowie die Fähigkeit, Innovationen zu implementieren
  • Aufgeschlossenheit und Kommunikations­stärke
  • Teamgeist und Flexibilität, um auch auf kurzfristige Anforderungen reagieren zu können
  • aktive Unterstützung moderner Arbeitsformen und der digitalen Transformation
  • Offenheit für Gender- und Inklusions­aspekte sowie interkulturelle Kompetenz

Wir bieten:

  • eine abwechslungsreiche Führungs- und Management­aufgabe an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und gesetzlichen Regelungen
  • Mitwirkung an der politischen Entscheidungs­findung durch fachliche Beratung des BMAS oder europäischer Gremien
  • Forschung zur Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit auf hohem internationalem Niveau mit moderner Laborinfrastruktur
  • interdisziplinäre Zusammenarbeit im Leitungsteam des Fachbereichs
  • ein gutes Arbeitsklima in teamorientierten Strukturen
  • flexible Arbeitszeit und ortsflexible Arbeitsmöglichkeit

Bewerber/​‑innen erhalten bei Vorliegen der Voraussetzungen grundsätzlich eine Besoldung nach Besoldungsgruppe B 3 BBesO. Bei Bewerber/​‑innen, die bei der Einstellung die laufbahnrechtlichen Voraussetzungen für Bundes­beamten/​‑innen nicht erfüllen, wird ein entsprechendes außertarifliches Entgelt vereinbart.

Interesse geweckt?

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung! Unser Selbstverständnis als zertifizierte Arbeitgeberin ist es, für eine familienfreundliche, vielfältige, nachhaltige und chancengleiche Arbeitswelt einzustehen.

Die Gleichstellung von Frau und Mann ist unser Ziel. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Eine Teilzeitbeschäftigung ist möglich.

Auch eine Behinderung sollte Sie nicht hemmen, sich bei uns zu bewerben und uns Ihre Kompetenzen aufzuzeigen. Wir unterstützen ausdrücklich die Ziele der UN‑Behinderten­rechts­konvention und setzen uns nach Maßgabe des SGB IX und des Behinderten­gleichstellungs­gesetzes besonders für die Belange von Menschen mit Behinderungen ein. Hinsichtlich der Erfüllung der Ausschreibungs­voraussetzungen erfolgt eine individuelle Betrachtung.

Wie Sie sich bewerben:

Ihre aussagekräftige Bewerbung senden Sie uns bis zum 25.02.2024 über die Plattform www.interamt.de (Stellen-ID: 1077301).