Interview mit der Referentin

Interview mit der Referentin

1. Liebe Frau Brenner seit über 10 Jahren unterstützen Sie die GDCh bei Workshops rund ums Thema Bewerbung, Netzwerken und Gehaltsverhandlungen. Welche Fragestellungen stellen Ihnen Chemiker:innen am häufigsten?

Es besteht ein starkes Bedürfnis sich über eigenen Fähigkeiten und Stärken bewusst zu werden und diese im Bewerbungsprozess klar herauszuarbeiten. Gleichzeitig erlebe ich gerade bei Chemiker:innen eine Hemmschwelle, zu diesen Stärken auch wirklich zu stehen. Die Sorge, sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen schwingt immer mit. Daher ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit dabei zu helfen, sich selbstbewusst und authentisch zu präsentieren. Ein weiteres Thema stellt die Einschätzung des eigenen Marktwerts dar sowie der Aufbau und die Pflege eines beruflichen Netzwerkes.

2. Gibt es einen Unterschied zwischen Berufseinsteiger:innen und Berufserfahrenen?

Bei Berufseinsteiger:innen ist die Frage, welche beruflichen Möglichkeiten sich generell bieten. Aufgrund von häufig fehlender beruflicher Praxis durch z. B. im Studium integrierten industriellen Praktika, fehlt häufig der Einblick in die Welt außerhalb der Hochschule. 
Bei Berufserfahrenen steht die persönliche und berufliche Weiterentwicklung stark im Mittelpunkt. Auch die veränderten Anforderungen am Arbeitsmarkt unter dem Aspekt der Arbeit 4.0. und der sich daraus ergebende Qualifizierungsbedarf beschäftigt diese Zielgruppe. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, über welche Wege man sich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis neu positioniert und das Risiko eines Fehlgriffs vermeiden kann.

3. Wie können Sie unterstützen?

Da ich ja auch die Unternehmensseite sehr gut kenne, besteht ein wichtiger Teil meiner Arbeit darin, einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen und deutlich zu machen, welche Erwartungen seitens der Unternehmen bestehen. Insbesondere der Umgang mit den Vertretern aus dem Personalbereichen ist oft für Chemiker:innen schwierig, da sie so ganz anders „ticken“ und die Zielrichtung der Fragen nicht wirklich verstehen. 

4. Haben Fach- und Führungskräfte mit anderem akademischen Hintergrund dieselben Fragestellungen wie Chemiker:innen?

In einigen Bereichen decken sich die Fragestellungen. Ein deutlicher Unterschied liegt darin, dass Chemiker:innen stark fachbezogen ausgerichtet sind und häufig überfachliche Qualifikationen nicht so bewusst im Fokus haben. Auch das Thema „Selbstmarketing“ wird bisweilen kritisch beäugt. Hier gilt es viel Überzeugungsarbeit zu leisten, dass dies nichts mit Prahlen oder Angeberei zu tun hat. Es geht vielmehr darum, die eigenen Stärken auf der Basis der Seriosität authentisch und mit Beispielen belegt dem Gegenüber zu vermitteln. 

5. Die GDCh bietet in diesem Jahr erstmalig subventionierte Online-Coachings mit Ihnen an. Was können Teilnehmer:innen innerhalb einer Stunde mit Ihnen erreichen?

Da sich die Coachings ja ganz individuell an den Bedürfnissen des Einzelnen orientieren können, bietet die Stunde viel Raum zur Klärung offener Fragestellungen.
Sei es die Durchsprache von Bewerbungsunterlagen, die gemeinsame Bewertung der möglichen beruflichen Alternativen, die Durchführung einer Vorstellungsgesprächssituation mit anschließendem Feedback oder die Klärung einer beruflich schwierigen Situation mit Handlungsalternativen. Das sind nur einige Beispiele. Oft besteht einfach auch der Wunsch nach einer Einschätzung der bisherigen beruflichen Entwicklung mit der Brille von außen. Dies kann helfen den eigenen Blick zu weiten und neue Impulse zu bekommen. Und einen Schuss Motivation gibt es in der Regel gratis noch dazu.

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zuletzt geändert am: 06.08.2021 08:57 Uhr von A.Gajda