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Vorstand der Fachgruppe |
Vorstand (ab 1.1.2007)
Vorsitzender
Prof. Dr. Andreas Türler (PSI Villingen)
Stellvertreter
Prof. Dr. Horst Geckeis (Karlsruhe)
Beisitzer
Prof. Dr. Klaus Lützenkirchen (Karlsruhe)
Dr. Silke Merchel (Dresden Rossendorf)
Dr. Wilfred Morell (Erlangen)
Prof. Dr. J. Steinbach (Dresden Rossendorf)
Foto: FZ Dresden-Rossendorf
Die Vorstandsmitglieder während einer Beratung
(v.r.n.l.: Dr. Merchel, Dipl.-Ing. Kießling, Prof. Geckeis, Prof. Lützenkirchen, Prof. Steinbach, Dr. Morell, Prof. Türler)
Prof. Dr. Horst Geckeis leitet das Institut für Nukleare Entsorgung am Forschungszentrum Karlsruhe seit Januar 2008 und ist Professor für Radiochemie an der Universität Karlsruhe (TH). Seine Promotion fertigte er bis 1989 an der Fachrichtung "Anorganische Analytik und Radiochemie" der Universität des Saarlandes, Saarbrücken bei Prof. E. Blasius an. Danach wechselte er zu Prof. C. Keller an das Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt (FTU) des Forschungszentrums Karlsruhe, um Fortbildungskurse zu den Themen: Radiochemie, -analytik und Umweltchemie, -analytik zu organisieren und durchzuführen. Seit 1993 arbeitet er als Wissenschaftler im Institut für Nukleare Entsorgung (damalige Leitung: Prof. J.I. Kim) des Forschungszentrums Karlsruhe. Arbeitsthemen sind die analytische Chemie von Radionukliden sowie die aquatische Chemie der Actiniden.
Prof. Klaus Lützenkirchen leitet die Abteilung "Nuclear Safeguards and Security" (seit 2007) am Institut für Transurane der Europäischen Kommission in Karlsruhe. Er promovierte 1985 in Kernchemie bei Prof. Jens V. Kratz an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz über Fusionsreaktionen schwerer Kerne. Danach folgten Aufenthalte bei der GSI/Darmstadt und dem Weizmann Institut in Rehovot/Israel (1985-1988) zur Suche nach schweren Teilchen mittels Rutherford-Rückstreuung von Schwerionen. Die Habilitation in Kernchemie erfolgte 1995 an der Universität Mainz über metallische Cluster, insbesondere deren chemische Eigenschaften und Analogien zu Kernen. Im Jahr 1997 folgte er einem Ruf auf eine Professur für Kernchemie an der Université Louis Pasteur, Strasbourg, Frankreich mit dem Schwerpunkt Aktinidenchemie. Ab 2002 leitete er die Abteilung "Nuklearchemie" des Instituts für Transurane, Karlsruhe.
Dr. rer. nat. Silke Merchel studierte Chemie mit Schwerpunkt Nuklearchemie an der Universität zu Köln. In ihrer Promotionszeit untersuchte sie im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs "Entstehung und Entwicklung des Sonnensystems" die Bildung langlebiger kosmogener Radionuklide in Meteoriten. Ein MPG-Forschungsstipendium ermöglichte ihre Arbeit in der Abteilung Kosmochemie am Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz, zum Thema "Die Isolierung und Identifikation von interstellarer Materie". In der Fachgruppe Nuklearanalytik der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin wurde sie als Nachwuchswissenschaftlerin mit dem Forschungsthema "Nutzung ionisierender Strahlung für die analytische Chemie und Entwicklung spezieller chemischer und radiochemischer Trennverfahren" betraut. Von 2005-2008 beschäftigte sie sich als Marie-Curie-Fellow im europäischen Projekt "CRONUS-EU" in Aix-en-Provence (CEREGE-CNRS) mit in-situ produzierten kosmogenen Nukliden und ihrer Anwendung zur Quantifizierung von oberflächennahen Prozessen in den Geo- und Umweltwissenschaften. Seit Herbst 2008 ist sie als Gruppenleiterin für die Beschleunigungsmassenspektrometrie (AMS) am Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung des FZ Dresden Rossendorf tätig. Ihre langjährigen Erfahrungen aus interdisziplinären Projekten und der Organisation von wissenschaftlichen Veranstaltungen bringt sie seit Januar 2003 als Mitglied im Vorstand der Fachgruppe ein.
Dr. rer. nat. Wilfred Morell studierte Chemie an der Universität Erlangen/Nürnberg und promovierte dort auf dem Gebiet der Quecksilber-organischen-Komplexchemie im Jahr 1976. Im gleichen Jahr trat er in das Radiochemische Laboratorium der Fa. KWU/Siemens ein – seit dem Jahr 2001 Bestandteil von AREVA NP GmbH in Erlangen.
Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf den Gebieten Radiochemie im Kernkraftwerk sowie auf radiochemischen Aspekten der Reaktorsicherheit: Radiochemische Analytik, Spaltproduktchemie und Kernschmelzeverhalten.
Seit 1995 leitet er das Segment "Radiochemie, Analytische Chemie, Strahlungsmesstechnik, Heiße Zellen".
Dr. Morell ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.
Prof. Jörg Steinbach stammt aus dem Erzgebirge (Annaberg-Buchholz) und studierte nach der Schulzeit (Bischofswerda, Oberlausitz) in Dresden Chemie, promovierte dort bei den Profs. E. Herrmann / L. Riesel auf dem Gebiet der Phosphororganischen Chemie (Phosphazene). Im Jahr 1982 nahm er seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter des „Zentralinstituts für Kernforschung“ der Akademie der Wissenschaften der ehem. DDR auf und beschäftigte sich dort mit Arbeiten zur Radiochemie/Radiopharmazie. Er begann mit Untersuchungen zur 123I-Markierung von Radiotracern, beschäftigte sich mit der Produktion von Radiopharmaka und legte am Institut die Grundlagen der Radiochemie zum Aufbau der Positronen-Emissions-Tomographie – zunächst mit dem Schwerpunkt Targettechnik. Daneben absolvierte er das Postgradualstudium "Radiochemie" an der TU Dresden, nahm Lehraufgaben bei der beruflichen Erwachsenenqualifizierung wahr und war an Einsätzen in Entwicklungsländern im Rahmen von IAEA‑Aufträgen zum Aufbau von Kleinanlagen zur Erzeugung von Radiopharmaka, Training des Personals etc. beteiligt. Er habilitierte sich 1991 und trat 1992 als Abteilungsleiter in das neugegründete Forschungszentrum Rossendorf (Institut für Bioanorganische und Radiopharmazeutische Chemie) ein. 2001 nahm er eine Berufung (C4) an die Universität Leipzig wahr und wurde Direktor des Instituts für Interdisziplinäre Isotopenforschung e.V. Im Jahr 2005 nahm er einen Ruf an die TU Dresden an und kehrte an das Forschungszentrum Rossendorf zurück. Heute ist er Direktor des Instituts für Radiopharmazie des Forschungszentrums Dresden-Rossendorf und leitend in verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften und Gremien tätig. Prof. Steinbach ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.






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Vorstand der Fachgruppe