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Bruno-Roßmann-Preis |
Der Bruno-Roßmann-Preis wird alljährlich im Rahmen des jeweiligen Lebensmittelchemikertages durch die Lebensmittelchemische Gesellschaft - Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker verliehen.
Der Preis besteht aus einer Urkunde, dem Bild und dem Lebenslauf des Stifters und ist mit einem Geldbetrag bis zur Höhe von insgesamt
€ 5.000,--
verbunden. Er soll eine oder mehrere wissenschaftliche Arbeiten auf folgenden Gebieten auszeichnen:
- Schnellmethoden zum Nachweis gesundheitsschädlicher Stoffe auf und in Lebensmitteln,
- Methoden zur Untersuchung von Lebensmitteln mit einfachen Mitteln, wenn z.B. die technischen Apparaturen aus äußeren Gründen nicht mehr einsatzfähig sind, sowie
- Verbesserung der Ernährung, Ausschaltung von Schadstoffen, bessere physiologische Ausnutzung.
Erläuterungen zu einzelnen Begriffen finden sich in der Ankündigung über die Stiftung des Bruno-Roßmann-Preises in LEBENSMITTELCHEMIE 45, Heft Nr. 5 (1991).
Jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden durch jährlich wiederkehrende Ausschreibungen in den wichtigsten Fachzeitschriften und Journalen eingeladen, sich um den Bruno-Roßmann-Preis zu bewerben. Dazu müssen vier Exemplare einer Arbeit aus den o.g. Gebieten, abgefaßt in deutscher oder englischer Sprache, eine einseitige deutsche Zusammenfassung und Unterlagen über den wissenschaftlichen Werdegang eingereicht werden. Außerdem können von dritter Seite geeignete Arbeiten vorgeschlagen werden, wenn die entsprechenden Unterlagen beigefügt sind.
Über die Preiswürdigkeit der eingereichten oder benannten Arbeiten entscheidet eine Gutachtergruppe, der Prof. Dr. Reinhard Matissek, Köln (Vorsitz), Dr. Georg Schneiders, Recklinghausen, und Prof. Dr. Wolfgang Schwack, Hohenheim, angehören.
Bewerbungen und Vorschläge können bis zum 15. April eines jeden Jahres an den Vorsitzenden der Lebensmittelchemischen Gesellschaft - Fachgruppe in der GDCh,
Köln, im November 2005
Prof. Dr. Reinhard Matissek,
Vorsitzender des Bruno-Roßmann-Komitees
Inhaber des Bruno-Roßmann-Preises (Ort zum Zeitpunkt der Verleihung)
| 1992 | Frank Bohnenstengel, Berlin | Anwendung einer schnellen, sehr empfindlichen statischen Headspace-GC-Methode zur Untersuchung von Lebensmitteln im Hinblick auf Aroma verluste bzw. –abweichungen |
| 1992 | Dr. Ute Hagenauer-Hener / Dr. Uwe Hener, Echborn | Entwicklung einer einfachen, praxisorientierten HPLC-Simultanmethode zur Bestimmung relevanter Lebensmittelzusatz- und –inhaltsstoffe |
| 1993 | Michael Mayer, München | Entwicklung einer elektrophoretischen Screeningmethode zum Nachweis einer Bestrahlung von zellhaltigen Lebensmitteln |
| 1994 | Steven Nyanzi, Karlsruhe | Systematische Untersuchung und Optimierung der Bestimmungsmethode von Dithiocarbamat-Fungiziden in pflanzlichen Lebensmitteln |
| 1995 | Dr. Andreas Pfalzgraf, Hamburg | Entwicklung einer schnellen und einfachen Bestimmungsmethode von a –Tocopherol in Fleischproben |
| 1996 | Jürgen Ammon / Dr. Michael Hartmann, Karlsruhe |
Entwicklung einer schnellen und vereinfachten Methode zum Nachweis einer Strahlenbehandlung in verarbeiteten Lebensmitteln anhand strahleninduzierter Kohlenwasserstoffe |
| 1996 | Dr. Thomas Lötzbeyer, Freising | Entwicklung eines portablen Fließanalysensystems auf der Basis amperometrischer Biosensoren für dezentrale Anwendungen |
| 1997 | Dr. Gabriele-Christine Chemnitius, Münster | Entwicklung einer schnellen und einfachen Methode zur Bestimmung von biogenen Aminen in Fischen mittels Sensoren |
| 1998 | Anja Ibach, Wuppertal | Entwicklung einer schnellen und einfachen Methode zur Bestimmung von drei Isoxazolylpenicillinen in Rohmilch mittels HPLC-integrierter Festphasenextraktion |
| 1999 | Michelangelo Anastassiades, Stuttgart | Entwicklung schneller und einfacher Methoden zur summarischen Bestimmung von Carbendazim, Benomyl, Thiophanat-methyl und 2,4-D in pflanzlichen Proben mittels SFE-Technik |
| 2000 | Jörg Stroka, Ispra (I) | Entwicklung einer einfachen und zuverlässigen Bestimmungsmethode von Aflatoxinen in Lebensmitteln mittels Dünnschichtchromatographie und eines Fluoreszenzdetektors auf Halbleiterbasis |
| 2001 | Dr. Bernd Klaubert, München | Schnellmethoden für den Nachweis und die Bestimmung von toxikologisch relevanten Schadstoffen im mobilen Laborcontainer Lebensmittelchemie / Ökochemie des Sanitätsdienstes der Bundeswehr |
| 2001 | Harald Schäfer, Münster | Einfache Methode zur Bestimmung des Frischezustandes von Haselnüssen über eine Farbreaktion mit Triphenyltetrazoliumchlorid (TTC) |
| 2002 | Dr. Roland Perz / Dr. Holger van Lishaut, Stuttgart |
Entwicklung einer schnellen und einfachen Methode zur selektiven Bestimmung aller Substanzklassen von Dithiocarbamat-Fungiziden in pflanzlichen Lebensmitteln mittels eines Ionenpaar-HPLC-Systems |
| 2003 | Dr. Birgit Gutsche, Heidelberg / Dr. Rüdiger Weißhaar, Winnenden | Aufdeckung des Bildungsweges von Acrylamid in Kartoffelprodukten via Asparagin und reduzierenden Zuckern sowie der damit geschaffenen Grundlage zur Minimierung eines bei der Lebensmittelzubereitung bzw. -verarbeitung entstehenden unerwünschten Stoffes |
| 2004 | Dr. Stefanie Meier, Lahr | Entwicklung eines Multianalytsensors zur Bestimmung der Zucker Glucose, Fructose und Saccharose für die Vor-Ort-Überwachung von Gärprozessen |
| 2005 | Dr. Dirk Lachenmeier, Karlsruhe | Arbeit zur Schnellbestimmung von Ethylcarbamat in Steinobstbränden mittels FTIR-Spektroskopie und multivariater Datenanalyse |
| 2006 | Dr. Gregor Kos, Montrael/CAN | Entwicklung einer FTIR/ATR-Methode zur Bestimmung des Kontaminationsgrades von Getreide mit Deoxynivalenol (DON) |
| 2008 | Dr. Ingrid Walz, Freising | Arbeiten zur Entwicklung schneller biochemischer Prüfmethoden zur Bestimmung insektizider Organophosphat- und Carbamat-Rückstände in pflanzlichen Lebensmitteln unter Ausnutzung deren enzymhemmender Eigenschaften |






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