Forschung und Entwicklung  Forschung und Entwicklung


Forschung und Entwicklung

Hier stehen baustoffchemische Aufgaben bisher im Vordergrund. Zum Beispiel sollen dauerhaftere, eigenschaftsoptimierte, kostengünstigere, baustoff- und umweltverträglichere, leichter zu verarbeitende Baustoffe entwickelt werden. Dies betrifft gleichermaßen anorganische und organische Baustoffe, unabhängig davon, in welchem Bereich des Bauwesens sie eingesetzt werden sollen. Wirksamere und ggf. vielseitigere Bauhilfsstoffe werden gesucht. Baustoffkombinationen, Verbundbaustoffe aus mehreren anorganischen und/oder organischen Anteilen sind zu optimieren bzw. neu zu entwickeln.

Neben Forschungen im Bereich der Baustoffe selbst sind ebenso Themen des Angriffs und des Schutzes der Baustoffe zu betrachten. Hierbei sind keine Möglichkeiten des chemischen Angriffs bzw. von Schutzmaßnahmen auszuschließen. Auch nichtkonstruktive Instandsetzungsmaßnahmen betreffen häufig die Bauchemie.

In den Phasen verstärkter Bauerneuerung ist die Abstimmung - hier auch ganz besonders die baustoffchemische Abstimmung - von Alt- und Instandsetzungsmaterial eine bedeutende, aktuelle Aufgabenstellung. Sie beginnt bei der chemischen Untersuchung des Altmaterials, geht über die Auswahl geeigneter Instandsetzungsmaterialien und endet bei der Überprüfung der Erneuerungsmaßnahme am Bauwerk.

Baustoffe können auch die Umwelt belasten, seien dies z.B. die Innenraumluft oder das Grundwasser. Hier können Forschungen zur Klärung von Ursachen und zur Vermeidung erforderlich sein. Recycling von Baustoffen - auch aus chemischer Sicht - ist eine für die Zukunft wichtige Aufgabe.

Somit ist die Betrachtung der Forschung und Entwicklung der gesamten Bauchemie, aller drei Teilbereiche - Baustoffchemie, Einwirkungen auf Baustoffe und Auswirkungen aus Baustoffen - Aufgabe der GDCh-Fachgruppe Bauchemie.