Deutsch
| 
English
|
| Aktuelle Wochenschau | |
| 2010, im Jahr der Energie: Jede Woche ein aktueller Beitrag zum Thema Chemie und Energie | |
| Nachrichten aus der GDCh | |
| Aktuelles ... | ....mehr |
| 22.07.2010 Vorsitzwechsel im OV Hannover Mehr... | |
| 21.07.2010 Generationswechsel im Sprecherteam des JCF Ulm Mehr... | |
| 13.07.2010 Matthias Beller - erster Preisträger des neu geschaffenen European Sustainable Chemistry Award Mehr... | |
| ...und Wichtiges | ....mehr |
| 21.06.2010 Journal Impact Factors: GDCh-Zeitschriften weiter auf Erfolgskurs! Mehr... | |
| 11.06.2010 Neuer Online-Service: ChemistryViews.org Mehr... | |
| 06.05.2010 Ausschreibung für GDCh Preise 2011 eröffnet! Mehr... | |
| Weitere Nachrichten finden Sie unter NEWS | |
| News from Angewandte Chemie | |
| Hot Paper: Gold-Catalyzed Intramolecular Aminoarylation of Alkenes: C–C Bond Formation through Bimolecular Reductive Elimination Lesen... | |
| Hot Paper: Water Chains in Hydrophobic Crystal Channels: Nanoporous Materials as Supramolecular Analogues of Carbon Nanotubes Lesen... | |
| Angewandte Chemie 28/2010 – Aktivierend Lesen... | |
| Chem.de | |
| Informations- und Wissensplattform Chemie Chem.de | |
Get-together 2006 |
Get together 2006
Am 21. und 22. April 2006 fand in Berlin die Jahrestagung des AKCC, das sogenannte "Get together " statt.
Mehr Frauen an die Spitze von Wissenschaft und Forschung!
Mit dieser Forderung traten am 21. April auf dem Campus Berlin-Adlershof auf einer öffentlichen Podiumsdiskussion des AKCC und der Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof (IGAFA) e. V. die Bundesministerin a. D. und MdB Edelgard Bulmahn (SPD), die Biologin und MdB Dr. Christel Happach-Kasan (FDP), die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordneten Haus Dr. Sibyll Klotz und Prof. Petra Mischnick, GDCh-Vorstandsmitglied vor die DiskussionsteilnehmerInnen.
Zu Beginn der Diskussion, die sich unter der Moderation von Susanne Führer vom Deutschlandradio zu einem lebhaften Diskurs entwickelte, würdigten die Podiumsteilnehmerinnen die Erfolge der letzten Jahre, befanden die Situation von Frauen in der Wissenschaft jedoch übereinstimmend als nach wie vor unbefriedigend. Mädchen haben die besseren Schulnoten, machen mittlerweile häufiger Abitur als die Jungen und stellen fast die Hälfte der Studienanfänger in Deutschland. - In den Spitzenpositionen der deutschen Forschung sind Frauen jedoch nach wie vor unterrepräsentiert. In der Regel verdienen sie weniger als ihre männlichen Kollegen und besetzen oft zeitlich befristete und schlechter dotierte Stellen.
Als Ursachen für die ungleiche Präsenz von Frauen und Männern in der Wissenschaft wurden unter anderem die unzureichenden Kinderbetreuungsangebote und die Beständigkeit überkommener Rollenvorstellungen hervorgehoben. Christel Happach-Kasan erklärte, dass Veränderungen im gesellschaftlichen Bewusstsein eine zentrale Rolle spielen, um die Karrierechancen von Frauen zu verbessern und ermutigte die Frauen, auch für ihre Interessen zu kämpfen. Sibyll Klotz und die ehemalige Ministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, betonten darüber hinaus, dass auch gesetzliche Regelungen wie beispielsweise ein Anti-Diskriminierungsgesetz für den Abbau von Benachteiligungen eine entscheidende Bedeutung zukomme. In diesem Zusammenhang hob die Ex-Ministerin die Bedeutung von Gesetzen als Festschreibung des gesellschaftlichen Konsenses hervor. Diese normbildende Funktion sei möglicherweise wichtiger als konkrete Klagemöglichkeiten für Betroffene, die aus Furcht vor weiteren Nachteilen ohnehin selten genutzt würden. Auf die Bedeutung von lebendigen Vorbildern wies Petra Mischnick, selbst Mutter von drei Kindern, hin: "Es muss sichtbar sein, dass wissenschaftliche Karriere und Kinder miteinander vereinbar sind. Wissenschaftlerinnen mit Kindern sollten Möglichkeiten aufgezeigt werden, in der Forschung zu bleiben, anstatt sie zu entmutigen." Bildungsqualität und Lebensplanung haben sich für Frauen und Männer in den letzten 100 Jahren mit sehr unterschiedlichem Tempo verändert, so dass nun vor allem die Männer gefordert sind, in einem adäquaten Entwicklungsprozess zu einer neuen Stimmigkeit von privaten und beruflichen Lebensentwürfen beider Geschlechter beizutragen.
Kontrovers diskutiert wurde, inwieweit die Strukturen des Wissenschaftsbetriebes mit seinem hohen Anteil befristeter Arbeitsverhältnisse und gängige, aber nicht unbedingt objektive Leistungskriterien Hemmnisse für Chancengleichheit in der Wissenschaft darstellen. Die Diskussion zeigte, dass es trotz der Fortschritte der letzten Jahre weiterhin erforderlich sein wird, bessere gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Anschluss Deutschlands an vergleichbare Länder auch innerhalb der EU zu schaffen.






Deutsch
Get-together 2006