15 Chemie und Energie in der Aktuellen Wochenschau - Analytische Chemie in der HighChem-Neuauflage


 

15/10
21. April 2010

Das BMBF-Wissenschaftsjahr 2010 heißt „Zukunft der Energie“. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) beteiligt sich hieran in vielfältiger Weise, weil die Chemie wichtige Beiträge in die Energieforschung einbringt. Auf ihrer Internetseite www.aktuelle-wochenschau.de stellt die GDCh in diesem Jahr unter Federführung ihrer Arbeitsgemeinschaft Chemie und Energie ausschließlich Themen ein, die dem interessierten Laien die Zusammenhänge zwischen Chemie und Energie näher bringen. Die 52 Beiträge werden Anfang 2011 thematisch geordnet und redaktionell sowie didaktisch aufbereitet im sechsten Band der HighChem-Serie der GDCh erscheinen.

In der diesjährigen Wochenschau gibt der Vorsitzende der AG Chemie und Energie, Dr. Sigmar Bräuninger, BASF SE, Ludwigshafen, einen Überblick über die Beiträge der Chemie zur Zukunft der Energieversorgung. Professor Dr. Claudia Wickleder, Universität Siegen und stellvertretende AG-Vorsitzende, erläutert die Möglichkeiten der Energieeinsparung durch neue Entwicklungen in der Beleuchtungstechnik, und Dr. Hermann Pütter, Koordinator für Energiefragen bei der GDCh, stellt u.a. die Frage „Wie viel Energie verbrauchen wir eigentlich?“ und nennt die größten Herausforderungen für die Energieversorgung. Weitere Beiträge aus der Industrie, aus Universitäten und anderen Forschungsinstituten sowie von beratenden Experten befassen sich u.a. mit Neuentwicklungen bei Batterien und Brennstoffzellen, mit den Prinzipien der Photovoltaik, mit Nachhaltigkeitsaspekten und neuen Verfahrenstechniken für Biofuels oder wägen die Potenziale möglicher künftiger Energiespeichermoleküle wie Wasserstoff, Methan oder Methanol ab. Materialforschung steht ferner auch bei Thermoelektrika oder Dämmstoffen im Mittelpunkt.

Die Aktuelle Wochenschau der GDCh gibt es seit 2005. Damals bestritt die GDCh-Fachgruppe Analytische Chemie die ersten 52 Wochen, woraus die Broschüre „HighChem hautnah – Aktuelles aus der Analytischen Chemie“ erarbeitet wurde, die zur Analytica, der bedeutenden Fachmesse in München, im April 2006 erschien. Ihre 10.000 Exemplare waren nach gut drei Jahren vergriffen. Zur Analytica 2010 Ende März in München konnte nun eine überarbeitete Neuauflage präsentiert werden.

Die Aktuelle Wochenschau der Jahre 2006 bis 2009 widmete sich jeweils für ein Jahr den Themen „Elektrochemie und Energie“, „Chemie der Farben und Lacke“, „Nachhaltige Chemie“ und „Lebensmittelchemie“. Somit erschienen, zeitversetzt, in den Jahren 2007 bis 2009 auch die HighChem-Broschüren zu diesen Themen; d.h. zur Lebensmittelchemie wird es in diesem Jahr eine Broschüre geben, die Ende August, rechtzeitig zum Deutschen Lebensmittelchemikertag im September, vorliegen soll.

Die Broschüren werden besonders gern von Lehrern in die Hand genommen, die damit, teilweise mit Klassensätzen, den Unterricht in der Oberstufe gestalten oder bereichern. Junge Studierende (nicht nur der Chemie) klicken sich gern durch die Wochenschau, für Journalisten ist sie eine Fundgrube und selbst gestandene Wissenschaftler schmökern gern einmal im Internet oder in den Heften.

Die vier bislang erschienenen HighChem-Broschüren sind kostenfrei und können unter 069/7917-330 oder pr@gdch.de bezogen werden. Der Internetauftritt www.aktuelle-wochenschau.de ist direkt oder über die Homepage der GDCh (www.gdch.de) zu erreichen.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ist mit über 29.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Eines ihrer Anliegen ist es, die moderne Chemie auch dem Laien verständlich zu machen und ihm damit Zusammenhänge in Naturwissenschaften und Technik zu erschließen. Dieses Ziel will sie u.a. mit der Aktuellen Wochenschau und den HighChem-Broschüren erreichen. Die GDCh untergliedert sich in 26 Fachgruppen und Sektionen, darunter als zweitgrößte die Fachgruppe Analytische Chemie, sowie weitere Arbeitskreise und Arbeitsgemeinschaften, darunter die AG Chemie und Energie. Zu Beginn des Jahres 2006 startete der damalige GDCh-Präsident die GDCh-Energie-Initiative, mit der Chemiker aufgerufen wurden, aktiv an der Lösung der Energiefragen mitzuwirken.