Wöhler-Preis für Ressourcenschonende Prozesse


Friedrich Wöhler (1800 - 1882) war einer der bedeutendsten Chemiker Deutschlands, ein herausragender Experimentator, der mit der Harnstoffsynthese die Schranke zwischen anorganischer und organischer Chemie durchbrach und auf beiden Gebieten außerordentlich erfolgreich arbeitete. Nach ihm benannte zunächst die Chemische Gesellschaft der DDR einen 1960 gestifteten Preis, der bis 1991 verliehen wurde. Auf Beschluss des GDCh-Vorstands wurde 1997 die ehemalige Auszeichnung der CG wieder aufgenommen und mit der neuen teildisziplinenübergreifenden wissenschaftlichen Widmung "Ressourcenschonende Prozesse" neu gestiftet. Der Preis kann jährlich vergeben werden und ist mit einem Geldbetrag verbunden. Ausgezeichnet werden innovative Forschungsbeiträge, deren zukunftsorientierter Modellcharakter im gesamten Feld der Chemie zu höherer Umweltverträglichkeit sowie zu verantwortungsbewusster Nutzung vorhandener bzw. Erschließung neuer Ressourcen führen kann. Die prämierte Arbeit soll auch dazu führen, sich selbst tragende Entwicklungen in der Chemie - auch in der Grundlagenforschung - in dieser Richtung einzuleiten und diese fortzuführen.

Inhaber des Wöhler-Preises für Ressourcenschonende Prozesse

1998

Hans Peter Rath, Ludwigshafen, BASF AG

2000

Karlheinz Hill, Düsseldorf, Cognis GmbH
Rainer Eskuchen, Düsseldorf, Cognis GmbH
Patrick M. McCurry, Cincinnati, Cognis GmbH

2002

Christian Wandrey, Jülich und Bonn

2005

Torsten Groth, Leverkusen, Lanxess Deutschland GmbH
Winfried Joentgen, Wuppertal, Bayer HealthCare AG
Alfred Mitschker, Odenthal, ehemals Bayer AG
Nikolaus Müller, Leverkusen, Lanxess Deutschland GmbH

2007

Jürgen O. Metzger, Oldenburg

2009 Walter Leitner, Aachen