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| Nationale Altstoffbearbeitung |
a. Bearbeitung von Stoffen mit Produktionsmengen > 1.000 Tonnen pro Jahr
In der Anfangsphase der Altstoffbearbeitung hat das BUA, basierend auf nationalen und internationalen Stofflisten, 135 mit Vorrang zu prüfende Stoffe ausgewählt und diese in den ersten zwei BUA-Prioritätenlisten zusammengestellt. Beide Stofflisten sind vollständig abgearbeitet und die Ergebnisse in 101 BUA-Stoffberichten publiziert.
Nachdem 1986 durch eine Umfrage des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) eine Liste aller in Deutschland wirtschaftlich relevanter Stoffe vorlag, war die Voraussetzung für die systematische Altstoffbearbeitung im BUA geschaffen. Auf Basis der VCI-Liste und definierter Ausschluss- bzw. Auswahlkriterien (z.B. Produktionsmengen) hat das BUA eine etwa 780 Stoffe umfassende Arbeitsliste erstellt und ca. 500 chemische Substanzen, die seinerzeit in Mengen von mehr als 1.000 Tonnen pro Jahr hergestellt wurden, nach dem im BUA erarbeiteten Prioritätensetzungsverfahren einer der nachfolgenden Gruppen zugeordnet:
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Gruppe I: |
Stoffe mit Gefährdungspotential für Mensch und Umwelt, |
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Gruppe II: |
Stoffe mit unzureichender Datenlage, |
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Gruppe III: |
Stoffe mit geringem Gefährdungspotential, |
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Gruppe IV: |
Stoffe mit Gefährdungspotential nur am Arbeitsplatz. |
Die Ergebnisse dieser Kategorisierung sind in der 3. BUA-Prioritätenliste zusammengefasst.
Vornehmlich zu den der Gruppe I zugeteilten Stoffen hat das BUA Stoffberichte erarbeitet, eine Stoffbeurteilung vorgenommen und Empfehlungen an das Bundesumweltministerium ausgesprochen. Das BUA hat insgesamt 270 Berichte zu ca. 350 Stoffen veröffentlicht. Alle BUA-Berichte sind auch in englischer Übersetzung über den Buchhandel erhältlich. BUA-Berichte dienen der Bundesregierung und den zuständigen Bewertungsstellen als wichtigste Entscheidungshilfe für die endgültige Bewertung der Stoffe und eventuell zu ergreifende Risikominderungsmaßnahmen
b. Bearbeitung von Stoffen im Produktionsmengenbereich 100 - 1.000 Tonnen pro Jahr
Im Rahmen seiner freiwilligen Selbstverpflichtung legte der VCI dem BUA in den Jahren 1997-1999 jährlich ca. 50 Datensätze zu Stoffen aus dem Produktionsmengenbereich 100-1.000 Tonnen pro Jahr zur Bearbeitung vor. Überprüfung der Stoffdatensätze, Prioritätensetzung, Auswahl von jährlich 5 Stoffen für eine vertiefte Betrachtung, Literaturrecherche, Literaturauswertung, Berichterstellung und Veröffentlichung der Ergebnisse als BUA-Berichte waren Aufgaben, die dem BUA oblagen.






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